Tagebuch [Langzeittagebuch] Umbau und Erneuerung eines Apevia X-Plorers (9.8. kleines Update zum aktuellen Stand)

AW: [Langzeittagebuch] Umbau und Erneuerung eines Apevia X-Plorers (15.05. Die Blenden sind montiert)

So, weiter geht's. Auch wenn ich die letzten Tage mal wieder kaum Zeit gefunden habe sind kleine Fortschritte zu vermelden.

Zunächst einmal musste ich die Blenden noch einmal ein wenig anpassen, da es offensichtlich nicht gereicht hat das Oberteil des Gehäuses aufzuschraiben. Durch den Motherboard-Einschub wird das Gehäuse noch mal ein wenig begradigt, was zu diesen unschönen Übergängen zum Netzteil und hinten zur Leiste geführt hat:
DSC_2480.JPG
Entsprechend habe ich beim mittleren Teil die Bohrungen zur Laufwerksblende entas vergrößert, um das ganze gerade rücken zu können.
Als nächstes habe ich noch kleinere Anpassungen an der großen Blende vor der Rückwand vorgenommen. Hier und da wurde ein Millimeter Material entfernt und die verdeckten Abstandshalter noch ein wenig angepasst. Dies war nötig, da die Blende ja links am Motherboard-Einschub und rechts an der Gehäusefront fixiert wird, wo nun ja so 2-3 Lagen Aluminium sind.

Weiterhin habe ich mir noch ein paar Gedanken zu den Leitungen gemacht, da ich die USB-3 Karte komplett vergessen hatte. (Wäre beim finalen Einbau peinlich geworden)
Im Endeffekt soll das Ganze dann diese Form (wenn auch eventuell etwas kleiner) bekommen:
DSC_2486.JPG
Problem hierbei: Ich weiß noch nicht wo ich das Rohr dann lang führe. Mit dem Graka-Rohr vereinen fällt flach, da in dem Rohr dann die 12 -Stromkabel der Grafikkarte plus die 4 Kabel für die Karte und das USB-Kabel des Kartenlesers. Das ist dann doch etwas zu viel. Nach oben in das CPU-Rohr wäre noch eine Möglichkeit oder zunächst direkt in die Bodenabdeckung. Da gehen ja eh ein paar Rohre rein (SATA-Kabel, Frontpanel Strom der Festplatte usw.)

Weiterhin habe ich mir noch das Ende des Graka-Rohr überlegt. Zunächst hatte ich ja (steht bestimmt irgendwo von vor 30 Jahren :ugly:) überlegt ein Teil extra aus einem Stück Kupferblech anzufertigen, wobei das einen extrem großen Aufwand bedeutet hätte. Daher bin ich irgendwann dazu übergegangen ein T-Formstück zu benutzen, wobei natürlich die beiden seitlichen Öffnungen stören. Es gibt zwar Endstücke, die passen allerdings nur auf das Rohr und nicht auf das Formstück. (Ich höre schon die Stimme aus dem Off: "Ach sag nur!?") Natürlich könnte ich kleine Rohrstücke als Adapter nutzen, allerdings ist das Teil dann etwa 1/3 so lang wie die Graka und würde so aussehen:
DSC_2488.JPG
Nicht unbedingt formschön wie ich finde. Daher habe ich mir überlegt die Seiten des Formstücks abzuschneiden und die Endkappen dann da dran zu montieren. Das ganze würde von der Breite her etwa so aussehen:
DSC_2489.JPG
Schon wesentlich besser. Entweder schleife ich das Adapter-Rohr (auf dem die Endkappen sind) dünn, damit es in das Formstück passt, oder ich lasse meine Maschinenbauer-Stundenten-Magie walten und baue was tolles. :devil:

Jetzt aber zum eigentlichen Grund, warum ich diesen Beitrag schreibe. (Nur ein paar Ideen und 2 Fehlerkorrekturen wären für einen extra Beitrag etwas mager)
Ich habe es endlich geschafft das Festplattengehäuse anzupassen, damit auch ein gewinkeltes SATA-Kabel an die HDD passt. So sah das ganze vorher aus:
DSC_2662.JPG
Zunächst habe ich mit dem Dremel und meiner lieblings Trennscheibe das Material grob entfernt. Dazu habe ich die Lamellen zum Schutz mit etwas Malerkrepp, Inzwischen sind die Rollen 3 & 4 eingetroffen, abgeklebt, was eher mäßig geklappt hat.
DSC_2663.JPG
Dann ging es damit weiter die Stufe bündig mit der ersten Lamelle zu bekommen, was viel Geduld erfordert hat, mir aber relativ gut gelungen ist:
DSC_2665.JPG
Das ganze habe ich dann noch ein wenig mit einer Schlüsselfeile geglättet. Zwar ist die Stelle eh im Boden eingelassen, aber wenn ich überall solche Kleinigkeiten ignorieren würde wäre ich seit einem Jahr fertig...und das wollen wir doch alle nicht. :lol:
Übrigens wird auch das Festplattengehäuse später passend zum Farbschema lackiert. Derzeit sieht dieses so aus:
Alle Bleche etc. (Auch die Abdeckung der Grafikkarte) werden Mattschwarz lackiert. Die Kühler werden, zumindest zum Teil, passend mit Kupferspray lackiert. Dies beinhaltet den Scythe, die beiden Motherboard-Kühler, auch wenn später nur noch zu sehen sein wird, und eventuell partiell die sichtbaren Stellen der Grafikkarten-Kühler. Dazu werden dann auch die kleinen "Abstandshalter" in den Lüfterecken ebenfalls kupferfarbig. Bei den ganzen Hutmuttern bin ich mir noch nicht sicher. Einerseits würde das sehr zum Farbschema passen, allerdings wird dann die kratzerfreie Montage noch einmal ein gutes Stück schwerer. Andererseits wäre ein 3-Farben-Konzept eventuell auch gar nicht so schlecht, da ja genug Hutmuttern zu sehen sind.
Die Beleuchtung bleibt bei Blau. Zwar würde Schwarz/Rot sehr gut aussehen, allerdings dürfte es in einem GAU enden, wenn ich jetzt noch versuche die LED's im Frontpanel und der Seitenscheibe zu tauschen. Außerdem wird rotes Licht ja schnell rosa wenn es zu hell wird. (Vorsicht Ausrede)

Nun noch zwei Erklärungen:
Zum einen schrieb ich ja soeben, dass die Kühlflächen partiell mit Kupferspray lackiert werden. Dies hat vor allem folgenden Grund:
Um die Wartungsintervalle entsprechend des doch ziemlich komplexen Aufbaus möglichst gering zu halten werde ich die Rohre ebenfalls mit Klarlack überziehen, um ein Anlaufen möglichst zu unterbinden. (Wird natürlich vorher getestet) Ich könnte zwar die ganzen Kühler in einer Galvanik verkupfern lassen, allerdings denke ich ist es, gerade durch die Patina die Kupfer mit der Zeit bildet, für die Kühlfunktion besser, wenn nur die Randflächen dünn lackiert werden.

Des weiteren schrieb ich ja ebenfalls, dass vom Motherboard später nur noch ein Kühler wirklich zu sehen sein wird.
Irgendwo ganz am Anfang (womit wir wieder bei den 30 Jahren wären) hatte ich ja den Plan, den Laufwerksschacht mit einem Lochblech bzw. etwas ähnlichem zu verkleiden. Das Blech hatte ich damals auch direkt gekauft, da ja der Casemod niemals so lang und chaotisch werden könne! Entsprechend liegt das Blech jetzt noch hier rum und möchte verarbeitet werden.
Da mein Motherboard nun mal leider Blau und nicht passend Schwarz ist muss hierfür auch eine Lösung her. Was bietet sich hier also mehr an als eine Abdeckung aus diesem Blech zu bauen? Wenn mir das Ergebnis gefällt werde ich eventuell ein weiteres Blech dieser Art besorgen und auch die Grafik- und USB-Karte damit verkleiden. Ich könnte natürlich bestimmt auch eine Verkleidung aus normalem Alu-Blech anfertigen, allerdings denke ich, dass der Innenraum dann doch etwas sehr beengt wirkt.

Der Beitrag ist doch wesentlich länger geworden als ich anfangs geplant hatte und damit soll für heute auch zunächst ein Ende gefunden sein.
Gute Nacht und bis bald,
~
 
AW: [Langzeittagebuch] Umbau und Erneuerung eines Apevia X-Plorers (15.05. Die Blenden sind montiert)

So, da ich um die Uhrzeit eh nicht weiterbauen kann hier mal nen Update für die letzten Tage.
Als erstes habe ich mal meine Grafikkarte zerlegt um die Änderungen zu planen. Dazu also die ganzen Aufkleber ab, den Schutz abgenommen usw. usw.:
DSC_2666.JPG DSC_2668.JPG DSC_2669.JPG
Ich habe es jetzt so geplant, dass vor allem die schwarze Abdeckung modifiziert wird. An einigen Stellen wird diese geklebt und gespachtelt um stabile Kanten hinzubekommen (gerade links oben ist es durch die Biegung schlimm), das DirectCUII Logo wird entfernt und verspachtelt und auch dort, wo jetzt das Asus-Logo sitzt wird gespachtelt und gefräst, um die seitliche Verzierung und Öffnung auf allen Seiten zu haben. (Das wird nen Spaß!)
Es ist natürlich ganz clever die Grafikkarte zu zerlegen, wenn man die noch im montierten Zustand braucht (für die Rohre), also alles wieder zusammensetzen.

Anschließend habe ich mich um das Grafikkarten-T-Stück gekümmert. Wie bereits letztes mal geschrieben ist mir das Teil mit beiden Endkappen zu breit. Also müssen die Endkappen und das T-Stück gekürzt werden.
Eine passgenaue und gerade Schnittkante ist gar nicht so einfach hinzubekommen, wenn man nie das richtige Werkzeug da hat. Hier deshalb mal mein Workflow, welcher letzten Endes auch funktioniert hat:
1) Ich habe die Enden der Formstücke mit dem Dremel geglättet, da diese nicht besonders glatt sind.
2) Ich habe mit einem Messschieber die Schnittkante aufgetragen/eingekratzt. (Waren etwa 7mm pro Seite wenn ich mich nicht irre.)
3) Mit der Metallsäge leicht neben der Markierung sägen.
4) Die Markierung mit Isoband abkleben, damit man sie besser sieht.
5) Mit dem Dremel die Schnittkante bis zur Markierung abschleifen.
6) Die Kanten entgraten. (Trennscheibe und Schleifaufsatz für die Innenseite)
Das ganze sieht dann etwa so aus:
DSC_2694.JPG
Ein kleiner Spalt ist noch zu sehen, allerdings werde ich das Teil wahrscheinlich am Ende eh noch Sandstrahlen und spachteln.
Weiterhin haben die Formstücke noch Prägungen und Kanten (bzw. Rippen) die mich gestört haben.
DSC_2697.JPG DSC_2696.JPG
Diese habe ich nach und nach mit der Trennscheibe abgeschliffen und mit einer Schlüsselfeile geglättet. Das ganze sah dann etwa so aus:
DSC_2695.JPG
Hier zum Vergleich das fertige (noch nicht geklebte) Teil und ein normaler Formstück:
DSC_2698.JPG
Natürlich könnte ich es jetzt so darstellen, als ob das Teil beim ersten mal geklappt hätte, allerdings sah mein Schreibtisch danach etwa so aus:
DSC_2693.JPG DSC_2692.JPG
Und ja, ich weiß schon warum ich sonst immer eine Diamanttrennscheibe nutze :D

Sobald die Rohrleitungen ausreichend geplant sind bekommt das Teil noch die seitliche Öffnung für die PCI-E Stecker verpasst und wird dann geklebt.

Übrigens habe ich jetzt testweise mal das richtige Netzteil eingebaut und die Spaltmaße stimmen schon wieder nicht...Ich werde noch verrückt!

Grüße und bis bald,
~
 
AW: [Langzeittagebuch] Umbau und Erneuerung eines Apevia X-Plorers (10.6. Das T-Stück für die Grafikkarte)

Haaaa geil da is ja was an Material zu Bruch gegangen :D

Sehr schön. Bin hoffentlich nicht der einzige, aber lese immer still mit und freu mich wie ein Schnitzel wenns hier weitergeht. Allein schon die Liebe zum Detail (siehe Festplatten-"Unterschlupf"). :daumen:
 
AW: [Langzeittagebuch] Umbau und Erneuerung eines Apevia X-Plorers (10.6. Das T-Stück für die Grafikkarte)

Freut mich zu hören. :)
Sitze derzeit an der Abdeckung des Motherboards, allerdings habe ich derzeit keine Zeit mehr wegen den ganzen Prüfungen die demnächst anstehen.
Bevor ich wieder nach Berlin fahre gibt es aber noch ein Update. Versprochen!

Grüße,
~
 
AW: [Langzeittagebuch] Umbau und Erneuerung eines Apevia X-Plorers (10.6. Das T-Stück für die Grafikkarte)

So, hier wie versprochen dann noch ein Update, bevor es bis Ende September nach Berlin geht.
Durch die Prüfungen hatte (und habe) ich derzeit mal wieder keine Zeit zum Modden, daher wird dies nur ein kleines Update zum aktuellen Stand.

Ich habe wie bereits geschrieben mit der Abdeckung für das Motherboard begonnen. Hierfür benutze ich das Lochblech (wobei es ja im eigentlichen Sinne eher ein Gitter ist), welches ganz zu Anfang für die Verkleidung des Laufwerkschachtes gedacht war. Wie der Zufall will hat das Blech eine passende Breite, so dass ich es hier verwenden kann.

Zunächst habe ich das Blech auf die passende Länge zugeschnitten und passend gebogen:
DSC_2701.JPG
Anschließend habe ich angefangen die zu entfernenden Stellen mit einem Edding zu markieren und dann mit Blechschere und Diamanttrennscheibe zu entfernen. Später habe ich gemerkt, dass sich der weiße Lackstift zum markieren besser eignet, da die Farbe sich besser auftragen lässt und leichter zu erkennen ist.
DSC_2702.JPG
Nachdem ich die hinteren Anschlüsse halbwegs freigeschnitten hatte began ich mit dem Kühlkörper. Hier habe ich einen mittigen Schnitt benutzt, um die langen Seiten abkanten zu können.
DSC_2703.JPG
Als nächstes folgten dann die Schnitte für die Netzteilanschlüsse und die Ram-Riegel, wobei ich mich dort in der Breite vertan habe. An und für sich ist dies kein Problem, da ich so die Ram-Riegel tauschen könnte ohne das Gitter abnehmen zu müssen, allerdings gibt es Probleme bei der Befestigung des Gitters. Dazu jedoch gleich mehr.
DSC_2714.JPG
Um das Gitter befestigen zu können habe ich mir ein paar Abstandshalter (15mm) bestellt, welche gleichzeitig das Motherboard im Gehäuse fixieren.
DSC_2711.JPG
Dies führt allerdings gleichzeitig zu dem gerade angesprochenen Problemen: Durch den zu langen Ausschnitt für die Ram-Riegel liegt das Gitter bei einem der Abstandshalter nur knapp auf, bei einem weiteren gar nicht. Zum Glück kann ich dieses Problem beseitigen, indem ich aus den Schnittresten zwei passende Einsätze anfertige, welche ich dann mit viel Geduld einklebe. Da das Gitter eh noch lackiert wird (auch mit einer isolierenden Schicht, da mir das nicht ganz geheuer ist), sollte man die Stellen später nicht mehr erkennen.

Inzwischen habe ich auch die Ausschnitte für die Grafikkarte und die USB3-Karte fertig und den Ausschnitt für den CPU-Kühler begonnen. Allerdings sind mir dort zwei weitere Probleme aufgefallen.
1) Ich muss den Sperrhebel am PCI-e-Slot entfernen, da ich sonst die Grafikkarte (und somit das Gitter) nicht mehr gelöst bekomme.
2) Ich muss an der USB3-Karte ein wenig rumschnippeln, da diese - wie sollte es auch anders sein - mit einem Abstandshalter kollidiert.

Um das nächste Update, welches etwa Ende September bzw. Anfang Oktober kommt, nicht schon zu spoilern höre ich an dieser Stelle auf, sonst müsst Ihr alles doppelt lesen.

Bis dahin,
~
 
Zurück