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[Lesertest : BitFenix Ghost ]
BitFenix Ghost : Erschreckend leise?
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BitFenix Ghost : Erschreckend leise?
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Spezifikationen:
Höhe: 522mm
Länge: 510mm
Breite: 210mm
Boardformfaktoren: ATX, mATX, Mini-ITX
I/O: Audio, 2x USB 2.0, 2x USB 3.0
Lüfter: Vorinstalliert: 2x120mm BitFenix Spectre (1x vorne, 1x hinten) Insgesamt können 6 Lüfter verbaut werden: Im Boden 1x (120mm oder 140mm), 1-2 im Deckel (1x 230mm oder 1x 200mm oder 2x 140mm oder 2x 120mm), einen hinten (120mm) und 1-2 in der Front (1x 140mm oder 2x 120mm)
5,25": 3
3,5": 4
2,5": 3
PCI-Slots: 7
Material: Stahl, Plastik
CPU-Kühlerhöhe: 168mm
Inhaltsverzeichnis
0. Spezifikationen
1. Die Verpackung
2. Die Verarbeitung
3. Die Features
4. Die Montage
5. Die Lautstärke und Belüftung
6. Fazit
7. Danksagung
Die Verpackung:
Der neue Silenttower von Bitfenix, das Ghost, kommt gut verpackt in einem schlichtem, braunem, Pappkarton daher. Auf dem Karton ist das Gehäuse schon gut zu erkennen, eine schlichte, aber informative schwarze Darstellung des Ghost ist auf der Packung aufgedruckt. Wie gehabt werden auf der Verpackung die reichlichen Features des ghost hervorgehoben, auf die ich später noch eingehen werde.
In der Verpackung kommt das Ghost wie für Gehäuse üblich in zwei Stabile Styroporstücke verpackt. Das Ghost kam von Caseking direkt in seinem stabilem Pappkarton zu mir, Bitfenix hat gut verpackt und das Case kam heile bei mir an. Das reichlich vorhandene, nützliche Zubehör wird in 2 seperaten Plastiktütchen mitgeliefert. Alles in allem ist die Verpackung als sachdienlich und gut zu bezeichnen.
Die Verarbeitung:
Die Verarbeitung des Ghost ist sehr gut, aber mit kleinen Mängeln. Ein Seitenteil hatte bei mir ab Werk einen kleinen Lackabplatzer, der aber nicht weiter auffällt.
Alle Kanten sind sauber und nicht scharf, Kleinigkeiten wie der Einhängung der Tür wurde einiges an Arbeit gewidmet, sie lässt sich beidseitig einhängen, hält stabil und schließt hervorragend. Auch sämtliche Staubfilter lassen sich passgenau und einfach einsetzen. Auch die "Klappe" am Deckel schließt gut und passgenau.
Die Slotblenden bieten als einziger Punkt keinen Anlass zur Freude. Die Bohrungen für das verschrauben eventueller Erweiterungskarten sind nicht Deckungsgleich mit denen der Erweiterungskarten, ich musste meine Grafikkarte ein bisschen biegen, um sie passend verschrauben zu können.
Abschließend kann man die Verarbeitung als zufriedenstellend, aber nicht fehlerfrei bezeichnen.
Die Features:
Die "Nanochrome" genannte Technologie zur optischen Anpassung von Metall und Plastik ist sehr gut, das zwei verschiedene Materialien verbaut wurden fällt so nicht auf. Das Feature fügt sich wunderbar in das schlichte, unauffällige Gesamtbild des Gehäuses ein, dass auf der Fronttür lediglich das BitFenix-Logo trägt, aber sonst wunderbar schlicht bleibt.
Hier der offizielle Text von BitFenix zu Nanochrome:
A BitFenix Labs creation, Ghost is covered with NanoChrome Surface Treatment. Combining a high-temperature glaze with metallic dust, NanoChrome seamlessly blends plastic and metal together for a smooth texture and unified look across the entire chassis surface.
Neben Nanochrome hat das Ghost noch einige andere interessante Features zu bieten, z.B. die Serenitek-Dämmung. Die Dämmung, die das Ghost in der Front an der Tür und an den Seiten trägt, wirkt hochwertig und verleiht dem Ghost mit den anderen Features ein beachtliches Gewicht, was bei einem Silentgehäuse nicht unbedingt von Nachteil ist.
Auch hier die Herstellerbeschreibung :
Silence is golden. Developed by BitFenix Labs, this acoustic foam layer absorbs unwanted system noise from fans and hard drives, while maintaining a light and thin profile. Lining the inside of the side panels and the dual hinge door, Serenitek keeps noise trapped inside Ghost so you can focus on the task at hand.
Ein weiteres, sehr interessantes Feature des Ghost ist der S4 hot Swap and Storage mit einem SATA 6Gb´s Port, dazu unter reichlich Stauraum für ladende Smartphones etc. Dieses Feature bietet auch den Vorteil, dass die HDD durch den verschließbaren Deckel über dem Port nicht so deutlich zu hören ist.
Bitfenix beschreibt das Feature so:
The deadliest weapons are the ones you can't see. BitFenix S4 gives you a handy compartment to store mobile phones, hard disks and other accessories, and also comes with a SATA hot swap port for convenient file storage.
Das letzte erwähnenswerte Feature des Ghost ist einzigartig in der Gehäusewelt: Ein im Boden vorinstallierter Montageplatz für die BitFenix Alchemy LED-Stripes in 30cm Länge. Diese Beleuchtungsmöglichkeit lässt das Gehäuse wirklich wie einen Geist wirken, da es zu shweben scheint.
Auch hier wollen wir wieder BitFenix zu Wort kommen lassen:
For an unbelievably awesome look, Ghost comes with rails on the underside that
are specially designed to fit BitFenix Alchemy LED Strips.
Die Montage:
Die Montage geht recht einfach von der Hand, da größtenteils Tool-free.
Die HDD´s werden entkoppelt in seperat beiliegenden Einbaurahmen eingeklipst. Für SSD´s und andere 2,5" Laufwerke stehen seperate Schächte zur Verfügung. Extern lassen sich drei 5,25" Laufwerke und ein 3,5" Laufwerk (z.B. Floppy) montieren.
Kommen wir nun zum Netzteil. Das Netzteil wird unten montiert. Entkoppler zum selbstaufkleben liegen dem Ghost bei, allerdings musste ich herumprobieren, um sie richtig zu montieren, da die Anleitung nicht sehr hilfreich war. Allerdings reduzieren die Entkoppler die Vibrationen ein bisschen, wirkungsvoll sind sie auf alle Fälle. Beim Kabelmanagement wird es schon schwieriger. Für Netzteile ohne CM ist das Ghost hinter dem Mainbordtray fast zu eng, da nicht benötigte Kabel teils schlecht hinter der Seitenwand versteckt werden können, man muss auf die HDD-Schächte ausweichen, um alle Kabel zu verstauen. Das könnte gerade bei vielen Platten zu Platz- und Kühlungsproblemen führen, da sie dann nicht mehr im Luftzug liegen.Zum Boardeinbau gibts nix zu sagen, easy wie immer, alles passt perfekt, die wenigen Abstandshalter, die noch eingedreht werden müssen, sind schnell und einfach zu montieren.
Bei der Grafikkarte wurde es dann schon interessant. Die Karte lies sich nicht verschrauben, da die Löcher von Case und Slotblende nur nach einigem Drücken so aufeinander lagen, damit man sie verschrauben konnte.
Bis auf den Grafikkartenpunkt verlief die Montage reibungslos und ging schnell vonstatten.
Verbaut wurden:
CPU: Intel Core i7 3770k
Kühler: Scythe Katana 3
Board: Asus P8Z77-V
GPU: Asus GeForce GTX 680 DCII
RAM: 16 Gb Corsair Vengeance 1600MHz
HDD: Seagate Barracuda 7200.14 2Tb
SSD`s: OCZ Agility 3 120Gb, Sandisk SSD 64Gb
Netzteil: Cougar PowerX 700W
Die Lautstärke und Belüftung:
Zur Lautstärke gibt es nicht viel zu sagen. Wie nicht anders zu erwarten, ist das Ghost relativ leise – Dazu gibt´s von Bitfenix ab Werk 2 brauchbare Lüfter, die auch mit 12V leise genug sind.
Zum Vergleich der Lüfter habe ich einen Enermax T.B. Silence, also einen relativ leisen Lüfter genommen. Ich höre im Alltag keinen Unterschied, wenn es absolut still ist, ist ein marginaler Unterschied hörbar. Einziger Kritikpunkt: Durch den Deckel dringt einiges an Geräuschen nach außen, da dort nur rin (abnehmbares) Gitter sitzt. Dafür kann im Deckel ein 240er Slimradiator montiert werden, Schlauchdurchführungen am Heck sind vorhenden, müssen aber erst aufgebrochen werden, allerdings ist das Case damit auch für unsere WäKü-Freunde einen Blick wert.
Das Serenitek-Dämmmaterial wirkt hochwertig. Von seiner Wirkung hatte es mich spätestens überzeugt, als ich zum testen einen 140mm Lüfter mit 1700rpm eingebaut habe und die Geräuschkulisse erträglich war, zwar nicht mehr "Silent", aber keinesfalls störend. Besser als im Cougar Evolution war die Lautstärke auf alle Fälle, im Vergleich zu diesem offenem Gehäuse deutlich leiser und auch die Temperaturen haben sich nicht erwähnenswert verschlechtert.
Die Temperaturen im Cougar Evolution und im Ghost:
Cougar Evolution:
CPU: Idle:41°/Last: 63°
GPU:Idle:26°/Last:71°
BitFenix Ghost:
CPU: Idle:44°/Last:67°
GPU: Idle:28°/Last:76°
Die Unterschiede sind marginal, fallen also eher nicht ins Gewicht, man darf beruhigt sein, da es selbst bei Standardbelüftung mit den beiden laufruhigen Spectrelüftern kühl genug ist.
Fazit:
Das Ghost ist ein tolles Gehäuse, aber keineswegs perfekt. Als absolutes Silentcase weiß es nicht ganz zu überzeugen. Allerdings ist es eine wirklich leise Alternative zu anderen Midi-Towern auf dem Markt, mit einigen interessanten Features (Montageplatz für die Alchemy LED-Stripes, SATA-Dock im Deckel...). Wem das Case gefällt und damit leben kann, dass es nicht "absolut Silent" ist, wie seine Konkurrenten (hier seien das Fractal Design Define R4, das Antec P280 (das Mainboards bis XL-ATX aufnehmen kann) und das Nanoxia Deep Silence genannt) der bekommt hier eine klare Kaufempfehlung, für ein sehr gutes Case, mit dem es BitFenix mal wieder geschafft hat, eine Marktlücke zu füllen. Leute, die ein Fenster wünschen, werden beim Ghost vorerst nicht fündig werden, es bleibt abzuwarten, ob BitFenix das Ghost auch mit Fenster anbieten wird, wie Fractal sein R4.
Alles in allem ist jeder mit dem Ghost gut bedient, der sowohl geringe Lautstärke als auch ein gutes Featureset sucht, da das Ghost beides bietet.
Danksagung:
An dieser Stelle möchte ich mich noch einmal bei BitFenix und PCGH für die Veranstaltung des Lesertestes bedanken.Außerdem noch einmal bei BitFenix für meine Auswahl sowie bei Caseking für den Versand.
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