Internetbreitbandausbau: Kommen die oberirdischen Glasfaserleitungen?

Viel dreister ist eigentlich die Drosselung auf 386 kbit/s. Sollen sie halt Volumentarife machen, aber einem wenigestens 2 Mbit/s lassen. mit 386 kbit/s kann man noch E-Mails lesen und dann wird auch schon düster.

E Mails aber auch nur wenn man z.B GMX schon im Cache hat und es deshalb schneller läd, sonst ist sogar das eine Qual.
Musste vor paar Tagen eine Strecke bei Google Maps nachschauen. Hat mich 2 Stunden meines Lebens gekostet.
 
Insgesamt sollte in Deutschland mal die "Netzpolitik" überdacht werden.
Im Kabelnetz gibt es quasi ein Monopol und im "Telefonnetz" baut zwar fast nur die Telekom Großflächig aus, muss sich aber dann Trotzdem mit Verordnungen rumschlagen wo dieser Ausbau durch 3. Anbieter die sich "eingemietet" haben gestoppt wird.

Hab da ein schönes Beispiel worüber ich grade nur die Hände vorn Kopf schlagen kann.

Meine Stadt gehörte zu den Glücklichen, die den Vectoring Ausbau schon bekommen haben. Hab zZ auch eine schöne Magenta L (100Mbit) Leitung. Soweit so gut.
Nun hab ich mir eine Wohnung gekauft, 300Meter von meiner jetzigen entfernt. Da ja großflächig auch beworben wird das hier alles ausgebaut wurde, denkt man ja eigentlich man kann alles so weiternutzen wie jetzt auch.
Aber falsch gedacht. Die neue Wohnung hat eigentlich eine "bessere" Anbindung ans Datennetz als meine jetzige, da sie direkt über einen Hauptverteiler angeschlossen ist. Doch siehe da es sind nur noch 25Mbit möglich. Wenn man nun sich weiter informiert wieso das so ist schüttelt man nur den Kopf und denkt sich "deutsche Bürokratie..".
In den Hauptverteilern, kann / darf die Telekom nicht auf die neue Vector Technik zZ umsteigen, weil es da zu Störungen bzw Inkompatibilität mit den 3. Anbietern kommt, welche von dort aus auch VDSL verteilen (angemietet). Das heißt, nach dem Vectoring Ausbau, sind die Damals Besseren Leitungen, die schon VDSL 25 und 50 Hatten, benachteiligt, weil dieses ganze "Recht auf verschiedene Anbieter" die Technik hemmt, welche aber nur von einem Anbieter eigentlich großflächig ausgebaut wird.

Ich weiss manche denken sich "was hat der den VDSL25 hätte ich erstmal gern" , aber trotzdem find ichs einfach ein Armutszeugnis was hier wieder durch die Gesetzgebung bzw Regulierung passiert. Wäre selbst mit 50Mbit in der neuen Wohnung zufrieden, hat noch nichtmal was mit dem Download zutun, sondern einfach damit das ich eigentlich gern Entertain weiter nutzen will, und das mit einer 25Leitung zwar geht, aber man eingeschränkt wird, wieviel man Gucken und Aufnehmen kann. Zb geht HD schauen und aufnehmen gleichzeitig mit einer 25iger Leitung nicht, was dann wieder ein fader Beigeschmack ist.

Insgesamt ist der ganze Netzausbau ein Armutszeugnis in Deutschland.
 
Tornado: ja, Erdbeben: Bedingt, wenn's keine Mikrobeben sind, ist oberirdisch deutlich günstiger.

Es treten Belastungen ja nicht nur der Länge nach auf und bei seitlicher Belastung passiert rein garnix

Die 5 Milliarden Euro aus der Versteigerung der Frequenzen für den Staat müssen ja auch wieder verdient werden.

Man könnte unterirdisch viel mit "Zugentlastung" arbeiten, aber das macht die Strippe unschön lang. Das mag Internet "besonders gerne". ;)

In jeder verlegten Muffe ist reichlich Überhang:D
 
Vor allem die Wiederherstellung der Versorgung ist in Erdbebengebieten oberirdisch schneller zu lösen.

Beim Service-System der hiesigen Anbieter würde ich trotzdem mit mehreren Wochen Kommunikationsausfall rechnen. Und dass nicht nur bei Erdbeben, sondern auch jedesmal, wenn jemand morgens um 4 schneller aus der Dorfdisco nach Hause muss, als Straße und Alkoholpegel zulassen.
 
Viel dreister ist eigentlich die Drosselung auf 386 kbit/s. Sollen sie halt Volumentarife machen, aber einem wenigestens 2 Mbit/s lassen. mit 386 kbit/s kann man noch E-Mails lesen und dann wird auch schon düster.

Was würde ein Volumentarif noch bringen, wenn nach erfolgter Drosselung noch 2 MBit/s anliegen? Mal angenommen, ich erreiche schon am ersten Tag des Monats die Drosselung, und lade ab dann 30 weitere Tage durchgehend mit 2 MBit/s runter, dann hätte ich am Monatsende 600 Gigabyte (!!) an Download-Volumen trotz Drosselung erreicht :ugly: Dann kann man die Drossel auch gleich ganz weglassen.

Früher gab es mal Volumentarife (ISDN), wo beim Erreichen des Volumens der Tarif bis zum Monatsende ganz gesperrt wurde (also überhaupt kein Netzzugang mehr) :) Dagegen ist die Drosselung auf 384 kbit/s ja noch echt moderat ^^

Ich habe bis vorletztes Jahr an meinem Zweitwohnsitz "regulär" 384 kbit/s gehabt, und kann nicht nachvollziehen, dass man damit nur Emails lesen können soll... Ich habe auch Youtube-Videos geschaut, und so. Man muss sie halt nur ein bisschen puffern lassen vorher. Gigabyte-große Patches für Spiele habe ich auch gezogen (über Nacht) :D
 
3) LTE - bleibt wohl die einzige alternative für mich,

hat jemand Erfahrung mit LTE?

Ja habe ich wohne aber in Österreich

Da bei uns DSL mit max 1Mbit funktioniert hab ich mir vor 2 Jahren einen Zugang über das Mobilnetz angeschafft damals noch HSDPA+. Jetzt LTE

Besser als DSL ist es allemal. In der Regel hab ich bei meinem 150/50 MBit Anschluss 120/45. zu Stoßzeiten sinds immerhin noch so 50 MBit selten mal unter 10 MBit.
Für eine kleine Gemeinde am Land nicht schlecht. Breitband Ausbau soll zwar bei uns kommen aber bis das erledigt ist bin ich mit LTE ganz zufrieden.

Ping ist mit 25-30ms ( Deutschland/Österreich) ganz ok.

Kostenpunkt für mich (haben bei uns in der Firma ein Angebot vom Provider unserer Firmentelefone) 38.5€/Monat + 20€ im Jahr. Normalpreis 45€ + 20€ im Jahr. Echte Flatrate.
www.drei.at - Weiterleitung zur Startseite (Österreich)
Ähnliches Angebot (150/20 MBit) nur etwas teurer aber auch mit Flatrate gibt's auf Handys und Tarife wie ich will - T-Mobile


Attachment (Speedtest außerhalb der Primetime also 9:00 Vormittag da ist bei uns im Dorf tote Hose) :)
 

Anhänge

  • 4662030524.png
    4662030524.png
    31,4 KB · Aufrufe: 48
Die hohen Kosten entstehen durch "deutsche Tugenden" wie "Gründlichkeit".

brr eher wie dämlichkeit.
Firma 1 reist Strasse auf und macht was um anschließend wieder die Strasse zu verschließen.
Nun kommt Firma 2, 3 und 4 und das Spiel wiederholt sich jedesmal.
Neben längere Bauzeit & höhren Kosten kommt noch "Stau" + weniger Pakplätze hinzu.
In anderen Ländern wird die Strasse einmal aufgemacht und alles gemacht und dann zu.
 
Die 5 Milliarden Euro aus der Versteigerung der Frequenzen für den Staat müssen ja auch wieder verdient werden.

Man könnte unterirdisch viel mit "Zugentlastung" arbeiten, aber das macht die Strippe unschön lang. Das mag Internet "besonders gerne". ;)

länge interessiert Glasfaser bei weitem nicht so stark wie kupfer :P es ist aber auch bei weitem nicht so einfach zu flicken
 
Eine Alternative ist und bleibt LTE, das eigentlich nur einen Schwachpunkt hat, wenn man die fast schon einzigartige Tarifstruktur in Deutschland mit ihren engen Volumenbegrenzungen herausnimmt. Die Zellen müssen sich mehrere Nutzer teilen, was die Bandbreite senkt. Da helfen dann in gewissem Rahmen auch nur noch mehr Zellen/Sendemasten.

LTE ist und bleibt KEINE Alternative für einen Festnetzanschluss, genau so wenig wie 3G und H+ eine Alternative zum kleinen DSL oder zu ISDN waren. Ganz einfach schon deshalb, weil es Funktechnologie ist und nie die benötigte Zuverlässigkeit bieten wird wie ein Festnetzanschluss.

Es gehört einfach ein ordentlicher Anschluss an jedes Haus, egal von welchem Anbieter. Wegen mir mit einem 1-2 Jährigen Aufschlag um 5-10€ pro Haus, dass einen Glasfasser Anschluss will um die Kosten wieder zu decken und dann muss es aber gut sein. Wir bekamen auf dem Land damals auch nur einen Anschluss, wenn mindestens 100 neue DSL Verträge abgeschlossen wurden für 2 Jahre. Die laufen nun schon wieder seid gut 10 Jahren in denen der Gewinn eingefahren wurde, also muss doch auch entsprechend etwas Übrig geblieben sein.
 
Muss "oberirdisch" denn unbedingt auch "auf Masten" bedeuten???

Kann man denn nicht auch ähnlich wie es bei Ölpipelines gemacht wird die Dinger in Bodennähe verlegen?
Sieht auch nicht besonders sauber aus, aber billiger als auf Masten aufzuhängen und wesentlich einfach zu warten als alles andere...

Aber was weiss der einfache IT´ler schon...
Man stelle sich einfach mal bildlich vor, wie man zuhause Kabel verlegen kann:

oberirdisch auf Masten --> Kabel liegt an der Wand und wird mit Kabelschellen befestigt
oberirdisch in Rohren --> Kabel liegt im Kabelkanal
unterirdisch in nicht ganz tiefer Tiefe --> Kabelkanal unterputz
unterirdisch wie gewünscht und teuer --> Schlitze klopfen und Kabel darin verlegen damit keiner mehr was dran machen kann


Nur mal so meine Gedanken dazu :D
 
Auf Dauer ist es billiger die Kabel im Boden zu versenken, denn da wo so ein Mast steht, kostet es dem Betreiber Pacht. Bei Windkraftanlagen bekommt der Landeigentümer ab 6000€ Pro Jahr pro Windkraftanlage.

Muss "oberirdisch" denn unbedingt auch "auf Masten" bedeuten???

Kann man denn nicht auch ähnlich wie es bei Ölpipelines gemacht wird die Dinger in Bodennähe verlegen?
Sieht auch nicht besonders sauber aus, aber billiger als auf Masten aufzuhängen und wesentlich einfach zu warten als alles andere...

Aber was weiss der einfache IT´ler schon...
Man stelle sich einfach mal bildlich vor, wie man zuhause Kabel verlegen kann:

oberirdisch auf Masten --> Kabel liegt an der Wand und wird mit Kabelschellen befestigt
oberirdisch in Rohren --> Kabel liegt im Kabelkanal
unterirdisch in nicht ganz tiefer Tiefe --> Kabelkanal unterputz
unterirdisch wie gewünscht und teuer --> Schlitze klopfen und Kabel darin verlegen damit keiner mehr was dran machen kann


Nur mal so meine Gedanken dazu :D
 
Kann man denn nicht auch ähnlich wie es bei Ölpipelines gemacht wird die Dinger in Bodennähe verlegen?
Erfreut sicherlich jeden Blinden wenn er bei jeder Gelegenheit das Pflaster küsst. Selbst auf weitem Land wären ja auch Zuwegungen oder ähnlich möglich wo so etwas mehr als störend wäre. Wäre auch schneller zu manipulieren
 
Das man bei Straßensanierungen keine Leerrohre etc einbaut ist eig der Hammer an der ganzen Geschichte. So viel Teurer wird es dadurch auch nicht. Nur wenn ich hier in die Ortschaften schau kann man nur noch mim Kopfschütteln.
Da wird z.B 2010 ein ort Straßentechnisch saniert 2011 wird sie wieder halber aufgerissen weil internet reinkommt und 3-4 Jahre später wird abgefrässt geflickt etc weil durch die Winter der Asphalt aufplatzt.
 
Bei uns in der Ortschaft wurden bereits Leerrohre verlegt, das macht den Ausbau aktuell einfacher. Da hat unsere Stadt wenigstens mal mitgedacht.
Ist trotzdem blöd, weil eben die ganzen Gehwege aufgerissen werden müssen und die Verlegung eben Monate dauert (Mai oder Juni bis Dezember).

Gott bin ich froh, wenn der Ausbau vorbei ist und ich endlich wieder eine gescheite Leitung habe - wurde von 32.000 aufgrund Umzugs eben auf die 1.000 runtergestuft *schnief*
 
Zum Thema alle Leitungen liegen im Boden:
Bei mir (wohne ein Stück außerhalb vom Dorf) liegen alle Leitungen noch überirdisch. So passiert es, dass alle paar Monate die Leitung durch LKW's oder 'Traktoren abgerissen wird. Die Techniker kennen uns und wissen schon genau was sie zu tun haben, wenn sie zu uns kommen.
Zur Zeit wird die komplette Straße zusammengerissen und erneuert. Die Anwohner und die Gemeinde haben die Telekom gebeten die Leitung doch dabei gleich mit eingraben zu lassen. Wäre absolut kein Aufwand, die Leitung liegt bedingt durch die Bauarbeiten bereits neben der Straße.
Die Telekom weigert sich aber und lässt lieber ihren Reparaturtrupp alle paar Monate anrücken. Sie sind nicht bereit auch nur einen Cent zu investieren, auch wenn sie dadurch auf längere Zeit gesehen sogar sparen würden.
 
Also in der Stadt wäre das ziemlich egal. Bei grau in grau machen die Leitungen den Kohl auch nicht mehr fett.:D

Es wäre aber schade, wenn man auf dem Land unter der schlechten Netzpolitik leiden müsste. Windparks sind ja noch irgendwie zu rechtfertigen, ohne alternative Energien gehts auf Dauer nicht. Und im Gegensatz zu den Leitungen kann man die Windräder nicht unterirdisch bauen.:ugly: Aber Leitungen unterirdisch zu verlegen sollte eigentlich das Ziel sein. Wenn man das flexibel löst, also z.B. oberirdische Leitungen in urbanen Gebieten und bei vorhandenen Strommasten, und sonst möglichst unterirdisch, sollte doch ein annehmbarer Kompromiss möglich sein.
 
Da diskutieren wir in Jahren immer noch drüber, statt dass mal Fakten geschaffen werden und Leerrohre bei Straßenarbeiten Pflicht werden. Dann spart man viel Geld und wird vermutlich auch nicht viel später fertig!
 
"Breitband" stand im Jahr 2013 ca. 99,8 % der Haushalte in D zur Verfügung. Dafür mussten max. 1MBit/s zur Verfügung stehen.
Die ganze Diskussion ist sinnlos solange keine klaren Up/Download Raten definiert werden. An der Stelle könnte man auch gleich
ein Minimum an Upload Speed festlegen, damit sich das ganze überhaupt Breitband schimpfen darf.
 
Zurück