Zurerst mal: Radiator ist nicht = Lüfter...
Fangen wir mal mit den Lüftern an.
Grundsätzlich kannst du dir auf den Herstellerseiten oder bei Geizhals (hier die direkte Vergleichsmöglichkeit) den Luftmengen- und Luftdruckwerte ansehen. Hier siehst du schon mal, wieviel Luft mit welchem Druck in oder aus deinem Gehäuse geblasen wird.
Ob Produkt x oder Produkt y einen Test gewinnt, hängt immer auch mit den Testbedingungen zusammen und somit ist es wirklich nicht einfach, das für ein bestimmtes Gehäuse festzumachen. Lüfter werden auch oft unter laborartigen Bedingungen getestet und sind dabei garnicht in einem Gehäuse verbaut.
Was das Gehäuse angeht, ist das auch wieder so eine Sache, neben dem Gehäuse sind ja auch so Dinge, wie Standort etc. wichtig. Steht das Ding genau neben dir auf dem Schreibtisch, oder irgendwo unter dem Schreibtisch. Ist es direkt neben dir nimmst du es natürlich viel lauter war, als unter dem Schreibtisch. Dann gibt es immer dieses Verhältnis, zwischen geschlossenen Gehäusen, die von der Sache her leise sind, aber der Lüfter muss mehr ackern, um Luft ins Gehäuse zu bekommen und somit wird es wieder lauter, während ein offenes Gehäuse niedrigere Drehzahlen zulässt und auch wieder leise ist.
Aus meiner Erfahrung kann ich sagen, dass bei luftgekühlten Systemen bei Stocksettings (also kein OC) die GraKa die ausschlaggebende Komponennte ist, was Lautheit und Tempraturentwicklung angeht. Das ist im folgenden wichtig.
Einen guten Airflow erkennst du an guten Temperaturen im System. Das sind 4 Werte, die du in Einklang bringen musst. CPU, GPU, Mainboard und Spannungswandler. Letztere insbesondere, wenn du ins CPU-OC willst.
CPU ist bis 90°C unbedenklich. Hier kannst du also mit einem großen Kühler, wie deinem DarkRock die Lüfter schön langsam vor sich hindrehen lassen, gut für die Lautstärke.
GPU ist bis 80°C unbedenklich, hier drehen dann aber die Lüfter schon recht hoch und bei einem Design, wie das von Gigabyte wird das schon echt laut. Ziel des Airflows sollte hier sein: niedrige Temperaturen, bei niedriger Drehzahl. Also viel frische Luft an die GraKa und einen guten Abzug, denn von Luftabzug profitiert eine GraKa sehr stark.
Mainboard. Naja, das blubbert in den meisten Systemen mit 40 bis 50°C vor sich hin und bedarf meist keiner besonderen Beachtung. Bevor es da kritisch wird, ist die GraKa meist schon am runtertackten.
Spannungswandler können i.d.R. extreme Temps oberhalb von 100°C ab, somit muss man sich um die auch nur im Extremfall umd diese kümmern. Die werden i.d.R. durch den Luftstrohm des CPU-Kühlers und dem hinteren Ausgangslüfter gekühlt. Problematisch wird das nur hin und wieder bei AiOs mit übertackteten CPUs, weil hier der Luftstrohm des Towerkühlers auf der CPU fehlt.
Um es mal etwas abzukürzen, deine GraKa sollte möglichst gut mit Luft versorgt sein. Zumindest, wenn es vornehmlich um Gaming im High und Ultra-GrafikSetting geht.
Was die Lüfteranzahl angeht, kann man schon sagen, mehr ist besser. Aber gerade bei Deckellüftern muss man da echt aufpassen. Darum die Anmerkung mit dem zerstörten Airflow. Grundsätzlich reicht in jedem System vorne langsam mit zwei bis drei Lüftern rein und hinten mit etwas mehr Geschwindigkeit raus. Ein Lüfter hinten/oben kann dem Bereich rund um den CPU-Sockel beim Entlüften helfen, gut für die Spannungswandler- und Mainboardtemperaturen. Bringt meist aber nicht sehr viel. Hast du jetzt üben noch einen oder zwei weitere Deckellüfter, kann das die GPU-Temperatur senken, aber es kann sich negativ auf den Airflow für die CPU auswirken, da die frische Luft von der Front direkt wieder nach oben abgesogen wird und der CPU-Kühler mit mehr Abwärme der GPU arbeiten muss. Bleibt das trotzdem in einem guten Verhältnis, alles gut, wird die CPU dardurch zu warm und die Towerlüfter müssen mehr drehen, wird es wieder laut. Das ist ein ständiges Hin- und Her.
Letztendlich muss man trotz aller Tests durch Fachzeitschriften oder sonstigen Medien auch immer für sich selbst testen. Die einen machen daraus ne riesen Wissenschaft, den anderen ist es völlig egal und es funktioniert bei denen auch.
Kleines Beispiel: Kennst du TheEkwah? Ein GamingYouTuber. Falls nicht, schau dir mal sein SetUpVideo von 2019 an. Das ganze Teil ist ein absolutes negativbeispiel für ordentlichen Airflow, aber es funktioniert für ihn auch:
TheEkwah SetUp 2019
Also Fazit, wenn du dir die Gehäuse/LüfterKonfig aus optischen Gründen gewählt hast, probiere es aus und wenn es gut läuft ist es super, wenn du dachtest, dass muss so, lass mal die Originallüfter im DarkRockKühler drin und nehme für das Gehäuse nur max. 4 Gehäsuselüftern.
Zu deinem Gehäuse kannst du dir auch noch das
HIER ansehen.