Modding Projekt - 840mm Radiator / "2" Loops

bsH7

Schraubenverwechsler(in)
Hi zusammen,

vor 5 Monaten habe ich meine ersten Erfahrungen mit Case modding und modularer Wasserkühlung gemacht und es hat mich einfach so gepackt, dass ich mich dazu entschlossen habe ein 2. neuen Rechner aufzubauen.

Idee dahinter - Coolermaster HAF Stacker 945

Ich will jedoch nur einen Radiator in die Front verbauen ( https://www.caseking.de/aqua-computer-ams-840mm-radiator-1-kreislauf-wara-210.html )

Da ich relativ weite Wege bzw. Loops geplant habe, habe ich mich dazu entschlossen 2 Pumpen zu verbauen.
( https://www.caseking.de/ek-water-blocks-ek-xtop-d5-pwm-plexi-inkl.-pumpe-waek-949.html )

Beide sollen "separat" durch 250er Reservoirs von EK bespeißt werden.

Ich habe vor beide Ausgänge des Radiators zu belegen, um nicht unnötig viel Druck in das System zu bringen.
Somit wird ein "Kreislauf" die CPU + Chipsatz versorgen und der andere die Grafikkarten.

Mir ist zwar klar dass es kühlleistungs technisch wenig Sinn macht, jedoch bringt mir eine Pumpe einfach zu wenig Durchfluss bzw. Förderhöhe, aufgrund des Strecken Problems und ich will lediglich einen Radiator verbauen.


Die Frage die sich mir nun aufdringt ist folgende,

hat schonmal jemand so einen Wasserkreislauf aufgebaut oder kann i.welche Erfahrungswerte einbringen bzw. was sagen erfahrene User zur Idee.



Vielen Dank für jede Antwort die mich etwas vorran bringt =)

Sebastian
 
Ausschlaggebend ist eigentlich nicht Entfernung zwischen Radiator, Kühler und Pumpe, sondern lediglich die Förderhöhe. Wenn tatsächlich die fast 4 Meter überschritten werden sollten, müsste man immer noch die Pumpen und AGBs auf gleicher Höhe montieren sowie einen zusätzlichen Schlauch zum Füllstandsausgleich zwischen den AGBs legen. Zwei Pumpen mit so hoher Förderleistung sind doch so gut wie nicht synchron zu bekommen, da schafft immer eine ein paar Liter mehr oder weniger als die andere.
 
Ausschlaggebend ist eigentlich nicht Entfernung zwischen Radiator, Kühler und Pumpe, sondern lediglich die Förderhöhe. Wenn tatsächlich die fast 4 Meter überschritten werden sollten, müsste man immer noch die Pumpen und AGBs auf gleicher Höhe montieren sowie einen zusätzlichen Schlauch zum Füllstandsausgleich zwischen den AGBs legen. Zwei Pumpen mit so hoher Förderleistung sind doch so gut wie nicht synchron zu bekommen, da schafft immer eine ein paar Liter mehr oder weniger als die andere.

Stimmt leider nicht ganz. Die Förderhöhe, die auf den Pumpen angegeben ist, ist lediglich ein Äquivalent zum maximal überwindbaren Fließwiderstand. Bei einer Förderhöhe von 4 Metern ist die Pumpe in der Lage, einen maximalen Fließwiderstand von 0,4 bar zu überwinden. Ist der Fließwiderstand größer, wird der Durchfluss entsprechend reduziert. Der "Worst-Case" ist dabei eine Verstopfung. der Fließwiderstand wäre unendlich und der Durchfluss 0 l/h.

Unabhängig davon spielt es keine Rolle, welche Höhen innerhalb des geschlossenen Wakü-Kreislaufs überwunden werden müssen. Ist der Kreislauf befüllt, so kann eine Pumpe mit 4 Meter Förderhöhe auch mehr als 10 Meter Höhenunterschied überwinden. Dies liegt am hydrostatischen Druck innerhalb der geschlossenen Wakü-Kreislaufs. Um es vereinfacht zu sagen, die Kräfte beim Durchfluss entgegen der Schwerkraft und mit der Schwerkraft gleichen sich aus. Denn das Wasser muss ja von unten zum maximal obersten Punkt und dann wieder zurück nach ganz unten. Lediglich der Fließwiderstand wird mit zunehmender Förderlänge größer, da mehr Reibung an den Schlauchinnenwänden entsteht. Lediglich das Befüllen eines solchen Kreislaufes kann schwierig werden.

Für oben genanntes Projekt ist die zu bewältigende Höhe des Radis kein Problem. Dies würde auch nur eine einzige Pumpe locker schaffen. Fraglich ist, welchen Durchflusswiderstand das Monster hat. Und hier kann es in der Tat sein, dass die Summe aller Durchflusswiderstände der Komponenten größer ist als der maximale Druck einer Pumpe bei vorgegebenen Durchfluss. Daher können zwei Pumpen eine Alternative sein. Ich würde es zunächst nur mit einer Pumpe versuchen und vielleicht mal den Durchflusswiderstand versuchen zu ermitteln.

Ansonsten viel Erfolg bei deinem Projekt und nicht vergessen Bilder hier zu posten.

Gruß
Boober
 
ok man lernt nie aus, das klingt natürlich logisch mit dem hydrostatischen Druck.

mal so rein interessehalber, gibt es irgendeine pi mal Daumen-Regel wie viel Durchflusswiderstand man je Kühler, Schlauchmeter, (gewinkeltem) Anschlusstück man kalkulieren sollte?
 
Stimmt leider nicht ganz. Die Förderhöhe, die auf den Pumpen angegeben ist, ist lediglich ein Äquivalent zum maximal überwindbaren Fließwiderstand. Bei einer Förderhöhe von 4 Metern ist die Pumpe in der Lage, einen maximalen Fließwiderstand von 0,4 bar zu überwinden. Ist der Fließwiderstand größer, wird der Durchfluss entsprechend reduziert. Der "Worst-Case" ist dabei eine Verstopfung. der Fließwiderstand wäre unendlich und der Durchfluss 0 l/h.

Unabhängig davon spielt es keine Rolle, welche Höhen innerhalb des geschlossenen Wakü-Kreislaufs überwunden werden müssen. Ist der Kreislauf befüllt, so kann eine Pumpe mit 4 Meter Förderhöhe auch mehr als 10 Meter Höhenunterschied überwinden. Dies liegt am hydrostatischen Druck innerhalb der geschlossenen Wakü-Kreislaufs. Um es vereinfacht zu sagen, die Kräfte beim Durchfluss entgegen der Schwerkraft und mit der Schwerkraft gleichen sich aus. Denn das Wasser muss ja von unten zum maximal obersten Punkt und dann wieder zurück nach ganz unten. Lediglich der Fließwiderstand wird mit zunehmender Förderlänge größer, da mehr Reibung an den Schlauchinnenwänden entsteht. Lediglich das Befüllen eines solchen Kreislaufes kann schwierig werden.

Für oben genanntes Projekt ist die zu bewältigende Höhe des Radis kein Problem. Dies würde auch nur eine einzige Pumpe locker schaffen. Fraglich ist, welchen Durchflusswiderstand das Monster hat. Und hier kann es in der Tat sein, dass die Summe aller Durchflusswiderstände der Komponenten größer ist als der maximale Druck einer Pumpe bei vorgegebenen Durchfluss. Daher können zwei Pumpen eine Alternative sein. Ich würde es zunächst nur mit einer Pumpe versuchen und vielleicht mal den Durchflusswiderstand versuchen zu ermitteln.

Ansonsten viel Erfolg bei deinem Projekt und nicht vergessen Bilder hier zu posten.

Gruß
Boober

VIELEN VIELEN DANK !!!!
Der einzige Post mit Infos und wirklich komplett ohne jegliche Wertung...
In manch anderen Foren wird man komplett nieder gemacht und in der Luft zerrissen :D

Hat jmd schonmal das hier ausprobiert ?

Aqua Computer Webshop - airplex modularity system 840 mm, Alu-Lamellen, zwei KreislÃ?ufe, Edelstahl-Seitenteile 33032
 
@bsH7: gern geschehen ;)

@P2063: Leider gibt es eine solche Pi x :daumen: Regel hierfür nicht. In der letzten PCGH 08/2015 war ein CPU Kühlertest enthalten. Dort wurde tatsächlich der Druck vor dem Kühler und hinter dem Kühler gemessen. Als Pumpe kam eine Aquastream XT zum Einsatz, die konstant bei 60 l/h lief. Ergebnis war, dass die Kühler zw. 12 und 25 mBar Druckverlust haben. Das entspricht 0,012 und 0,025 Bar. Geht man konservativ von 0,3 Bar aus, die die Pumpe bei 60 l/h überwinden kann, so fallen die Kühler in der Gesamtrechnung kaum ins Gewicht.

Gleiches dürfte bei Winkelstücken oder Schläuchen der Fall sein. Ich schätze, dass wohl erst ab mehr als 100 Meter Schlauchlänge die Reibung des Wassers an den Innenwänden messbar wäre.

In den meisten anderen Test wird immer noch der Durchfluss der Komponente gemessen, wobei mir hierbei eigentlich der Referenzwert fehlt (d.h. der Durchfluss des Gesamtsystems ohne die zu testende Komponente). Hierdurch lässt sich zumindest im Vergleich zu den anderen Komponenten zeigen, welche Komponente restriktiver ist in ihrem Durchflusswiderstand und welche nicht. Den Druckabfall kann man aber nicht hieraus ableiten.

Gefühlt würde ich meinen, dass die Kühlkörper (CPU, Graka) kaum den Durchfluss mindern. Ich glaube, das so ein Radiator deutlich mehr bremst. Da aber viele Leute zwei oder mehr Radis an einer Pumpe am laufen haben, scheint mir auch hier noch nicht das Ende der Fahnenstange erreicht zu sein. Einfach mal testen :D

Gruß
Boober
 
@ bsH7: Ich habe die AS XT seit Jahren im Einsatz und kann Dir sagen, dass selbst mit 3 Radiatoren, einen Düsen CPU-Kühler, GPU-Kühler, Fesplattenkühler, je South,- Northbridge- und Spawa-Kühler sowie 14 Winkeln im System die Pumpe 45L/Stunde gefördert hat. Eine 2. Pumpe ist nicht notwendig. Lieber ein wenig Geld in die Entkopplung der Pumpe und Gehäusedämmung stecken, damit alles schön leise bleibt ;)
 
Gefühlt würde ich meinen, dass die Kühlkörper (CPU, Graka) kaum den Durchfluss mindern. Ich glaube, das so ein Radiator deutlich mehr bremst. Da aber viele Leute zwei oder mehr Radis an einer Pumpe am laufen haben, scheint mir auch hier noch nicht das Ende der Fahnenstange erreicht zu sein. Einfach mal testen :D

Gruß
Boober

Radiatoren bremsen meinen Tests zu Folge deutlich weniger, als Kühlkörper. Ich habe Radiator-Durchflussmessungen sogar extra in einem Kreislauf ohne weitere Objekte und ohne praktische Schnelltrennkupplungen gemacht, weil ihr geringer Widerstand sonst kaum erfassbar gewesen wäre. Nicht desto trotz ist auch der Widerstand von Kühlern nicht so schädlich, wie gemeinhin angenommen.
Näheres dazu (einschließlich Analyse der Förderhöhe/des Druckabfalls) steht morgen am Kiosk, einen Vorgeschmack gibt es hier:
Wasserkühlungs-Mythos überprüft: Wie stark muss die Pumpe sein?
 
Radiatoren bremsen meinen Tests zu Folge deutlich weniger, als Kühlkörper. Ich habe Radiator-Durchflussmessungen sogar extra in einem Kreislauf ohne weitere Objekte und ohne praktische Schnelltrennkupplungen gemacht, weil ihr geringer Widerstand sonst kaum erfassbar gewesen wäre. Nicht desto trotz ist auch der Widerstand von Kühlern nicht so schädlich, wie gemeinhin angenommen.
Näheres dazu (einschließlich Analyse der Förderhöhe/des Druckabfalls) steht morgen am Kiosk, einen Vorgeschmack gibt es hier:
Wasserkühlungs-Mythos überprüft: Wie stark muss die Pumpe sein?

Wahnsinn, was für eine Arbeit .
Mega Thema, vielen Dank denn darauf warte ich schon lange. :daumen:

Hier stand uninteressantes.
MfG.wolflux
 
Zuletzt bearbeitet:
Zurück