News Intel-Prozessoren: So erkennen Sie gefälschte CPUs auf dem Gebrauchtmarkt

Warum so umständlich mit dem unkenntlich machen und neu lasern, da würde ich eher eine defekte CPU kaufen und den Hitzeverteiler/Heatspreader austauschen, schneller und einfacher.

Diese Betrügereien sind ja nichts neues, egal ob SSD, CPU, GPU, AMD, Nvidia oder Intel usw, aber ich finde solche Artikel dennoch gut, weil auch aufgezeigt wird wie man es überprüfen kann.

Artikel schrieb:
Die Auktionsplattform Ebay eigne sich laut Gamers Nexus beispielsweise hierfür, da hier in der Regel eine Absicherung beim Kauf erfolgt und im Betrugsfall das Geld zurückerstattet wird.
Ich glaube nicht das diese Betrüger derartig verkaufen, die machen das wohl eher im Kleinanzeigenbereich, akzeptieren nur Zahlungsmittel wo man das Geld nicht wieder bekommt.
Artikel schrieb:
So können Käufer über Intels Garantie-Tool prüfen lassen, ob die Chargennummer (FPO) und Seriennummer (ATPO) übereinstimmen - ist dies nicht der Fall, ist die gekaufte Gebraucht-CPU aller Voraussicht nach gefälscht.
Wenn der Betrüger ein Bild des echten Produkts einstellt aber das falsche Produkt liefert, hilft einem keine Nummer, wenn man das Ding bei sich hat ist es sowieso zu spät.
Artikel schrieb:
Intel selbst empfiehlt ohnehin, deren Produkte nur von autorisierten Händlern zu beziehen.
Überrascht ja keinen, tun sie doch alle, sie müssen ja ihre Partner unterstützen, vor allem die Händler die ihre Hardware gefühlt Tonnenweise abnehmen.
Artikel schrieb:
Optisch lässt sich der Unterschied kaum feststellen, einzig auf der Rückseite ist die Dichte des SMD-Bauelements beim i9-12900KS deutlich höher als beim Celeron-Fake - dafür müsste man allerdings das exakte Aussehen des jeweiligen Prozessors kennen, was vom durchschnittlichen Gebrauchtkäufer vermutlich zu viel verlangt ist.
Wie gesagt, vor dem kauf kann man echte Bilder einstellen, dieses wissen nutzt einem also sowieso nichts.
Wenn man nicht jeden Tag damit zu tun hat, kann man selbst hier die Nerds täuschen.
Aber witzig war, im Video hat sich Steve Burke kurz selbst gefragt welche die falsche CPU ist, toll das man dies nicht geschnitten hat ;-)
 
Bitte was - Prozessor schleifen, polieren und mit einem Laser gravieren ist sowas von aufwändig - das übersteigt doch den Wert des Prozessors? Ordentliche handwerkliche Dienste sind aktuell so teuer, da wäre es doch lukrativer diese Oberflächenbearbeitungen als Dienstleistung anzubieten.
 
Bitte was - Prozessor schleifen, polieren und mit einem Laser gravieren ist sowas von aufwändig - das übersteigt doch den Wert des Prozessors? Ordentliche handwerkliche Dienste sind aktuell so teuer, da wäre es doch lukrativer diese Oberflächenbearbeitungen als Dienstleistung anzubieten.
Bitte was? Teuer? Wo? In Asien? Ne, das kostet nix. Las das dort mal inkl. Material und Lohn 10€ kosten. Wenn du dann aus einem 100€ einen 300€ Prozessor machst, lohnt sich das.
 
Zuletzt bearbeitet:
Übrigens sind 500$, für einen 12900KS mehr als normal.

Du betreibst hier eine Täter-Opfer Umkehr der üblen Sorte.

479€ neu, 439€ war der niedrigste Preis. Ein wenig auf Binnung verzichten und die Raptor Kerne eines i7-13700(K) sich reinziehen ist je nach Auge des Betrachters die preiswertere Wahl. ?

Nur in Ausnahmefällen wenn Medikamente oder medizinisches Gerät bestellt werden muss, hat ein Betrugsfall schlimme Folgen, bei allem anderen ist man in der Lage sich zu Wehr zu setzen. Wir müssen da nichts verallgemeinern und ihr beide seid doch sympathische Kunden. Sich einen niedrigeren Preis zu wünschen ist zumindest in dieser modernen Gesellschaft Folgeerscheinung des Verzichts, sich Zaster mit Ellenbogeneinsatz geholt zu haben in the first place. Kombiniert man das auch noch mit Verzicht auf Finanzierung von Kriegen, und seien es auch nur Spenden, wird dieses Dilemma des zu wenig Geld habens gemindert. Das ergibt sowieso Sinn, wenn man von vornherein die eine Seite sowieso nicht unterstützen darf. Wichtig ist die Herstellung eigener Handlungsfähigkeit, es sei denn der Verzicht darauf sichert (auch) das eigene Überleben.

Somit scheinen beide Standpunkte legitim zu sein, sich einen niedrigeren Preis zu wünschen resultierend aus einem eigenen einwandfreien Verhalten, das den Leuten Gutes tut und ihnen nicht weh tut, als auch die Idee nicht gut zu finden überhaupt betrogen zu werden.

Mich macht eher traurig, wenn im Video dem Betrogenen von Gamers Nexus der gebrauchte Celeron G6900, der in ein i9-12900KS Kostüm gesteckt wurde, für $500 abgekauft werden kann und je nach Geschäftsmodell anderen Tech Seiten diese Art von Vorgehensweise, also selbst große Summen für Hardware auszugeben, nicht offen steht. Unter diesen Umständen muss man sich sowieso den Hintern aufreißen, um ohne Betrug zum Erfolg zu kommen, zumindest bis man die passenden Werkzeuge zur Verfügung hat. ;)

Viele Grüße
 
Warum so umständlich mit dem unkenntlich machen und neu lasern, da würde ich eher eine defekte CPU kaufen und den Hitzeverteiler/Heatspreader austauschen, schneller und einfacher.
Von einem i9-12900KS würde ich nicht erwarten defekt zu sein oder von irgendeiner anderen CPU. Sie sind mir noch nie kaputt gegangen. Wäre ich richtig paranoid, würde ich stets nur das am niedrigsten bepreiste Modell einer Generation kaufen und es wäre entweder funktionstüchtig, dann Original, oder nicht funtionstüchtig und damit würde man sein Geld auch nicht schwieriger zurück bekommen, zumal so gut wie kein Bedarf besteht, die im Preis niedrigste CPU gebraucht zu kaufen. Der Aufbau eines Geschäftsmodells verzögert sich damit um den Zeitraum, der nötig ist, die eigentlich benötigte CPU zu finanzieren, aber die Plattform steht schon mal. Alternativ auch neues Mainboard kaufen, dann kann man sogar einen anderen CPU Hersteller in Betracht ziehen, kostet wahrscheinlich aber mehr.
Das kostet keine 10€.
Eher etwas um die 20-30 Cent pro CPU.
Selbst in D würdest du bei vielleicht 1-1,5€ liegen.
Ich stimme zu, Kosten für Strom oder deren -Erzeugung anteilig sowie die Materialien sind nicht teuer und verschleißen nicht schnell. Dazu kommt noch die Beschaffung des Schleifgeräts und der Betrug ist perfekt. Wären alle Leute anständig so wie wir ?...müsste man solche Leute nicht aus dem eigenen Alltag beseitigen oder versuchen ihnen aus dem Weg zu gehen. Da ist einem jede künstliche Intelligenz lieber, weil sie nütztlich ist und im besten Fall keinen Schaden anrichtet.
 
Ich gehe von den Kosten aus, wenn die entsprechenden Maschinen vorhanden sind.
Ne Bohrmaschine mit entsprechenden Schleifpads sind noch relativ günstig.
Aber extra ne Maschine fürs Laser gravieren zu kaufen, lohnt nicht.
Man lässt das einfach bei ner entsprechenden Firma machen.
Dauert pro CPU dann etwa 30-60 Sekunden.
 
Wenn man statt lasern auf ätzen mit Schablone setzt, wird es eventuell noch etwas simpler. Besteht ja kein Bedarf, jeder CPU eine andere Seriennummer zu geben. (Was auch die Überprüfung von Codes und Nummern bei einer sorgfältigen Fälschung obsolet macht: Die werden schon zu einem 12900K passen. Zu einem 12900K, von dem irgendwer ein Foto online gestellt hatte.)

Einem PCGH Leser. der das System für sich selbst baut, sollte man das jedoch zutrauen. Wobei ich mir garnicht so sicher wäre, ob ich da noch groß nachforschen würde, wenn alles passt und die CPU richtig beschriftet ist. Spätestens bei der Überprüfung der RAM Auslastung oder wenn es ruckelt, würde es mir dann wohl doch schnell auffallen. Aber wenn ich die Kiste für jemand anderen bauen soll, da kann sich sowas schon einschleichen.

Erfahrene User stolpern am ehesten über Fälschungen, wenn diese regulär über Händler vertrieben werden. Rückläuferbetrug, unseriöser Einkauf am anderen Ende – es gibt viele Wege, wie so etwas in relativ seriös erscheinende Vertriebskanäle gelangen kann. In so einer Situation wäre es dann sehr schön, die CPU vor dem Einbau, genauer vor Öffnung der Verpackung identifizieren zu können. Sonst muss man nämlich selbst erst einmal nachweisen, dass das gefälschte Exemplar das gelieferte ist und man nicht einen echten 12900K erhalten hat, dessen Kaufpreis man nun gegen Rückgabe von Schrott wieder einkassieren möchte.

Die Häufigkeit derartiger Fälle ist einer der Gründe, warum CPU-Verpackungen seit langem so designet werden, dass die CPU selbst von außen sichtbar ist und vor dem Brechen (gefälschter) Siegel überprüft werden kann. Aber leider hilft das nur gegen schlechte Fälschungen, die optisch als solche erkennbar sind.
 
Wenn man statt lasern auf ätzen mit Schablone setzt, wird es eventuell noch etwas simpler. Besteht ja kein Bedarf, jeder CPU eine andere Seriennummer zu geben. (Was auch die Überprüfung von Codes und Nummern bei einer sorgfältigen Fälschung obsolet macht: Die werden schon zu einem 12900K passen. Zu einem 12900K, von dem irgendwer ein Foto online gestellt hatte.)



Erfahrene User stolpern am ehesten über Fälschungen, wenn diese regulär über Händler vertrieben werden. Rückläuferbetrug, unseriöser Einkauf am anderen Ende – es gibt viele Wege, wie so etwas in relativ seriös erscheinende Vertriebskanäle gelangen kann. In so einer Situation wäre es dann sehr schön, die CPU vor dem Einbau, genauer vor Öffnung der Verpackung identifizieren zu können. Sonst muss man nämlich selbst erst einmal nachweisen, dass das gefälschte Exemplar das gelieferte ist und man nicht einen echten 12900K erhalten hat, dessen Kaufpreis man nun gegen Rückgabe von Schrott wieder einkassieren möchte.

Die Häufigkeit derartiger Fälle ist einer der Gründe, warum CPU-Verpackungen seit langem so designet werden, dass die CPU selbst von außen sichtbar ist und vor dem Brechen (gefälschter) Siegel überprüft werden kann. Aber leider hilft das nur gegen schlechte Fälschungen, die optisch als solche erkennbar sind.
Am Ende des Tages wird es niemals einen vollständigen Schutz gegen Betrug geben können, Weder beim Neu- noch beim Gebrauchtkauf. Man kann maximal aufmerksam sein und noch so viele Betrugsmaschen kennen bzw. sensibilsiert sein, es kann einen trotzdem irgendwann erwischen.
Der bestmögliche Schutz ist meiner Meinung nach, gerade bei hochpreisigen Produkten, deren Kaufpreis einem bei Verlust/Betrug wirklich weh tut, in einem renommierten Shop mit bekanntermaßen kulanter / kompetenter Reklamationsabwicklung zu kaufen. Und dann landet man bei Mindfactory, Alternate, Amazon & Co.
Damit geht auch unter Umständen einher, dass es nicht der bestmögliche Preis für das Produkt ist.
 
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