(M)einer GTX 460 folgt ...?

Liebe Community!

Viel Zeit ist vergangen als ich zuletzt um Tipps für meine Spiele-PC-Config. in diesem Forum bat. Jedoch blieb mir die unkomplizierte Unterstützung einiger erfahrener Gamer hier aus dem Forum in bester Erinnerung und ich bin mit den damaligen Empfehlungen sehr lange super zufrieden gewesen. Zwischenzeitlich ist meine Hardware jedoch in die Jahre gekommen und ich möchte diese einer Verjüngungskur unterziehen, damit sich aktuelle und kommende Games des nächsten Jahres in gängiger Auflösung wie 1920x1080 möglichst detailliert und flüssig spielen lassen. Nachdem was ich hier im Forum bislang gelesen habe, fällt meine Wahl im Moment auf eine GTX 760 (aufgrund der problemlosen Erfahrung mit der aktuellen 460er-Karte gerne wieder von MSI).

Könnt ihr mir bitte sagen, was ich an meinem System eurer Meinung nach ändern muss, damit ich wieder aktuelle Games zocken kann? Ich bin immer wieder erstaunt, wie rasant sich der Spielebereich weiter entwickelt, wenn man nicht ständig mit den neuesten Trends und Entwicklungen up-to-date ist bzw. sein kann.

Mein System:

Intel Core i5 750 @2,7GHz
MSI P55-GD65
4 GB DDR3 Corsair
MSI GeForce 460 GTX Cyclone
Enermax PRO 82+

Ich hoffe fest, dass sich daraus ein Update erstellen lässt, dass es mir erlaubt, noch einmal aktuelle Games zu zocken, ohne in ein komplett neues System investieren zu müssen (denn dafür fehlt mir im Moment das notwendige Kleingeld). Was meint ihr?
Vielen Dank vorab für eure Unterstützung.

GreatV!sion

Er hatte beim letzten Mal eine 460 gekauft. Das ist klar Midrange. Die 280x bzw. 770 ist/sind schon ne Stufe drüber. Ist zwar alles nice to have, die Vorlieben des TE sollten aber schon berücksichtigt werden, zumal Geld wohl auch nicht im Überfluß vorhanden ist. Der Preisunterschied R9 270x zu gtx 770 sind ca. 80 € (+70 %), der Leistungsunterschied max. 30-40 %. Aus P/L-Sicht ein schlechter Rat.

@Doc
Klar gibt es bessere CPU-Kühler, z. B.
EKL Alpenföhn Brocken 2 (84000000094) - Daten- und Preisvergleich - HardwareSchotte.de

aber halt nicht für 20 € und ohne BP.
 
Das wären schon mal ein paar bessere Modelle wobei ich trotzdem den True Spirit vorziehen würde. Soll letztlich der TE entscheiden
 
Lieber Intel22nm,

danke für den Hinweis (auch wenn damit erneut eine Türe ins für mich Unbekannte aufgestoßen wurde) hinsichtlich undervolting. Es hätte mir natürlich getaugt, wenn du zumindest einen Satz mehr dazu geschrieben hättest, was damit gemeint ist ;) Bisher gingen die Meinungen bei der Annahme eines leichten OC's ja klar in Richtung 'weg vom Boxed-Kühler' was absolut einleuchtend ist.

Vorab: eine Entscheidung pro Boxed hängt von dessen Güte ab, seinem Potential mit ggf. optimiertem Lüfterprofil noch "zu liefern", d.h. seine Kühlfunktion zu verbessern (Wärmeleitpaste, Polieren, Lüftungskonzept insgesamt usw.).

Ein konkreter Link zu dem Thema, Undervolting beim i5-760 per Offset: Test: Intel Core i5-760 (Seite 33) - ComputerBase

Dort findet sich auch ein Quickie zum Overclocking des i5-760.

Ich lese sehr oft in Beratungen und Diskussionen: kaufe dir dies oder das.

Meine Einstellung ist zunächst das vorhandene Potential ausnutzen, per Software Anpassung. Die Standards wie Toleranzen sind von den Herstellern eingebaut (CPU, GPU, Lüfter), die Leistungsfähigkeit der Chips oder Kühlkörper wird in den allermeisten Rechnern kaum genutzt, also verschwendet. Die Teile werden ausgemustert, auch ökologisch ein Wahnsinn.

Aber zum Kauf neuer Hardware und Komponenten wird gerne geraten, warum eigentlich ? Weil schneller, kühler, edler ... cooler ist ? Ja. Ist es :daumen:, aber Coolness alleine bringt keinen objektiven Mehrwert, sondern vor allem Image, besonders in Signaturen. Ohne Anwesende im Blick zu haben. Ich gehe nüchtern an objektive Fragen heran, Preis-Leistung, Nutzwert, Betriebskosten, also die wirtschaflichen Aspekte.

Ich finde es "cooler" ohne Extrakosten zu tunen, doch das hat auch seinen Preis: Mühe.

Und dafür sind Foren da, gegenseitige Hilfe, Erfahrungsaustausch.

Sollten Kaufberatungen stets in Konsumsteigerung münden ? Ich werde nie verstehen, warum bei modernen CPUs (der i5-760 gehört dazu, das liest man sogar bei 1150/1155 CPUs ohne Multiplikatorsperre) das Potential verworfen wird, manche raten hier schon zum Aufrüsten, nur weil Unkenntnis über die vorhandene Hardware Angst und Schrecken verbreiten.

Nachvollziehen kann ich das Problem, man postet in einem (Fach)Forum und bekommt 5 konkrete Aufrüstempfehlungen. Kann man diese Hinweise nicht auf eigener Erfahrung verorten, wird man geneigt, diesen Empfehlungen zu folgen. Und schwupps ... rollt der Euro.

In jedem Thread eine off topic Diskussion anzustossen, macht ebensowenig Sinn. Manchmal jedoch hilft es einen Anstoss zu geben. Die Threads zu dem Thema sind hier wie in vielen anderen Foren vorhanden. Das kostet Zeit und Mühe, die wirtschaftsförderliche Alternative ist: Kaufen, kaufen, kaufen. Du kannst dir selbst eine Meinung bilden, welcher Weg dir lieber ist, geistige Anstrengung und praktische Arbeit oder Geldbeutel zücken.

Am Beginn meiner Computerphase hatte ich kein Geld für teure, leistungsfähige Komponenten, heute habe ich es, aber ich präferiere trotzdem den mühsamen Analyseweg über den Intellekt. Das kann man von Fall zu Fall entscheiden. Bei manchen Sockelentscheidungen in der Vergangenheit habe ich mir Monate Zeit genommen. Doch angesichts der Leichtigkeit über die Mainboard Features im BIOS ... entweder zu übertakten und/oder zu undervolten ... fällt es mir schwer, solche erfolgversprechenden Angebote zu Nullkosten zu ignorieren. Bei mir sind das kaufentscheidungsrelevante Faktoren. Manche Besitzer entdecken das Potential erst nach dem Kauf oder wollen sich mit OC/UV erst später nach Ablauf einer gewissen Frist auseinandersetzen. Bei "alten" Systemen, die kurz vor Aufrüstung stehen, geben sich die meisten ein Ruck und wagen es, dieses Thema anzugehen. Verständlich, weil jeder eine andere Perspektive und Risikowahrnehmung hat.

So, dieses Mal mehr als einen Satz. :D

P.S. Gute Erfahrungen habe ich mit EKL-Kühlern gemacht (geizhals-Liste). Grundsätzlich ist die Kombination aus (a) Zahl der Heatpipes mit (b) passendem, großflächigen Kühlkörper und (c) einem gut positioniertem Lüfter zu empfehlen. Solche Modelle haben alle renommierten Hersteller im Portfolio, das sind die Erfolgsmodelle, die sich i.d.R. in den Kühlertests finden. Mit einem 20 Euro Kühler konnte ich meinen i7-3770K auf 4.5 Ghz kühlen, jedoch nur kurzfristig. Also Sockelhalterung für mein alten Kühler vom AMD System besorgt und der läuft nun (fast) perfekt. Investitionskosten ein paar Euro. Bei geizhals Beschreibungen aufpassen, die mitgelieferten Sockelhalterungen der länger am Markt erhältlichen Küherl finden sich meist erst beim Hersteller, geizhals hinkt nach was die Aktualität angeht.
 
Wow! Erstmal herzlichen Dank an all jene Leute, die sich hier Zeit für meine Unwissenheit nehmen, und mir nach dem jeweils besten Gewissen Tipps geben :hail:
Zwischenzeitlich wurde auch die 280er-Karte als echte Alternative ins Spiel gebracht, wenngleich GoldenMic diesbezüglich ja aufgrund der höheren Leistungsaufnahme dieser Karte (in Kombination mit meinem knapp 400W-Netzteil von Enermax) kritisch hinterfragte, ob es hier mit dem Saft nicht kritisch werden könnte.

Und dann folgte die ausführliche Antwort von Intel22nm, die mich insofern begeisterte, da sie sehr reflektiv und durchaus kritisch ausfiel. Grundsätzlich finde ich für Foren sehr wichtig, dass sämtliche Meinungen gepostet werden können und man anschließend miteinander darüber fachlich und sachlich diskutiert. Davon haben unerfahrene User bestimmt am meisten, da die immense Vielfalt an Möglichkeiten aufgezeigt wird. Schlussendlich wird sich der User aus der Vielzahl an Meinungen ein eigenes Bild erstellt haben und die für sich (!) beste Kaufentscheidung treffen.

[...]Nachvollziehen kann ich das Problem, man postet in einem (Fach)Forum und bekommt 5 konkrete Aufrüstempfehlungen. Kann man diese Hinweise nicht auf eigener Erfahrung verorten, wird man geneigt, diesen Empfehlungen zu folgen. Und schwupps ... rollt der Euro. [...] In jedem Thread eine off topic Diskussion anzustossen, macht ebenso wenig Sinn. Manchmal jedoch hilft es einen Anstoss zu geben. Die Threads zu dem Thema sind hier wie in vielen anderen Foren vorhanden. Das kostet Zeit und Mühe, die wirtschaftsförderliche Alternative ist: Kaufen, kaufen, kaufen. Du kannst dir selbst eine Meinung bilden, welcher Weg dir lieber ist, geistige Anstrengung und praktische Arbeit oder Geldbeutel zücken.[...]
In vielen Punkten hast du Recht. Was mich betrifft, bin ich eben nicht der Typ, der aufgrund einiger Postings gleich zur aktuellsten Karte greift, um sich damit die Signatur aufzubessern. Und von Mühen scheue ich mich auch nicht, im Gegenteil. Wie in diesem Thread bereits mehrfach erwähnt, bin ich froh über all die erfahrungsgeleiteten Antworten. Aber: Es gibt eben manchmal auch User, die nicht die erforderlichen Zeitressourcen aufbringen können (oder auch wollen) um sich in die schier unglaublichen Tiefen von Komponenten des Computersystems vor zu wagen. Die Gründe dafür sind mannigfaltig und spielen m.M.n. auch keine Rolle.

Er hatte beim letzten Mal eine 460 gekauft. Das ist klar Midrange. Die 280x bzw. 770 ist/sind schon ne Stufe drüber. Ist zwar alles nice to have, die Vorlieben des TE sollten aber schon berücksichtigt werden, zumal Geld wohl auch nicht im Überfluß vorhanden ist.
Mir ist aufgefallen, dass in einem (Fach)Forum wie diesem manchmal die Relationen etwas verloren gehen (können). Denn € 300,-- für eine GraKa, die noch lange nicht im Highend-Bereich spielt (!), ist für mich schon ein ordentlicher Batzen Geld. Je intensiver man sich mit der Materie beschäftigt, werden sich Preise natürlich relativeren (Kenntnisse über aktuelle Techniken, ...), aber es bleiben 300 Takken für eine mittelprächtige Karte.

Abschließend: Es war die richtige Wahl, sich vor dem System-Upgrade wieder in diesem Forum zu melden. Es tut gut, wieder hier zu sein (!) Danke für den Support Leute.

GreatV!sion
 
Zuletzt bearbeitet:
Man kann auch gebrauchte Grafikkarten in den Foren kaufen, spart Geld und anhand des Renomee Systems sowie der sozialen Kontrolle ist das zuweilen ein aussichtsreicher Weg, relativ günstig an Hardware in top Zustand zu kommen. Ohne nun dafür Garantien

Habe mir schön öfter Gebrauchtware geholt, vom Händler vor Ort, bei Amazon, Alternate, in der Bucht wie in (anderen) Foren. PCGH setzt den Fokus stark auf Gaming und Hardware Neukauf, meiner Erinnerung nach war früher mehr Lametta ... äh... der Blickwinkel auf Optimierung, Lüftungskanäle u.a. Provisorien. Doch aus den Spieleoptimierungen kann man bereits viel herausholen und notwendige Aufrüstung sinnvollerweise nach hinten schieben.

Das Zeitargument unterschreibe ich selbstverständlich. Es gibt ein Leben ohne Computer, Hardwareoptimierung, Smartphones, sonstiger Technikschnickschnack und Internet. Auch wenn das Jüngere eher anders sehen.
 
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