Kingdom Come: Deliverance - Finaler DLC mit weiblicher Hauptfigur ist da, Royal Edition auch

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Warhorse Studios und Deep Silver haben wie angekündigt den finalen DLC "Das Los einer Frau" für Kingdom Come: Deliverance veröffentlicht. Erstmals können Spieler die Kontrolle über eine weibliche Hauptfigur im RPG übernehmen. Zumindest die digitale Version der Royal Edition mit allen DLCs ist ebenfalls schon verfügbar, die Handelsversion braucht noch etwas.

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Hab mir das Spiel zum GoG-Release auch direkt gekauft und bisher, trotz der stellenweise unterirdischen Performance, sehr genossen. Die Landschaften sind, in meinen Augen, einfach wunderschön und 1:1 Kampf kann sich sehen lassen. Einige der Quests erfordern ein bisschen Querdenken und sind nicht direkt von vorne herein mit möglichst vielen Questmarkern zugestopft. Dazu passt die Athmosspähre recht gut, auch wenn die Geschichte in meinen Augen nicht immer wirklich glaubhaft bleibt.
Gestern gleich mal alle DLCs, welche ich ausgelassen habe, nachgekauft. Ich freue mich darauf :daumen:
 
Danke, das ist ja doof. :heul: :motz:

Das ist nicht doof, das ist nun einmal der Geschichte geschuldet. Ausnahmen wie eine Jeanne d'Ark (Jungfrau von Orleans) kannst du halt in der Geschichte des Mittelalters bequem an einer Hand abzählen und da Warhorse nunmal an sein Spiel den Anspruch stellt eine halbwegs getreue Darstellung mittelalterlicher Verhältnisse in Böhmen abzubilden, wäre ein weiblicher Protagonist in der Rolle eines Heinrich mehr als unpassend.

Zudem, ist die Geschichte bei der Entwicklung auf einen männlichen Heinrich zugeschnitten worden (was sie viel persöhnlicher macht als in Spielen mit einem generischen Charaktereditor und Wahlfreiheit) und müsste für einen weiblichen Protagonisten entsprechend in großen Teilen umgeschrieben und neu vertont werden.

Das würde unter Garantie teurer kommen als die 12 Euro die sie für den aktuellen DLC aufrufen.
 
Das ist nicht doof, das ist nun einmal der Geschichte geschuldet. Ausnahmen wie eine Jeanne d'Ark (Jungfrau von Orleans) kannst du halt in der Geschichte des Mittelalters bequem an einer Hand abzählen und da Warhorse nunmal an sein Spiel den Anspruch stellt eine halbwegs getreue Darstellung mittelalterlicher Verhältnisse in Böhmen abzubilden, wäre ein weiblicher Protagonist in der Rolle eines Heinrich mehr als unpassend.
Auch damals lebten 50% Frauen und ich hatte gehofft, es wäre ein angepasste Rolle geschaffen worden. Und ja, der Aufwand dafür wäre groß. Es soll doch, von dem, was ich bisher mitbekam, eher eine langsame Simulation sein, die das Mittelalter darstellt und der Protagonist ist ein Unpriviligierter. Bis man als Bauer im Mittelalter das Geld für Schwert und Rüstung zusammen hatte, vergingen drei Generationen. Kein Bauer hatte ein Schwert....
 
Auch damals lebten 50% Frauen und ich hatte gehofft, es wäre ein angepasste Rolle geschaffen worden. Und ja, der Aufwand dafür wäre groß. Es soll doch, von dem, was ich bisher mitbekam, eher eine langsame Simulation sein, die das Mittelalter darstellt und der Protagonist ist ein Unpriviligierter. Bis man als Bauer im Mittelalter das Geld für Schwert und Rüstung zusammen hatte, vergingen drei Generationen. Kein Bauer hatte ein Schwert....

Er ist Sohn eines Schmiedes, außerdem kann man alles klauen (wenn man will).
Der Satz oben ist kein Spoiler, es ist das erste, was man über Heinrich erfährt.
 
Das stimmt so nicht. Das Recht des freien Germanen ist es bewaffnet zu sein, ob arm oder reich, das ist egal. Gerade in der Zeit als die Ostgrenze noch unsicher war, da auch gerne mal Ungarn vorbeischauten oder slawische Stämme, wirst Du keinen Bauern gefunden haben der kein Lanze, Keule, Dolch oder Schwert unter dem Bett liegen hatte. Das wird dann auf der anderen Seite nicht anders gewesen sein.

Der Wehrbauer ist in unserer Kultur ein hohes Gut, der freie normale Mann auf seinem Boden, ein Menschenbild welches in unserer (der total freiesten aller Zeiten) Zeit mehr geschleift wurde als im sogenannten Mittelalter.
 
Er ist Sohn eines Schmiedes, außerdem kann man alles klauen (wenn man will).
Der Satz oben ist kein Spoiler, es ist das erste, was man über Heinrich erfährt.

Nein, das ist nicht so richtig:

Heinrich ist der Bastard des örtlichen Lords. Das erfährt man selbst erst recht spät im Spielverlauf, erklärt aber im Nachhinein so einiges - insbesondere, warum Heinrich sich mit den ganzen Adeligen auf Augenhöhe unterhalten darf, ohne dafür Ärger zu bekommen. Er ist nur scheinbar ein "Nobody".
 
Auch damals lebten 50% Frauen und ich hatte gehofft, es wäre ein angepasste Rolle geschaffen worden.

Ist es ja, aber eben in einem kurzen Sideplot im DLC. Theresa kann recht gut mit dem Bogen umgehen und sehr leidlich mit dem Schwert, das ist mehr als 95% der Frauen im realen mittelalterlichen Europa behaupten konnten.

Es soll doch, von dem, was ich bisher mitbekam, eher eine langsame Simulation sein...

Dann hast du quasi nichts mitbekommen. ;)

Es ist keine wirkliche / richtige Simulation in dem Sinne, es ist am Ende immer noch ein ARPG, wenn auch eines das im Vergleich zu vielen anderen aktuellen Genrevertretern vergleichsweise gemächlich ist und einige rudimentäre Survivalaspekte besitzt (die Notwendigkeit von essen, schlafen, waschen, reparieren der Kleidung / Ausrüstung, ect.).

Das einzige was in KcD halbwegs "simuliert" wird ist die Darstellung der mittelalterlichen Gesellschaft / Welt und vieleicht noch entfernt die Art wie man damals gekämpft hat.

...die das Mittelalter darstellt und der Protagonist ist ein Unpriviligierter.

Ja und nein, ich will jetzt nicht Spoilern, wobei es eigentlich nicht so ein heftiger Spoiler ist, da man bereits gegen Ende des Prologs, in den ersten Spielstunden, erahnen kann was eigentlich mit Heinrich los ist.
Falls es dir der kleine Spoiler egal ist und du wissen willst was ich meine packe ich es in einen Spoilerfenster:

Heinrich ist der Bastard eines lokalen Adligen und wächst als Mündel bei einem Schmied auf (war damals nicht unüblich bei unehelichen Kindern von Adligen), ist also eigentlich durchaus adliger Herkunft.

Bis man als Bauer im Mittelalter das Geld für Schwert und Rüstung zusammen hatte, vergingen drei Generationen. Kein Bauer hatte ein Schwert....

Die meisten ehr armen Vasallen plünderten Ausrüstung nach Schlachten von besiegten Feinden, auch war es nicht unüblich das Waffen und Rüstungen weitervererbt wurden und so über Generationen genutzt wurden.
Und natürlich hatten Bauern Waffen, oft keine Schwerter, weil die wirklich teuer waren, aber Speere, Keulen, Äxte, Flegel, ect. waren nicht unüblich, da im feudalen System des Mittelalters jeder einberufbare Soldat in der Regel auch für die Bereitstellung seiner eigenen Ausrüstung zuständig war.
 
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Schade hatte das erst auch so verstanden das man jetzt generell Weiblich unterwegs sein kann. Na dann warte ich noch bis nächstes-übernächstes Jahr. Für 10- 20€ wäre eine "all in" Edition dann wohl in Ordnung für mich. Es gibt deutlich zu wenig spiele mit Weiblichen Protagonistinnen, für die ich mich Interessiere:D AC; Liberation, Syndicate, Odyssey. GTA 5 nur mit Trainer, Fallout 4....:D
Ich glaube allerdings nicht das es sooo wenig Frauen waren die im Mittelalter auch ritter waren. Wenn man bedenkt das Frauen seit Jahrtausenden auch Führende und Kämpferische Rollen gespielt haben in allen bekannten Dynastien und Königreichen. Deswegen..warum sollte es nicht passen.
 
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Ich glaube allerdings nicht das es sooo wenig Frauen waren die im Mittelalter auch ritter waren. Wenn man bedenkt das Frauen seit Jahrtausenden auch Führende und Kämpferische Rollen gespielt haben in allen bekannten Dynastien und Königreichen. Deswegen..warum sollte es nicht passen.

Nimm es mir nicht böse, aber was du glaubst ist irrelevant, genauso wie was irgend ein Gläubiger irgend einer Religion "glaubt", solange du es nicht mit belegbaren Fakten untermauern kannst.

Mir persöhnlich sind aus Europa bis auf Janne d'Arc in Frankreich und dem spanischen Ritterorden "Orden del Hacha" & dem englischen Hosenbandorden (was aber ehr Ehrenauszeichnungen waren, als wirkliche Ritterwürden mit Rechten und Pflichten) keine weiteren Quellen über das Mittelalter bekannt die von Frauen auf dem Schlachtfeld, oder in der Ritterwürde sprechen und selbst wenn, wie Beispielsweise Isabella I. in Spanien, Frauen den Thron als Herrschende im Mittelalter inne hatten, haben sie in der Regel nie die Armeen selbst in die Schlacht geführt, sondern das eng anvertrauten Männern überlassen.

Das (vor allem religöse) Weltbild im Mittelalter ließ es in der Regel (bis auf wenige Ausnahmen) einfach nicht zu, das Frauen diese Positionen einnehmen konnten.

Siehe auch:
Das Rollenbild des Mittelalters ließ es im Allgemeinen nicht zu, dass Frauen Ritter wurden. Es gab allerdings Ausnahmen. So stiftete Graf Raimund von Barcelona 1149/1150 den Ritterorden Orden del Hacha (auch Orden der Damen von der Axt genannt). In dem Orden waren die Frauen welche sich als mutige Verteidigerinnen bei der Belagerung von Tortosa gegen die Mauren gezeigt hatten. Auch konnten in den Anfangsjahren des englischen Hosenbandorden Frauen Mitglied im Orden werden. Im Jahr 1488 waren 64 Frauen Mitglied in dem Orden. Die wohl bekannteste weibliche Person, welche militärisch aktiv war, ist die französische Nationalheldin Jeanne d’Arc. Während des Hundertjährigen Krieges führte sie in einer Schlacht bei Orléans französische Truppen des Dauphins siegreich gegen Engländer und Burgunder. Insgesamt kamen weibliche Ritter jedoch kaum vor. Im Mittelalter wurden Frauen nicht zum Kampf ausgebildet. Die Ritterlichkeit verpflichtete die Ritter vielmehr zum Schutz und zur Verehrung von Frauen, die ihren nachhaltigsten Ausdruck im Minnesang erfuhr.

https://de.wikipedia.org/wiki/Ritter#Frauen_im_Rittertum
 
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tja belegbar...weil die Geschichten die dann schlussendlich bis in die Neuzeit getragen wurden fast nur Männer zur Hauptfigur machen? Bedenke es sind nur Geschichten die irgendeiner aufgeschrieben hat und keinerlei Garantien existieren auser das es mal irgendeiner gesagt hat. ICH glaube ausschließlich das was ich selber sehe/erlebe. Myhten die erzählt werden reflektieren einzig die Meinung derer die sie verfasst haben. Sind also nicht mehr als ein Anhaltspunkt. Wer Geschichte gut kann, kennt in erster linie nur viele Theorien
Etwas zu beweisen ist schwer. Aber es unbewiesen zu glauben ist noch schwerer. Dabei soll es jetzt nicht um irgendein Frauenbildnis gehen, das ist nicht relevant, sondern generell gesprochen
 
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tja belegbar...weil die Geschichten die dann schlussendlich bis in die Neuzeit getragen wurden fast nur Männer zur Hauptfigur machen? Bedenke es sind nur Geschichten die irgendeiner aufgeschrieben hat und keinerlei Garantien existieren auser das es mal irgendeiner gesagt hat.

Sorry, diese Argumentation läuft letztlich auf dasselbe hinaus was man auch bei Truthern (Verschwörungstheoretikern) vorfindet, die argumentieren im Grunde gleich. Die vorhanden Fakten belegen es so, der Truther sagt, ja aber die stimmen nicht weil die Regierung es ja sowieso manipuliert hat (in diesem Fall eben das "männliche Patriachat"), weil es eine Regierungsverschwörung ist.
Da ist es dann letztlich egal wie du argumentierst, das Universalargument "manipulierte Beweise / Verschwörung" kannst du einfach nie entkräften, egal wie viele gute Punkte du anbringen kannst. ;)

Es gibt jedenfalls ausreichend Indizien und historische Belege die nahe legen und die Geschichtsforschung sagt bis dato auch nichts gegenteiliges, das Frauen mit einer Ritterwürde im europäischen Mittelalter eine völlige Ausnahme waren, genauso das Frauen in aller Regel eben keine Armeen angeführt haben.

Wenn du das nicht "glauben" möchtest, bitte, aber auf der aktuellen Informationsbasis ist das eben schlicht keine Position die besonders viel Substanz hat und kaum mehr als eine "Verschwörungstheorie".
 
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Schade hatte das erst auch so verstanden das man jetzt generell Weiblich unterwegs sein kann. ...
Ich dachte an sowas wie eine Mutter Courage und ihre Kinder. So eine Rolle hätte man durchaus ausmalen können. Ich suche immer Spiele, in denen ich friedlich und ohne töten durch die Handlung komme. Aber danke Nightslaver, ich habe es jetzt verstanden.

...Und natürlich hatten Bauern Waffen, oft keine Schwerter, weil die wirklich teuer waren, aber Speere, Keulen, Äxte, Flegel, ect. waren nicht unüblich, da im feudalen System des Mittelalters jeder einberufbare Soldat in der Regel auch für die Bereitstellung seiner eigenen Ausrüstung zuständig war.
Genau, darauf wollte ich hinaus: Dreschflegel, Heugabel, Sense, Speere....
Bauernkriege: Mit diesen Waffen kämpften die Bauern im 16. Jahrhundert gegen ihre Herren | SÜDKURIER Online
 
Ich dachte an sowas wie eine Mutter Courage und ihre Kinder. So eine Rolle hätte man durchaus ausmalen können. Ich suche immer Spiele, in denen ich friedlich und ohne töten durch das Spiel komme. Aber danke Nightslaver, ich habe es jetzt verstanden.


Genau, darauf wollte ich hinaus: Dreschflegel, Heugabel, Sense, Speere....
Bauernkriege: Mit diesen Waffen kämpften die Bauern im 16. Jahrhundert gegen ihre Herren | SÜDKURIER Online

Das waren durchaus probate Waffen, die ihren Ursprung oft in einfachen Handwerkszeugen hatten und auf Grund ihrer Effektivität zu spezialisierten Waffen für den Krieg wurden:

Kriegssense – Wikipedia

Flegel (Waffe) – Wikipedia

Und wie mies und tödlich so eine von einem Bauern geschwungene Heu- / Mistgabel sein kann kannst du ja mal einen gewissen Hexer aus The Witcher fragen, der bei den Progromen in Rivien von einer Mistgabel getötet wurde. :D;)
 
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Schade hatte das erst auch so verstanden das man jetzt generell Weiblich unterwegs sein kann. Na dann warte ich noch bis nächstes-übernächstes Jahr. Für 10- 20€ wäre eine "all in" Edition dann wohl in Ordnung für mich. Es gibt deutlich zu wenig spiele mit Weiblichen Protagonistinnen, für die ich mich Interessiere:D AC; Liberation, Syndicate, Odyssey. GTA 5 nur mit Trainer, Fallout 4....:D
Ich glaube allerdings nicht das es sooo wenig Frauen waren die im Mittelalter auch ritter waren. Wenn man bedenkt das Frauen seit Jahrtausenden auch Führende und Kämpferische Rollen gespielt haben in allen bekannten Dynastien und Königreichen. Deswegen..warum sollte es nicht passen.

Ist das nicht relativ egal? Ich würde das Spiel nicht davon abhängig machen, ob man Frau oder Mann spielen darf.
 
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