News KI-Boom: Microsoft macht 279 Millionen Dollar Gewinn pro Tag

PCGH_Sven

PCGH-Autor
Microsoft profitiert vom KI-Boom und präsentiert starke Quartalszahlen. Über das gesamte Geschäftsjahr 2025 steigt der Gewinn des Unternehmens aus Redmond auf über 100 Milliarden US-Dollar, obwohl sich die Xbox Series X|S schlecht verkauft.

Was sagt die PCGH-X-Community zu KI-Boom: Microsoft macht 279 Millionen Dollar Gewinn pro Tag

Bitte beachten: Thema dieses Kommentar-Threads ist der Inhalt der Meldung. Kritik und allgemeine Fragen zu Online-Artikeln von PC Games Hardware werden hier gemäß der Forenregeln ohne Nachfrage entfernt, sie sind im Feedback-Thread besser aufgehoben.
 
Operating margin von fast 50% -> "Erstmal Leute entlassen, es is im Moment einfach wirtschaftlich schwierig."

Kann man sich nicht mehr ausdenken.

Zu glauben, dass Arbeitsplätze in einem extrem erfolgreichen Unternehmen besonders sicher sind, ist ein weit verbreiteter Trugschluß.

Das Gegenteil ist der Fall. Wenn man ein Unternehmen hat, das aus zwei gleich großen Teilen besteht und einer erwirtschaftet 50% und der andere 5% Umsatzrendite, dann erwqirtschaftet das Gesamtunternehmen 27,5%, was extrem gut ist. Verkauft oder schließt man den unprofitableren Teil, dann steht der Rest deutlich besser da. Aus 27,5% Umsatzrendite, werden 50%, was absolut legendär ist. Zwar hat man weniger Gewinn und noch viel weniger Umsatz, aber wenn das verbliebene Unternehmen auch nur ein kleines bisschen wächst, in dem Fall um 10%, ist das ganze schon kompensiert. An der Börse wird so ein Unternehmen dann wesentlich höher bewertet.

Siemens ist so ein Beispiel. Die machen immer extrem Gewinn (wenn ich mich recht entsinne, dann stammt der letzte Verlust aus den 80ern), schmeißen aber massenhaft Sparten raus oder machen sie dicht. Wer nicht schritthalten kann, der muß gehen. Bei Nvidia wäre es die Gamingsparte und wohl vorallem GeForce Now, aber da hält der Boss seine schützende Hand drüber. Umgekehrt könnte es sich Intel wohl leisten, seine Fertigung abzuwickeln, wenn sie das Thema KI erfolgreich angegangen wären. Sie wären dann nicht mehr an den unprofitablen Teil gebunden. Sie sind aber nicht erfolgreich, also müssen sie den Karren aus dem Dreck ziehen und hoffen, dass das wieder etwas wird.

Das ganze folgt der Logik des Marktes, wonach ein Unternehmen kein "Underperformer" durchfüttern soll. Die sogenannten Heuschrecken sind darauf spezialisiert.
 
Das ganze folgt der Logik des Marktes, wonach ein Unternehmen kein "Underperformer" durchfüttern soll. Die sogenannten Heuschrecken sind darauf spezialisiert.
Und glücklicherweise ist das noch nie böse nach hinten losgegangen. Ist Diversifizierung nicht auch so ein Begriff aus der Marktwirtschaft?
 
Tja, das ist natürlich scheiße.. dann werden die garantiert weiter machen mit ihrer dreckshaltung bei windows.
Tja, das ist natürlich scheiße.. dann werden die garantiert weiter machen mit ihrer dreckshaltung
Und glücklicherweise ist das noch nie böse nach hinten losgegangen. Ist Diversifizierung nicht auch so ein Begriff aus der Marktwirtschaft?
Ja, ist er.
 
Wir leben bereits in einem wachsenden KI-Zeitalter, wobei der Fokus auf Gewinn und Reichtum liegt.
Ob das in Zukunft auch mal nach hinten losgehen wird, dies kann man aus heutiger Sicht schon mal richtungsweisend sehen.
 
Wir leben bereits in einem wachsenden KI-Zeitalter, wobei der Fokus auf Gewinn und Reichtum liegt.
Sollte gar nicht überraschend sein, dass ein KI Unternehmen Mitarbeiter ersetzt
Wobei ja die Frage ist, wie viel davon wirklich AI ist und wieviel einfach der Versuch ist, wie viel Personal man einsparen, wie weit man die Lock-In-Mechanismen vorantreiben und wie weit man die Preise hochtreiben kann, bis sich bei der Massenträgheit der Kundschaft was tut.
 
Lustig anzusehen, dass wir so ein System unterstützen. Ich bin der Meinung die richtig Profitablen Bereiche müssen die weniger Profitablen ausgleichen.

Was wollen Unternehmen verdienen wenn niemand mehr Arbeitet?

Warum tun immer alle so als wären wir dem Hilflos ausgeliefert? Wer hat es den etabliert?

Es gibt Zuwenig Ethik, Moral und Verantwortung in Wirtschaftsbereich.

Der Schröder war einer der die Heuschrecken angelockt hat.

Wir sind längst im Mittelalter es wird mehr Vererbt als geleistet.

Die Reichen lassen sich nicht köpfen, die investieren schön in Rechte Parteien.
Man sieht wie die AFD am Meisten an ihre Wirtschaftsfreunde verteilen würde.
 
Zu glauben, dass Arbeitsplätze in einem extrem erfolgreichen Unternehmen besonders sicher sind, ist ein weit verbreiteter Trugschluß.

Das Gegenteil ist der Fall. Wenn man ein Unternehmen hat, das aus zwei gleich großen Teilen besteht und einer erwirtschaftet 50% und der andere 5% Umsatzrendite, dann erwqirtschaftet das Gesamtunternehmen 27,5%, was extrem gut ist. Verkauft oder schließt man den unprofitableren Teil, dann steht der Rest deutlich besser da. Aus 27,5% Umsatzrendite, werden 50%, was absolut legendär ist. Zwar hat man weniger Gewinn und noch viel weniger Umsatz, aber wenn das verbliebene Unternehmen auch nur ein kleines bisschen wächst, in dem Fall um 10%, ist das ganze schon kompensiert. An der Börse wird so ein Unternehmen dann wesentlich höher bewertet.

Siemens ist so ein Beispiel. Die machen immer extrem Gewinn (wenn ich mich recht entsinne, dann stammt der letzte Verlust aus den 80ern), schmeißen aber massenhaft Sparten raus oder machen sie dicht. Wer nicht schritthalten kann, der muß gehen. Bei Nvidia wäre es die Gamingsparte und wohl vorallem GeForce Now, aber da hält der Boss seine schützende Hand drüber. Umgekehrt könnte es sich Intel wohl leisten, seine Fertigung abzuwickeln, wenn sie das Thema KI erfolgreich angegangen wären. Sie wären dann nicht mehr an den unprofitablen Teil gebunden. Sie sind aber nicht erfolgreich, also müssen sie den Karren aus dem Dreck ziehen und hoffen, dass das wieder etwas wird.

Das ganze folgt der Logik des Marktes, wonach ein Unternehmen kein "Underperformer" durchfüttern soll. Die sogenannten Heuschrecken sind darauf spezialisiert.
Da hast du im Grunde recht, aber es gibt einen Punkt dabei.

Warum sollte man die Geschäftsteile schließen bzw. Leute entlassen solange sie profitabel sind und ggf. sogar noch wachsen. Das Einzige was dann Sinn machen würde wäre den Geschäftsbereich abzustoßen, und mit dem Geld in den profitableren bzw. wachstumsstärkeren Teil zu investieren, aber daran festzuhalten und dann noch Leute rauswerfen macht wenig Sinn. Wundert mich sowieso, dass Microsoft die gesamte Gaming Sparte noch nicht abgestoßen hat und da im Gegenteil noch massig dazukauft (siehe Blizzard), gerade im Bezug auf die sehr schlechten Xbox Zahlen.

Wird bei Nvidia, wenn es so extrem mit AI Wachstum weitergeht, auch passieren. Dann wird GeForce die Resterampe für teildefekte Chips und ausgegliedert.
 
Das Einzige was dann Sinn machen würde wäre den Geschäftsbereich abzustoßen, und mit dem Geld in den profitableren bzw. wachstumsstärkeren Teil zu investieren, aber daran festzuhalten und dann noch Leute rauswerfen macht wenig Sinn.

Das ist auch eine Möglichkeit, dafür braucht man dann allerdings einen Käufer oder Börsengang und das ist aufwändig und dauert. Eine Sparte kann man hingegen mit einem Federstrich dicht machen und die Aktionäre jubeln.

Ich schaue mir bei sowas immer gerne an, wie die Sparte so abgeschnitten hat und wie es den Aktienkurs beeinflußt. Sehr offen machen die sogar Gewinn oder sind zu retten. Wenn man sich allerdings die Auswirkungen auf den Aktienkurs ansieht, dann übersteigt der kurzfristige Gewinn den langfristigen deutlich. Deshalb wird es so gerne gemacht.

Wundert mich sowieso, dass Microsoft die gesamte Gaming Sparte noch nicht abgestoßen hat und da im Gegenteil noch massig dazukauft (siehe Blizzard), gerade im Bezug auf die sehr schlechten Xbox Zahlen.

Ich vermute mal, dass es für den Vorstand von MS wesentlich einfacher war "verpisst euch" zu sagen, als sich um die Probleme der Gamingsparte zu kümmern.

Das ist auch ein Problem von großen Konzernen oder Strukturen generell: die Führung ist einfach zu weit weg.

Wenn der oberste Boss für die Abteilung direkt zuständig ist, dann ist er direkt im Bilde. Wenn da hingegen noch ein halbes dutzend Hierarchiestufen zwischengeschaltet sind, dann ist man irgendwann nur noch ein kleines Rädchen, von dem der Gesamtkonzern wenig weiß. Es muß nicht unbedingt gut sein, Teil eines großen Konzerns zu sein, Siemens ist dafür das beste Beispiel.

Ach ja: es gibt auch noch die Möglichkeit, Fachwissen gezielt zu vernichten. Nvidia hat damals 3dfx aufgekauft, nur um den Laden dann dicht zu machen. Fraglich, ob das hier der Fall gewesen sein könnte, ich vermute aber eher nicht. Tatsache ist jedoch: aus den Spielen wird garantiert kein PS6 Exklusivtitel.
 
Zurück