News Intel: "...nicht einmal in den Top 10 der Halbleiterunternehmen"

Wahnsinn wie Intel seit 2017-18 vom Marktführer zum schwer angeschlagenen Großkonzern verkommen ist.

Vorallem der Fakt das Intel seit dem 14nm Prozess keine marktführende Fertigung mehr besitzt ist beunruhigend. 10nm wurde ewig verschoben und hätte den 3000er/5000er Ryzens und Epycs das Leben deutlich schwerer machen können.

Jetzt ist Intel 18A auch "geflopt" wobei die aktuellen Intels ja durchaus effizient sind. 18A wäre für den Fertigungsmarkt eine tolle Alternative für TSMC oder Samsungs schwächelnde Fertigung gewesen.
Die aktuellen Intels sind so effizient, weil die Chiplets von TSMC stammen. Quelle: Intel Ark. Aber man macht da jetzt kein großes Trara um diese für die Chipfertigung von Intel beschämende Tatsache.
 
Das überrascht mich wenig, dass es bei intel deutlich abwärts geht und das ist definitiv noch lange nicht das Ende.
Vor allem wenn man sich den Serverbereich anschaut, gewinnt AMD dort immer deutlicher Marktanteile und auch im Notebooksegment ist die Konkurrenz deutlich größer für intel.

Das einzig richtige - was ich auch schon seit Jahren predige - wäre eine Abspaltung der Fertigung in eine vollkommen von intel unabhängige Fertigung. Denn kein Konkurrent wird bei intel fertigen, so lange sie noch ihre Finger mit drin haben.

Ansonsten könnte es auch gut sein, dass intel vollkommen in der Bedeutungslosigkeit verschwindet, da wir durch ARM mittlerweile eine deutlich andere Konkurrenzstruktur haben als noch vor 15 Jahren.

Ich bin aufjedenfall mal gespannt, wann nach Nvidia auch AMD intel im Umsatz überholen wird. Meines Erachtens wird dies nächstes Jahr der Fall sein, da intel KI einfach vollkommen verpennt hat.
War schlicht und ergreifend ein Gaudi mit ihnen in dem Bereich.
 
Als jemand der seit gut 25 Jahren Intel CPUs mit Freude nutzt für sein Gaming- & Produktivsystem bin ich wirkliche gespannt wie die Geschichte weitergeht.

Auf meinen Laptops läuft mittlerweile AMD und da kann ich bisweilen auch nicht klagen. Solange die Leistung passt ist alles gut, egal woher der Wind weht.
 
Ich hatte damals den AMD Phenom 2x4 der mich jahrelang begleitet hat, dann habe ich zu intel gegriffen und leider 2 schlechte erfahrungen gemacht. 1: der CPU lebte etwa 5 Wochen. 2: Kurz darauf kam das sicherheits update das die Leistung stark senkte (update wegen irgendeiner sicherheitslücke, ich weis nicht mehr genau was da war ein paar jahre ist es schon her), daraufhin habe ich wieder zu AMD gewechselt. Intel kommt mir nicht mehr in den PC.
 
Die Risikobereitschaft war bei der Fertigung deren Problem.
10nm war extrem überspannt, sie wollten zu viel, der Prozess sollte gegenüber TSMC und Co. viel mehr ermöglichen.
Damals galt noch Intel Dings ist so viel Wert wie das von dem, und da wollten sie noch eine Schippe draufsetzen.
Und da kamen sie ins Straucheln und haben komplett die Spur verloren und wollten dann aber immer wieder zurück an die Spitze, mit der gleichen Strategie.
Risikobereitschaft war weniger das Problem als die Tatsache das Intel hier schlicht mit DUV am Ende des technischen machbaren war. Das ganz blöde für Intel es gab keinerlei alternative, EUV kam erst später. Intel ist hier zumindest Anfangs eher opfer ihres Erfolges geworden und später hat man mit Verfügbarkeit von EUV den Umstieg auf die Technologie "verschlafen" und den nur für die neuen Prozesse vorgesehen.
 
Man hat sich seit 2011 auf den eigenen Lorbeeren ausgeruht.

Haben sie nicht.

Immer nur ein gleicher 4 core Aufguss mit ein paar % mehrleistung Jahr für Jahr....man hatte es ja nicht nötig.

Sie die CPUs schon weiter entwickelt, wir haben nur nicht mehr bekommen, weil der Bulldozer so ein Flop war. Rückblickend wird sich Intel wohl wünschen, dass sie AMD damals platt gemacht hätten, haben sie aber nicht. Ivy Bridge war mit 6 Kernen angedacht und schon Sandy Bridge E sollte 8 Kerne haben, damit man mit AMD mithalten kann. Nach dem FX 8150 war klar, dass da nichts kommt.

Wie tief die berühmte Schublade war, konnte man sehen, als der 10nm Prozess nicht in Gang kam. Plötzlich war die Skylakearchitektur auch mit 10 Kernen möglich, das hat bis Zen 3 auch einigermaßen gereicht.

Selbst gegen 2017-2018 als AMD mit Zen(+) Gas gegeben hat, man an noch gepennt. Das hat sich halt gerächt. Rund 10 Jahre Nichtstun ist halt in der Halbleiterbranche eine Ewigkeit.

Das stimmt halt eben nicht.

Intel war zu jeder Zeit sehr aktiv. Nach Skylake sollten Cannonlake und Icelake kommen, die haben eben Seltenheitswert, weil die 10nm Fertigung eben nicht in Gang kam. Auch darüber hinaus war Intel mit vielen Ideen unterwegs. Larabee sollte Nvidia den Grafikthron streitig machen und mit Optane hatten sie eine Speichertechnik entwickelt, die absolut überlegen war.

Im Prinzip trifft auf Intel eben das alte Fußballerzitat zu: "erst hatten wir kein Glück und dann kam auch noch Pech dazu".

Ein Glückliches Händchen hatten sie beim Netbookboom, da hat AMD gepennt und vorher die überlegenen Geode CPUs einstellt. Gepennt hat Intel bei den Smartphones, aber die hat kaum jemand kommen sehen, da ging es AMD, Microsoft und Nvidia nicht viel besser.

Das heißt: Microsoft hat das schon über 10 Jahre zuvor kommen sehen, sie waren nur in dem Moment nicht bereit. Win 8 kam mindestens 3 Jahre zu spät, auch wenn die Vision in der Hinsicht genial war.

Alles, was danach kam, brachte doch nur mehr oder weniger heftige Probleme mit sich.

Der 13900K war für sich genommen, schon eine Wucht und der 14900K hat sich mit dem 7950X und 7950X3D geprügelt. Da gab es dann natürlich das Problem mit der Elektromigration, dafür hat man jetzt 5 Jahre Garantie.

Das einzig richtige - was ich auch schon seit Jahren predige - wäre eine Abspaltung der Fertigung in eine vollkommen von intel unabhängige Fertigung.

Das Problem ist recht einfach: solange die Fertigung Probleme hat, wird keiner einen guten Preis bezahlen. Das sind dann die berühmten Heuschrecken, die Unternehmen billig aufkaufen, sanieren und dann teuer wieder verkaufen. Wenn die Fertigung hingegen wieder auf dem Damm ist, dann hat Intel keinen Verkauf nötig.

Denn kein Konkurrent wird bei intel fertigen, so lange sie noch ihre Finger mit drin haben.

Es ist ja auch nicht die direkte Konkurrenz, Nvidia und AMD haben wenig Gründe, von TSMC wegzukommen. Es sind kleinere Unternehmen, die andere Dinge herstellen.
 
Liest sich ja fast wie eine Grabrede...^^

Aber Gut das man so Hart mit sich selbst ins Gericht geht und offen dazu.

Ich bin weiter vorrangig dort Kunde. Mir gefällt das Zeug angesichts der ausgegebenen Kröten einfach zu Gut.
 
Aber die Mühlen im OEM-Bereich mahlen nun mal langsam. Vor nun fast 5 Jahren hat AMD Intel mit dem Ryzen 5000 zum zweitplatzierten degradiert und immer noch sind 75% der Notebooks und Fertig-PCs mit Intel-CPUs ausgestattet. Den Marktanteil kann der DIY-Markt nicht ausgleichen, es ist immer noch ein weiter Weg bis es 50/50 steht. Von daher wünsche ich Intel nicht zuviel Glück bei den neuen Produkten, sodass AMD noch etwas mehr aufholen kann.

Dass AMD aufholen soll, wäre gut. Allerdings wünscht sich niemand ein Monopol für AMD, weil sie sonst den gleichen Murks fabrizieren, den Intel fabrizierte und dann der gleiche Mist bei rum kommt.

Wenn AMD auch mehr bei Firmen wie HP, Dell, Lenovo usw. ankommt, wird AMD sicher auch mehr bei OEM's verbaut.

Die Verkaufszahlen gehen ja an denen auch nicht vorbei und schließlich haben sie auch Workstations und Serverinfrastruktur am Laufen, bei derer AMD momentan ein besseres P/L-Verhältnis bieten kann.
 
Dass AMD aufholen soll, wäre gut. Allerdings wünscht sich niemand ein Monopol für AMD, weil sie sonst den gleichen Murks fabrizieren, den Intel fabrizierte und dann der gleiche Mist bei rum kommt.

Wenn AMD auch mehr bei Firmen wie HP, Dell, Lenovo usw. ankommt, wird AMD sicher auch mehr bei OEM's verbaut.

Die Verkaufszahlen gehen ja an denen auch nicht vorbei und schließlich haben sie auch Workstations und Serverinfrastruktur am Laufen, bei derer AMD momentan ein besseres P/L-Verhältnis bieten kann.
Deswegegen hab ich ja auch von 50/50 im Idealfall gesprochen, Monopole sind immer schlecht für den Kunden.
 
Das Problem ist recht einfach: solange die Fertigung Probleme hat, wird keiner einen guten Preis bezahlen. Das sind dann die berühmten Heuschrecken, die Unternehmen billig aufkaufen, sanieren und dann teuer wieder verkaufen. Wenn die Fertigung hingegen wieder auf dem Damm ist, dann hat Intel keinen Verkauf nötig.

Die Fertigung wieder auf den Damm zu bringen ist sehr kostspielig und aktuell kann sich das intel einfach nicht leisten, wenn man sich die Zahlen mal genau anschaut...
Von daher ja ein Verkauf/Ausgliederung und Einbringung von frischen Partnern/Kapital ist die einzige Option, auch wenn es intel erstmal Geld kostet.
AMD hat die Trennung von ihren Fabs ja auch erstmal Geld gekostet und im Nachinein aber den Arsch gerettet.


Es ist ja auch nicht die direkte Konkurrenz, Nvidia und AMD haben wenig Gründe, von TSMC wegzukommen. Es sind kleinere Unternehmen, die andere Dinge herstellen.

Nvidia hat sich die Fertigung zumindest mal angeschaut und intel würde gerne einen Kunden wie Nvidia haben wo auch entsprechend Volumen dahintersteht.
Von daher stimmt das nicht ganz was du behauptest. Wobei man auch die ganzen Qualcomms und co gerne haben möchte, nur muss sich intel da mehr öffnen. Aktuell sind sie noch zu sehr auf die Abstimmung mit ihren eigenen Produkten fokussiert und das kostet sie imo Kundschaft.
 
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