Wer will, der kann jetzt. Wer nicht will, muss nach wie vor nicht. Aus meiner Perspektive ist damit alles in Ordnung.
Falls es sehr, sehr, sehr unwahrscheinlicherweise dazu kommen sollte, dass ich jemals Hogwarts Legacy spiele, werde ich mir keinen Transgender-Charakter bauen, aber das muss ich dann ja auch nicht.
Es ist allerdings immer wieder amüsant zu beobachten, wie sich misanthropische Snowflakes reflexartig aufregen, wenn Andere mehr Freiheiten bekommen, ohne dass ihre eigenen dadurch eingeschränkt werden würden.
(Jeder darf sich selbst aussuchen, ob er sich davon angesprochen fühlen möchte.)
Ja ja, es wird gleich jemand aus der Hecke springen und sagen "Aber ich muss diese Charakter dann sehen!" - Tja, willkommen in der mit anderen Menschen geteilten (ggf. virtualisierten) Realität. Wie sich andere Menschen im echten Leben darstellen, muss man auch ertragen.
Und wenn man schon mal da ist, gleich ein Realitätscheck: Entweder ist das wirklich nur für eine absolute Minderheit von Belang, dann wird man vermutlich ewig und drei Tage spielen können, ohne einem entsprechenden Charakter zu begegnen - und diesen dann womöglich noch nicht einmal als solchen erkennen. Und falls es doch mehr werden, war die Änderung offenbar doch nicht nur für eine Minderheit relevant.
Mir persönlich geht ja das ganze Harry-Potter-Gedöns an sich tierisch auf den Zünder, ob es nun transgenderisiert ist oder nicht. Das ist also ein wenig so, als ob ich mir bei einem abgerissenen Arm Sorgen über einen eingerissenen Fingernagel machen würde.
Aber ich kann es ertragen, dass manche Leuten dieses Schwurbel mögen. Also kann ich es auch ertragen, wenn manche Leute dieses Schwurbel mit Transgender-Upgrade mögen.
Das Leben kann so einfach sein, wenn an jedem Tierchen sein Pläsierchen lässt und sich darauf konzentriert, selbst nicht zu kurz zu kommen.