News Jüngster Starship-Testflug: Landung knapp daneben, Meilenstein erreicht

PCGH-Redaktion

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In einem Interview nach dem jüngsten Testflug der Starship-Rakete bezeichnete Elon Musk das Ergebnis als Erfolg. Die Landung des Boosters und der oberen Stufe sei ein Meilenstein, auch wenn letztere ihren Zielpunkt verfehlt hat.

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Gratuliere, das war ein wirklich erfolgreicher Test. Start geglückt, Hot Staging (Trennung der ersten Stufe während die zweite bereits gezündet wird) ebenfalls, Flug in 223km Höhe problemlos (ok, das ist eigentlich auch das geringste Problem, sobald man bereits da oben ist), dann der kritische Wiedereintritt, bei dem sich Hitzeschild-Teile gelöst haben und das heiße Plasma sich sogar noch teilweise durch einen der Steuerflügel gebrannt hat und diesen teilweise abgeschmolzen, regelrecht durchgeschmolzen... aber anders als beim letzten mal, dem dritten Test, war der Wiedereintritt dieses Mal extrem stabil, und sogar das Abbremsen über der Wasseroberfläche und anschließende (simulierte) Landen (man wollte damit ja simulieren, ob die obere Stufe nach dem Wiedereintritt vosichtig über dem Boden schweben kann um dann schließlich von den zangenartigen Greifarmen des Turms am Launchpad wieder aufgefangen zu werden). War jetzt zwar meilenweit daneben, aber das kriegen die bestimmt auch noch in den Griff (versteht ihr? "in den Griff", hihi). Vielleicht hat es ja mit dem abgebrannten Steuerflügel zu tun? Oder auch was völlig anderes, keine Ahnung. Auf jeden Fall sehr, sehr beeindruckend. Das sind alles wertvolle Daten, mit denen man jetzt arbeiten kann.

Aber von all dem mal abgesehen, dieser Musk ist schon ein schräger Vogel. Aber auch immer wieder für einen Lacher gut. Kinder auf dem Mars, soso. ;D
 
Ich verstehe nicht warum diesem Scharlatan und Lügner Musk wieder und wieder so eine große Bühne gegeben wird.

"Das gilt laut ihm insbesondere für den Wiedereintritt der oberen Stufe, die damit demonstriert hat, dass sie die hohe Hitzeentwicklung beim Wiedereintritt übersteht."
Äh ja genau... Überstehen würde ich das nicht nennen, wenn das Hitzeschild versagt hat.
 
Mit Raketen ins All ist einfach Geld- Ressourcen- und Zeitverschwendung.
Das ist wie mit einem Kinderfahrrad mit Stützen auf einer Autobahn zu fahren.
 
Ca. 6000 Meter neben dem Landeplatz ist für Musk knapp daneben .:lol:

Ach und zu den Erfolgen dieser ach so weit entwickelten Musk Rakete samt Raumschiff .

Vor gut 55 Jahren ist die NASA mit Uralttechnik und Astronauten auf dem Mond gelandet und danach sogar mit nem Auto drauf rumgefahren .:daumen:

So betrachtet ist das was Musk gerade als fortschritliche Technologie verkaufen will nur ein lächerlicher Witz .:ugly:
 
Schon geil der Flug, aber es ist schon ein sehr komplexes System und ob das die nötige Dicherheit erreicht? Mal sehen.
 
Und heute lässt die NASA ihren Kram von Space X zur ISS hochfliegen. Sooo schlecht scheint Musks Geschäftsmodell nicht zu sein.



Ja würde ich auch so machen , den jetzt liegt das Risiko auf Musks Seite .

Ich habe in meinem Ursprünglichem Beitrag noch vergessen darauf hinzuweisen das die NASA vor gut 55 Jahren ja bei Null angefangen hat .

So betrachtet ist Musks Raumfahrtprogramm das auf so gut wie allem Basiert ,was die Nasa vor weit über 50 Jahren entwickelt hat bestenfalls Möchtegern-Raumfahrt .

Und das Musk 55 Jahre später nach etlichen Fehlversuchen es gerade mal so in die Erdumlaufbahn schafft wird von der heutigen Gen beklatscht !?

Bravo das ist Fortschritt
:lol::lol:
 
Dann mach es doch besser. Wenn Wiederverwendbare Raketen die die Kosten massiv reduzieren und so easy sind, warum hat das vorher niemand gemacht?
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Kostenherausforderung bei der Raumfahrt ist immer die erste Stufe, die sehr starke und teuere Triebwerke benötigt, und sehr viel Treibstoff benötigt um anderen Treibstoff und ein wenig Nutzlast ins All zu befördern.

Es liegt also Nahe (so wie die USA es mit dem SpaceShuttel erprobt hatten), so viel wie möglich der ersten Stufe wiederzuverwerten.
Daher die Haupttriebwerke beim SpaceShuttle am Schiff und Booster wie Haupttank so weit wie möglich bergbar.

Die Entwicklung einer ersten Stufe, die mehr oder weniger komplett wiederverwertbar ist und obendrein und im Gegensatz zum Shuttle eben nicht die sehr schwerren Haupttriebwerke bis mit in den Orbit schleppt, ist also eine Folgerichtige.

Im Widerspruch zu @plusminus bin ich insofern, als dass es bis vor wenigen Jahren gar nicht die komplexen Rechenleistungen und Kapazitäten gab, um so ein Teil sicher (und senkrecht) wieder zu landen.
Die Alternative wäre eine Fallschirmbergung.
Wenn man aber weiss, dass von den SpaceShuttleBoostern mit Fallschirmbergung im Meer letzlich weniger als 20% wiederverwendet werden konnte, dann ist da durchaus von einer eheblichen technologischen Weiterentwicklung zu sprechen.

Die NASA war gar nicht in der Lage, bis ca. 2000 ein solches System zu entwickeln - es gab gar nicht die Rechenleistung noch die dafür geeigneten Materialien noch die hierfür entwickelten Triebwerke (Raptor).

Und dies ist genau mit ein Grund, warum die NASA/die USA sowohl Space x wie auch Boing einen Parallelauftrag für einen Zubringer zur ISS erteilte.

Konzeptionell hat die NASA eh schon entschieden, dass das Boing-Syetm künftig mithelfen wird, im Mondorbit eine Station aufzubauen.
Die Starship wird weder bei einer Mond- wie Marslandung eine Rolle spielen - sie ist zu wenig modular aufgebaut und das ist in der Fachwelt längst bekannt.
Space x wird mit der Starship viel Geld damit verdienen, Wohlbetuchte ins All zu befördern.
Die Erkenntnisse, 100% wiederverwertbare Erststufe, Triebwerkstechnologie usw. wird in die künftigen Projekte anderweitig einfließen.
 
Es ist nicht nur eine Frage der Rechenleistung. Das Space-X-Konzept ist/war auch extrem spekulativ hinsichtlich der Gesamtdimensionierung und es gibt ja nicht ohnehin Stimmen, die den Erfolg primär auf eine versteckte Subventionierung durch deutlich verteuerte Starts für die US-Regierung gegenüber kommerziellen Kunden zurückführen.

Deine logische Überlegung lässt nämlich vier Parameter außen vor:
- Da die erste Stufe als einzige von keiner anderen getragen werden muss, kann sie sich viel mehr Übergewicht erlauben. Das ermöglicht den Einsatz viel simplerer Technik, die Belastungen schlicht durch Überdimensionierung und Verschleiß ab kann. Zum Beispiel Feststoffbooster.
- Wenn man mit vielen Stufen arbeitet, macht die erste einen relativ kleinen Anteil am Gesamtssytem aus und ihre Wiederverwertung bringt entsprechend wenig (kostet aber in der Entwicklung trotzdem viel). Wenn man mit wenigen Stufen arbeitet, ist die erste Stufe bei Brennschluss schon sehr schnell, sehr hoch und sehr weit weg. Man muss sie also nicht nur landen, man muss sie überhaupt erst eimal kontrolliert in Richtung Oberfläche bringen und dann muss man noch Bergungssysteme downrange unterhalten. Ersteres bringt Gewicht und beides ordentlich Kosten, selbst wenn die Landung easy wäre.
- Alle Teile einer ersten Stufe sind sowohl im Betrieb hohen Belastungen ausgesetzt als auch, in gänzlich anderer Weise, bei einer Wasserung. Sie letztere zusätzlich und erstere mehrfach aushalten zu lassen bedeuet wieder mehr deutlich mehr Gewicht und Entwicklungskosten.
- Eine Rakete, die man wiederverwendet, hat bei jeder Verwendung die gleichen Eigenschaften und kann nicht an verschiedene Ansprüche angepasst werden.

Insbesondere letzteren Aspekt kann man historisch kaum überbewerten. Ein erheblicher Kostenfaktor beim Space Shuttle war die absolut überdimensionierte Auslegung vieler Aspekte für die Kombination aus bemannter Forschung sowie militärische Missionen, die nicht einmal kamen. Dadurch wäre das Shuttle selbst mit weniger Wartungsaufwand viel zu teuer für praktisch alles gewesen. Ich glaube abseits der Hubble-Wartung gab es keine einzige Mission, die man nicht mit herkömmlicher Technik hätte billiger lösen können. Da wurde das Shuttle immer nur genommen, weil es halt schon da stand, während die Entwicklung von allem anderen eingestellt worden war. Aber konzeptionell haben sich selbst die Sowjets besser angestellt, als sie Buran nur als simple Nutzlast konzipiert haben. So konnte man die teure Lebenserhaltung & Co für bemannte Missionen wiederverwenden und hatte auch einen Rückhol-Frachtraum, während Energija selbst frei konfigurier- und anpassbarblieb. Netto verlor man nur die Wiederverwendbarkeit der Triebwerke, aber wenn Wiki richtig liegt kam das Space Shuttle auch nur auf 10 Starts je Triebwerk und der Wartungsaufwand zwischen jedem einzelnen davon soll ein halber Neubau gewesen sein, owohl die Dinger die Dinger mit maximaler Vorsicht wieder runtergeholt wurden. Gut, der Buran-Aufwand war dann eines kleinen Staatszusammenbruchs noch nutzloser, aber jedesmal ein Haus für 8 Personen (bis heute wird es so großes von niemandem auch nur geplant!) ins All zu schießen, wenn man teilweise nur einen Satelliten aussetzen möchte, war ein absolut bescheuertes Konzept.

Dieses Problem hat auch Space X eigentlich nicht gelöst. Stattdessen haben die 40-50 Jahre (gegenüber Entwicklungsbeginn) auf einen komplett anderen Markt gewartet: Heute wird nicht ab und zu mal ein Satellit und dann wieder eine komplett andere Forschungsmission geflogen. Heute gibt es so viel Nutzlastbedarf pro Jahr und so viele Möglichkeiten, (multiple) Satelliten nach Brennschluss der eigentlichen Rakete zu verteilen, dass man auch relativ große Einheitsmodelle ausgelastet bekommt. Und durch die insgesamt deutlich gestiegene Zahl von Starts ist umgekehrt der Anteil an Entwicklungskosten, die auf eine einzelne Mission umgelegt werden muss, massiv gesunken. Das verschiebt das Kosten-Nutzenverhältnis aufwendig zu entwickelnder Konzepte mit geringen Stückkosten pro Start natürlich gegenüber konstruktiv simplen, bei jedem Bau etwas teureren Einwegmodellen.

Einer der wichtigsten Kunden von Space X ist an dieser Stelle aber weiterhin Space X selbst mit Starlink, die afaik noch immer weit davon entfernt sind, Gewinn zu machen. Es sieht zwar mittlerweile ganz gut aus, aber letztlich besteht das Geheimnis von Space X eher aus anhaltender statt kritisierter staatlicher Unterstützung bei recht überschaubaren staatlichen Forderungen, dem Verkauf von Riskokapital-Verbrennung als "Erfolg", obwohl der noch gar nicht abschließend beurteilt werden kann, und Fortschritten der Elektronikindustrie. Die hauseigenen Ingenieure haben zwar geschafft, was viele andere nichtmal versuchen durften, aber rein technisch dürfte die Verkleinerung von Kommunikationssatelliten und die Verbreitung von Smartphones/InternetÜberall der wichtigere Technik-Faktor gewesen sein. Ich erinnere in diesem Zusammenhang daran, dass selbst für Musk der ganze "selbst wentwickeln" und "wiederverwenden" Kram nur ein Plan B ist, den er afaik auch nicht selbst skizziert hat, sondern der von eingeworbenen Ingenieuren stammt (vielleicht sogar aus einem der vielen Shuttle-Nachfolge-Projekte?). Plan A waren, billige/nachgefertigte ex-ICBMs aus Russland zu nehmen (vergl. Rockot), als so ziemlich die primitivsten und ineffizientesten Booster, die man sich denken kann. (Nicht weil die ICBM-Entwickler nichts könnten, sondern weil deren Kunden maximale Einsatzbereitschaft und Lagerbarkeit bei minimalem Wartungsaufwand verlangen.)

P.S.: Das Shuttle hat keine "schweren Triebwerke der ersten Stufe" bis in den Orbit geschleppt. Es war ein 1,5-Stufen-Konzept (ähnlich des unteren Teils von Soyus) und die SSMEs Teil der bis in die spätere Phase aktiven Stufe. Die erste Stufe, wenn man davon sprechen/diese abtrennen möchte, sind also die SRBs und die wurden abgeworfen. Eine alternative Betrachtungsweise wäre Single Stage to Orbit mit Boostern (wegen der eigentlich im Fokus von SStO stehenden Betrachtung aber eine recht exotische Betrachtungsweise, zumal die SRBs iirc >50% des Startschubs lieferten), aber auf jeden Fall mussten die SSMEs bis kurz vor Erreichen der Endgeschwindigkeit "mitgeschleppt" werden, weil sie genau dafür gearbeitet haben.
 
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