Hilfe zu erstem Undervolt mit RTX 3060

dollargras

Kabelverknoter(in)
Moin moin :)

Wie der Titel sagt will ich meine 3060 undervolten. Hab von dem Thema wenig praktische Erfahrung, jedoch schon viel gelesen.

Zu meinem bisherigen Vorgehen:
Habe meine Grafikkarte mit Furmark meine Grafikkarte belastet (100% Auslastung). Das ganze hab ich laufen lassen bis die Temperatur sich nicht mehr geändert hat (ca. 65°C).
Und dann hab ich mir an dem Punkt per GPU-Z den GPU Takt (1935 MHz), Memory Takt (1875 MHz) und die Spannung (1,081 V) notiert.

Und wenn ich das jetzt richtig verstehe, geh ich damit jetzt in den Afterburner in das Spannungs-Frequenz-Diagramm und joa.
Was wäre an dieser Stelle jetzt ein guter Anfang? :D
Und warum?

Wäre super nett, wenn ihr mir an dieser Stelle helfen könntet :)
 
Dort senkst du die Volt bei dem gewünschten Takt so weit herab bis es noch stabil läuft, so kannst du den Verbrauch senken, sprich Strom und Geld sparen, was die Temperaturen senkt, die Lüfter ruhiger laufen was zu einer leiseren Karte führt.
Je weniger "Sprit" die Karte mit dem Takt funktioniert, desto mehr Erfolg hast du =)
Da du schon viel gelesen hast, frage ich mich woran es scheitert? Es gibt ja auch schon mehr als genug Artikel und YouTube Videos dazu.
 
Habe meine Grafikkarte mit Furmark meine Grafikkarte belastet (100% Auslastung). Das ganze hab ich laufen lassen bis die Temperatur sich nicht mehr geändert hat (ca. 65°C).
Und dann hab ich mir an dem Punkt per GPU-Z den GPU Takt (1935 MHz), Memory Takt (1875 MHz) und die Spannung (1,081 V) notiert.
Das ganze war vollkommen überflüssig, weil du bis auf die Temperatur keine relevanten Informationen erhalten hast.

Ich hab hier eine kleine Anleitung im Spoiler geschrieben.
Anzumerken ist, dass der OC-Scanner sehr konservativ mit dem Takt ist. Dafür läuft die Kurve in den meisten Fällen stabil. Wenn man manuell den Takt auslotet, sind je nach Spannungspunkt teilweise weitere 100MHz drin.
 
Als kleiner Richtwert, ich habe eine EVGA RTX3060 welche nicht den stärksten Lüfter besitzt und relativ kurz ist. Dank UV ist sie angenehm ruhig und verbraucht unter Vollast rund 130 Watt. Eingestellt habe ich sie so:
Spannung: 0,850V
GPU Takt: 1875Mhz
Ram Takt: +500 (2000Mhz)

Schöner Nebeneffekt, das Spulenfiepen unter Vollast ist kaum noch zu hören im stillen Raum ohne Sound.

Viel Spaß und Erfolg :)
 
Da du schon viel gelesen hast, frage ich mich woran es scheitert? Es gibt ja auch schon mehr als genug Artikel und YouTube Videos dazu.
Was ich häufig gesehen habe, ist das die Leute sich nur einen Punkt aus der Kurve nehmen und den anpassen.
Nur mal als Beispiel:
Sie nehmen sich einen Punkt bei 1V und schauen welchen Frequenz damit noch läuft. Und alle Punkte die darunter liegen werden einfach so gelassen wie sie sind. Dadurch hat die Spannungs-Frequenz-Kurve dann einen Sprung an eben dieser Stelle.
Ist das so die gängige Praxis?
Oder passt man normalerweise alle Punkte an?
 
Das ganze war vollkommen überflüssig, weil du bis auf die Temperatur keine relevanten Informationen erhalten hast.

Ich hab hier eine kleine Anleitung im Spoiler geschrieben.
Anzumerken ist, dass der OC-Scanner sehr konservativ mit dem Takt ist. Dafür läuft die Kurve in den meisten Fällen stabil. Wenn man manuell den Takt auslotet, sind je nach Spannungspunkt teilweise weitere 100MHz drin.
Ich sag mal danke. Aber ich mag nicht so gerne auf Links klicken.
Und zum OC Scanner hab ich schon was gelesen. Den möchte ich nicht benutzen.
Ich will dem System selbst sagen, was es tun soll :)
Viel Spaß und Erfolg :)
Ich bin jetzt in die "andere Richtung" gegangen:
Hab leicht undervoltet auf 1V und gleichzeitig die Frequenz auf 2000Mhz erhöht. Läuft bisher stabil :)

Weitere Berichte folgen...
 
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Grüße,
es ist zwar schon eine Weile her, aber vielleicht hilft es anderen.

Hier findet man meine Einstellungen bzgl. Takt und Spannung und das andere Profil für eine größere Einsparung. So läuft die RTX 3060 etwas schneller im Vergleich zum Referenztakt und die komplette Boardpower (Speicher plus GPU) liegt je nach Anwendung bei 125 - 145 Watt.

Mein 24/7 Setting sind unter Last dauerhaft 1852 MHz Boost-Takt bei 0,9 Volt (teils sind 0,88 V machbar) per Curve-Editor und, wie beschrieben, dauerhaft per Afterburner geladenem Profil. Eine Erhöhung des Speichertaktes lohnt sich meiner Meinung nach hier kaum, hängt aber auch vom Speichertyp ab. Eine RTX 3060 mit GDDR6-VRAM von Samsung schafft in der Regel die Übertragungsrate von 16 Gbps bzw. 2000 MHz Realtakt, 15,5 Gbps (1938 MHz Realtakt) sind immer machbar. In manchen Szenarien habe ich mit 15,5 Gbps höhere Minimal-Frameraten als mit 16 Gbps.

Afterburner Einstellungen und Profil meiner EVGA RTX 3060 Black (Profil entpacken nach X:\...\MSi Afterburner\):
Profil wurde aktualisiert:
-aufgrund höherer Stabilität der GPUs sollten in der Spannungskurve vom Programm Afterburner mindestens 875 bis 912 mV GPU-Spannung für höhere Taktraten ab 1800 MHz genutzt werden
-Speichertakt kann man per Afterburner selbst leicht auf 16 Gbps (+501 MHz) setzen, Standard sind 15 Gbps (1875 MHz)
-1938 MHz (+251 MHz, ca. 15,5 Gbps) sind eigentlich immer möglich (meine Empfehlung, 16 Gbps läuft nicht mit jedem Speichertyp problemfrei)
-Profil "UV" mit noch weniger Spannung hinzugefügt, GPU-Takt beträgt ca. 1750 MHz @0,85 Volt, typische Boardpower 125 Watt
->das Profil "UV1" mit Kombination aus Undervolting und leichtem Overclocking

Eine RTX 3060 mit Standardtakt kann im Taktverlauf stärker angehoben werden als ein OC-Modell (Anhebung der Kurve um x MHz), da sie durch den niedrigeren Takt weiter von ihrem Limit entfernt ist. Bei mir sind es daher +320 GPU-Chiptakt, eine bereits übertaktete GPU mit höherem Taktverlauf kann hier beispielsweise bei +200 MHz stehen.

Wenn es Probleme beim Laden des Profils von Afterburner mit Windows gibt, dann sollte man den Profil-Schutz zum Überschreiben des Profils entfernen (Schloss-Symbol bei den Profilnummern anklicken, geöffneter Zustand).
Andere Quelle zum Undervolting von Ampere-GPU mittels Afterburner (englisch, andere Vorgehensweise im Curve-Editor):

Bild 2, "Afterburner_settings2": Es ist ggf. besser, wenn man die vorgenommenen Einstellungen nur für das 3D-Profil aktiviert und nicht fürs 2D-Profil aktiviert.
 

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Ist zwar schon etwas her...kann ich das Profil auch für eine MSI Geforce RTX 3060 Ventos 3x OC nehmen?

Muss man denn noch was einstellen, wenn man das Profil nutzt?
 
Hallo,
ich habe nur die eine RTX 3060 von EVGA. Ich glaube das Profil funktioniert nur zusammen mit der entsprechenden Karte, also in meinem Fall einer EVGA RTX 3060 Black oder ... Gaming. Du kannst es probieren, glaube aber dann werden die gespeicherten Profile im Afterburner nicht angezeigt - als wären sie nicht da (weil sie nicht passen).

Du kannst somit nur selbst die Einstellungen vornehmen und nachvollziehen.
Im Curve-Editor hälst du ALT-Taste gedrückt und verschiebst die komplette Kurve +150 MHz zum Testen, später nimmst du dann entsprechend mehr. Bei niedrigeren Spannungen ist mehr möglich, da erst dadurch der Takt in Bereiche um 1800 - 1850 MHz kommt. Darüber braucht man meist mehr Saft für kleinere Anhebungen beim Takt.

Willst du maximal 906 mV, also 0,906 V GPU-Spannung anliegen haben, hälst du die SHIFT-Taste gedrückt während du alles rechts dieser Spannung bis ans Ende mit der linken Maustaste markierst. Nun lässt du die SHIFT- und Maus-Taste los und ziehst den rechten Bereich mit den höheren Spannungen nur mit der linken Maustaste nach unten, unter die niedrigeren Spannungen links (also bis alles unterhalb des letzten, nicht markierten Punktes liegt) .

Mit einem Klick auf "übernehmen" glättet Afterburner dann die Kurve wie im Bild zu sehen, außerdem kannst du dann dein Profil speichern und wie im Anhang gezeigt in den Optionen beim Start laden lassen.

Das Powerlimit kann man auch senken, aber dann bleibt der Takt niedrig.
 
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Nein, außer du findest zufällig Foren-Einträge zu Undervolting und jemand nutzt genau deine Karte mit Afterburner und entsprechenden Einstellungen. Die meisten Nutzer machen das Prozedere selbst, weil auch jeder Chip einzigartig ist. 900 mV bei 1850 MHz sind aber oft möglich und ist nach meiner Anleitung kein Hexenwerk.
 
Hi, ich bin bei meiner EVGA RTX 3060 12GB (12G-P5-3657-KR) Karte derzeit bei 1900 MHz @ 850 mV (Afterburner).
GPU-Z zeigt als Boost dann 1959 MHz an. Ich glaube ein paar MHz sind immer noch drin, habe den "Sweet Spot" noch nicht gefunden. Den VRAM (Hynix) passe ich der GPU MHz an, also auch derzeit 1900 MHz anstatt 1875 MHz.
 
Ich habe die gleiche Karte und muss sagen, dass das schon sehr gut aussieht. Ich komme bei 850 mV nicht stabil über 1900 MHz GPU-Takt. =)
 
Habe mal den Heaven Benchmark 4.0 (Extreme) und 3D Mark (Time Spy) laufen lassen. Die Karte taktet mit diesen Einstellungen auf 1920 MHz hoch, daher habe ich nun auch den VRAM auf 1920 MHz angehoben und die Benchmarks wiederholt. Die Temperatur blieb dabei unter 68°C / max 2100 rpm (~25°C Raumtemperatur).

Heaven Benchmark = 3345 Punkte
3D Mark Time Spy = 8707 Grafik Punkte
Board Power Draw = max 132 Watt.
Win11 21H2 22000.2124 / Treiber 545.31 (default)
(habe leider nur PCIe 3.0 und kein Resizable BAR)

Update:
Ich verstehe nicht, warum die Karten nicht mit max 1000 mV anstatt 1080 mV ausgeliefert werden. Damit sollte kein Chip Probleme haben.
 
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Das hat viele Gründe, denke ich.
Bei manchen Chips liegt tatsächlich Potential brach, schlechte GPUs laufen vielleicht wirklich nur mit wenig Spielraum bei der Spannung.
Die Ausbeute pro Wafer soll möglichst groß sein, auch wegen steigender Kosten und Gewinnoptimierung. Die Definition von Stabilität ist beim Hersteller wohl etwas sicherer ausgelegt als unsere durchlaufenden Games und Benchmarks.

Ich bin selbst Fan von Undervolting, aber wenn es zu knapp zur Sache geht, kann das System mit dem nächsten Treiber oder Programm / Game schon instabil werden. Vielleicht werden andere Effekte genutzt, anders kombiniert als bisher oder die Last-Situation in der GPU ist unterschiedlich. Das resultiert dann in der Aussage "aber mein System war bisher immer stabil, liegt bestimmt am Spiel".
=) :kaffee:

Das gute an der RTX 3060 12 GiB ist, dass sie im Gegensatz zu den Konkurrenten RX 6600 / 6650 XT / 7600 PCIe 3.0 16x beherrscht und genug VRAM bietet. Das kann nicht mal der Nachfolger in Form der RTX 4060.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das gute an der RTX 3060 12 GiB ist, dass sie im Gegensatz zu den Konkurrenten RX 6600 / 6650 XT / 7600 PCIe 3.0 16x beherrscht und genug VRAM bietet. Das kann nicht mal der Nachfolger in Form der RTX 4060.
Deshalb hatte ich letztes Jahr von einer GTX 1060 6GB auf die RTX 3060 12GB gewechselt.
Habe ein 25" WQHD Monitor (& 20"UXGA oder 43" 4K TV) und mit der 3060 können ein paar Spiele gut mit 1440p genutzt werden.

Die RTX 4060 ist eher Ressourcenverschwendung und wirklich nur für bis FullHD.
Bin aber mal auf die Tests der 4060 Ti 16GB mit PCIe 3.0 vs 4.0 gespannt.

Hatte eigentlich heute Morgen vor, noch ein paar Benchmarks laufen zu lassen, aber die Nacht hat es sich leider nicht wirklich abgekühlt. Mit den Benchmarks würde ich meinen Raum noch mehr aufheizen, habe auch so schon knapp 28°C Raumtemperatur.

Ich schätze den Sweet Spot bei meiner Karte zwischen 1925 bis 1950 MHz @ 850 mV.
Ich sehe aber viele den Fehler beim Anpassen der Kurve zu machen, nur an einer Stelle die Kurve zu erhöhen. Manche machen sogar Zacken, indem die 3-4 Stellen ziehen. Man sollte aber die gesamte Kurve gleichzeitig verschieben und im Anschluss dann an der gewünschten mV Stelle "abschneiden/abflachen". Damit bleibt der ursprüngliche Bogen bestehen und bei Teillast die Karte stabiler.

Meine Kurve sieht dann so aus:
1688904386031.png
 
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Erkenntnisse aus meinen kurzen Tests:
a) Der Chip scheint in 7,5 MHz Schritten den Takt zu ändern. Da man in Afterburner keine halben MHz eingeben kann, sollte man somit in 15 MHz Schritten den Takt verändern.
Am Beispiel beginnend bei 1875 MHz also: 1875, 1890, 1905, 1920, 1935, 1950, ...

b) Zwischenwerte bzw. "krumme" Werte braucht ihr nicht ausprobieren, denn sobald ihr in Afterburner auf Apply drückt, springt die Kurve in der Regel zum nächsten möglichen Takt. (Afterburner scheint aber weiterhin den falschen +nnn Takt anzuzeigen)

c) Der Chip boosted in der Regel 15 MHz höher als das was ihr in Afterburner einstellt.
Wenn ihr also als Ziel 1950 MHz habt, solltet ihr 1935 MHz einstellen.

d) Je 30 MHz Veränderung muss man wohl ca. 25 mV die Spannung anpassen. Die Spannung lässt sich in 6/7 mV Schritten anpassen. Manchmal reicht schon eine Erhöhung um 6/7 mV damit ein Benchmark durchläuft wie z.B. bei 1875 MHz. Da hatte 825 mV nicht gereicht.

Folgende Werte muss ich noch mit Langzeittests bestätigen:
1875 MHz @ 831 mV (Boost 1890/97 MHz) / VRAM +60 (1890 MHz) = Kurztest erfolgreich
1905 MHz @ 850 mV (Boost 1920/27 MHz) / VRAM +180 (1920 MHz ) = Kurztest erfolgreich
1935 MHz @ 875 mV (Boost 1942/50 MHz) / VRAM +300 (1950 MHz ) = Kurztest erfolgreich
1965 MHz @ 900 mV (Boost 1972/80 MHz) / VRAM +420 (1980 MHz) = Kurztest erfolgreich

Update:
Nach längeren Tests habe ich bei allen vier Profilen +6mV dazu geben müssen, damit es in allen derzeit getesteten Spielen stabil lief.
 
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