Moin,
ich benötige einen kleinen und vorallem leisen home Server.
Kosten bezüglich Strom lass ich erstmal außen vor.
Folgende Aufgaben sollten darauf laufen:
- VPN
- SSH
- Proxy (nur eventuell)
- MySQL
- Apache
- einige diverse selbstprogrammiete Server (nichts aufwendiges, Kommunikation mit Mysql o.ö)
- Netzwerkspeicher
Diese Anforderungen wird jedes halbwegs aktuelle System spielend beewerkstelligen können. Außer natürlich, du generierst mit deinen Eigenkreationen massiven I/O-Traffic, wovon ich aber mal nicht ausgehe.
Das ganze wir als RAID 1 geschalten, mit jeweils (vorerst) 1 TB.
Warum soll es ausgerechnet ein RAID1 sein? Dies bringt dir vor allem Datenverfügbarkeit, aber kaum zusätzliche Datensicherheit. Ergo sollten dann auch möglichst alle Daten auf dem Array liegen. Ansonsten wäre es sinnvoller, eine Festplatte einzubauen und eine extern als Backupfestplatte zu nutzen.
Mein Preislimit liegt bei ca. 500€, außer ihr belehrt mich was besseres?
500 € sind mehr als ausreichend:
CPU:
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Mainboard:
ASRock B85M-GL (90-MXGQP0-A0UAYZ) Preisvergleich | Geizhals Deutschland (6x SATA) ab 50 €
Alternative:
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Speicher: je nach Bedarf 2 oder 4GB - 20€ bzw 35€
Storage: 1TB-HDD sind relativ teuer (ab 40 €). Ab 60 € bekommst du bereits 2TB-Modelle, ab 80€ welche mit 3TB
Netzteil:
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Gehäuse: Geschmackssache, da kommen dann nochmal 30-50€ hinzu
=> macht alles in allem 200 bis 300€
Erläuterung: das System braucht nicht wirklich Leistung. Ein zweikerniger Core i3 oder ein Quadcore sind zwar nett, ein Celeron ist aber definitiv ausreichend - wie gesagt, ich kenne zwar deine selbstgebauten Programme nicht, aber ich habe auf meinem Dualcore-Celeron neben dem einigen anderen Diensten eine Zabbix-Installation laufen, welche sekündlich 2 Werte erfasst und in die DB packt. Dazu wird noch das komplette Syslog in einer MySQL-DB gehalten, ich habe also schon ein bisschen Traffic. Zusätzlich noch der Proxy, welcher bei Hits ebenfalls viele kleine Dateien anlegt oder liest. Und trotzdem gibt es beim Zugriff via NFS keine Probleme.
Eine SSD ist ebenfalls nicht unbedingt notwendig - erst recht nicht mit 128GB. Sofern du nicht 80GB große Datenbanken anlegen möchtest, reichen - sofern es wirklich eine SSD sein soll - 32GB absolut aus. Aber da ein Server in der Regel nicht häufig ausgeschaltet wird, hast du von dem schnelleren Hochfahren auch nicht wirklich viel, wobei sich das ohnehin nicht so stark bemerkbar macht wie etwa unter Windows. Aber wenn du dich für eine SSD entscheidest, dann ist diese halt nicht ins RAID1 eingebunden. Ich persönlich würde die SSD weglassen.
Beim RAM würde ich es davon abhängig machen, was der Proxy genau machen soll und ob du eine SSD nimmst. Wenn du einen cachenden Proxy haben möchtest, würde ich 4 oder 6GB RAM nehmen und den Proxy die Daten in eine RAM-Disk schreiben lassen (macht natürlich nur Sinn, wenn das System nicht jeden Abend heruntergefahren wird

). Wenn du eine SSD verbauen möchtest, kannst du das Cache-Verzeichnis dann darauf lagern.
Können Probleme auftauchen, wenn ich die ganzen Server auf ein System laufen lasse (getrennt, durch verschiedene User), sinnvoll ist es denke ich eher nicht?
Warum sollte das Probleme geben und warum sollte das nicht sinnvoll sein? Auf meinen Debian-Kisten laufen teilweise über 20 verschiedene Daemons. Sofern dir nicht ein sehr komplexes Sicherheitskonzept vorschwebt, kannst du die genannten Sachen guten Gewissens auf einem System laufen lassen.
Es bleiben somit noch folgende Fragen an dich:
1) Werden die von dir gebauten Dienste viele Daten / viel I/O-Traffic verursachen?
2) Was genau soll der Proxy machen?
3) Was möchtest du mit dem RAID1 erreichen? Möchtest du Datenverfügbarkeit oder Datensicherheit?
4) Soll es wirklich nur 1TB sein? Wirtschaftlicher ist es, auf 2TB- oder besser noch auf 3TB-Laufwerke zu setzen. Das hängt aber natürlich davon ab, wie viel Speicherplatz du in Zukunft brauchen wirst.
MfG Jimini