VJoe2max
BIOS-Overclocker(in)
Im Wesentlichen führt die Überwindung der Haftreibung und des Trägheitsmoments des Rotors zum erhöhten Einschaltstrom bis zum Erreichen der Enddrehzahl und der Stromspitze beim Start. Die Magnetfelder die nötig sind um den Rotor in Bewegung zu versetzen und zu beschleunigen sind daher recht hoch. Insbesondere die kurze Stromspitze beim Start ist die Folge. Dagegen kannst du nichts machen. Es gibt zwar bei bestimmten Motortypen (z.B. bei simplen Asynchronmotoren) die Möglichkeit mit verhältnismäßig einfachen Mitteln einen sog. Sanftanlauf mit verringerter Startleistung zu realisieren aber bei den meisten anderen Motorbauformen ist das nicht so einfach. Zudem ist die Haftreibung bei den Laings aufgrund des magnetisch vorgespannten flächigen Kalottenlagers recht hoch und das Trägheitsmoment des Rotors ist aufgrund seiner Masse ebenfalls nicht zu verachten, wenn es nicht ewig dauern soll bis die Pumpe auf Touren kommt.
Die Haftreibung die ganz zu Beginn der Beschleunigung zunächst überwunden werden muss, lässt sich kaum reduzieren ohne am Lager etwas zu ändern und führt unweigerlich zu einer kurzen aber eben recht hohen Strom- und damit Leistungsspitze. Das erhöhte Trägheitsmoment während der Beschleunigungsphase ließe sich zwar durch einen reduzierte Winkelbeschleunigung des Rotors verringern aber nicht auf Null bringen, wenn du die Nenndrehzahl in endlicher Zeit erreichen willst. Mit einem elektronisch kommutierten Synchronmotor wie er bei den Pumpen zum Einsatz kommt, ist so ein verlangsamtes Anlaufverhalten zudem nur mit verhältnismäßig viel elektronischem Steuerungsaufwand zu realisieren, was in keinem Verhältnis zum Nutzen steht (sofern man das überhaupt Nutzen nennen kann). Selbst wenn man das aber realisiert hätte, wäre die Strom- bzw. Leistungsspitze direkt beim Start zur Überwindung der Haftreibung eh nicht vermeidbar und die Stromaufnahme und damit die Leistung bis zum erreichen der Nenndrehzahl wäre nach wie vor höher als bei Nenndrehzahl. Das ist simple Physik. Wenn du etwas beschleunigst musst du mehr Kraft aufbringen als wenn du nur eine konstante Geschwindigkeit halten willst. Die Kraft für Letzteres hängt im Falle der Pumpe von der verrichteten Arbeit und von der Reibung ab. Sobald der hydrodynamische Schmierfilm im Lagerspalt aufgebaut ist und vollständig trägt, ist Letztere aber sehr gering. Der hydrodynamische Schmierfilm im Lagerspalt trägt, je nach Viskosität des Mediums, aber erst ab einer bestimmten Relativgeschwindigkeit zwischen Stator und Rotor vollständig. Nach Überwindung der Haftreibung durchläuft das Lager zunächst noch eine Phase in der Mischreibung auftritt, bevor der Schmierfilm schlussendlich Stator und Rotor vollständig trennt, so dass nur noch Flüssigkeitsreibung in Lager und Spiralgehäuse auftritt. Der Verlauf der bremsenden Reibkraft im Lager folgt dabei der sog. "Stribeck-Kurve" - sie ist also auch nicht konstant, sondern drehzahlabhängig. Bei Haftreibung im Stillstand ist sie jedoch am höchsten (bestimmte Sonderfälle die in einer keinen Wakü-Pumpe zum Tragen kommen können mal außen vor gelassen). Aber das führt jetzt vllt. schon ein bisschen weit...
Wichtig zu verstehen ist zunächst einmal, dass sich eine Strom- und damit eine Leistungsspitze die über die Nennleistung hinaus geht aus o. g. physikalischen Gründen prinzipiell nicht vermeiden lässt.
Das Beispiel von Spattel mit dem stehenden und bereits rollenden Auto war eigentlich sehr anschaulich - das ist genau das gleiche Phänomen. Egal ob du nun selbst schiebst oder der Motor das Auto bewegt, musst du zunächst die Haftreibung überwinden (beim Auto ist das im Verhältnis zur Trägheit bei angemessener Beschleunigung eher wenig und kommt mehr von den Reifen als von den Radlagern - nur wenn die Bremsen festgerostet sind ist etwas mehr
). Anschließend muss noch die Masse des Autos samt Insassen bis zur Zielgeschwindigkeit beschleunigt werden. Das erfordert mehr Kraftaufwand als wenn du deine Zielgeschwindigkeit bereits erreicht hast (bei der Pumpe die Zieldrehzahl), bei der nur noch eine vergleichsweise geringe Kraft aufgebracht werden muss, um diese Geschwindigkeit gegen die Reibung und im Fall des Autos gegen den Luftwiderstand zu halten. Wäre das nicht so bräuchte man z. B. keine Gangschaltung. Da aber selbst relativ starke Verbrennungsmotoren in der Regel bei niedrigen Drehzahlen zu wenig Drehmoment aufbringen, um das Auto ohne Untersetzung in Bewegung zu setzen, ist das nötig, oder die Kupplung würde schlapp machen, wenn der Motor es schaffen würde. Bei einem Elektromotor ändert sich die nötige Stromstärke und damit die Leistung genau wie der Kraftaufwand von der Phase des in Bewegung setzens, über die Beschleunigungsphase bis zum Betrieb bei konstanter Drehzahl.
Die Haftreibung die ganz zu Beginn der Beschleunigung zunächst überwunden werden muss, lässt sich kaum reduzieren ohne am Lager etwas zu ändern und führt unweigerlich zu einer kurzen aber eben recht hohen Strom- und damit Leistungsspitze. Das erhöhte Trägheitsmoment während der Beschleunigungsphase ließe sich zwar durch einen reduzierte Winkelbeschleunigung des Rotors verringern aber nicht auf Null bringen, wenn du die Nenndrehzahl in endlicher Zeit erreichen willst. Mit einem elektronisch kommutierten Synchronmotor wie er bei den Pumpen zum Einsatz kommt, ist so ein verlangsamtes Anlaufverhalten zudem nur mit verhältnismäßig viel elektronischem Steuerungsaufwand zu realisieren, was in keinem Verhältnis zum Nutzen steht (sofern man das überhaupt Nutzen nennen kann). Selbst wenn man das aber realisiert hätte, wäre die Strom- bzw. Leistungsspitze direkt beim Start zur Überwindung der Haftreibung eh nicht vermeidbar und die Stromaufnahme und damit die Leistung bis zum erreichen der Nenndrehzahl wäre nach wie vor höher als bei Nenndrehzahl. Das ist simple Physik. Wenn du etwas beschleunigst musst du mehr Kraft aufbringen als wenn du nur eine konstante Geschwindigkeit halten willst. Die Kraft für Letzteres hängt im Falle der Pumpe von der verrichteten Arbeit und von der Reibung ab. Sobald der hydrodynamische Schmierfilm im Lagerspalt aufgebaut ist und vollständig trägt, ist Letztere aber sehr gering. Der hydrodynamische Schmierfilm im Lagerspalt trägt, je nach Viskosität des Mediums, aber erst ab einer bestimmten Relativgeschwindigkeit zwischen Stator und Rotor vollständig. Nach Überwindung der Haftreibung durchläuft das Lager zunächst noch eine Phase in der Mischreibung auftritt, bevor der Schmierfilm schlussendlich Stator und Rotor vollständig trennt, so dass nur noch Flüssigkeitsreibung in Lager und Spiralgehäuse auftritt. Der Verlauf der bremsenden Reibkraft im Lager folgt dabei der sog. "Stribeck-Kurve" - sie ist also auch nicht konstant, sondern drehzahlabhängig. Bei Haftreibung im Stillstand ist sie jedoch am höchsten (bestimmte Sonderfälle die in einer keinen Wakü-Pumpe zum Tragen kommen können mal außen vor gelassen). Aber das führt jetzt vllt. schon ein bisschen weit...
Wichtig zu verstehen ist zunächst einmal, dass sich eine Strom- und damit eine Leistungsspitze die über die Nennleistung hinaus geht aus o. g. physikalischen Gründen prinzipiell nicht vermeiden lässt.
Das Beispiel von Spattel mit dem stehenden und bereits rollenden Auto war eigentlich sehr anschaulich - das ist genau das gleiche Phänomen. Egal ob du nun selbst schiebst oder der Motor das Auto bewegt, musst du zunächst die Haftreibung überwinden (beim Auto ist das im Verhältnis zur Trägheit bei angemessener Beschleunigung eher wenig und kommt mehr von den Reifen als von den Radlagern - nur wenn die Bremsen festgerostet sind ist etwas mehr
). Anschließend muss noch die Masse des Autos samt Insassen bis zur Zielgeschwindigkeit beschleunigt werden. Das erfordert mehr Kraftaufwand als wenn du deine Zielgeschwindigkeit bereits erreicht hast (bei der Pumpe die Zieldrehzahl), bei der nur noch eine vergleichsweise geringe Kraft aufgebracht werden muss, um diese Geschwindigkeit gegen die Reibung und im Fall des Autos gegen den Luftwiderstand zu halten. Wäre das nicht so bräuchte man z. B. keine Gangschaltung. Da aber selbst relativ starke Verbrennungsmotoren in der Regel bei niedrigen Drehzahlen zu wenig Drehmoment aufbringen, um das Auto ohne Untersetzung in Bewegung zu setzen, ist das nötig, oder die Kupplung würde schlapp machen, wenn der Motor es schaffen würde. Bei einem Elektromotor ändert sich die nötige Stromstärke und damit die Leistung genau wie der Kraftaufwand von der Phase des in Bewegung setzens, über die Beschleunigungsphase bis zum Betrieb bei konstanter Drehzahl.
Zuletzt bearbeitet:
Ich dachte halt, dass eventuell eine Kraft von zb umgerechnet 10W reicht, damit die Pumpe mit Hilfe des Wasserdrucks langsam anfängt zu drehen und dann mit weiterhin konstanten 10W immer schneller dreht, bis eine Grenze erreicht wird, bei denen die 10W eine bestimmte Mischung aus Drehzahl und Widerstands-Überwindung ermöglichen. Oder anders gesagt: dass zB 10W reichen, um die Pumpe anzustupsen, aber 10W nach ein paar Augenblicken oder Sekunden ebenfalls für zb 2000 U/Min sorgen, wenn die Pumpe dann mal läuft. Mir war nicht klar, dass der Startstrom da ggf. DEUTLICH höher sein muss. 
