Immer noch mehr als genug, um Technik dieser Leistungsklasse zu versorgen.
Aber auch für Deep-Space-Missionen ist ein Prozessor mit 10 W maximalem Verbrauch geeignet. Voyager 2 arbeitet noch immer mit über 200 W, soweit ich informiert bin. Das ist halt immer noch sehr wenig, wenn man die Effizienz damaliger Technik und vor allem den Strombedarf der Antenne für Kommunikation über die heutige Entfernung bedenkt, aber 9 W weniger würden auch keinen gigantischen Unterschied machen. Wenn man also einen Grund sieht, eine CPU dieser Leistungsklasse zu verbauen (möglicherweise um mehrere andere zu ersetzen), dann ist das durchaus denkbar. Die Frage ist eher, wie oft man diesen Bedarf in der Grundlagenforschung hat, denn viele grundlegende Aufgaben erfordern nicht einmal die Rechenleistung heutiger Mikrocontroller im Milliwattbereich?
Hohe Rechenleistung macht dort Sinn, wo man Daten vor Ort verarbeiten will, anstatt sie zu übertragen. Die Steuerung von Landern wäre ein Beispiel, wo die KI-Fähigkeiten der IGP Sinn ergeben, aber die primäre Anwendung für den Intel-Chip sehe ich eher im Erdorbit, nicht in der Weltraumforschung. Erstaunlich ist aber ohnehin nicht, was der Chip kann, sondern was er ist: 1:1 ein kleiner Panther Lake. Das ist ziemlich selten, dass ein aktueller Prozessor einfach so als gehärtet angeboten werden kann. Normalerweise hinken strahlungsfeste Prozesse dem Mainstream um Jahre hinterher, taugen also nur für die Portierung veralteter Designs. Hier dagegen scheint schnödes 18A verwendet und allenfalls das Package gehärtet zu werden. Das könnte sich für Intel richtig rechnen, wenn ich bedenke, dass "für Weltraumforschung geeignet" immer nur ein Abfallprodukt von "das Militär wollte etwas nuklear-sicheres" war und aktuell sowohl die Rüstungsausgaben allgemein als auch die Budgets für "100% US-made" durch die Decke gehen.