Ich nutze CachyOS seit ca. 5 Monaten auf meinem Hauptsystem und etwas länger auf einem "neuen" gebrauchten Laptop von Lenovo und bin sehr zufrieden. Zuvor habe ich 6 Jahre Linux Mint als Zweitbetriebssystem neben Windows genutzt. Linux Mint fand ich für meinen Einstieg gut und finde es auch immer noch gut. Aber ich nutzte es letztlich nur für Surfen und bisschen Office und so. Spielen ging auch. Für eine alleinige Nutzung von Linux war ich zu bequem, da die Spiele ja auf Windows auch liefen und ich da mehr Spiele installiert hatte.
Die Gängelei von MS über die letzten Jahre hinweg und dessen Zunahme gab für mich den letzten Schubser, komplett zu Linux zu wechseln. Die Wahl auf CachyOS fiel aufgrund dessen guten Rufs, dessen durchaus inbegriffenen Erleichterungen durch Grafische Benutzer:innenoberfläche und dessen Unterstützung von neuer Hardware.
Coolio, ist seit 2-3 Monaten auch bei mir installiert und ich kann mich nicht beklagen. Entweder Arch Linux ist nicht so frustrierend wie alle behaupten, oder CachyOS macht es einem sehr einfach, jedenfalls war der Umstieg von Windows sehr easy und ich vermisse (fast) nix.
Ich denke, Voraussetzung ist erstmal, dass die Hardware von Linux gut unterstützt wird. Ist das gegeben und die Installation geht also glatt, kommt es darauf an, wieviel allgemeine Computerfähigkeiten und Ausdauer die Umsteiger:innen/Interessierten haben und wieviel Lernbereitschaft diese mitbringen, Probleme zu lösen, würde ich meinen. Dann kann mensch auch positive Erfahrung mit CachyOS machen.
Ergänzung: aber die Distro ist aber auch offenbar qualitativ gut.
Ich habe nicht viel Erfahrung mit mehr Distributionen, von daher bin ich auch auf Einordnungen Anderer angewiesen gewesen. Ich fand bspw.
Mattscreatives Beiträge auf Youtube hilfreich. Er empfiehlt Einsteiger:innen Nobara, CachyOS und PikaOS, da diese auch eine gute Community hätten und die Entwickler:innen auf Wünsche von Nutzer:innen eingehen und auch Bugs zügig angehen würden. Allerdings kann mensch Matt der Gruppe an Linuxer:innen zuordnen, der Erlangen von Computerkompetenz und Beherrschung von Betriebssystemen wichtig ist und die entsprechend nicht viel von Distros wie Linux Mint hält, da diese ihre Nutzer:innen quasi in Unkenntnis lassen würden. Mensch solle zumindest grobes Wissen darüber erlangen, wie das Betriebssystem aufgebaut ist und funktioniert. Dieser Ansatz beißt sich also mit jenem Ansatz, den Leuten ein quasi Windows (wie bspw. Linux Mint) hinzustellen bzw. nahezulegen, das den Nutzer:innen sehr viel abnimmt und als Folge aber auch im Unklaren darüber lässt, was unter der Oberfläche passiert und warum hier und da Fehler passieren.
Edit: Korrekturen für bessere Lesbarkeit und so