Lieber Intel22nm,
danke für den Hinweis (auch wenn damit erneut eine Türe ins für mich Unbekannte aufgestoßen wurde) hinsichtlich
undervolting. Es hätte mir natürlich getaugt, wenn du zumindest einen Satz mehr dazu geschrieben hättest, was damit gemeint ist

Bisher gingen die Meinungen bei der Annahme eines leichten OC's ja klar in Richtung 'weg vom Boxed-Kühler' was absolut einleuchtend ist.
Vorab: eine Entscheidung
pro Boxed hängt von dessen Güte ab, seinem Potential mit ggf. optimiertem Lüfterprofil noch "zu liefern", d.h. seine Kühlfunktion zu verbessern (Wärmeleitpaste, Polieren, Lüftungskonzept insgesamt usw.).
Ein konkreter Link zu dem Thema,
Undervolting beim i5-760 per Offset:
Test: Intel Core i5-760 (Seite 33) - ComputerBase
Dort findet sich auch ein
Quickie zum Overclocking des i5-760.
Ich lese sehr oft in Beratungen und Diskussionen: kaufe dir dies oder das.
Meine Einstellung ist zunächst das vorhandene Potential ausnutzen, per Software Anpassung. Die Standards wie Toleranzen sind von den Herstellern eingebaut (CPU, GPU, Lüfter), die Leistungsfähigkeit der Chips oder Kühlkörper wird in den allermeisten Rechnern kaum genutzt, also verschwendet. Die Teile werden ausgemustert, auch ökologisch ein Wahnsinn.
Aber zum Kauf neuer Hardware und Komponenten wird gerne geraten, warum eigentlich ? Weil schneller, kühler, edler ...
cooler ist ? Ja. Ist es

, aber Coolness alleine bringt keinen objektiven Mehrwert, sondern vor allem Image, besonders in Signaturen. Ohne Anwesende im Blick zu haben. Ich gehe nüchtern an objektive Fragen heran, Preis-Leistung, Nutzwert, Betriebskosten, also die wirtschaflichen Aspekte.
Ich finde es "cooler" ohne Extrakosten zu tunen, doch das hat auch seinen Preis: Mühe.
Und dafür sind Foren da, gegenseitige Hilfe, Erfahrungsaustausch.
Sollten Kaufberatungen stets in Konsumsteigerung münden ? Ich werde nie verstehen, warum bei modernen CPUs (der i5-760 gehört
dazu, das liest man sogar bei 1150/1155 CPUs ohne Multiplikatorsperre) das Potential verworfen wird, manche raten hier schon zum Aufrüsten, nur weil Unkenntnis über die vorhandene Hardware Angst und Schrecken verbreiten.
Nachvollziehen kann ich das Problem, man postet in einem (Fach)Forum und bekommt 5 konkrete Aufrüstempfehlungen. Kann man diese Hinweise nicht auf eigener Erfahrung verorten, wird man geneigt, diesen Empfehlungen zu folgen. Und schwupps ... rollt der Euro.
In jedem Thread eine off topic Diskussion anzustossen, macht ebensowenig Sinn. Manchmal jedoch hilft es einen Anstoss zu geben. Die Threads zu dem Thema sind hier wie in vielen anderen Foren vorhanden. Das kostet
Zeit und Mühe, die wirtschaftsförderliche Alternative ist:
Kaufen, kaufen, kaufen. Du kannst dir selbst eine Meinung bilden, welcher Weg dir lieber ist, geistige Anstrengung und praktische Arbeit oder Geldbeutel zücken.
Am Beginn meiner Computerphase hatte ich kein Geld für teure, leistungsfähige Komponenten, heute habe ich es, aber ich präferiere trotzdem den mühsamen Analyseweg über den Intellekt. Das kann man von Fall zu Fall entscheiden. Bei manchen Sockelentscheidungen in der Vergangenheit habe ich mir Monate Zeit genommen. Doch angesichts der Leichtigkeit über die Mainboard Features im BIOS ... entweder zu übertakten und/oder zu undervolten ... fällt es mir schwer, solche erfolgversprechenden Angebote zu Nullkosten zu ignorieren. Bei mir sind das kaufentscheidungsrelevante Faktoren. Manche Besitzer entdecken das Potential erst nach dem Kauf oder wollen sich mit OC/UV erst später nach Ablauf einer gewissen Frist auseinandersetzen. Bei "alten" Systemen, die kurz vor Aufrüstung stehen, geben sich die meisten ein Ruck und wagen es, dieses Thema anzugehen. Verständlich, weil jeder eine andere Perspektive und Risikowahrnehmung hat.
So, dieses Mal mehr als einen Satz.
P.S. Gute Erfahrungen habe ich mit
EKL-Kühlern gemacht (
geizhals-Liste). Grundsätzlich ist die Kombination aus (a) Zahl der Heatpipes mit (b)
passendem, großflächigen Kühlkörper und (c) einem gut positioniertem Lüfter zu empfehlen. Solche Modelle haben alle renommierten Hersteller im Portfolio, das sind die Erfolgsmodelle, die sich i.d.R. in den Kühlertests finden. Mit einem 20 Euro Kühler konnte ich meinen i7-3770K auf 4.5 Ghz kühlen, jedoch nur kurzfristig. Also Sockelhalterung für mein alten Kühler vom AMD System besorgt und der läuft nun (fast) perfekt. Investitionskosten ein paar Euro. Bei geizhals Beschreibungen aufpassen, die mitgelieferten Sockelhalterungen der länger am Markt erhältlichen Küherl finden sich meist
erst beim Hersteller, geizhals hinkt nach was die Aktualität angeht.