AW: Hatred: Epic Games distanziert sich von "Amoklauf-Simulator"
Sieht ganz interessant aus, je nach dem wie viel es kostet wird es eventuell gekauft.
Es mag sein, dass es einige Geschmacklos finden oder so etwas, aber man muss einfach immer bedenken: Es ist nur ein Spiel. Es kommt halt immer darauf an wie die Person vor'm Bildschirm tickt, solange man Realität und Virtualität unterscheiden kann und man sonst einen gesunden Menschenverstand hat, dem dürfte das Spiel nichts ausmachen.
So muss man das denken? Ich finde deine Ansicht zu dem Thema zu einem gewissen Grad... bedenklich.
Ich stimme ja zu das es viel gibt, auch bei Gewalt, wo Spiele nicht zu weit gehen. Aber auch ich finde mit diesem Spiel überschreitet man eine Grenze des Geschmacks der man nicht gerecht werden kann und wohl auch nicht will. Der Sinn in einem Spiel soll ja definieren ob etwas ok ist. Blutige, gewaltätige Horrorspiele, ok, Gewalt weil es zum Charakter einer Person im Spiel passt, ok, Gewalt weil es dadurch etwas mehr an Glaubwürdigkeit gewinnt, ok. Gewalt um der Gewalt willen, bzw. das Berauschen an Gewalt nur der Gewalt willen, alles andere als ok!
Wo ist der Sinn einen Amokläufer zu spielen der unschuldige Menschen tötet? Einen Amokläufer dessen Motive im Spiel wohl gen 0 behandelt und dargelegt werden? Verhöhnt man damit nicht einen schrecklichen Umstand in der eine Person eine äußerst heftige Reaktion vollführt und Menschen mit in den Tot reißt die er nicht kennt und die nicht einmal zwingend an seinem Elend Schuld haben, oder beteiligt sind? Eine Situation in der die Gesellschaft und Angehörige bei den Problemen des Amokläufers oft versagt haben, oder die Augen verschlossen haben?
Wo ist der Sinn dabei ein ganzes Spiel einfach nur darauf auszurichten unschuldige Personen niederzuschießen und so die persöhnlichen Probleme die ein Amokläufer hat und das Leiden der Opfer bei so einer Tat in dieser Weise herab zu würdigen?
Nein, dieses Spiel ist weit davon entfernt noch irgendetwas mit Unterhaltung, oder gar Kunst zu tun zu haben. Dort scheint keine glaubwürdige Behandlung des Themas vollzogen zu werden, oder will man gar dem Spieler vermitteln was in so einer Person annähernd vor geht. Es geht einfach nur darum mit einem kontroversen Thema möglichst viel Aufmerksamkeit erregen zu wollen und ein schwieriges und trauriges Thema, Amoklauf, in eine simple und perversierte Form von Shooter verpacken zu wollen.
Dieses Spiel hat keine Aufmerksamkeit verdient, zumindest nicht mehr als das man die Entwickler für diese Art von Spiel nur bedauern kann. Nein es ist nicht nur ein Spiel, es ist der Versuch ein psychologisch, physisch und geistig komplexes Thema völlig verhamlost darstellen zu wollen, ein Thema was weder für Täter, noch für die Opfer, oder Angehörigen einfach ist.
Darüber sollten alle die die das Thema nur als weiteres Spiel zum durchzocken ansehen nachdenken!
Für mich jedenfalls hört bei diesem Spiel der gute Geschmack auf. Das hat nichts mehr mit "Unterhaltungsmedien" zu tun!
Ich sehe schon die ganzen Gutmenschen und Zeitungen...

Ist und bleibt nur ein Spiel, ab und an kann sowas auch mal ganz unterhaltsam sein. Rockstars Menschenjagd-Reihe oder auch das gleichnamige Spiel zum Punisher haben auch richtig Bock gemacht. Oder Postal anyone?
Nein da ist noch ein gewaltiger Unterschied. In Manhunt hat man keine Unschuldigen Passanten und Personen über den Haufen geschossen und ermordet. Es waren andere Verbrecher vor inzinierter Kulisse für die Medien. Das alles war Teil einer düsteren, perfiden Story. Das ist ein Unterschied.
In Amoklauf geht es nur darum unschuldige Personen in verschiedensten Arten von Amokläufen umzubringen. Motive dafür, Hintergründe der Person die das macht, all das spielt augenscheinlich keine Rolle.
Manch einer sollte wirklich mal seine Einstellung zu gewissen Formen der Videospielgewalt überdenken...