"8 Bit" kann halt vieles heißen. Das Abbild tatsächlicher 8-Bit-Systeme (u. a. NES & Master System) will eigentlich niemand mehr haben, denn das ist sehr limitiert in jeder Hinsicht. Man kann aber auch 3D im "8-Bit-Antlitz" machen – etwa mittels furchtbarer 8-Bit-Texturen, wie man sie unter anderem in Thief: The Dark Project "bestaunen" kann. Gut gealtert sind hingegen späte 16-Bit-Werke oder fortschrittliches 2D auf 32-Bit-Maschinen. Das ist das Zeug, welches meistens nachgebildet - und mit den von dir genannten, wilden Bezeichnungen betitelt - wird.
Am schlimmsten finde ich ja die Nachbildung von technischen Restriktionen der 3D-Kinderschuhe (Saturn, Playstation 1 oder Software-Rendering am PC). Alles wabert und zuckt in Bewegung, übelste Bröckelkotze, am besten noch mit zeitgenössichen Bildraten in den Teens. Das waren damals keine Stilmittel, sondern es ging nicht anders. Es ist also die gleiche Kategorie wie Filmkorn und Farbverschiebung: Dinge, die man eigentlich nicht mit zusätzlichem Aufwand und Rechenzeit nachbilden sollte.
MfG
Raff