Informatikstudium

Mir macht es schon total spaß ein Programm zu schreiben, wo meinetwegen ein Knopf, wenn er angeklickt wird im Fenster rumhüpft, ein anspruchsvolles Programm muss noch 1000mal toller sein.
Hauptsache, ich kann meinen Code schreiben!
Und ich hab nicht vor, später was Hardwaremäßiges zu machen, ich will an Programmen (mit)arbeiten.
 
Naja aber bei anspruchsvolleren Projekten wird das dann schon anders. Vielleicht versucht du mal ein Praktikum in einer Software-Schmiede zu kommen.
 
Mir macht es schon total spaß ein Programm zu schreiben, wo meinetwegen ein Knopf, wenn er angeklickt wird im Fenster rumhüpft, ein anspruchsvolles Programm muss noch 1000mal toller sein.
Hauptsache, ich kann meinen Code schreiben!
Und ich hab nicht vor, später was Hardwaremäßiges zu machen, ich will an Programmen (mit)arbeiten.

Wenn du Informatik studiert hast, machste das aber eher weniger. Da sitze eher da und zeigst das dein Algorithmus das richtige Macht, terminiert und auch ansonsten gewisse Eigenschaften hat.

Danach implementierst du den dann eventuell auch noch, aber kann auch sein das du einfach nur UML machst und das wars.
 
Na ja, wenn du programmieren möchtest, dann solltest du vielleicht eine passende Ausbildung machen oder auf eine FH gehen (so weit ich weiß, ist die FH mehr Programmieren und weniger Theorie).

Ich glaube nicht, dass einen das Informatikstudium an einer Universität wirklich zum Programmierer ausbildet - ich für meinen Teil hatte nur eine einzige Vorlesung "Programmieren", und eine Handvoll Praktika, wo ich etwas programmieren musste, der Rest ist... halt nicht programmieren.

DK
 
Jo so siehts halt aus, wie DubioserKerl (btw lustiger Name :D) sagt. Ich hab ja selbst im Prinzip fast alle Vorlesungen für den Informatik Bachelor gehört. Da is nicht viel mit programmieren.

Vorallem, warum willst du mit so ner Ausbildung programmieren? Programmieren kann jeder. Das ist einfach nur Code runterhacken. Wenn dann kümmerste dich um Algorithmen etc. Für den Rest hat man, jetzt mal etwas überspitzt gesagt seine Inder die das richtig kostengünstig machen.

Jetzt nicht falsch verstehen, aber Programmierer wirste mit nem Informatikstudium eher nicht. Klar kannste das im Prinziep auch, aber du machst es viel zu wenig, und ner Firma wirst du dafür dann später auch öfter zu teuer sein, um einfach Code runter zu hacken.
 
Na ja, "jeder" kann sicher nicht programmieren.

Aber wenn man dreiviertel der Arbeit vor dem Programmieren erledigt hat (ich rede hier von Software-Engineering ;)), dann ist der Rest auch nicht mehr soooo wild.

DK
 
Mmh, wo hast du das denn her?:what:

Für Projekte kann der Wechsel eines Programmieres genau tötlich sein wie eines Gamedesigners! Jeder der an einen Projekt beteiligt ist, ist mehr oder weniger schwer zu tauschen, und wenn die BWLer das nicht begreifen endet das in der Regel in einem Desaster.

Was willst du denn genau machen? Ohne diese Information kann ich dir leider nicht sagen was gut wäre.

Wenn es um ein Spiel geht wo die Grundidee auf den Gamedesigner basiert so wie es normalerweise auch sein sollte, ist dieser nicht auswechselbar. Das hat etwas mit Kunst zu tun und Talent, nicht das man für Programmieren kein Talent um wirklich spitze zu sein aber das ist etwas anderes. Programmieren kann jeder lernen im prinzip der eine gut der andere schlechter, gute Game Designer haben schon Bilder im Kopf und können sich Szenen ausmalen seit ihrer Kindheit. Die bilden sich bestimmte Fantasien usw. in ihren ganzen leben zusammen. Es gibt Szenen aus Spielen die haben sich Gamedesigner schon zusammngestellt als die noch garnicht wussten was die machen sollen. Nur um das jetzt mal grob zu erklären...
 
Das verhilft Programmierern aber auch zu einem Vorteil, oder nicht?
Wenn ich bereits mit vielen IDEs und APIs gearbeitet hab, fällt es mir dann nicht auch leichter, in ein schon bestehendes Projekt reinzufinden?

@Sysnake
Algorithmen zu entwickeln ist ja schön, aber den Code runterhacken will ich dann immernoch!
 
@Sysnake
Algorithmen zu entwickeln ist ja schön, aber den Code runterhacken will ich dann immernoch!

Das sagst du vielleicht jetzt, aber nach der x-ten Implementierung wo du dich wieder durch tausende Zeilen Code wurschteln musst wird das hart. Von "auf einen Knopf drücken und irgendwas passiert" ist dann nichts mehr übrig.
 
Der Sinn eines Studiums ist... äh... überwiegend, den Leuten beizubringen, sich selber Sachen beizubringen. Oder so was.

Informatik als Studienfach ist halt eben nicht nur Software schreiben, sondern viel mehr: (Unvollständige Liste incoming)

  • Was ist überhaupt von einem Computer berechenbar? (Berechenbarkeit)
  • Wenn etwas berechenbar ist, ist es dann in brauchbarer Zeit berechenbar? (Komplexität)
  • Wenn ich ein Programm habe, wie kann ich dann beweisen, dass es auf jeden Fall immer genau das macht, was ich will? (Verifikation)
  • Wie funktioniert so ein Rechnersystem überhaupt? (Rechnerstrukturen)
  • Wie ist der Weg "Quellcode --> Laufender Maschinencode" (Compilerbau)?
  • Wie können Rechnersysteme kommunizieren? (Netzwerkalgorithmen)
  • Wie kann ich Aufgaben so stellen, dass sie parallel verarbeitet werden können? (High Performance Computing)
  • Wie ist der Weg von einem Haufen Daten hin zur 3D-Anzeige auf dem Bildschirm (Computergrafik)?
  • Wie kann ich sicher kommunizieren (Kryptographie)?
  • Wie plane und entwickele ich eine Software, so dass möglichst wenig Fehler entstehen und die entstehenden früh erkannt werden?(Softwaretechnik)
  • etc. pp. usw. usf.

DK
 
Zuletzt bearbeitet:
Vorwissen ist immer schwierig, da der Stoff trotz Bachelor/Master-System immer anders ist und vor allem immer anders präsentiert wird.
Solide Mathekenntnisse und Programmiersprachen wie Java oder C++ sind allerdings nie verkehrt.
 
Vorwissen ist immer schwierig, da der Stoff trotz Bachelor/Master-System immer anders ist und vor allem immer anders präsentiert wird.
Solide Mathekenntnisse und Programmiersprachen wie Java oder C++ sind allerdings nie verkehrt.

Stimmt schon, allerdings muss ich dazu ergänzen:
Mit meinem Wissen aus dem Mathe-LK kam ich kein halbes Semester weit, und das Wissen aus dem Informatik-LK (ja, so was gibts bisweilen :wow:) hat je nach Vorlesung eine bis 4 Wochen gehalten. :ugly: Und selbst wenn man was nicht weiß, in den Vorlesungen im ersten Semester fängt eh alles bei 0 an.

DK
 
Naja klar lernst du im ersten Semester immer noch mehr als auf dem Gymnasium, aber ein solides mathematisches Grundverständnis hilft ungemein. Ich war übrigens auch im Informatik-LK und zumindest im Studium Medienproduktion hilft es mir ungemein, an sich reicht es für den Teil sogar komplett aus :-)
 
Noch bin ich nicht fertig, aber wenn ich mein Diplom habe (ja, ich bekomm noch eins :daumen:) will ich erst mal versuchen, eine Promotionsstelle zu bekommen. Und dann... mal sehen :-D

DK
 
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