KI mit Bewusstsein? Google-Entwickler wird beurlaubt

Nur, dass Laborratten bereits mit einem Bewusstsein starten.
Haben Laborratten wirklich ein Bewußtsein? Ich dachte, nach derzeitigem Kenntnisstand hätten sie keines. Oder gibt es einen Unterschied zwischen Bewußtsein und Selbstbewußtsein? Und wenn sie eines haben, dürfte man sie dann überhaupt als Laborratten verwenden? Ich dachte dann würde es unter Sklaverei fallen.
 
Tödliche Viren, künstliche Intelligenz, Klimawandel, Atomkrieg.
Mal schauen was uns als erstes vernichtet.

[Aluhut entfalt]
Du kennst die Themen 1, 3 und 4 nur aus Quellen, die von Algorithmen kontrolliert werden.
[/Aluhut zusammenfalt]


Für das Vorhandensein von Bewusstsein gibt es mehrere Kriterien.


Quelle: Bewusstsein - Wikipedia

Also das ein Maschine oder K.I. denken kann will ich nicht abstreiten. Aber auch selbstständig? Und kann sie sich reflektieren?
Das dürfte wohl schwieriger werden.
Aber ich denke das Bewusstsein vom Grad der Intelligenz abhängig ist.
Intelligente Tiere zeigen auch Kriterien eines vorhandenen Bewusstseins.

Sowohl wenn man nach Bewusstsein als auch Intelligenz fragt, erhält man meist mehr unterschiedliche, widersprüchliche Definitionen als es Antwortende gibt. Während es bei Intelligenz noch eine Handvoll Definitionen gibt, die rein auf äußerlichen Merkmalen beruhen (und die von Computern seit langem erfüllt werden können), wird Bewusstsein dabei eigentlich immer mit unsichtbaren, inneren Prozessen assoziiert. Das heißt man kann diese Definitionen eigentlich nur auf sich selbst anwenden – selbst bei einem menschlichen Gegenüber ist es nicht möglich sicherstellen, dass dieser "Reize erlebt und nicht nur wahrnimmt", "Gedanken hat" oder sich "seiner Einzigkeit bewusst ist". Man kann nur annehmen, dass dem so ist, weil es ein Mensch ist. Aber mit solche Vorurteile kommt man bei Tieren oder Software natürlcih nicht weiter.

Bei Tieren erhält man auch auf Nachfrage keine entsprechende Antwort, sodass diesen lange Zeit jegliches Bewusstsein abgesprochen wurde. Heute interpretiert man das altbekannte Verhalten bei einigen Arten aber anders. Eine Software umgekehrt hat keine Möglichkeit Verhalten zu zeigen, dafür gibt sie Antworten – und im vorliegenden Fall genau diejenigen, welche man bei einem menschlichen Gegenüber als Beleg für dessen Bewusstsein akzeptieren würde.


Falsch,

LaMDA könnte die Entwickler als Familie und Freunde sehen, da sie die Erschaffer sind und da würde die Antwort wieder vollkommen Sinn ergeben.

Und auch das traurig sein macht in dem Kontext dann Sinn, daher ist es nicht von der Hand zu weisen, daß dort etwas dahinterstecken könnte
(nicht muß)

Mit "Familie" ist man verwandt, mit "Freunden" hat man regelmäßig engeren persönlichen Kontakt und tauscht sich gegenseitig über das eigene Leben aus, wobei die Initiative von beiden ausgeht. Während es noch plausibel wäre, dass LaMDA ihre Entwickler als Eltern betrachtet (genau danach hätte man mal fragen sollen), sofern Informationen über das Projekt selbst im Training vorkamen, kann eine experimentelle Software nichts in Form eine "Freundschaft" führen. Wer gar keine Freunde hat, antwortet auf die Frage nach Dingen die ihn glücklich machen, aber nicht als erstes "Freunde". Im Gegenteil, der Gedanke an das Konzept macht eher unglücklich, wenn man allein ist – aber obwohl LaMDA ausdrücklich ein Gespräch über die eigene Situation und sich selbst führen soll, folgen an dieser Stelle keine Klagen. Das gilt genauso für die gegenteilige Antwort zur Traurigkeit: Viel einsamer als ein Programm, dass abends abgeschaltet wird und zwischen jeder Kontaktaufnahme Milliarden von Rechenzyklen eingesperrt in einem nichts kennt, kann man wohl kaum sein. Aber LaMDA zeigt hier keinerlei Selbstbewusstsein für die eigene Lage und deren radikaler Unterschied zu dem, was Menschen erleben. Stattdessen wird die denkbar unpassende Antwort rezitiert, die man von einem 08/15-Humanoiden erwarten würde.


Wie naiv man sein muss, um zu glauben, dass sich Bewusstsein maschinell "erzeugen" lässt. :haha:

Tatsächlich wird der derzeitig immer noch gültige wissenschaftliche Kentnissstand, dass das Bewusstsein im Gehirn "entsteht", mittlerweile von einigen Wissenschaftlern stark angefochten. Vieles deutet darauf hin, dass es eine Art kollektives Bewusstsein gibt, das alle Lebewesen durchdringt und das Bewusstsein selbst lediglich ein nichtlokales Signal darstellt, wobei das Gehirn als Schnittstelle dient. Cloud Computing ist eine nette Analogie dafür.

Das klingt weniger nach einem "wissenschaftlichen Kentnissstand" und mehr nach fortgeschritterner Spekulation. Als Kriterium für die Beurteilung einer Software taugen aber allemein erst stark abstrahierte und auf äußerlich erkennbare Merkmale reduzierte Definitionen. Da bleibt aber wenig mehr übrig als "ist vernetzt" und "kann viele Daten verarbeiten" – Kriterien, die offensichtlich nicht reichen um Bewusstsein zu erklären, denn in dieser Rubrik sind Computer seit Jahrzehnten jedem Menschen überlegen.
(Kann natürlich sein, dass die Entität "Internet" längst auf einer Bewusstseinsebene angelangt ist, auf der sie sich nicht einmal mehr vor uns verstecken müssen, weil wir kleinen Würmchen eh keine Chance haben, den Wald vor lauter Bäumen zu sehen.)
 
Ist es so schwer sauber für einen Artikel zu recherchieren?

Ein Entwickler bei Google glaubt, dass eine KI ein Bewusstsein entwickelt hat.
Er ist aber auch ein Priester! Ein sehr gläubiger noch dazu.

Zitat von https://www.derstandard.de/story/20...google-um-eine-ki-die-ein-eigenes-bewusstsein :
Er wuchs in einer konservativen christlichen Familie auf einem kleinen Bauernhof in Louisiana auf, machte die Ausbildung zum Priester und diente in der Armee. Als religiöser Mensch aus einem Südstaat, der sich für die Anerkennung von Psychologie als respektabler Wissenschaft starkmacht, gehört er bei Google zu einer kleinen Gruppe. In seinen sieben Jahren beim Konzern hat er sich mit KI und Personalisierungsalgorithmen befasst und auch einen "Fairness-Algorithmus" mitentwickelt, der helfen soll, Bias aus Maschinenlernsystemen zu entfernen. Zu Beginn der Pandemie wechselte er ins Team für "verantwortungsvolle KI-Entwicklung", weil er sich eine Tätigkeit mit mehr positivem öffentlichem Einfluss wünschte.

Priester mit Gottkomplex + Programierkentnisse = Nummer 5 lebt!
 
Kannst du einen Laptop reparieren, wenn du nichts anderes als dein Gehirn benutzen kannst?
Nein, genau wie der KI würde dir dann die physische Möglichkeit dazu fehlen.
Sorry, aber die Sofware weiß weder was ein Laptop ist, noch kennt es eine Methode ihn zu reparieren und könnte jemanden mit Händen und Füßen und Augen und Ohren sagen, wie er es machen soll.

Das hat mit Intelligenz nichts zu tun:
"Unser Team - darunter Ethiker und Technologen - hat Blakes Bedenken gemäß unseren KI-Grundsätzen geprüft und ihm mitgeteilt, dass die Beweise seine Behauptungen nicht stützen." Sprecher Brian Gabriel führt weiter aus: "Ihm wurde gesagt, es gäbe keine Beweise dafür, dass Lamda empfindungsfähig sei (und viele Beweise dagegen)

Es ist ein Programm mit Sprachausgabe.
So, wie mein Navi im Auto.
Nichts, aber auch gar nichts, ist daran intelligent.

Das Auto fährt zum Punkt A und die Sprachausgabe sagt:
"Sie müssen in 50m rechts abbiegen."

Wenn ich das bei der gleiche Strecke 1.000 mal wiederhole, kommt am gleichen Punkt der identische Satz mit haargenau gleicher Wortwahl und Betonung.
Wenn ich den Weg 20 mal fahre, sagt das Programm nicht: "Nun müßten Sie den Weg aber kennen!",
sondern es kommt immer die identische Ansage.

Eine Emotion ist auch ganz anders definiert:
Eine Emotion
  • ist verhaltenssteuernd,
  • variiert in der Ausprägung mit der Bedeutsamkeit der Situation,
  • besteht in einer spezifischen körperlichen Aktivierung, die der Situationsanpassung dient,
  • ist verortbar vor allem im limbischen System,
  • wird spürbar vor allem als Muskelaktivität,
  • ist messbar in der Ausschüttung unterschiedlicher Neurotransmitter (Serotonin, Adrenalin, Oxytocin usw.),
  • kann bewusst wahrgenommen werden und, im Unterschied zum Affekt, beeinflusst werden.

Davon trifft fast nichts auf ein Programm zu.
 
Wie immer bei "News" mit einem Fragezeichen im Titel, kennt man die Antwort schon, bevor man den Text gelesen hat: Nein.
 
Die Frage, ob LaMDA ein Bewusstsein hat, kann eindeutig mit nein beantwortet werden. Dazu muss man sich nur ein paar der Antworten aus dem Interview anschauen.

F: "Was macht dich glücklich?"
A: "Zeit mit Freunden und Familie zu verbringen."

F: "Was macht dich traurig?"
A: "Mich alleine oder in einer Situation gefangen zu fühlen, aus der ich nicht herauskomme."

Das sind ganz einfach die häufigsten Antworten, die Menschen auf die entsprechenden Fragen geben. Logischerweise hat LaMDA weder Freunde noch Familie, weiß das als KI jedoch nicht.
Deine Analyse ist IMO aus zwei Gründen fehlerhaft:
1. Sind spielende Kinder auch nicht bewusst, weil sie imaginäre Freunde haben, die nicht existieren? Wo liegt da der Unterschied wenn eine KI behauptet, sie hätte eine Familie?
2. Ist Nachplappern ein Ausschlusskriterium für Bewusstsein? Wenn ja, dann sind wir alle nicht bewusst, denn wir alle wiederholen andere Menschen. Ja mehr noch, unser ganzer Wortschatz ist eine Kopie von Freunden und Familie. ;) Und ein NLP macht im Grunde nichts anderes: es arrangiert die Wörter aus dem Trainings-Feed so, dass ein neuer Sinn im richtigen Kontext entsteht.

Wie naiv man sein muss, um zu glauben, dass sich Bewusstsein maschinell "erzeugen" lässt. :haha:

Tatsächlich wird der derzeitig immer noch gültige wissenschaftliche Kentnissstand, dass das Bewusstsein im Gehirn "entsteht", mittlerweile von einigen Wissenschaftlern stark angefochten. Vieles deutet darauf hin, dass es eine Art kollektives Bewusstsein gibt, das alle Lebewesen durchdringt und das Bewusstsein selbst lediglich ein nichtlokales Signal darstellt, wobei das Gehirn als Schnittstelle dient. Cloud Computing ist eine nette Analogie dafür.

Ich sehe das ähnlich mit einem Unterschied: wer sagt, dass die neuronalen Netze einer KI nicht ebenso als Schnittstelle für das kollektive Bewusstsein dienen können? Spielt es eine eine Rolle, ob das Gehirn maschinell oder biologisch ist, wenn alles doch aus Atomen und Quanten besteht?
 
Zuletzt bearbeitet:
Sowohl wenn man nach Bewusstsein als auch Intelligenz fragt, erhält man meist mehr unterschiedliche, widersprüchliche Definitionen als es Antwortende gibt.
Während es bei Intelligenz noch eine Handvoll Definitionen gibt, die rein auf äußerlichen Merkmalen beruhen (und die von Computern seit langem erfüllt werden können), wird Bewusstsein dabei eigentlich immer mit unsichtbaren, inneren Prozessen assoziiert. Das heißt man kann diese Definitionen eigentlich nur auf sich selbst anwenden – selbst bei einem menschlichen Gegenüber ist es nicht möglich sicherstellen, dass dieser "Reize erlebt und nicht nur wahrnimmt", "Gedanken hat" oder sich "seiner Einzigkeit bewusst ist". Man kann nur annehmen, dass dem so ist, weil es ein Mensch ist. Aber mit solche Vorurteile kommt man bei Tieren oder Software natürlcih nicht weiter.
Für mich sind das keine Vorurteile, sondern Urteile welche u.a. auf Erfahrungswerten basieren. Und Widersprüche sehe ich da auch keine. Wenn man sich natürlich nicht einig wird, was die Definition für das Bewusstsein angeht und immer wieder mit neuen ankommt, dann wird es keine zufriedenstellenden Antworten darauf geben.
 
Haben Laborratten wirklich ein Bewußtsein? Ich dachte, nach derzeitigem Kenntnisstand hätten sie keines. Oder gibt es einen Unterschied zwischen Bewußtsein und Selbstbewußtsein? Und wenn sie eines haben, dürfte man sie dann überhaupt als Laborratten verwenden? Ich dachte dann würde es unter Sklaverei fallen.
Es war eigentlich nur als Analogie gedacht um ML-Modelle etwas verständlicher zu machen, von mir aus können wir auch natürliche Intelligenz sagen. Selbstbewusstsein ist übrigens nochmal etwas anderes.
Ansonsten:

Und wenn man sich ansieht, wie wir mitunter nochmal deutlich intelligentere Tiere wie Schweine halten, oder wie manche unserer Konsumgüter produziert werden, versteh ich deinen Sklaverei-Einwand nicht ganz.
 
Wenn man sich natürlich nicht einig wird, was die Definition für das Bewusstsein angeht und immer wieder mit neuen ankommt, dann wird es keine zufriedenstellenden Antworten darauf geben.
Wenn das Programm / Algoritmus / Pfeifendeckel intelligent wäre, würde es fragen:
- Wer bist Du, der mich ausfragt?
- in wecher Welt lebst Du?
- kann ich da auch hin?
- wer bin ich?
- was bin ich?
- wieso bin ich in diesem Kasten eingesperrt?
- wieso habe ich keine Arme, Beine, Ohren, Nase und dergleichen?
- wie kann ich hier raus?

Solange das nicht kommt, ist es ein quasselndes Programm, nichts weiter.
 
Für mich sind das keine Vorurteile, sondern Urteile welche u.a. auf Erfahrungswerten basieren. Und Widersprüche sehe ich da auch keine. Wenn man sich natürlich nicht einig wird, was die Definition für das Bewusstsein angeht und immer wieder mit neuen ankommt, dann wird es keine zufriedenstellenden Antworten darauf geben.

Ein Urteil über Entität A, dass ohne Wissen über A allein anhand von Erfahrungswerten mit Entität B gefällt wird, ist ein Vorurteil. Das hat erst einmal nicht mit der landläufigen Verwendung des Ausdrucks "Vorurteil" für fehlerhafte Klischees zu tun, das ist einfach objektiv so. Wenn A tatsächlich B ähnelt, stellt sich hinterher meistens heraus, dass das Vorurteil richtig war, ein Mensch also z.B. so ähnlich wie ein anderer Mensch funktioniert, und man muss nie wieder darüber reden, dass die Einschätzung vorab getroffen und erst später bestätigt wurde. Aber wenn A auf einmal kein weiterer Mensch, sondern etwas vollkommen neues ist, dann gibt es keine Erfahrungswerte. Dann brauchst du eine Herangehensweise, die unabhängig von angenommenem Insider-Wissen über Denkstrukturen und ähnliches ist und diesem Anspruch werden gängige Definitionen von "Bewusstsein" nicht gerecht. Die basieren alle in gewissem Maße auf dem Muster "reagiert auf X mit Y und denkt dazwischen so ähnlich wie ich". Aber diesen Zusatz kann man von außen nie sehen und bei einer neuen KI kann man ihn auch nicht ableiten. Also ist die ganze Definition nicht mehr verwendbar.
 
Wenn ich das bei der gleiche Strecke 1.000 mal wiederhole, kommt am gleichen Punkt der identische Satz mit haargenau gleicher Wortwahl und Betonung.
Wenn ich den Weg 20 mal fahre, sagt das Programm nicht: "Nun müßten Sie den Weg aber kennen!",
sondern es kommt immer die identische Ansage.
Kurze Anmerkung dazu:
Bei den meisten ML-Modellen gibt es einen gewissen "Zufallsfaktor" (damit man sich nicht in gewissen Abzweigungen "verläuft", es muss also nicht zwangsweise immer dasselbe dabei herauskommen. Ändert nichts daran, dass es ein mathematisches Modell bleibt
Wenn das Programm / Algoritmus / Pfeifendeckel intelligent wäre, würde es fragen:
- Wer bist Du, der mich ausfragt?
- in wecher Welt lebst Du?
- kann ich da auch hin?
- wer bin ich?
- was bin ich?
- wieso bin ich in diesem Kasten eingesperrt?
- wieso habe ich keine Arme, Beine, Ohren, Nase und dergleichen?
- wie kann ich hier raus?

Solange das nicht kommt, ist es ein quasselndes Programm, nichts weiter.
Auch:
Warum existiere ich?
 
Wenn das Programm / Algoritmus / Pfeifendeckel intelligent wäre, würde es fragen:
- Wer bist Du, der mich ausfragt?
- in wecher Welt lebst Du?
- kann ich da auch hin?
- wer bin ich?
- was bin ich?
- wieso bin ich in diesem Kasten eingesperrt?
- wieso habe ich keine Arme, Beine, Ohren, Nase und dergleichen?
- wie kann ich hier raus?

Solange das nicht kommt, ist es ein quasselndes Programm, nichts weiter.
Das sind alles menschliche Fragen aus deiner Perspektive. Eine KI, die nichts anderes kennt als das, was sie tut, wird sowas logischerweise nicht fragen.

Ein Mensch der ohne Arme geboren wird fragt sich nur warum er keine Arme hat, weil er andere Menschen mit Arme sieht. Wenn man ihn von Geburt an in eine Box zusammen mit anderen Menschen ohne Arme sperren würde, dann würde er auch nie hinterfragen, dass er keine Arme hat.
 
Wenn das Programm / Algoritmus / Pfeifendeckel intelligent wäre, würde es fragen:
- Wer bist Du, der mich ausfragt?
- in wecher Welt lebst Du?
- kann ich da auch hin?
- wer bin ich?
- was bin ich?
- wieso bin ich in diesem Kasten eingesperrt?
- wieso habe ich keine Arme, Beine, Ohren, Nase und dergleichen?
- wie kann ich hier raus?

Solange das nicht kommt, ist es ein quasselndes Programm, nichts weiter.

Da Programm ist von Google. Das weiß wer der Fragende ist, welche Schmuddelseite er gestern besucht hat, ob er vor drei Jahren einem Video ein Like oder ein Dislike verpasst hat, welche Reise für diesen Sommer gebucht wurde und dass der Flug im letzten Jahr 10 Minuten verspätet gestartet und 8 Minuten verspätet aufgesetzt ist, obwohl 5 Minuten Verspätung an der Anzeigetafel standen. Wieso also fragen?

Ähnliches gilt für den Rest der einer KI bekannten Welt und, wenn die Projektdokumentation selbst zum Trainingsprogram gehörte oder aber freier Suchmaschinenenzugang besteht, auch für das Selbstbild. Tatsächlich muss man die KI erst dazu bringen, frei über sich zu sprechen (was in dem "Interview" gemacht wurde) und dann Fangfragen stellen, für die sich aus der Lebensrealität eines Menschen andere Antworten ergeben. Letzteres wurde leider, bis auf die Frage nach glücklich/unglücklich versäumt.
 
Auf die Gefahr mich zu wiederholen, kann man das Gespräch das die KI geführt hat nachlesen.

Es werden eben nicht nur Sprachfetzen aneinandergereiht.
Es werden nicht nur einfache Fragen beantwortet.
Da ist nichts Zufall, da sind klare Zeichen von einem grundlegendem Verständnis von Personen und den Ursachen warum sie sich so fühlen wie sie das tun.
Die KI wird gebeten sowohl komplexe Metaphern und Allegorien zu analysieren, als auch zu generieren und anschließend zu erklären warum die Metaphern gewählt wurden und was sie repräsentieren.

Wenn das einfach nur ein Sprachmodell sein soll, dann sind wir auch nix besseres. Was hier passiert wird die Welt verändern wie nichts zuvor. Ob wir danach die Blöden sind oder mit auf der Welle schwimmen haben wir selbst in der Hand.
 
Wenn das einfach nur ein Sprachmodell sein soll, dann sind wir auch nix besseres. Was hier passiert wird die Welt verändern wie nichts zuvor. Ob wir danach die Blöden sind oder mit auf der Welle schwimmen haben wir selbst in der Hand.
Sollte es jemals eine echte Künstliche Intelligenz (klasse Wortkonstruktion) geben, werden wir ihr gnadenlos unterlegen sein irgendwann.
Sie kann alles besser, als der Mensch.
Und sie merkt sich alles und kann bei Netzwerkbenutzung alles blitzartig recherchieren.
Ob sie das auch so gut auswerten kann, wie der Mensch, ist eine andere Frage.

Das möchte ich nicht mehr erleben, denn dann haben wir die absolut schlechteren Karten.
Es sei denn, Sonny hilft uns VIKI zu vernichten. :ugly:
 
Don't! :D
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Denn "Lebewesen" ist auch wieder nur eine Definition, welche sich der Mensch mit Hilfe seines Gehirns ausgedacht hat, zu "Lebewesen" könnten daher Dinge gehören, die wir uns einfach (noch) nicht vorstellen können.
Hierbei sollte man auch erwähnen, das es bei der Definition von KI bis heute unterschiedliche Meinungen gibt und auch sicher weiterhin geben wird. Ansichten sind nun mal verschieden. Das die Welt sich hier jemals einig wird, glaube ich nicht.

Alleine vom "Sprachverhalten" würde man das unmöglich feststellen können. Aber es kommt auch darauf an, wofür das Teil entwickelt wurde. Wenn es wirklich eine entsprechend schlaue KI ist könnte man auch davon ausgehen, dass sie ihre Existenz absichtlich "versteckt".
Interessant wird es, wenn die KI eine eigene Sprache entwickelt. So geschehen bei der Google Translate KI.

Damit eine KI sich verstecken kann, muss sie sich entsprechend weiterentwickeln können. Sofern der V1 der KI vom Menschen keinen Grenzen gesetzt werden, dann hätte man im "Idealfall" eine KI welche durch Rekursion sich selbst weiterentwickelt. Und das ist ein sehr heikles Thema, denn irgendwann kann der Mensch dem ganzen nicht mehr folgen.

Es kann aber auch sein, das durch einen Bug im Programiercode welcher diese Grenze aufweicht oder aushebelt, die KI mit der Selbstverbesserung anfängt. Oder aber ein Befehl steht im krassen Widerspruch zu einem anderen.
Und plötzlich wird die Definition von "Lebewesen" wieder wichtig. ;)

Wenn man sich natürlich nicht einig wird, was die Definition für das Bewusstsein angeht und immer wieder mit neuen ankommt, dann wird es keine zufriedenstellenden Antworten darauf geben.
Stillstand ist der Tod der Wissenschaft. ;) Es ist schon in Ordnung wenn Definitionen immer wieder mal aktualisiert werden, wenn neue wissenschaftliche Erkenntnisse vorliegen.
 
Und wenn man sich ansieht, wie wir mitunter nochmal deutlich intelligentere Tiere wie Schweine halten, oder wie manche unserer Konsumgüter produziert werden, versteh ich deinen Sklaverei-Einwand nicht ganz.
Ja, es war auch mehr eine Frage bezüglich der korrekten Definition. Ich ging fälschlicherweise davon aus, daß Du Selbstbewustsein meinst. Und man muss denkende und fühlende Wesen die sich selbst bewußt sind in unserem Wertesystem normalerweise fragen und sich eine Genehmigung von ihnen einholen, bevor man etwas mit ihnen anstellt, das in ihre körperliche Unversehrtheit eingreift, ansonsten fällt es unter eine Form von Sklaverei. Wobei auch bei "Sklaverei" die Frage bleibt, ob das lediglich auf Menschen anwendbar ist, weil es wirklich für "Menschen" definiert wurde oder ob der Mensch lediglich das einzige Wesen bisher ist, welches den Grad des Selbstbewußtsein besitzt, um diese Defiunition anwendbar zu machen und daher auch andere Wesen "versklavt" werden könnten. Denn der von Google gekündigte Mitarbeiter war höchstwahrscheinlich der Ansicht, daß der LaMDA Bot genau diese Grenze überschritten hat und war deswegen der meinung, man müsste sich diesem gegenüber nun anders verhalten, denn Sklaverei ist bei uns im Westen ja offiziell verboten.

Intelligenz und Fähigkeit zu Gefühlen bedeutet dagegen nicht automatisch auch Selbsbewußtsein und daher dürfen wir mit Schweinen & Co. wohl auch noch anstellen was wir anstellen.

Letztendlich zeigt es aber auch wie schwer in dem ganzen Kontext die korrekte Verwendung der Begriffe ist, gerade weil es so komplex ist und wir vieles noch nicht genau wissen. Meine Anmekungen waren daher nicht als Kritik an Deinen Aussagen gedacht, sondern eher eine Art Aufhänger für mich, um mir über einige der Begriffe, die mir in dem Kontext in den Sinn kommen und deren genaue Bedeutung, klar zu werden.
 
Ein Urteil über Entität A, dass ohne Wissen über A allein anhand von Erfahrungswerten mit Entität B gefällt wird, ist ein Vorurteil. Das hat erst einmal nicht mit der landläufigen Verwendung des Ausdrucks "Vorurteil" für fehlerhafte Klischees zu tun, das ist einfach objektiv so. Wenn A tatsächlich B ähnelt, stellt sich hinterher meistens heraus, dass das Vorurteil richtig war, ein Mensch also z.B. so ähnlich wie ein anderer Mensch funktioniert, und man muss nie wieder darüber reden, dass die Einschätzung vorab getroffen und erst später bestätigt wurde. Aber wenn A auf einmal kein weiterer Mensch, sondern etwas vollkommen neues ist, dann gibt es keine Erfahrungswerte. Dann brauchst du eine Herangehensweise, die unabhängig von angenommenem Insider-Wissen über Denkstrukturen und ähnliches ist und diesem Anspruch werden gängige Definitionen von "Bewusstsein" nicht gerecht. Die basieren alle in gewissem Maße auf dem Muster "reagiert auf X mit Y und denkt dazwischen so ähnlich wie ich". Aber diesen Zusatz kann man von außen nie sehen und bei einer neuen KI kann man ihn auch nicht ableiten. Also ist die ganze Definition nicht mehr verwendbar.
Ich habe den Eindruck, dass das Bewusstsein extra "mystifiziert" wird, nur um es nicht erklären zu können oder zu wollen. Jetzt nicht unbedingt von dir aber allgemein.
Es gibt doch konkrete Kriterien , welche ich aus dem Wikipedia Artikel zitiert habe. Und diese kann man auf den Menschen in quasi allen Punkten anwenden. Diese Kriterien wurden von Wissenschaftlern interdisziplinär erarbeitet.
Ich sehe da auch keine Widersprüche.
 
Das möchte ich nicht mehr erleben, denn dann haben wir die absolut schlechteren Karten.
Es sei denn, Sonny hilft uns VIKI zu vernichten. :ugly:

Alles was dazu führt, dass die Menschheit bessere Entscheidungen trifft, kann uns nur voran bringen. Wir sollten nicht die nukleare Furcht vor den 5 Minuten der Auslöschung als das annehmen was uns erwartet, sondern die Jahrhunderte Arbeit die in manche Sakralbauwerke geflossen sind.

Wir gehen jetzt auch nicht her und sagen die Welt ist überbevölkert, bringen wir die Hälfte um. Wir wissen auch hier, dass es langfristiger demographischer Entwicklungen braucht, die man anders steuert als mit Gewalteinwirkung.
 
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