Kopieren unter win7 von extern auf intern klappt nicht

Sn@bb

Schraubenverwechsler(in)
Guten Abend zusammen,
ich habe seid gestern ein sehr interessantes und nerviges Problem. Aber bevor ich zu diesem komme, fange ich mal am Besten ganz von vorn an:
Vor 3 Tagen hat sich mein Vista x64 von mir verabschiedet, indem ich nun bei jedem Startversuch nach ~15 bis 20 Sekunden einen erzwungenen Neustart vorgesetzt bekomme [laut Avira kein Virus, manuelles Abbrechen mit shutdown -a geht nicht].
Glücklicherweise hatte ich schon vor längerer Zeit mehrere Betriebssysteme installiert, konnte jetzt problemlos auf win7 umsteigen und alle Daten weiter nutzen.
Für die Datensicherung habe ich meine eigenen externen Festplatten (NTFS) benutzt, von denen aus ich problemlos unter win7 runterkopieren und ebenso auch raufkopieren kann.
Nun wollte mir aber ein Freund ein paar Daten von sich zukommen lassen und hat aus diesem Grund seine 500 gb externe 2,5" Platte mitgebracht. Anschließen und erkennen ist kein Problem, aber:
[ab hier intressant ;)]
Ich kann von der Platte nicht vernünftig runterkopieren!
Sowohl mit einfachem USB-Anschluss als auch mit Doppelanschluss gehts nicht, die Platte ist NTFS-formatiert.
[Problembeschreibung ;)]
Ich schließ die Platte an, win7 erkennt sie, ich kann auf alle Daten zugreifen, aber wenn ich mehrere Ordner auswähle und diese auf meine Interne bzw. Externe kopieren möchte, dann fängt win7 an, den Kopiervorgang zu starten und bricht plötzlich ohne Fehlermeldung ab. Möchte ich einen neuen Kopiervorgang starten, erscheint nichtmals mehr das Kopierfenster.
Kleinste Datenmengen funktionieren aber komischerweise, d.h. alles um rund 3 gb rum geht, aber drüber nicht mehr. Wie gesagt, NTFS. (Portionsweise kopieren ist bei der Datenflut leider keine Option.)
Ebenfalls komisch: Da es bei mir nicht ging und mein Kollege seinen Laptop dabei hatte, haben wir ausprobiert, ob er von sich aus die Daten von seiner Platte (die für ihn immer problemlos lief) aus auf meine Externe schieben kann. Das Ganze unter Linux. Und dies ging auch problemlos.
Zudem hat er mir gesagt, dass er unter Windows (sein Zweitsystem, ebenfalls win7) keinerlei Probleme mit der Platte hat.
Tja, ich bin nun völlig ratlos. Sofern sich die Probleme auf Dauer nur auf diese eine Platte beschränken würden, würds mich nicht groß stören, aber wenn das jetzt noch öfters auftaucht, dann ists doch recht ärgerlich.
Achja, wir habens natürlich mehrfach ausprobiert und sind auch alle Ports durchgegangen.

So, sorry für den langen Text, aber ich hoffe, dass jetzt auch alle notwendigen Infos im ersten Anlauf untergebracht sind ;)
Und falls jemand zufällig eine Idee zum Vista-Problem haben sollte, immer her damit :)
Vielen Dank schonmal,
Sn@bb
 
Welche Platte / welches externes Gehäuse, welches Mainboard hast Du, an welchen Buchsen hast Du den USB-Doppelanschluss an den Rechner gesteckt ? Versuch mal, das USB-Y-Kabel an zwei möglichst weit voneinander entfernten Buchsen anzuschließen. Wenn es von der Länge reicht, evtl. sogar Frontblende und Backpanel. Im Gerätemanager kannst Du bei den USB-Hubs unter Stromversorgung die für die Festplatte erforderliche Energie sehen. Gerade bei der Stromversorgung halten es die Hersteller mit dem USB-Standard nicht immmer so genau.
 
Über Gehäuse bzw. Platte kann ich noch keine Aussage machen, da diese ja einem Freund gehört, ich werde ihn aber heute fragen.
Mainboard: ich weiß es nicht -.- aber falls es hilft: Notebookcheck: Test mySN XMG5 (Clevo M860TU) Notebook
Angeschlossen hab ich die Platte sowohl vorne als auch hinten, allerdings aufgrund der sehr geringen Kabellänge immer direkt die Buchsen nebeneinander. Aber da kann ich beim nächsten Mal (leider erst Montag/Dienstag) mit einem Verlängerungskabel aushelfen. Beim Kollegen läuft die Platte unter win7 übrigens auch mit nur einem Anschluss.
Die Stromversorgung kann ich vermutlich auch nur nachgucken, wenn die Platte angeschlossen ist, oder? Ansonsten bräuchte ich da auch nochmal ein wenig Starthilfe ;)
 
Beim Kollegen läuft die Platte unter win7 übrigens auch mit nur einem Anschluss.

Ist schon etwas ungewöhnlich. Die Stromversorgung über USB funktioniert so, dass das Gerät (in diesem Fall die Festplatte) dem USB-Controller mitteilt, wieviel Storm sie maximal benötigt. Wenn dann (z.B. bei größeren Kopieraktionen) evtl. auch auf Grund der Erwärmung der Platte die Stromaufnahme über diesen Wert steigt, schaltet der USB-Controller die Platte einfach ab. Und das sind dann die Spezifitäten der einzelnen USB-Controller / Mainboards, manche sind diesbezüglich etwas toleranter. Die Idee mit dem Verlängerungskabel ist nicht schlecht. Ob es funktioniert, musst Du sehen. Andere Alternativen wären z.B. ein dazwischen geschalteter USB-Hub (z.B. vom LCD-Monitor) oder ein USB-Netzteil. Letztere gibt es mittlerweile schon relativ preiswert, allerdings nutzt das wenig für den mobilen Einsatz.
Die Ermittlung der (max.) angeforderten Stromstärke der Festplatte im Gerätemanager funktioniert natürlich nur, wenn sie angeschlossen ist. Am besten vor dem Anschließen alle Werte prüfen, damit Du auch siehst, welches die Festplatte ist. Ich hänge mal noch einen Screenshot aus Windows XP an, unter Windows 7 sollte es ähnlich aussehen. Ab Montag bin ich erstmal eine Woche im Urlaub, da müsste Dir dann jemand anders weiterhelfen.
 
Danke schonmal für deine Hilfe.
Aber eine Frage hab ich zu der Theorie mit der Stromversorgung: Wenn ermittelt wird, wie viel Strom benötigt wird, dann ists doch am Anfang erstmal unabhängig von der Temperatur, weil die Platte ja gerade erst angeschlossen wurde, oder?
Heißt: Ansich sollte doch genug Strom vorhanden sein, vor allem, weils beim Kollegen sogar mit einem Anschluss funktioniert?

Ich werde Montag/Dienstag auf jeden Fall mal wegen dem Strombedarf gucken, aber auf jeden Fall schonmal eine schöne Urlaubswoche.
 
Jetzt wirds kriminell...
Ich versuche grade, von einer externen 3,5" Festplatte zu kopieren... ein Ordner mit 36 gb ist kein Problem, ging auf Anhieb, der nächste Ordner mit 48 gb geht ohne jegliche Meldung nicht. Daraufhin habe ich den 48 gb Ordner geöffnet und ein paar Dateien vom Kopiervorgang ausgeschlossen, wieder versucht zu kopieren... und nachdem win7 berechnet hat, dass es sich um >20 gb handelt, wurde die Berechnung ohne Meldung abgebrochen und damit natürlich auch der Kopiervorgang.
Die übliche Windows-Problemlösung, sprich neustarten, schafft hier auch keine Abhilfe.
So langsam verzweifel ich daran... vista kaputt, win7 fehlerhaft und um mich in Linux einzuarbeiten fehlt mir leider momentan die Zeit.
Hingegen scheint es keine Probleme zu geben, wenn ich von meiner eigenen Platte kopiere... Zumindest liefen die 70 gb Testkopieren gerade gut an. Also Berechnung lief problemlos durch und der Kopiervorgang hat gestartet. Ebenso scheint es auch kein Problem zu sein, von meiner Externen auf die Externe des Kumpels zu kopieren.

Das Einzige, was die beiden externen Festplatten von meinen Freunden gemeinsam haben, ist die Tatsache, dass beide Linux (als Hauptsystem) benutzen. Aber wo das in irgendeiner Art und Weise eine Fehlerquelle darstellen könnte, ist mir schleierhaft.
 
Aber eine Frage hab ich zu der Theorie mit der Stromversorgung: Wenn ermittelt wird, wie viel Strom benötigt wird, dann ists doch am Anfang erstmal unabhängig von der Temperatur, weil die Platte ja gerade erst angeschlossen wurde, oder?

Der Strombedarf wird nicht ermittelt, die ext. Festplatte bzw. der USB-Chip im Beistellgehäuse meldet dem Controller einen in der Firmware fest programmierten Wert. Dieser kann für den einfachen Betrieb korrekt sein. Wenn die Festplatte unter hoher Auslastung genutzt wird oder sie sich erwärmt, ist die Leistungsaufnahme und damit auch die Stromaufnahme höher. D.h., erstmal wird die Festplatte erkannt und arbeitet unter geringer Belastung korrekt. Wenn dann durch höhere Belastung der ursprünglich dem USB-Controller auf dem Mainboard gemeldete Stromwert überschritten wird, wird die Festplatte abgeschaltet. Evtl. stehen auch im Windows-System-Ereignisprotokoll entsprechende Meldungen.

EDIT: Sieh Dir mal zielgerichtet das Ereignisprotokoll an, evtl. gibt es auch im Zusammenhang mit Linux Fehler / Inkompatiblitäten im NFTS-Format.
 
Und direkt noch eine Vermutung von mir:
Anscheinend hatten/haben beide Festplatten meiner Freunde Dateien drauf, deren "Pfad nicht verfügbar" ist. Vermutlich ist dies der Grund, warum das gesamte Kopieren der Dateien nicht ging?!
Soeben hat sich rausgestellt, dass Windows ein Problem damit hat, dass der Ordner mit einem "." endet.
Wenn die Vermutung stimmt, dann sollte sich das Kopierproblem gelöst haben.

Ich werds testen...
 
Jops, meine Vermutung hat sich bestätigt und damit das Problem auch geklärt.
Nochmal zusammengefasst:

Windows bricht den Kopiervorgang einfach ab und gibt auch keine Fehlermeldung aus, wenn sich unter den zu kopierenden Daten ein Datum (also ein Ordner o.ä.) befindet, dessen Pfad für Windows nicht lesbar ist. Lösung des Problems: Den fehlerhaften Ordner/... finden und vom Kopiervorgang ausschließen.
 
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