AW: Intel und AMD legen überraschend Rechtstreit bei
Edit: Dass Intel auch freiwillig auf derartige Rabattaktionen künftig verzichten will, finde ich löblich. Jetzt müssen sie sich nur noch dran halten.
Kaum einer der Vorwürfe, die gegen Intel erhoben werden, bezieht sich auf laufende Geschäftspraktiken

Die Grenze scheint ~bei den Preisschlachten gegen Ende der Pentium D Zeit zu verlaufen, als Intel angefangen hat, schlichtweg das gleiche Verfahren wie AMD anzuwenden: Niedrigere Verkaufspreise, für alle.
(Dumping ist zwar auch nicht wirklich legal, aber da kann AMD schlecht gegen klagen)
Ist die frage ob New York etc. nicht ihre Klage aufrecht erhalten.
In nem Rechtsstaat sollte die Staatsanwaltschaft eigentlich unberührt von sowas weitermachen.
In sofern hat Intel sich also nur von einem Teil möglicher Zahlungen freigekauft, einem unwahrscheinlichen zudem.
AMD bezahlt doch shon für die Lizenz oder wie ist das jetzt zu verstehen?
Die genauen Regelungen sind geheim, aber es wird davon ausgegangen, dass die Lizensierungsabkommen der letzten Jahre reine Austauschprogramme waren. In den Bilanzen hat afaik niemand Transferzahlungen gefunden.
Da hat Intel wohl Angst die einzige "Konkurrenz" zu verlieren
Das glaub ich allerdings auch.
Das AMD endgültig in die Pleite abgerutscht, wär das schlimmste gewesen, was dem x86 Markt hätte passieren können. Als Quasi-Monopolist hätte Intel massive Restriktionen zu fürchten gehabt, jede Nische selbst versorgen müssen - und das in einem Umfeld, in dem die Produzenten von "Coprozessoren" immer mehr Aufgaben an sich ziehen und vielen Haushalten fast soviele PowerPC wie x86-CPUs zu finden sind.
So hat man weiterhin den "Konkurrenten" an der kurzen Leine und ist nebenbei auch noch einiges an Ärger los. (ob nun kostengünstig sei dahingestellt: Vermutlich ist AMD mehr Schaden entstanden, als nun ersetzt wurde. Aber mit ziemlicher Sicherheit hätte AMD dicht machen müssen, ehe sie das auch nur in der ersten von 3-4 Instanzen bewiesen hätten*)
* Pleite@AMD: Nur wenig neue und wenig revolutionäre Produkte für 2010, jetzt schon eher eine Produktpalette auf dem Stand von 2008, die einzige lukrative Sparte (GPU) mit Fertigungsproblemen und Rückstand bei der Erschließung neuer Anwendungsgebiete, gestiegene Ausgaben für die Fertigung mangels eigener Kompetenzen, quasi alle Aktivitäten in Randbereichen eingestellt/verkauft,... und vor allem: Wichtige Lizenzen für das Kerngeschäft vor dem auslaufen.