Israel - Konflikt aktuell & allgemein

Ich glaube den Zivilisten ist es ziemliche Latte wer da gerade ihre Angehörigen ermordet.
Wenn in beiden Fällen wie hier die Verantwortung bei der Hamas liegt, wäre eine Hamas ohne Waffen eine herausragende Lösungsmöglichkeit. Ich denke, das ist den Menschen nicht egal. Frag mal, ob Frieden ohne Hamas oder Krieg und Hinrichtungen mit Hamas auch egal ist. Naja. Ich weiß es schon.
 
Und wie erfolgreich war das? Der Einsatz ist nicht umsonst extrem umstritten.
Ja umstritten, nicht umsonst gab es ja einen Ausschuss im BT, auch vieles daraus zu lernen.
Aber auch für 20 Jahre durchaus erfolgreich. 20 Jahre in dennen auch Mädchen die Schule besuchen durften, junge Frauen studieren, relativ viele Freiheiten nicht nur für die Frauen in Afghanistan. Ich persönlich hatte nicht den Eindruck, dass ich dort als Besatzungssoldat von der Bevölkerung wahrgenommen wurde.
 
Tja und den Preis zahlt die Zivilbevölkerung.
Hamas ohne Macht und Waffen = Frieden, unbezahlbar. Um mal Mastercard zu zitieren. Ich weiß, du behauptest sonst gleich wieder was, daher auch hier, gerne ohne einen einzigen Schuss. Leider hat die Hamas ohne Waffengewalt keinerlei Interesse daran, ihre Waffen zu strecken, dabei wäre dann direkt Frieden und eine Zweistaatenlösung möglich. Es soll halt nicht sein. Schade für die Menschen vor Ort.
Joa und wie sieht es jetzt aus?
Wurde seit dem Ende des Einsatzes auf NATO Gebiet ein Anschlag aus Afghanistan organisiert? In der Hinsicht wirklich immer noch sehr erfolgreich. Und ansonsten stimme ich @Andreas1975 vollkommen zu und bedanke mich ausdrücklich bei ihm und allen anderen Soldaten für seinen/ihren Einsatz auch des eigenen Lebens zum Schutz Deutschlands und der NATO Staaten und dem ehrenhaften Versuch, nach Beendigung der Terrorherrschaft auch Fortschritt bei der Lebensqualität der Bevölkerung zu ermöglichen (was auch für die Einsatzdauer sehr gut gelungen ist).

Und nur in der Reihenfolge kann mit Terroristen umgegangen werden, Ende deren Herrschaft, Fortschritte für die Bevölkerung. Nur so wird es auch auf Dauer für Gaza gelingen können.
 
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Hamas ohne Macht und Waffen = Frieden, unbezahlbar.
Mit diesen "tollen" Friedensstiftern auf israelischer Seite? Fantastisch!:ugly:

Nachdem er die Leichen gesehen hat, erhebt er im Gespräch mit dem ARD-Studio Tel Aviv schwere Vorwürfe: In den meisten Fällen seien die Leichen nackt gewesen, nur einige hätten Unterwäsche getragen. "Sie hatten ihre Hände auf dem Rücken gefesselt, an den Handgelenken und auch an den Knöcheln. Zwei hatten Augenbinden. Einer hatte ein Seil um den Hals. Es gibt viele Prellungen am ganzen Körper. Einigen wurde in den Kopf oder in die Brust geschossen."

Spuren von Folter zeigen nach seinen Angaben viele der Leichen. Bilder, die in sozialen Medien verbreitet werden, scheinen Folterspuren zu bestätigen. "Es gibt vielfache Brüche im Gesicht, am Kopf, an den Beinen und Armen", sagt Ahmad Dheir.

Du begreifst schlicht nicht, dass es nicht unser Wesen ist, an dem die Welt genesen wird. Unser Wesen ist Teil des ganzen Problems, nicht die Lösung! So wie der Staat Israel durch seine Art der Gründung die Ursache des tieferliegenden Problems in der Region dort ist. Das endlich mal anzuerkennen und politisch auch so zu handeln, DAS würde der Bevölkerung in der Region einen Fortschritt bringen. Du aber vertrittst die Devise, dass man allen Feinden des Staates Israels den Kopf abschlagen muss, zehntausendfachen Tod von Zivilisten einfach hinnimmt, um dem vermeintlich besseren Zweck zu dienen. Ich halte das für extrem borniert.
 
Ach, dann bist du für Frieden ohne Israel? Oder gegen Frieden überhaupt?
Ich bin gegen Aussagen, dass man den einen ausradieren muss, damit der andere besser leben kann. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Vor allem bin ich gegen die Einstellung, dass der eine "besser" sei als der andere, während man so geistig eingeschränkt ist, nicht über die Symptome hinaus die Ursachen zu betrachten. Wie es @blautemple bereits gut erfasst hat, bin ich gegen selektive Wahrnehmung.

Die Ursache für die Gewalt dort reicht gefühlte Ewigkeiten zurück, aber wenn wir mal die Zeit nach dem WWII als Bezugs- bzw. historischen Ausgangspunkt nehmen, dann ist - zumindest für mich - das Reinrammen eines jüdischen Staates in eine Region voller Araber die initiale Ursache des Gewaltproblems. Dieses Reinrammen ging nicht nur mit den Kriegen gegen den Staat Israel einher, sondern auch schon damals der Massenvertreibung der Araber durch die damaligen Zionisten. Der Hass der Palästinenser auf Israel geht auf die Taten der Zionisten ab 1948 zurück.

Ich schrieb es bereits; Teile der Araber dort sehen den bewaffneten Kampf gegen Israel nicht als Terror, sondern als Freiheitskampf gegen einen Staat, der sich seit seiner Gründung immer mehr mit Gewalt von dem nimmt, was seit Generationen von wem anderes bewohnt und bewirtschaftet wurde.
 
Und das alles eigentlich nur weil Europa sich in der Region, wie in vielen anderen Teilen der Welt auch, als Polizei aufgespielt hat.

Wir haben in der Region einfach bestimmt dass wird jetzt so gemacht und fertig. Dass das Konsequenzen hat war auch damals schon bekannt.

Tja, mit diesen Konsequenzen müssen die Menschen vor Ort bis heute leben. Das was Menschen wie @SIR_Thomas_TMC zu dem Thema von sich geben ist nichts weiter als blanker Hohn den Einheimischen vor Ort ggü.
 
Hmmm.... Moralapostel ja, Polizei weniger, so mein Eindruck.
Polizei ist noch extrem wohlwollend formuliert finde ich. Wir haben dort über die Köpfe der Menschen vor Ort entschieden und es dann durchgesetzt.

Ansonsten kannst du ja mal die ehemaligen Kolonien in der ganzen Welt fragen wie die die Kolonialzeit so empfunden haben.
 
Polizei ist noch extrem wohlwollend formuliert finde ich. Wir haben dort über die Köpfe der Menschen vor Ort entschieden und es dann durchgesetzt.

Ansonsten kannst du ja mal die ehemaligen Kolonien in der ganzen Welt fragen wie die die Kolonialzeit so empfunden haben.
Soweit ich das im Radar habe ist Israel und icht die Kolonialzeit das Thema.
Aber gut.
Wo fangen wir an?
Als die Römer die Juden aus ihrem Land vor 2000 Jahren vertrieben haben?

Ich habe es weiter vorne schon mal geschrieben, so lange man nur Rückwärts schaut und immer nur Schuldige sucht, der auflösende Beitrag aber gegenseitiges Verzeihen und nach vorne schauen ist, wird sich in Nahost nichts ändern.
 
Ich habe es weiter vorne schon mal geschrieben, so lange man nur Rückwärts schaut und immer nur Schuldige sucht, der auflösende Beitrag aber gegenseitiges Verzeihen und nach vorne schauen ist, wird sich in Nahost nichts ändern.
Verzeihen funktioniert aber auch nur wenn beide Parteien, damit meine ich die jeweiligen Zivilgesellschaften, als Gleichwertig angesehen werden. Das sehe ich in diesem Thread irgendwie nicht. Da werden lieber abertausende tote Zivilisten im Gaza Streifen in Kauf genommen in der Hoffnung dabei vllt auch ein paar Terroristen zu erwischen.

Und sich dann auch noch als moralische Instanz aufspielen. Mein Verständnis dafür hält sich extrem in Grenzen.
 
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Soweit ich das im Radar habe ist Israel und icht die Kolonialzeit das Thema.
Palästina ist nach dem Zerfall des osmanischen Reiches britisches Mandatsgebiet gewesen. Nach WWII endete zwar so langsam die Kolonialzeit weltweit, aber richtig zu Ende war diese erst in den 1960er Jahren. Also, ja, im weitesten Sinne ist das eine Folge der Kolonialzeit.

Der Zionismus begann bereits zur Hochzeit des Kolonialismus am Ende des 19. Jahrhunderts. Schon in den 1920er Jahren hatte man den Zionisten seitens Briten und Franzosen einen eigenen Staat in Aussicht gestellt, es aber nicht umgesetzt. Erst unter dem Eindruck der Shoah wurde Palästina aufgeteilt und so ein israelischer Staat überhaupt erst möglich. Wobei man auch da festhalten muss, dass Teile der Zionisten damals mit Terrorakten die britischen Mandatsträger als auch da ansässigen Araber überzogen. Das aber nur am Rande, dass es nichts mit Kolonialismus zu tun hätte.

Die Tragik des Nahostkonfliktes liegt darin, dass der Zionismus für die nach Palästina einwandernden Jud:innen eine nationale Befreiungsbewegung und für die einheimische arabische Bevölkerung eine europäische Kolonialbewegung darstellte.

Und genau darin liegt die Krux mit all ihren Facetten und Auswüchsen begraben.
 
Verzeihen funktioniert aber auch nur wenn beide Parteien, damit meine ich die jeweiligen Zivilgesellschaften, als Gleichwertig angesehen werden.
Das ist richtig.
Das sehe ich in diesem Thread irgendwie nicht.
Das ist richtig.

Das alles ist aber nicht in diesem Thread lösbar.
Auch hier haben sich die Fronten verhärtet, genau wie in der realen Welt.
Kein einziger Toter wird dadurch lebendig, weil irgendwer nachweisen kann, dass der Eine weniger blutige Hände als der Andere hat, weil jeder Einzelne ist einer zu viel.

So lange es, egal von welcher Seite, keinen Mutigen gibt, der mit ausgestreckter Hand auf den anderen zugeht und aufrichtig um Verzeihung bittet und der Gegenüber nicht ebenso aufrichtig die Hand ergreift und auch um Verzeihung bittet, werden die da unten sich noch in 1.000 Jahren gegenseitig die Köppe einschlagen - ist so.
 
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