in der suchfunktion nix gefunden also hier meine frage

Um mal freundlich etwas zum Topic beizutragen:

Du suchst, bzw für dich passend wäre folgendes Produkt. Schön Starr für einmalige Verlegung.
Löten kannst du die auch, reinpassen sollten sie gerade so in die ATX/EPS/PCI-E-Buchsen, aber dann nur noch einzeln. SATA wird damit wohl etwas komplizierter, da ich nur vergossene Stecker oder in Form von "Stromdieben" kenne.

EDIT: Die alten Crimp-Kontakte kann man mit viel Feingefühl wieder aufbiegen und verlöten, was man auch tun muss, damit der "schwere" 1,5er Draht wenigstens mittig ausschaut.
 
1. Hier in diesem (Unter-)Forum sind wir wohl eher die 1%, die alles ein wenig "anders" machen wollen, und nicht die 99% PC-"Bauern"
Ich bin insgesamt von den Leuten ausgegangen, die PCs selber bauen. Es gibt viele davon, die sich um Casmodding und PCGH nicht wirklich scheren oder es garnicht kennen. Die Hersteller von NTs bedienen ja den gesamten Markt und nicht "nur" uns Enthusiasten. Insgesamt werden Modder sicherlich einen Bruchteil der Menschen ausmachen, die PCs selber herstellen. Und die Modder modden eben, wenn sie Veränderungsbedarf haben. Dies aber auf eigenes Risiko, das muss man immer dazu sagen.

2. Um einen funktionierenden Rechner, der vielleicht nicht toll aussieht, geht es dem TE doch augenscheinlich nicht.
Mir ging es nicht darum, um was es dem TE geht sondern darum, aufzuzeigen, warum NTs nunmal so gebaut werden, wie sie gebaut werden und nicht mit 5 cm Molex-Kabeln und 20 cm ATX-Strängen, da der Beitrag für mich implizierten, dass NT-Hersteller keine Ahnung haben, da sie nicht so bauen, wie der TE es sich wünscht. Ob das, was der TE vorhat, am Ende toller aussieht, ist ja auch nicht unbedingt als Fakt gegeben. ;)

3. Wenn er es selber machen möchte, bringt es nicht wahnsinnig viel, ihm vorzuschlagen, dass er doch für 500 Euro jemanden die Arbeit machen lassen kann.
Aber es wurde doch über die Arbeit der NT-Hersteller gemeckert. Ich habe - wenn auch nicht nicht ganz ernst gemeint - einen "Vorschlag" gemach", wie er an ein NT kommen könnte, das seinen Anforderungen genüge trägt, weil die existierenden ja anscheinend alle ungenügend sind und blödsinnige Kabel zu haben scheinen.

4. Welche mannigfaltigen Beispiele für Probleme bei einer Verkabelung mit starrem Draht gibt es denn in diesem Anwendungsfall? Das wäre mal interessant zu wissen, für den TE und auch vielleicht für andere, die nur mitlesen.
Ich glaube das könnte jemand, der sich in der Materie auskennt, wesentlich besser und fundierter darlegen - oder vielleicht auch aufzeigen, dass ich falsche Infos verbreitet habe und alles kein Problem darstellt. ;) Aber ich habe schon oft gehört, dass bereits Sleeven oder Kürzen von Kabeln von Fachseite sehr kritisch gesehen wird. Was ich mal gelesen habe ist, dass bei solchen verbundenen Kabeln die Gefahr eines Kabelbrands höher sein soll als bei gebündelten, aber dennoch frei umlüfteten Kabeln. Womit dann prinzipiell alle herstellerseitig gesleevten Kabel problematisch wären.

Da habe ich also vielleicht übers Ziel hinaus geschossen, gebe ich zu - nobody's perfect. Dennoch handelt es sich bei der ganzen Geschichte um elektrischen Strom und der hat seine Tücken. Aus dem Grund lasse ich meinen PC auch nicht mehr laufen, wenn ich aus dem Haus gehe. Bei mir sind so ziemlich alle Kabel neu konfektioniert und gesleevt. Wenn mal wirklich was brutzeln sollte, will ich eingreifen können. Ob sich hier aber noch jemand vom Fach hier in den Thread verirrt ist eher unwahrscheinlich. Anfangs wurde ja auch schon vor Gefahren gewarnt, was dann aber als "gegen den TE wettern" weggeschmettert wurde, was ich nicht wirklich nett fand.

5. Dass der Hersteller natürlich nicht wissen kann, wie lang du deine Kabel im Rechner brauchst, dürfte (hoffentlich :D) auch dem TE klar sein. Ich denke mal, er wollte damit nur die Problematik aufzeigen, die er eigentlich beheben möchte.
Okay, ich habe das wahrscheinlich in einem anderen Tonfall gelesen. Für mich klang es durchaus wirklich so, als würde der TE erwarten, dass ein NT nach einen Vorstellungen existiert.


Mag sein dass der Umgangston hier nicht der beste war, aber noch lauter in den Wald zurückrufen wird das Problem nicht beheben, eher verstärken. Und in einem Forum, in dem sich alle gegenseitig angiften, wollen wir doch alle nicht?
Ich finde ehrlichgesagt nicht, dass ich noch lauter zurückgerufen habe. Und ich weiß auch nicht, ob es immer das beste ist, wenn man zu so etwas nichts sagt. Ich fand die Beiträge eben teilweise recht aggressiv formuliert und daher wollte ich quasi durch meinen Ton fläche zum Reflektieren geben. Ich wurde schon für viel weniger viel arger angemacht und musste damit klar kommen. Mittlerweile bin ich dankbar dafür, da mir so in der Vergangenheit öfters eigene negative Verhaltensweisen erst klar geworden sind, die ich vorher nicht als solche auf dem Schirm hatte. Aber ich gebe gerne zu, dass es vielleicht etwas zu ruppig war. Ich möchte den TE ja auch nicht persönlich angreifen.

Vielleicht hat ja doch jemand noch einen Tipp für den TE, was für einen Durchmesser man bei starrer Verdrahtung nehmen sollte.
Das Problem ist, dass sich wohl niemand wirklich traut: Ich persönlich nutze für meine eigenen Kabel 1 mm², genau das Kabel, das Gosumodz verwendet. Das ist ausreichend dimensioniert für normale, frei verlegte, Leitungen. In PCs sind idr. AWG 18 (entspricht 0,75 mm²) oder AWG 16 (entspricht ca. 1,3 mm²). Letzteres wird in High-End Netzteilen verwendet. Kritisch wird es aber meistens da erst, wenn zwei Grafikkarten an einem Strang hängen, wie das leider sehr oft der Fall ist. Nur sage ich dazu, dass ich überhaupt nicht den Ansatz einer Garantie abgebe, falls ein PC mit diesen Querschnitten abraucht. Alles 100 % eigene Verantwortung!
Und wie gesagt, ob 1 mm² gut ist bei steifen Drähten nehmen sollte, weiß ich nicht. Allgemein stelle ich mir das sehr schwer vor: Die Kontakte sind zum Crimpen ausgelegt - kann man nicht bei starren Drähten. Dann müssten die wieder isoliert werden. Ich würde eher vorschlagen, flexible Leitungen zu nehmen und diese so zu bearbeiten, dass sie eben fest werden. Ich frage mich, ob es dafür ein Mittel gibt. Bei Puzzles kann man ja auch so eine Art Kleber drüber pinseln, der dann eine Verbindung herstellt, die alles zusammen hält. Wenn man so etwas finden könnte, dass die Isolierung der Kabel nicht auflöst, was jedes einzelne Kabel in Form halten könnte (ohne alle zusammen zu kleben), wäre das vielleichr ein Weg. Oder halt sehr straffes Sleeve, wobei das nicht mit allen Materialien funktioniert. Die Kabel von Gosumodz sind übrigens recht streif. Eigentlich ist das bei Netzteilkabeln eh gut, finde ich. Man kann sie sich so drehen wie man möchte und dann halten sie die Form einigermaßen, während sehr flexible Adern (wie die Conrad-Leitungen z.B.) meistens machen, was sie wollen.

Ich finde die Idee an sich ja auch interessant. Ich meine sogar, sowas schon mal irgendwo gesehen zu haben. Da waren es aber sehr straff gesleevte Kabel (bei MDPC-X Sleeve erzeugt man dadurch eine unglaubliche Formbarkeit und kann so Wellen im Kabeln nach belieben raus bekommen), die einfach genau in der passenden Menge konfektioniert wurden. Dadurch konnten sie ihre Form perfekt halten. Aber ob das in Frage kommt, weiß ich natürlich nicht. Obwohl ich schon mehrere NTs gesleevt habe komme ich auch lange nicht an diese Perfektion ran. Da war wirklich jedes Kabel exakt perfekt in der Länge, jeder Shrink 100 % gleich lang, jedes Sleeve bis zum Anschlag gespannt. Ich kann ja mal versuchen, ob ich sowas an einem Kabel hin bekomme und dann die Ergebnisse posten.

Ich frage mich gerade, ob vielleicht die Kabel zusammen "Nähen" eine alternative wäre: Irgendwo auf Youtube gibt es Videos, wo jemand mit dünnem Nylonband die Adern quasi zusammen bindet, die dann in der Form bleiben. Wenn man das geschickt macht, dann sieht man es kaum. Oder alternativ Kabelklammern: Cable Clamps Wenn man die geschickt einsetzt, kann man schon einen sehr coolen, technischen Look erzeugen.
 
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Ich habe schon viele Sleeves ohne Shrink gesehen, das kann ohne Probleme klappen. Zur Not die Sleeves an den Enden mit einer heißen Nadel andrückend ankleben,
ist sehr frimelig. Aber haben die steifen Drähe nicht einen höheren Widerstand bei gleichem Durchmesser gegenüber den flexiblen?
 
Das Problem bei 1,5 mm² starren Leitungen ist jetzt nur noch, wie man die vernünftig an die Terminals bekommt. Normalerweise ist crimpen da das Mittel der Wahl. Aber das fällt da flach, also müsste man löten. Als Laie habe ich keine Ahnung, ob und welche Nachteile sich damit ergeben. 90° SATA-Buchsen fallen allerdings flach, weil das Kabel in die "Klingen" gedrückt wird und das bei ner starren Leitung schwierig ist. Selbst 1 mm² flexible Adern bekommt man sehr schwer da rein, weshalb ich für diese Stränge dann auf 0,75 mm² ausweiche, wenn ich solche Kabel baue. Idr. reicht das auch für die geringen Ströme von HDDs und SSDs locker aus, wenn man nicht 5 HDDs an eine Ader packt und alle sehr hohe Anlaufströme benötigen. 60 - 70 Watt (bei 12V, bei 5 Volt brennt das Kabel wahrscheinlich durch) dürfen auch da drüber.

1,5 mm² dürften (ich garantiere wie gesagt für nichts ;)) locker ausreichen. Das mit dem Widerstand weiß ich auch nicht, da müsste vielleicht noch eine Recherche statt finden.
 
90° SATA-Buchsen fallen allerdings flach

Gerade dort sollte es ideal werden. Ein kurzes Stück in der Leitung abisolieren, in die Klemmen legen und festlöten.

60 - 70 Watt (bei 12V, bei 5 Volt brennt das Kabel wahrscheinlich durch) dürfen auch da drüber.

Bei 5V wird es noch nicht durchbrennen, eher könnte man es als Handwärmer nehmen. :D
Sorgen täte ich mir dann eher um die Kontakte machen.

Das mit dem Widerstand weiß ich auch nicht, da müsste vielleicht noch eine Recherche statt finden.

Der Widerstandsunterschied zischen massiv und flexibel dürfte bei so einer "hohen" Spannung wie 12V wohl kaum eine Rolle spielen. Viel wichtiger wären saubere Übergangswiderstände der Klemmstellen.
 
Der Widerstandswert wird bei Knicken im Kabel relevant. Wenn ich das richtig verstanden habe, wie es der TE verbauen will, dann hast du in einer Leitung mehrmals einen Knick drin, ungefähr so wie hier:
jpg3.jpg

Ist jetzt nicht das beste Bild und meine Kabelbäume, die ich noch als Ferialarbeiter gebastelt habe, sahen hübscher aus. Aber an den Knicken in den braunen und blauen Leitungen sieht man ungefähr, wie das dann werden soll. Würde also bedeuten, dass da mehrmals ein höherer Leitungswiderstand auftaucht. Allerdings bezweifel ich auch, dass das bei den kurzen Längen, die in einem PC-Gehäuse vorliegen, etwas ausmachen wird.

Ein Adernquerschnitt von 1mm² ist mit maximal 19A belastbar. Nehmen wir mal sicherheitshalber nur 15A, könnte man mit 5Volt maximal 75Watt rausholen, bei 12V 180Watt. Wohlgemerkt auf einer einzelnen Ader! Bei 15A wird die Leitung ziemlich sicher handwarm. Wenn ich jetzt mal davon ausgehe, dass ein Molex-Stecker für ca. 130Watt zertifiziert ist, reicht 1mm² bei 12V vollkommen aus, um ca. 4 3,5" Festplatten zu befeuern.

Hab mir das alles noch aus alten Schulunterlagen zusammengereimt. Wie heißt es so schön im Lotto: Ohne Gewähr :) Hat noch jemand etwas bessere Info zur Belastungsfähigkeit?
 
Reguläre Mini-Fit Jr. Kontakte (die im ATX, GPU, CPU Kabel sowie bei modularen Netzteilen) sind für 9 Ampere ausgelegt: http://www.deutsch.molex.com/molex/products/datasheet.jsp?part=active/0039000038_CRIMP_TERMINALS.xml

Es gibt hier auch Vertreter für AWG 16, nur habe ich die noch nirgendwo gefunden und weiß nicht ob die höher belastbar sind.

Wenn die Leitung das zuzüglich etwas Toleranz ab kann, sollte man auf der einigermaßen sicheren Seite sein. Was die "Molex" (ich glaube die heißen nur umgangssprachlich so) Kontakte bei 4-Pin Kabeln angeht habe ich da keine wirklichen Informationen, die finde ich nämlich bei Molex nicht, was die Bezeichnung irgendwie komisch macht.

Wenn die 1,5 mm² Adern wirklich 15 - 19 Ampere aushalten, dürfte sich das doch ausgehen. Jetzt bleibt nur noch die Frage, wie man die Crimp-Terminals technisch einwandfrei auf Adern bekommt, die eben nicht "becrimpbar" sind. Die man früher bei MDPC-X bekam kann ich problemlos auf 1 mm² crimpen, aber das sind halt flexible Leitungen. Die von Gosu gehen ebenso. Aber 1,5 mm² als starrer Draht ist da schon wieder etwas anderes. Ob da Löten wirklich die richtige Alternative ist? Bei KFZ darf meines Wissens nicht gelötet werden, da müssen bestimmte Quetschverbinder zum Einsatz kommen. Wird in dem Fall aber wohl auch etwas mit der andauernden mechanischen Belastung der Lötstellen zu tun haben, die dann vielleicht irgendwann brüchig werden. Aber ob es im PC bei den NT-Kabeln so gemacht werden "darf": Keine Ahnung, sorry. Und andere wege, das Terminal auf die Adern zu bekommen, sehe ich nicht.
 
Wenn die 1,5 mm² Adern wirklich 15 - 19 Ampere aushalten, dürfte sich das doch ausgehen.

Nene, 1mm² starre Ader ist für maximal 19A spezifiziert :) Bei 1,5mm² bist du schon jenseits der 20 Ampere...

Das mit dem Lötverbot hat so seine Gründe. Mit der Zeit wird das Lot, durch Stromfluss und daraus resultierende Erwärmung, weicher. Dadurch können also Schraub- oder Lötverbindungen auch mal locker werden oder aufgehen. Spannklemmen wären da zu bevorzugen. Wenn man aber stark innerhalb der Grenzen bleibt (also bis pi mal Daumen 15A), sehe ich da bei 1mm² noch kein Problem.
 
Sorry, habe das mit den 1 mm² bei dir überlesen und ging von 1,5 mm² aus, die weiter oben verlinkt waren. 1 mm² wäre dann vielleicht die einfacher zu handhabende Nummer. :)
 
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