compisucher
Lötkolbengott/-göttin
Hmmm... ich kenne das Kritikvideo schon aus dem Thread, den ich durchgelesen habe.Da du im Thema zu sein scheinst, könntest du mal das hier verlinkte Kritik kommentieren: https://extreme.pcgameshardware.de/...in-den-ersten-24-stunden.623682/post-11094917
Würde mich mal interessieren.
Betrachtet man jeden einzelnen Kritikpunkt in sich, muss ich durchaus zugeben, dass der eine oder andere zutrifft.
Aber:
Ich bin 57 und habe Herr der Ringe schon mit 12 gelesen, mein Vater hatte die Erstausgabe von 1970.
Und danach immer wieder und immer wieder gelesen - bis heute.
Ich hatte extrem starke Bilder im Kopf und mich jahrelang gescheut, die Herr der Ringe Verfilmung anzuschauen.
Als ich diese mir dann doch reinzog, war ich maßlos enttäuscht.
Für MICH sehr wichtige Dinge fehlten gänzlich, z. B. Galadriels Klagelied, wo ist es?
Es in vollem Umfang zu rezitieren dauert für einen Film zu lang.
Die Schlacht um Helms Klamm, welch grottige Umsetzung im Vergleich zum Buch.
Ich gewöhnte mich daran, dass ein Film niemals dies ersetzen kann, was im Hirn passiert, wenn man ein (gutes) Buch liest.
Und wen man das dann akzeptieren kann, Herr der Ringe aus der Distanz und rein zur Unterhaltung betrachtet, dann wird es sogar irgendwann gut.
Und mit dieser Einstellung bin ich an die amazon Verfilmung herangetreten.
Und habe es als reine Unterhaltung genossen und empfand es tatsächlich als schönes Unterhaltungskino.
Mit dem Wissen, dass es niemals an die unglaublichen Bilder heranreichen wird, die ich als 12 jähriger mit der Taschenlampe unter der Bettdecke von meinem geistigen Auge sah.
in diesem Sinne: mae govannen, werter @Birdy84
Wenn man das mal bisschen weiterspinnen darf: Ich hab vor einen Film über das Leben von Martin Luther King zu machen. Aber weil die Hautfarbe keine Rolle spielt besetzte ich sie mit einem Weißen, weil der halt in dem Casting der beste von allen war. DEN Shitstorm wird man noch in 100 Lichtjahren Entfernung sehen. 
