HDD Charge erkennen

geohei

Komplett-PC-Aufrüster(in)
Hallo.

Ich will meinen RAID5 Verbund erneuern, und die bestehenden 4 HDDs durch ein größeres Modell austauschen. Ich möchte die HDDs aber nicht alle aus einer Charge (Produktionslinie) kaufen, sondern die 4 HDDs in 2 zeitlich versetzte Käufe aufteilen.

Gibt es eine Möglichkeit (z.B. mittels CrystalDiskInfo), die Charge einer HDD in Erfahrung zu bringen, außer jetzt den Verkäufer zu fragen wann und bei wem er die HDDs eingekauft hat?
 
Naja, prinzipiell hat jede HDD eine eindeutige Seriennummer die man mit Crystaldiskinfo auch auslesen kann. Das problem daran ist, dass nur der Hersteller weiß welche Nummern welchen Chargen zugeordnet sind.

Ich habe beispielsweise zwei identische und gleichzeitig gekaufte Toshiba-Serverplatten drin:
1685176833566.png

1685176842895.png

Wo/wann die beiden Seriennummern vom Band gelaufen sind weiß aber wohl nur Toshiba. :ka:
 
Ich hatte mal die gleichen Modelle eines Herstellers (WD), bei denen die SNs von 2 unterschiedlichen Chargen anders aufgebaut waren. Z.B. 453Nxxxxx war bei den anderen 45ZQxxxxx. Daraus kann man natürlich nicht eindeutig ableiten, dass es sich um eine andere Charge handelt, aber die Wahrscheinlichkeit war groß. Außerdem war der Aufkleber etwas anders aufgebaut.

Ich dachte es gäbe gesicherte Erkenntnisse wie die Hersteller diesbezüglich vorgehen, daher das Post.

Danke für die Antwort.
 
Warum ist das wichtig? Mit einem RAID Verbund ist doch nur die Größe der HDD von belang und wenn du dieselben HDDs später nachkaufst, sollte es doch keine Probleme geben.
 
Es geht vermute ich um Risikostreuung um nicht alle Platten von einer Charge zu haben und dann wenn die Charge "schlecht" ist bzw. Probleme macht dann auch probleme mit allen Platten zu haben.

Die beste Option die man da hat ist eigentlich nur die Platten bei verschiedenen Händlern zu kaufen.
 
Weil gleiche Platten von gleichen Herstellern mit gleicher Firmware (im Rahmen von Serienstreuungen) gleich auf Anfragen reagieren. Wenn du verschiedene HDDs in RAIDs zusammenklöppelst funktioniert das zwar, es ist aber immer eine langsamste Platte bei jedem bestimmten Workload dabei auf die alle anderen warten müssen und der RAID-Controller regeln/syncen muss.

Klar, das funktioniert alles (und im normalen Heimgebrauch wird mans wahrscheinlich nicht mal merken) aber wenn du sehr viele Zugriffe auf das System hast (vor allem schreibend) werden die Reaktionszeiten und Bandbreiten (abhängig von der Qualität des RAID Controllers) deutlich schlechter wenn mehrere verschiedene HDDs zusammen verwendet werden.

Ob das hier für den TE relevant ist weiß ich nicht^^
 
Ernsthafte Nachteile für den Anwender oder eher quasi Messungenauigkeit bei Benchmarks?
Oder alles dazwischen ist auch möglich? ^^
Alles davon :ugly:

Bei harmlosem Workload (etwa nen RAID im NAS) wo man nur gelegentlich ne Handvoll MB schiebt ists messbar aber nicht fühlbar. Wenn man das RAID wirklich als Arbeitstier benutzt, also beispielsweise für große Video/Tonspuren zu schieben oder archivieren kann es durchaus sehr nervig werden. Wenn du da beispielsweise mehrere "Farben" von WD-Platten hast wo nur die Firmware bei mechanisch gleichen Platten anders mit Workload umgeht (da eine auf NAS, ne andere auf Eco, ne andere auf Surveillance optimiert ist) können die sich durchaus gegenseitig im Weg stehen und das merkste im worstcase "deutlich" im Sinne von "es passiert mal 20 Sekunden nix bzw. Datenrate sinkt auf 0 bis der Controller alles gesynct hat".
 
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