News Intel Z990: Erstes Nova-Lake-Mainboard von Gigabyte gesichtet?

PCGH-Redaktion

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Für Intels kommende CPU-Generation Nova Lake-S soll es unter anderem neue Z990-Mainboards geben und ein erstes Modell wurde jetzt wohl gesichtet.

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ich sehe zwei EPS 8pin und einen PCIe 8pin.
Korrekt. Steht im Artikel falsch.

Wenn die alle der CPU-Versorgung dienen ist das wohl deswegen so gewählt, weil die meisten Consumernetzteile nur zwei EPS Anschlüsse haben.

Das wird aber generell sowieso nur fürs Topmodell und selbst da wahrscheinlich nur im OC-Fall relevant sein. Ein EPS hat wenn ich mich recht erinnere eine maximal erlaubte Leistung von 336W - das würde für alle CPUs außer dem dual-compute-die schon reichen. Zwei EPS kämen auf 672W - garantiert genug auch für den 52-Kerner am Vollanschlag (und eine technisch hervorragende nicht schmorende Lösung für große Grafikkarten... *SCNR*). Mehr ist erst dann nötig wenn man hier mit Extremkühlung anrückt, aber erstens werden dann die zusätzlichen 150W eines 8-pin PCIe nicht die Welt an Unterschied machen und zweitens bewegen wir uns dann sowieso weit jenseits der Spec so dass ein EPS auch 500+W problemlos "kann".

Da so viele Stromanschlüsse dranzupappen ist wie so oft mehr Marketing als reeller Nutzen - bei Top-End-OC-Boards kann man das machen, aber kein "normaler" Kunde wird sowas je brauchen.

Mir fällt genau eine Situation ein wo das helfen kann: Jemand kauft nen 52-Kerner mit sagen wir 450W PL2 und hat ein Netzteil mit nur einem EPS. Der könnte dann einen EPS und einen 8-pin PCIe belegen um auf erlaubte 486W laut Spec zu kommen. :-D
 
Die zusätzliche PCIex-Buchse wird meistens verwendet, um über die PCIex-Slots mehr/sicherer Strom bereitstellen zu können. Es kann aber auch sein, dass der Anschluss für die Stromzufuhr via USB-C gedacht ist, damit man da mit 65W+ Strom ziehen kann, wofür auch immer.

Einfach mehr Masserückführungen sind auch nicht schlecht. Besser haben als brauchen. Ist wie mit dem Klopapier.

Immerhin ist die Position gut. MSI ballert die Buchsen gerne mal ganz unten hin, was dazu führt, dass man den Stecker da kaum reinbekommt oder man schlicht Kompatibilitätsprobleme mit Erweiterungskarten direkt darüber bekommt.
 
Warum kriegen es die Leute eigentlich nie hin, Aufnahmen in hoher Auflösung und Tiefenschärfe vom Erweiterungsbereich zu machen und mal einen Blick auf die Rückseite zu werfen? Wenn zwei der unteren M.2 ebenfalls 5.0 wären, könnte man mit Sicherheit auf Z990 schließen. Wenn mindestens einer der oberen über PCIe-Splitter vom PEG abgezweigt ist, dann wäre es mit hoher Sicherheit eine Z890-Studie. :grummel:


@Incredible Alk
Merkmale wie die maßgeschneiderte Sockelverkleidung (mutmaßlich kein OC-Frame, da nicht von vorne verschraubt, definitiv keine simple NDA-Abdeckung => Isolierung? Schutz vor Schäden und Schmutz bei intensivem Basteln?), gesockeltes UEFI und die großflächigen Spannungswandler (eine sekundäre/tertiäre Phase zwischen Sockel und SSDs gerückt, weil links und oben kein Platz mehr war?) sprechen für ambitionierte OCler als Teil der Zielgruppe. Zumindest nominell – wäre nicht das erste Halo-Board, dass mit Technik, die allenfalls unter LN2 Sinn macht, normale Kunden beeindrucken möchte.

Merkwürdig aber, dass es trotzdem kein Tachyon ist/vier DIMM-Slots hat und von im ATX-Format bleibt, im Gegensatz zu aktuellen Master und allen Xtreme der jüngeren Vergangenheit. Da scheint sich ein Umdenken im Portfolio anzubahnen; das Layout weicht auch von Gigabytes jahrelangem Standard ab.


Edit:
Die zusätzliche PCIex-Buchse wird meistens verwendet, um über die PCIex-Slots mehr/sicherer Strom bereitstellen zu können. Es kann aber auch sein, dass der Anschluss für die Stromzufuhr via USB-C gedacht ist, damit man da mit 65W+ Strom ziehen kann, wofür auch immer.

Für USB-C wird der 6+2-Pin neben dem Header da sein, wie üblich, und die 3er-Gruppe oben rechts ist zu weit weg von ×16-Slots (und von I/O-Panel-Cs), als dass sie dafür sinnvoll genutzt werden könnten. Dafür würde man die Anschlüsse in der unteren Boardhälfte (ggf. ganz oben links) platzieren, anstatt den Strom Onboard um/durch das komplette Sockelumfeld zu leiten. Da hat man ohnehin schon die meisten und die störempfindlichsten Verbindungen der gesamten Platine konzentriert.
 
Oh cool mit Kabel festgebunden ,das ist für solche gut wie mich wo man beim Schrauben Abrutschen könnte oder durch zu wenig Platz sich selbst verletzen könnte. Aber ob das reicht um im supergau geschützt zu sein. Selbst unter den besten Bedingungen könnte ich es sogar noch immer kaputt machen. Naja es gibt nix wo wirklich sicher ist auch wenn das schon die richtige Richtung ist.
 
Da so viele Stromanschlüsse dranzupappen ist wie so oft mehr Marketing als reeller Nutzen - bei Top-End-OC-Boards kann man das machen, aber kein "normaler" Kunde wird sowas je brauchen.
naja, wenn ein Motherboard 4 PCIe slots hat, möchte ich evtl. 4 Grafikkarten einstecken können, die jeweils 75 Watt aus dem PCIe Slot ziehen(ca. 65W +12)
Das kommt normalerweise vom ATX 24pin, der hat aber nur 2 +12V Kabel.
 
naja, wenn ein Motherboard 4 PCIe slots hat, möchte ich evtl. 4 Grafikkarten einstecken können, die jeweils 75 Watt aus dem PCIe Slot ziehen(ca. 65W +12)
Dafür sind in aller Regel aber Zusatzanschlüsse in der Nähe der PCIe-Slots die versorgt werden sollen und nicht neben dem CPU-Sockel - sonst müsste man das ja durch das ganze Board routen, insbesondere unnötigerweise an CPU/RAM vorbei.
Und: Gigabyte hat bei den Z890er Topmodellen keinen solchen PCIe-Slot Zusatzstromstecker, zumindest habe ich mal auf die Schnelle keinen gefunden.

Ich kanns natürlich nicht ausschließen dass du recht hast aber die Position des Steckers wäre für eine "Slotunterstützung" schon sehr ungewöhnlich. :ka:
 
Für USB-C wird der 6+2-Pin neben dem Header da sein, wie üblich, und die 3er-Gruppe oben rechts ist zu weit weg von ×16-Slots (und von I/O-Panel-Cs), als dass sie dafür sinnvoll genutzt werden könnten. Dafür würde man die Anschlüsse in der unteren Boardhälfte (ggf. ganz oben links) platzieren, anstatt den Strom Onboard um/durch das komplette Sockelumfeld zu leiten. Da hat man ohnehin schon die meisten und die störempfindlichsten Verbindungen der gesamten Platine konzentriert.

Ich kenne das bei den Asus-TR-Boards nicht anders: https://www.asus.com/de/motherboards-components/motherboards/workstation/pro-ws-wrx90e-sage-se/

Da werden die Buchsen explizit auch so positioniert und nur für zusätzlichen PCIex-Strom verwendet.

Und das ist mitunter auch bitter notwendig, wenn man anfängt da massenweise Erweiterungskarten einzubauen. Da sind so manche Capture-Karten und Netzwerkkarten dabei, die gerne mal 30W+ gönnen.
Screenshot 2026-06-02 at 23-09-55 Pro WS WRX90E-SAGE SE|Mainboards|ASUS Deutschland.png
 
Die von dir gezeigten Anschlüsse liegen neben dem 24-Pin-Stecker (wo die normale 12-V-Versorgung für u.a. Slots entspricht) auf einem Board, dass im oberen rechten Quadranten keinen RAM hat, sondern Störungsunempfindliche Spannungswandler. Zudem hat ein Sage mit sieben 5.0 Erweiterungsslots weiter unten schlicht keinen Platz für aufrechtstehende Stromanschlüsse, alles kann von Erweiterungskarten überragt sein, und kann sich wegen SSI-EEB-Format nicht darauf verlassen, dass innerhalb der ATX-Norm noch genug Platz für nach rechts abgewinkelte Stromkabel verbleibt.

Diese Einschränkungen gelten für das Gigabyte nicht, dafür sitzt der fragliche Anschluss hier noch einmal ein Stück weiter oben und damit genau oberhalb der RAM-Slots. Abgesehen davon ist das hier kein TR-Board, sondern eins mit zwei Steckplätzten insgesamt, die Zusatzstrom brauchen könnten. In der Klasse verzichtet auch Asus Pro komplett auf Zusatzanschlüsse.

MSI verbaut sowas am ehesten, dann aber an der Board-Unterkante möglichst nah an den Slots. Aber selbst bei kleineren Asus-Workstation-Platinen, deren Layout in Teilen Destkop-ähnlich ist, aber schon weit mehr Erweiterung als das Gigabyte hier bietet, sitzt der Zusatz-Anschluss so tief möglich/so nah wie möglich an den Slots/rechts mittig auf der Platine.
 
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