Soo, dann werde ich mich mal an meinen zweiten Lesertest wagen. Nach der Raptor M3 Platinum haben mir diesemal PC Games und Caseking ein Aero Cool High Tech 7 Pro zur Verfügung gestellt. Dafür schonmal ein dickes Danke!
Da ich gestern quasi schon mit Erwartung des Gehäuses aus dem Bett gekrochen bin, war ich umsomehr etwas frustriert, dass sich „ausgerechnet Heute“ der Postmann mal wieder Zeit lässt beim ausliefern. Aber enttäuscht wurde ich nicht, das Päckchen kam.
Ein neutraler Umkarton, wie man ihn von Caseking gewohnt ist. Darin dann nochmal ausgepolstert der Eigentliche Gehäusekarton samt Inhalt.
Natürlich hab ich das Ding direkt mal ausgepackt und äußerlich begutachtet.
Soweit so gut, ich war ja vorbereitet und hatte mit meinem Lancool K7 schon alle Temperaturen soweit notiert und konnte also schonmal loslegen meine Hardware auszubauen.
Damit wären wir dann auch schon beim ersten Punkt, und wir verleihen der ganzen Sache mal Testcharakter indem ich anfange zu nummerieren...
0. Inhalt
1. Erster Eindruck
2. Verarbeitung
3. Lieferumfang/Zubehör/Features
4. Testsystem
5. Montage
6. Lüfter und Temperaturen
7. Display
8. Pro/Contra und Fazit
9. Schlusswort
1. Erster Eindruck
Der erste Eindruck ist eigentlich ganz positiv. Nicht überwältigend aber doch positiv. Von der Form her wirkt das Gehäuse recht schnittig und weiß zu gefallen. Auch die Tatsache, dass die Frontblende und die Lüfterabdeckung auf der linken Seitenwand aus Plastik bestehen trüben den ersten Eindruck wenig. Denn trotz des Plastik gibt es eine recht edle Optik, was wohl daran liegt, dass das Plastik matt gehalten wurde. Der wirklich riesige Lüfter in der Seite bläst einen sprichwörtlich um. So ein dickes Ding hab ich noch nicht gesehen. Was das im Endeffekt bringt ist natürlich noch zu klären. Schauen wir uns das High Tech 7 Pro also mal näher an.
2.Verarbeitung
Die Verarbeitung ist -sagen wir mal- solide. Richtige Patzer gibt es nicht. Dennoch sind einige Kanten nicht sehr sauber entgratet. Gerate in Gehäuseinneren. Von Außen fühlt man keinen Grat, von innen sind die Kanten wesentlich schärfer. Hier hätten die Leute bei Aero Cool sauberer arbeiten können, aber gut. Sehr gut finde ich die Laufwerksblenden. Diese bestehen aus einem Plastikgerippe und sind mit Mesh überzogen. Im inneren sind sie mit Schaumstoff ausgepolstert. Insgesamt sind sie also Luftdurchlässig, was bei der Luftmenge die der Seitenlüfter reinpumpt nicht verkehrt ist. So gibt verringern sich die Chancen für Hotspots meiner Meinung nach erheblich. Das ist nicht nur gut durchdacht von Aero Cool, sondern auch gut umgesetzt.
Wieder Schlechter wird es bei der Frontblende und der Lüfterabdeckung. Ich hab zwar gesagt, die sehen edel aus, aber dennoch ist es nur Plastik.
Das ganze in Blech, oder sogar passend zu den Laufwerksblenden in Mesh wäre richtig cool gewesen.
So wirkt das Ganze leider etwas Zerbrechlich. Auch Power- und Resetknopf sind aus Plastik und nur mit etwas Chromlack „veredelt“.
Das Frontpanel ist im Gehäusedeckel platziert, was mir persönlich sehr gut gefällt. So kommt man schnell an die benötigten ports ohne sich dafür großartig bücken zu müssen. Leider hat es bei Aero Cool scheinbar nicht für eine Abdeckung oder Klappe gereicht, so wird das Panel bei geringer Nutzung wohl etwas verstauben.
3.Lieferumfang/Zubehör/Features
Der Lieferumfang des Aero Cool High Tech 7 Pro ist relativ unspektakulär. Wie bei den meisten anderen Gehäusen ist alles dabei was man so zur Montage braucht. D.h. Schrauben, Festplattenentkoppler, Laufwerksfixierung usw.. Ausserdem haben die Leute bei AeroCool wohl gemerkt, dass das Frontpanelkabel für den Audioanschluss zu kurz geraten ist, und direkt eine Verlängerung beigelegt.
Die Features des High Tech 7 Pro können sich hingegen sehen lassen. Als wenn der übergroße Lüfter nicht genug wäre hat das Aero Cool Gehäuse auch noch ein Display integriert, dass zur Systemüberwachung und Lüftersteuerung dient. Darüber hinaus werden Festplatten von Haus aus enkoppelt installiert, was wie es scheint auch sehr gut funktioniert. Meine Samsung Platte ist ein richtiger Vibrator wenn man so will, aber im Aero Cool höre ich sie nicht. Selbst bei meinem Lancool K7 war sie lauter. Was das Display und der Lüfter im einzelnen bringen kläre ich im weiteren Verlauf.
4.Testsystem
Das Testsystem besteht aus meiner aktuellen Harware, die wie folgt aussieht:
Mainboard: MSI K9AG Neo2 Digital
CPU: AMD X2 5000+ Black auf 3,2 Ghz bei 1,375V
Ram: 4*1 GB OCZ Ram
Grafikkarte: Club 3D Radeon HD4850
Festplatten: 1 250GB Western Digital, 1 320GB Samsung
DVD-Brenner: irgentein Samsung
Besonders interessiert mich, was der Dicke in der Seite für die Temperaturen bringt. Insbesondere im Hinblick auf die doch sehr hitzige HD4850.
Weiter also erstmal mit dem nächsten Punkt...
5. Montage
Hier ist mir mein Treuer und reizender Assistent der „grüne Gustaf“ behilflich, der alle Aufgaben ohne murren erledigt. Leider leidet der gute mittlerweile an Altersschwäche...
Da das Aero Cool prinzipiell keine anatomischen Besonderheiten aufweist, macht die Montage keinerlei Probleme.
Alles wie gehabt also. NT rein, Abstandshalter richtig platziert, MoBo drauf, Laufwerke rein anschließen und gut. Etwas mehr gibt es bei diesem Gehäuse dann aber doch zu beachten.
Das Display nämlich bietet die Möglichkeit insgesamt 4 Lüfter -einer davon PWM- anzuschließen und hat außerdem 4 Temperatursensoren, die im Gehäuse platziert werden wollen.
Und da wird es für mich (!) etwas nervig. Denn das sind dann mal zusätzlich (maximal) 8 weitere Strippen, die ich durch das Gehäuse ziehen muss. Hinzu kommt dann auch noch der Stromanschluss für das Display. Nun ja, ich hab mich entschlossen zumindest einen Temperatursensor auf zukleben, um deren Funktion zumindest bestätigen zu können. Ausserdem ist mein CPU-Lüfter an der Steuerung angeschlossen.
Gut wiederum gefällt mir, dass das Aero Cool nur 5,25“-Schächte hat. Einfach aus dem Grund, weil die Festplatten daher direkt entkoppelt angebracht werden, was wie schon erwähnt sehr gut funktioniert. Die Laufwerksfixierungen sind ok, sie verrichten ihren langweilgen Dienst zuverlässig. Was mir desweiteren gut gefällt: Erweiterungskarten werden angeschraubt. Das ist zwar nichts besonderes, aber ich habe schon diverse Gehäuse erlebt, wo die Erweiterungskarten mit irgendwelchen Clip-Systemen befestigt werden und bisher habe ich keinem dieser Teile Vertraut. Wenn man dann noch eine große und schwere Grafikkarte hat, wird es kritisch. Bei High Tech 7 bleibt einem diese Sorge erspart.
Insgesamt also eine Problemlose Montage, mit etwas Gefummel, wenn man das Display mit all seinen Funktionen nutzen möchte.
Wie man sieht ist das ganze sehr gedrungen. Entschuldigt bitte, dass ich mir nicht die Mühe gemacht hab, kabel superordentlich zu verlegen. Trotz des kompakten Inneren ist für alles genug Platz. Meine 4850 passt wie angegossen, und ich denke auch größere Karten werden keine Probleme bekommen. Auch der Großcklockner hat noch so seine freiheiten.
Ergänzung zur Montage:
Das hätte ich fast vergessen. Vor den Festplatten also vorne-unten ist -eigentlich- Platz für einen 120mm Lüfter. Wenn man dort aber einen verschraubt hat, passen die Festplatten nicht mehr rein. Im Handbuch des Gehäuses ist beschrieben, wie man dazu die Entkoppler verschoben montiert, so das es wieder passen soll. Naja, es passt trotzdem nicht. Evtl. steh ich da auf dem Schlauch, meiner aber das es wirklich der Fall ist. Wäre super wenn sich einer der Anderen Tester dazu äußern könnte. Denn so wie ich das schildere ist das ein übler Patzer, bisher natürlich nur unter Vorbehalt.
Soweit erstmal.
Weiteres folgt entweder im Laufe des Tages und/oder Morgen.
6. Lüfter und Temperaturen
Ist schon ein cooler Typ dieser 400er, weht er doch eine ordentliche Brise. Mit 400 Umdrehungen läuft das Monster und schaufelt dabei eine ganze Menge an Luft. Leider ist vor/hinter dem Brummer kein Staubfilter installiert, so dass ich die Befürchtung habe, dass sich schnell einiges ansammeln könnte. Da ich aber keine Langzeiterfahrung mit dem Teil habe, kann ich das natürlich nicht beweisen. Der Lüfter verursacht trotz der hohen Fördermenge kein Rauschen. Leider brummt er recht stark, so dass er doch recht deutlich zu hören ist. Wer so ein Gehäuse aber kauft, ist eh kein Silentfreak und da dürfte die Lautstärke sehr erträglich sein.
Ich hab sogar Hörproben aufgenommen, leider kann ich die gerade nicht auf den Rechner bringen, da ich mitten im Umzug stecke, und das Datenkabel meines Handys irgendwo verpackt ist... Seis drum.
Die Temperaturen sind bei dem Gehäuse für die Meisten hier bestimmt das Interessanteste.
Dafür hab ich mir mal die Mühe gemacht und Diagramme erstellt. Das erspart mühsames Lesen und zeigt die Ergebnisse auf einen Blick....
Den Anfang machen die GPU-Temps
Bei der Grafikkarte hab ich auf zwei Methoden gemessen. Zum einen hab ich gemessen, während die Karte ihren Lüfter automatisch(dynamisch) steuert. Dann hab ich mir aber gedacht, weil der nach Temperatur regelt wird der das Kühlergebnis verfälschen. Also hab ich die Drehgeschwindigkeit
Im Idle jeweils auf 30% und Load auf 55% festgestzt. So lässt sich die Gehäusekühlung an sich besser vergleichen.
Load wurde übrigens mit ATI-Tool erzuegt, und mit GPU-Z wurden die Temps gemessen.
Die nächste Werte sind die der CPU:
Der Lüfter meines Großclockner lief ständig auf 1200rpm.
Load wurde mit Prime 95 erzeugt und Temps gemessen hab ich mit Everest Ultimate Trial. Die Kerntemperaturen scheinen wohl Auslesefehler zu sein. Ca. 10°C im Idle scheint ddoch sehr unrealistisch. Trotzdem lassen sich die Werte Lancool-Aero Cool vergleichen...
Die von Everest ausgegebenen Mainboard-Temperaturen betrugen im übrigen unter allen Vorraussetzungen 38°C.
Bleiben noch die HDD-Temps...
Da hier -laut HD Tune- die Idle und Load temps gleich waren hab ich das weg gelassen.
PS: Macht euch keine Sorgen um meine WD-Platte, der Wert wird mit einem ganzen Stück zu hoch angezeigt. Ein bekanntes Problem bei diesem Modell.
Wie man sieht sind die Temperaturen fast Überall etwas besser oder zumindest gleichniedrig wie vorher in meinem Lancool-Gehäuse, das vorne mit 2 XenCore Carboon Lüftern mit 800rpm und hinten mit einem Sythe Slipstream @1200rpm bestückt war.
Allerdings sind die Ergebnisse dann auch wieder nicht soo berauschend.
Insgesamt spielt sich der Unterschied maximal in einem bereich von 3-4°C.
Immerhin etwas.
Wer mit Luftkühlung das letzte aus seiner Hardware holen will hat mit einem so riesigen Seitenlüfter also noch ein paar °C Vorsprung. Für denn Durchschnittsuser sind diese Temperaturunterschiede in meinen Augen zu vernachläsigen. Wer sich aber von Durchschittsuser zu Temperaturjäger entwickeln möchte, für denjenigen bietet das Aero Cool die Möglichkeit das recht einfach zu werden. Für solche Leute dürfte der °C-Gewinn auch noch etwas höher ausfallen als für mich.
Auch hier bin ich sehr auf die anderen Tester und auf deren Erfahrungen in dieser Kategorie gespannt.
MFG
Da ich gestern quasi schon mit Erwartung des Gehäuses aus dem Bett gekrochen bin, war ich umsomehr etwas frustriert, dass sich „ausgerechnet Heute“ der Postmann mal wieder Zeit lässt beim ausliefern. Aber enttäuscht wurde ich nicht, das Päckchen kam.
Ein neutraler Umkarton, wie man ihn von Caseking gewohnt ist. Darin dann nochmal ausgepolstert der Eigentliche Gehäusekarton samt Inhalt.
Natürlich hab ich das Ding direkt mal ausgepackt und äußerlich begutachtet.
Soweit so gut, ich war ja vorbereitet und hatte mit meinem Lancool K7 schon alle Temperaturen soweit notiert und konnte also schonmal loslegen meine Hardware auszubauen.
Damit wären wir dann auch schon beim ersten Punkt, und wir verleihen der ganzen Sache mal Testcharakter indem ich anfange zu nummerieren...
0. Inhalt
1. Erster Eindruck
2. Verarbeitung
3. Lieferumfang/Zubehör/Features
4. Testsystem
5. Montage
6. Lüfter und Temperaturen
7. Display
8. Pro/Contra und Fazit
9. Schlusswort
1. Erster Eindruck
Der erste Eindruck ist eigentlich ganz positiv. Nicht überwältigend aber doch positiv. Von der Form her wirkt das Gehäuse recht schnittig und weiß zu gefallen. Auch die Tatsache, dass die Frontblende und die Lüfterabdeckung auf der linken Seitenwand aus Plastik bestehen trüben den ersten Eindruck wenig. Denn trotz des Plastik gibt es eine recht edle Optik, was wohl daran liegt, dass das Plastik matt gehalten wurde. Der wirklich riesige Lüfter in der Seite bläst einen sprichwörtlich um. So ein dickes Ding hab ich noch nicht gesehen. Was das im Endeffekt bringt ist natürlich noch zu klären. Schauen wir uns das High Tech 7 Pro also mal näher an.
2.Verarbeitung
Die Verarbeitung ist -sagen wir mal- solide. Richtige Patzer gibt es nicht. Dennoch sind einige Kanten nicht sehr sauber entgratet. Gerate in Gehäuseinneren. Von Außen fühlt man keinen Grat, von innen sind die Kanten wesentlich schärfer. Hier hätten die Leute bei Aero Cool sauberer arbeiten können, aber gut. Sehr gut finde ich die Laufwerksblenden. Diese bestehen aus einem Plastikgerippe und sind mit Mesh überzogen. Im inneren sind sie mit Schaumstoff ausgepolstert. Insgesamt sind sie also Luftdurchlässig, was bei der Luftmenge die der Seitenlüfter reinpumpt nicht verkehrt ist. So gibt verringern sich die Chancen für Hotspots meiner Meinung nach erheblich. Das ist nicht nur gut durchdacht von Aero Cool, sondern auch gut umgesetzt.
Wieder Schlechter wird es bei der Frontblende und der Lüfterabdeckung. Ich hab zwar gesagt, die sehen edel aus, aber dennoch ist es nur Plastik.
Das ganze in Blech, oder sogar passend zu den Laufwerksblenden in Mesh wäre richtig cool gewesen.
So wirkt das Ganze leider etwas Zerbrechlich. Auch Power- und Resetknopf sind aus Plastik und nur mit etwas Chromlack „veredelt“.
Das Frontpanel ist im Gehäusedeckel platziert, was mir persönlich sehr gut gefällt. So kommt man schnell an die benötigten ports ohne sich dafür großartig bücken zu müssen. Leider hat es bei Aero Cool scheinbar nicht für eine Abdeckung oder Klappe gereicht, so wird das Panel bei geringer Nutzung wohl etwas verstauben.
3.Lieferumfang/Zubehör/Features
Der Lieferumfang des Aero Cool High Tech 7 Pro ist relativ unspektakulär. Wie bei den meisten anderen Gehäusen ist alles dabei was man so zur Montage braucht. D.h. Schrauben, Festplattenentkoppler, Laufwerksfixierung usw.. Ausserdem haben die Leute bei AeroCool wohl gemerkt, dass das Frontpanelkabel für den Audioanschluss zu kurz geraten ist, und direkt eine Verlängerung beigelegt.
Die Features des High Tech 7 Pro können sich hingegen sehen lassen. Als wenn der übergroße Lüfter nicht genug wäre hat das Aero Cool Gehäuse auch noch ein Display integriert, dass zur Systemüberwachung und Lüftersteuerung dient. Darüber hinaus werden Festplatten von Haus aus enkoppelt installiert, was wie es scheint auch sehr gut funktioniert. Meine Samsung Platte ist ein richtiger Vibrator wenn man so will, aber im Aero Cool höre ich sie nicht. Selbst bei meinem Lancool K7 war sie lauter. Was das Display und der Lüfter im einzelnen bringen kläre ich im weiteren Verlauf.
4.Testsystem
Das Testsystem besteht aus meiner aktuellen Harware, die wie folgt aussieht:
Mainboard: MSI K9AG Neo2 Digital
CPU: AMD X2 5000+ Black auf 3,2 Ghz bei 1,375V
Ram: 4*1 GB OCZ Ram
Grafikkarte: Club 3D Radeon HD4850
Festplatten: 1 250GB Western Digital, 1 320GB Samsung
DVD-Brenner: irgentein Samsung
Besonders interessiert mich, was der Dicke in der Seite für die Temperaturen bringt. Insbesondere im Hinblick auf die doch sehr hitzige HD4850.
Weiter also erstmal mit dem nächsten Punkt...
5. Montage
Hier ist mir mein Treuer und reizender Assistent der „grüne Gustaf“ behilflich, der alle Aufgaben ohne murren erledigt. Leider leidet der gute mittlerweile an Altersschwäche...
Da das Aero Cool prinzipiell keine anatomischen Besonderheiten aufweist, macht die Montage keinerlei Probleme.
Alles wie gehabt also. NT rein, Abstandshalter richtig platziert, MoBo drauf, Laufwerke rein anschließen und gut. Etwas mehr gibt es bei diesem Gehäuse dann aber doch zu beachten.
Das Display nämlich bietet die Möglichkeit insgesamt 4 Lüfter -einer davon PWM- anzuschließen und hat außerdem 4 Temperatursensoren, die im Gehäuse platziert werden wollen.
Und da wird es für mich (!) etwas nervig. Denn das sind dann mal zusätzlich (maximal) 8 weitere Strippen, die ich durch das Gehäuse ziehen muss. Hinzu kommt dann auch noch der Stromanschluss für das Display. Nun ja, ich hab mich entschlossen zumindest einen Temperatursensor auf zukleben, um deren Funktion zumindest bestätigen zu können. Ausserdem ist mein CPU-Lüfter an der Steuerung angeschlossen.
Gut wiederum gefällt mir, dass das Aero Cool nur 5,25“-Schächte hat. Einfach aus dem Grund, weil die Festplatten daher direkt entkoppelt angebracht werden, was wie schon erwähnt sehr gut funktioniert. Die Laufwerksfixierungen sind ok, sie verrichten ihren langweilgen Dienst zuverlässig. Was mir desweiteren gut gefällt: Erweiterungskarten werden angeschraubt. Das ist zwar nichts besonderes, aber ich habe schon diverse Gehäuse erlebt, wo die Erweiterungskarten mit irgendwelchen Clip-Systemen befestigt werden und bisher habe ich keinem dieser Teile Vertraut. Wenn man dann noch eine große und schwere Grafikkarte hat, wird es kritisch. Bei High Tech 7 bleibt einem diese Sorge erspart.
Insgesamt also eine Problemlose Montage, mit etwas Gefummel, wenn man das Display mit all seinen Funktionen nutzen möchte.
Wie man sieht ist das ganze sehr gedrungen. Entschuldigt bitte, dass ich mir nicht die Mühe gemacht hab, kabel superordentlich zu verlegen. Trotz des kompakten Inneren ist für alles genug Platz. Meine 4850 passt wie angegossen, und ich denke auch größere Karten werden keine Probleme bekommen. Auch der Großcklockner hat noch so seine freiheiten.
Ergänzung zur Montage:
Das hätte ich fast vergessen. Vor den Festplatten also vorne-unten ist -eigentlich- Platz für einen 120mm Lüfter. Wenn man dort aber einen verschraubt hat, passen die Festplatten nicht mehr rein. Im Handbuch des Gehäuses ist beschrieben, wie man dazu die Entkoppler verschoben montiert, so das es wieder passen soll. Naja, es passt trotzdem nicht. Evtl. steh ich da auf dem Schlauch, meiner aber das es wirklich der Fall ist. Wäre super wenn sich einer der Anderen Tester dazu äußern könnte. Denn so wie ich das schildere ist das ein übler Patzer, bisher natürlich nur unter Vorbehalt.
Soweit erstmal.
Weiteres folgt entweder im Laufe des Tages und/oder Morgen.
6. Lüfter und Temperaturen
Ist schon ein cooler Typ dieser 400er, weht er doch eine ordentliche Brise. Mit 400 Umdrehungen läuft das Monster und schaufelt dabei eine ganze Menge an Luft. Leider ist vor/hinter dem Brummer kein Staubfilter installiert, so dass ich die Befürchtung habe, dass sich schnell einiges ansammeln könnte. Da ich aber keine Langzeiterfahrung mit dem Teil habe, kann ich das natürlich nicht beweisen. Der Lüfter verursacht trotz der hohen Fördermenge kein Rauschen. Leider brummt er recht stark, so dass er doch recht deutlich zu hören ist. Wer so ein Gehäuse aber kauft, ist eh kein Silentfreak und da dürfte die Lautstärke sehr erträglich sein.
Ich hab sogar Hörproben aufgenommen, leider kann ich die gerade nicht auf den Rechner bringen, da ich mitten im Umzug stecke, und das Datenkabel meines Handys irgendwo verpackt ist... Seis drum.
Die Temperaturen sind bei dem Gehäuse für die Meisten hier bestimmt das Interessanteste.
Dafür hab ich mir mal die Mühe gemacht und Diagramme erstellt. Das erspart mühsames Lesen und zeigt die Ergebnisse auf einen Blick....
Den Anfang machen die GPU-Temps
Bei der Grafikkarte hab ich auf zwei Methoden gemessen. Zum einen hab ich gemessen, während die Karte ihren Lüfter automatisch(dynamisch) steuert. Dann hab ich mir aber gedacht, weil der nach Temperatur regelt wird der das Kühlergebnis verfälschen. Also hab ich die Drehgeschwindigkeit
Im Idle jeweils auf 30% und Load auf 55% festgestzt. So lässt sich die Gehäusekühlung an sich besser vergleichen.
Load wurde übrigens mit ATI-Tool erzuegt, und mit GPU-Z wurden die Temps gemessen.
Die nächste Werte sind die der CPU:
Der Lüfter meines Großclockner lief ständig auf 1200rpm.
Load wurde mit Prime 95 erzeugt und Temps gemessen hab ich mit Everest Ultimate Trial. Die Kerntemperaturen scheinen wohl Auslesefehler zu sein. Ca. 10°C im Idle scheint ddoch sehr unrealistisch. Trotzdem lassen sich die Werte Lancool-Aero Cool vergleichen...
Die von Everest ausgegebenen Mainboard-Temperaturen betrugen im übrigen unter allen Vorraussetzungen 38°C.
Bleiben noch die HDD-Temps...
Da hier -laut HD Tune- die Idle und Load temps gleich waren hab ich das weg gelassen.
PS: Macht euch keine Sorgen um meine WD-Platte, der Wert wird mit einem ganzen Stück zu hoch angezeigt. Ein bekanntes Problem bei diesem Modell.
Wie man sieht sind die Temperaturen fast Überall etwas besser oder zumindest gleichniedrig wie vorher in meinem Lancool-Gehäuse, das vorne mit 2 XenCore Carboon Lüftern mit 800rpm und hinten mit einem Sythe Slipstream @1200rpm bestückt war.
Allerdings sind die Ergebnisse dann auch wieder nicht soo berauschend.
Insgesamt spielt sich der Unterschied maximal in einem bereich von 3-4°C.
Immerhin etwas.
Wer mit Luftkühlung das letzte aus seiner Hardware holen will hat mit einem so riesigen Seitenlüfter also noch ein paar °C Vorsprung. Für denn Durchschnittsuser sind diese Temperaturunterschiede in meinen Augen zu vernachläsigen. Wer sich aber von Durchschittsuser zu Temperaturjäger entwickeln möchte, für denjenigen bietet das Aero Cool die Möglichkeit das recht einfach zu werden. Für solche Leute dürfte der °C-Gewinn auch noch etwas höher ausfallen als für mich.
Auch hier bin ich sehr auf die anderen Tester und auf deren Erfahrungen in dieser Kategorie gespannt.

MFG
Zuletzt bearbeitet:


