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[Lesertest] Edifier MP233 Bluetooth Lausprecher - Alles was man braucht?

Oromis16

BIOS-Overclocker(in)
Edifier MP233 - Alles was man braucht?



- Vorwort
- Die Lautsprecher
- Spezifikationen
- Lieferumfang
- Verarbeitungsqualität
- Testumgebung
- Klang im Vergleich
- Klang mit verschiedenen Abspielwegen und Bitraten
- Kabellose Wiedergabe
- Aufnahmequalität
- Akkulauf- und Ladezeit
- Fazit
- Nachwort


Vielen Dank an Edifier für die Bereitstellung des Lautsprechers.

Im Fließtext sind nicht alle Bilder des Lautsprechers untergebracht, die Komplettsammlung (20 Bilder) ist hier zu finden: Klick
Die Bilder wurden ursprünglich mit höherer Auflösung aufgenommen und dann runterskaliert, wer die Bilder in einer höheren Auflösung benötigt kann mir gerne eine PM schreiben.


Vorwort
Lautsprechertests sind immer ein schwieriges Thema, denn korrekte Mess- und Richtwerte sind zwar im Prinzip vorhanden, sie sagen aber bei weitem nicht so viel aus wie ein hübscher FPS-Balken in einem Grafikkartentest, denn die subjektive Meinung ist bei Musik und bei der Tonwiedergabe bei jedem komplett anders ausgeprägt.
Ich werde beim Thema Klangqualität mein Bestes geben, einen möglichst guten und neutralen Einblick zu bieten, dennoch ist meine Aussage nicht allgemeingültig. Wer sich unsicher ist, oder spezielle Ansprüche hat, tut also gut daran die Zeit für einen Ladenbesuch zu investieren und sich die Lautsprecher anzuhören, bevor man sie wegen den anders gewichteten eigenen Vorlieben zurückschickt.


Die Lautsprecher
Ende 2015 stellte der asiatische Hersteller Edifier den MP233 getauften tragbaren Lautsprecher vor. Für 45 bis 48€ Marktpreis erhält man eine von fünf Farbversionen, die per NFC, Bluetooth, microSD-Karte oder Klinke verbunden und durch einen microUSB-Anschluss aufgeladen werden können. Zur Aufnahme der microSD-Karten dient ein entsprechendes Fach in der Rückseite des Gehäuses, drückt man die Karte mit dem Finger - besser dem Fingernagel - dort hinein wird sie von der Mechanik festgehalten.

Die Bedienung des Lautsprechers erfolgt über sechs graue Tasten an der Oberseite des Gehäuses, mit diesen kann man Ordner, Titel und die Lautstärke auswählen und Anrufe eines verbundenen Smartphones entgegennehmen. Die Lautstärke kann in 30 Stufen eingestellt werden und reicht von sehr leise bis extrem laut.
Für die Klangwiedergabe sorgen zwei Chassis auf der Vorderseite und einer auf der Rückseite - dieser ist für den Bass zuständig.

Laut Edifier soll der nicht wechselbare Akku rund 12 Stunden Musikwiedergabe durchhalten, aufgeladen wird er durch einen microUSB-Anschluss. Edifier gibt als Gewicht 450g an, dies bezieht sich allerdings offensichtlich auf den Lautsprecher zusammen mit der Verpackung, denn er alleine wiegt nur 345g.

Eine RGB-Led in der Vorderseite des Lautsprechers gibt den momentan aktiven Eingang der Lautsprecher an, Blau steht für Bluetooth, Rot für microSD und Grün für Klinke.


Spezifikationen


Die Wiedergabe von Ton über eine microSD-Karte wurde mit folgenden Dateitypen getestet: Mp2, Mp3, Wav, Flac, Wma, M4a; wiedergegeben wurden jedoch nur MP3-Dateien. Testweise abgespielte Titel mit einer Bitrate von 320 kBit/s waren aber immerhin lauffähig.


Lieferumfang
Die Verpackung besteht aus zwei aufeinander gesteckten Kunststoffteilen von denen das Obere durchsichtig ist. Im Inneren steht der Lautsprecher, aufrecht gehalten durch eine Plastikstütze die sich unter einer Abdeckung aus Pappe befindet.
Neben dem Lautsprecher selbst sind unter dieser Stütze noch Entsorgungshinweise und die Anleitungen in mehreren Sprachen, darunter auch Deutsch, enthalten. Zusätzlich liegen noch ein hellgraues Klinkenkabel mit abgewinkeltem Stecker und ein microUSB-Ladekabel mit einer Länge von jeweils 80cm bei - abgerundet wird das ganze durch ein graues Halteband dessen Schlaufe auch für große Hände noch geeignet ist.
Verpackung2.jpgZubehör.jpg


Verarbeitungsqualität
Als Gehäusematerial kommt fast durchgehend Kunststoff zum Einsatz, die einzigen Ausnahmen sind das Logo von Edifier und die schwarzen Schutzgitter für die Chassis - diese bestehen aus Metall - sowie die aus Gummi bestehenden Bedienelemente. Die Anschlüsse des Lautsprechers sind fest angebracht und tun ihren Dienst einwandfrei. An der Unterseite des Gehäuses befinden sich zwei flache Auflageflächen aus Gummi, diese beschützen die Oberfläche vor Kratzern und unterdrücken unerwünschte Vibrationen.
Das Gehäuse ist stabil gebaut und die Ausschnitte für die Drückknöpfe sind sehr eng ausgeschnitten, größere Körner und dergleichen können also nicht eindringen.

Seite.jpgLogo.jpgEingepackt_Oben2.jpgAnschlüsse.jpgUnterseite.jpg


Testumgebung

Die Tests finden in einem Zimmer mit 3,8 auf 4,8 Metern statt, das eine Deckenhöhe von 2,5 Metern hat. Die Lautsprecher werden an den rot markierten Positionen in 80cm Höhe und mit 10cm Abstand zur Wand aufgestellt. Ich selbst sitze dabei mittig und mit 90cm Abstand zum Lautsprecher, der mit mir auf Augenhöhe ist. Sofern nicht anders angegeben wird als Wiedergabequelle Bluetooth über ein LG L90 verwendet. Als Abspielsoftware kommt der Windows Media Player von Windows 7 Professional zum Einsatz, die Lautstärken von Player und Windows sind auf 100% gestellt.
Grundriss 2d.pngGrundriss 3d.png

Klang im Vergleich


Es sind natürlich bei weitem nicht alle Musikgenres vorhanden, das liegt unter anderem an der schieren Menge derselben. Da es ein recht bunter Mix ist dürften aber trotzdem alle Ansprüche an die Lautsprecher gestellt werden die Normalnutzer an sie haben.
Als Dateiformat kommt Mp3 mit einer Bitrate von 320 kBit/s zum Einsatz.

Wie vermutlich vorhersehbar war sind die tragbaren Lautsprecher von Edifier kleinen Multimediageräten wie Beamern (LG PA1000) und Smartphones (LG L90) klanglich so weit überlegen, dass es eigentlich nicht mehr nötig ist einzeln die Lieder und Frequenzen zu beschreiben - unabhängig von Lautstärke und Musikrichtung liegt der Lautsprecher hier durchweg deutlich vorne. Der einzige Kritikpunkt ist die leicht verzerrte Wiedergabe von Becken, diese ist in diesem Preisbereich allerdings noch akzeptabel.

Vor allem gefällt an den Lautsprechern die Wiedergabe bei hoher Lautstärke: Die Klangqualität nimmt hier nur unmerklich ab, stellenweise sogar zu - ein Rauschen ist nicht zu vernehmen. Die maximale Lautstärke liegt anbei bemerkt so hoch, dass es einem in unmittelbarer Nähe unangenehm wird - für die Beschallung einer kleinen Feier im Freien ist also vorgesorgt.

Trotz der Vorzüge muss aber natürlich auch gesagt sein, dass Standboxen der gleichen Preisklasse noch ein mal deutlich bessere Qualität bieten. Portable Lautsprecher haben durch ihre Bauart bedingt nur sehr wenig Volumen - das geht vor allem dem Bass zu Lasten, der selbst bei 2.0 Systemen deutlich voluminöser ausfällt. Verstärkt wird der klangliche Unterschied auch dadurch, dass stationäre Lautsprecher (meistens) keine Kosten für beispielsweise den Akku oder einen DA-Wandler tragen müssen.


Klang mit verschiedenen Abspielwegen und Bitraten

Die Abspielquellen:

Verglichen werden die Wiedergabe mit einem Oberklasse Mainboard, dessen Soundchip allerdings auch schon auf einigen Mainboards der 60€-Klasse zu finden ist, einem LG L90 das entweder über Bluetooth oder Klinke verbunden wird, und einer microSD-Karte.

Die Lieder:


Die Wiedergabe über den Klinkenstecker des Smartphones ist zwar nicht katastrophal, sie ist allerdings deutlich unter der durch den Computer erreichten Qualität: Am ALC892 ist der Klang deutlich klarer als am LG L90.
In etwa zwischen den Beiden - näher am ALC892 - ordnet sich die Wiedergabe per microSD-Karte und Bluetooth ein: Der interne DA-Wandler leistet offensichtlich eine gute Arbeit und steht dem ALC892 im Bezug auf diesen Lautsprecher in fast nichts nach.

Unter den verschiedenen getesteten Bitraten (128, 192, 320 kBit/s) ist definitiv ein Unterschied zu hören, wirklich auffallen tut jedoch nur der Unterschied von 128 zu 192 kBit/s.


Kabellose Wiedergabe
Will man den Lautsprecher über Bluetooth verbinden muss man zunächst Bluetooth mit der Auswahltaste anwählen, ist das getan leuchtet die RGB-LED in der Gehäusefront blau. Die LED blinkt, wenn keine Verbindung besteht. Ist das der Fall kann man mit dem Smartphone einfach eine Verbindung über das Bluetooth-Menü herstellen und anschließend gewohnt im Player Musik abspielen, diese wird dann automatisch an die Lautsprecher weitergegeben. Die Verbindung wird gespeichert, schaltet man die Lautsprecher also aus und wieder an muss man die Prozedur nicht wiederholen.
Eben so automatisch wie die Wiedergabe über den Playern funktioniert auch die Bedienung des Handys über die Tasten am Lautsprecher, Lieder- und Ordnerwechsel funktionieren problemfrei - dies funktioniert anbei bemerkt auch mit bei Wiedergabe über microSD-Karte. Getestet wurde hier übrigens ein Modell mit einer Kapazität von 32Gb, diese wird fehlerfrei erkannt.

Hinweis: Zur Wiedergabe ist keine zusätzliche App notwendig.

Die Wiedergabe über Bluetooth funktioniert einwandfrei. Sobald die Verbindung hergestellt war konnte der Lautsprecher das Signal im freien Feld mit Blickkontakt auf bis zu 25 Meter problemfrei empfangen, das dürfte für jede alltägliche Situation mehr als ausreichen.


Aufnahmequalität
Neben der reinen Tonwiedergabe kann man mit dem MP233 auch eingehende Anrufe entgegennehmen, hierfür ist in der Rückseite neben der Lade-LED ein Mikrofon verbaut.
Sobald das mit dem Lautsprecher verbundene Handy angerufen wird ertönt der Klingelton, drückt man die Telefontaste kurz wird der Anruf angenommen, drückt man sie lang wird er abgelehnt.
Sobald das Gespräch begonnen ist kann man es mit einem Kurzen Drücken der Telefontaste beenden, drückt man sie lange wird das Gespräch vom Lautsprecher auf das Handy verlegt.
Die Aufnahme von Edifiers MP233 ist dabei fast Rückkopplungsfrei, qualitativ auf anständigem Niveau und damit deutlich besser als die des LG L90, das dem Preisbereich entsprechend nur sehr mäßige Qualität und damit auch Verständlichkeit bietet. Für Leute die beispielsweise beim Renovieren Musik hören und dabei nicht immer das Smartphone mit sich schleppen wollen ist die Funktion also durchaus sinnvoll.


Akkulauf- und Ladezeit
Bei einem portablen Gerät wie diesem Lautsprecher ist natürlich gerade die Akkulaufzeit ein wichtiger Punkt, Edifier gibt als Richtwert rund 12 Stunden Spielzeit an, wobei die Akkulaufzeit je nach Verbindungsart variieren kann. Für den Test wird die Lautstärke erst auf 10 gestellt, das ist in etwa Zimmerlautstärke, dann auf bereits recht laute 20. Zur Auslastung des Lautsprechers läuft durchgehend Musik. Der Test mit Klinke als Verbindungsmöglichkeit entfällt, da die Lautstärke hier von Gerät zu Gerät abweicht und das Testergebnis damit stark verfälscht.



Bei einem Ladegerät mit einem recht niedrigen Ausgangsstrom von 0,55A dauert das komplette Aufladen rund 7,5 Stunden, mit einer Spannungsversorgung die den maximal von Edifier spezifizierten Ladestrom von 2A bereitstellen kann dürfte die Ladezeit rein rechnerisch auf knapp zwei Stunden fallen.


Fazit
Da ich keine Konkurrenzprodukte testen konnte möchte ich nicht blind ins Marktfeld hinein eine Kaufempfehlung aussprechen, Edifiers MP233er haben mich mit ihrem Preis von knapp 50€ aber in jedem Fall vom Konzept eines tragbaren Lautsprechers überzeugt. Die Verarbeitung ist makellos, auch wenn Klavierlack wohl leider nicht jeden Geschmack treffen wird. Viel wichtiger sind allerdings ohnehin Klang und Akkulaufzeit, und hier liefert Edifiers MP233 ein gutes Ergebnis ab: Ein normaler Tag ist mit dem verbauten Akku gut zu bestreiten und die Tonqualität ist weit über der von integrierten Lautsprechern in beispielsweise Handys.

Das Fehlen eines auswechselbaren Akkus mag für einige vielleicht auf den ersten Blick einen Kritikpunkt darstellen, jedoch ist der Lautsprecher aufgrund des microUSB-Anschlusses ohnehin mit gängigen PowerBanks kompatibel.


Nachwort
Wie immer sind Verbesserungsvorschläge, Korrekturen und weitere Testwünsche gerne gesehen. Sollte noch jemand spezifischere Fragen zu dem Lautsprecher haben werde ich diese natürlich gerne beantworten.

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Wer von neuen Tests von mir erfahren will kann sich per PN bei mir melden. Ihr bekommt dann immer wenn es etwas neues gibt eine Nachricht. Gebt bitte mit an, ob ihr nur fertige Tests oder auch schon während der Produktion ein paar Infos haben wollt.
 

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