GTX 980ti ASIC 86,7 1480/4001 bei 1,1V

derheldvomfeld

PC-Selbstbauer(in)
Hallo liebe Community,

ich habe mal ein Thema zur ASiC-Qualität gehabt. Hat jemand von euch ähnliche Erfahrungen mit so einem hohen ASIC (86,7%) bei der 980ti. Es ist eine MSI GTX 980ti Gaming 6G die ich bei 1,1V mit 1480/4001 Rockstable im Mini-ITX (Lian Li PC Q08) betreibe.
Durch die gefixte Spannung wird sie selbst bei Crysis 3 4k (Am Stück durchgespielt) nicht wärmer als 73°C!

Ich habe jetzt mal überlegt ob ich vielleicht eine Arctic Hybrid III 140 Wasserkühlung verwenden sollte um in Richtung 1700Mhz zu kommen. Habt ihr Erfahrungen wie sich so ein ASIC bei entsprechender Temperatur verhalten könnte.

Danke....
 

Anhänge

  • ASIC.gif
    ASIC.gif
    70,3 KB · Aufrufe: 323
Tolles Exemplar, vielleicht bekommst du dafür sogar mehr als den Neupreis, da die zum Benchen nicht gerade schlecht gehen.

Von Maxwell hab ich bisher noch nicht gehört, dass die Karten durch niedrige Temps stabiler werden. Ein wenig Spielraum bleibt dir ja auch noch um mal mit 1,15 oder 1,2 Volt die Güte der Karte zu testen.
 
Es ist eher ein umstrittener Wert. Die einen sagen es funktioniert, die anderen sagen, es ginge nicht.
Ich positioniere mich dazwischen, da es in meinem Bekanntenkreis bereits mindestens 3/4 mal gestimmt hat, die 4. konnte ich nicht ordentlich durch testen, aber Undervolting ging nicht so gut.
Da hier im Forum öfters mal Leute ihre Grafikkarten übertakten Frage ich immer gleich mit nach der ASIC um mir ein eigenes Bild von der Glaubhaftigkeit zu machen (deshalb das Interesse an weiteren Wertepaaren Spannung--Takt) und hoffe dabei nicht von anderen gleich so übergebügelt zu werden.
 
FormatC im 3DCenter zum Thema ASIC:

AMD hat keine ASIC. Diesen Wert finde ich eh eher etwas lollig. Ein hoher ASIC-Wert kann durchaus ein Indikator für eine hohe Güte sein, ein niedriger hingegen muss nicht zwangsläufig Müll bedeuten. Mein Golden Sample der 980 von Gigabyte hat einen ASIC von deutlich unter 70, ist aber im Verältnis zur Performance der sparsamste Maxwell, den ich je in der Hand hatte. Das Ding schnappt bei gleicher Performance 20 Watt (!) weniger als die Retail-Karte mit wesentlich höherem ASIC-Wert und ist auch beim OC bisher unerreicht. Der ASIC ist aus meiner Sicht eher eine Urban Legend. Indikator ja, Gütesiegel nein.

Erinnert sich noch wer an die VID der älteren Intels (Q6600 & Co.)? Die errechnete sich auch nach Batch und Position auf dem Wafer, nicht jedoch nach der wirklichen Güte. Es war immer Worst-Case und meistens Stuss. Dazu gibts von mir im Netz auch ein längeres Pamphlet (2008)

Noch ein letztes Teaserchen:
Beim Absenken der Spannung (wie ich den Begriff "undervolten" hasse) im Afterburner senkt man ja die Spannung gar nicht ab, sondern im Durchschnitt erhöht sich sich sogar noch. Was man beeinflusst und absenkt, sind in der Endabrechnung (a) die fließenden Ströme und (b) die Spitzen der Spannungsregulierung. Womit wir wieder bei meinem oben verlinkten Uralt-Beitrag zur VID wären.


FIJI hat nichts Auslesbares und wie gesagt: ASIC ist mir Wumpe. Ich mache die Chipqualität eh an was Anderem fest. Der ganze Volkssport mit der Zurückschickerei vermeintlich schlechter Karten, die zudem nur auf diesem einen GPU-Z-Wert basiert, ist dermaßen zum Kotzen, dass ich schon Halsstarre habe. Die Preise im Handel könnten oft genug deutlich niedriger sein, müssten die Händler nicht immer diese Idiotie mit einkalkulieren.

Zitat: ... aber dass die IHVs auf dieser Basis eben das BIOS flashen ist ja allgemein bekannt


Wirklich? Ich habe hier als Gegenbeispiel drei vom ASIC her sehr unterschiedliche Gigabyte GTX 960 Windforce, die alle den gleichen Boost-Takt erreichen. Das Gleiche mit zwei MSI GTX 980 Gaming 4G, deren ASIC nicht unterscheidlicher sein könnte. Boost und Temperatur sind aber im Test dann identisch. Was hilft mir nun der ASIC ohne weiteres Testen? Nix. Die Firmware ist auf allen Karten einer Serie stets gleich, sonst könnte man ja allein durchs Umflashen das reinste Chaos anrichten. Keine Firma hat Zeit und Geld, um jede Karte individuell einzustellen. Gigabyte jagt die GPUs z.B. durchs Gauntlet-Verfahren, dann gibt es für alle den nötigen Grenzwert als Vorgabe. Da spielt der ASIC gar keine Rolle. Analog zu AMD.


Der ASIC-Wert beeinflusst das Verhalten von Boost in der Telemetrie bei der Bereitstellung der jeweiligen Teilspannungen, das stimmt schon. Damit ist er nichts anderes als die VID, wie ich sie im Link von oben schon vor acht Jahren beschrieben habe.

Trotzdem vergesst doch nicht die physikalischen Grundlagen. Lässt man die Leakage mal außen vor, führen niedrigere Spannungen bei gleicher Leistung logischerweise immer zu höheren Strömen. Ein reines, extremes Undervolting wäre somit Unfug, wenn der Rest der Balance damit aus den Fugen kippt. Der ASIC gibt natürlich eine grobe Richtlinie für die zu erwartende elektrische Güte vor, die aber bei einem Chip vom Rand des Wafers, der automatisch einen niedrigere ASIC-Wert besitzt, nicht zwingend schlechter sein muss. Boost ist sehr komplex und es sichert über den ASIC-Wert auch ab, dass selbst Chips mit niedrigerer elektrischer Güte noch gute Leistungsaufnahme- und Performance-Werte liefern, ohne gleich abzukacken. Wenn ein Chip mit hohem ASIC-Wert per default höher boosted, dann doch nur, weil die Summer der vielen relevanten Sensorwerte das gerade zulässt. Das regelt sich on-the-fly über den Arbitrator und nicht per fester BIOS-Vorgabe. Eine karte mit hohem ASIC can niedriger boosten, als eine besser gekühlte mit schlechterem ASIC und zudem besserer Spannungsversorgung. Das ist zu komplex, um es nur an einem Wert festzumachen.


Zitat:
... Dieses Gesetz gibt es afaik nur in Europa (und das nicht mal flächendeckend), aber dennoch sind die Preise weltweit ziemlich konsistent


Denkfehler, think global. Diese Karten gehen meist in RMA und somit fallen die Kosten auch auf den Boardpartner zurück, der dann im Nachgang den Distris die Abgabepreise für neue Karten hochdrückt. Somit zahle die Amis auch für unsere schlechten Manieren mit, nicht nur der deutsche Einzelhandel.
 
Hatte 81% im Kopf, wundert mich gerade selber.
Aber kann gerne nochmal gucken.
Muss eh erstmal das BIOS auf den neuen MK26 anpassen.
 
Wir reden hier Spannungen weit unter den 1,21V.
Und nur so nebenbei, im BIOS der MSI sind mehr als 1,21V als max eingestellt.
 
Tolles Exemplar, vielleicht bekommst du dafür sogar mehr als den Neupreis, da die zum Benchen nicht gerade schlecht gehen.

Von Maxwell hab ich bisher noch nicht gehört, dass die Karten durch niedrige Temps stabiler werden. Ein wenig Spielraum bleibt dir ja auch noch um mal mit 1,15 oder 1,2 Volt die Güte der Karte zu testen.

Keine Chance in dem kleinen Gehäuse läuft die sofort ins Temp-Target und das schon bei Standardspannung. Ich kann mich glücklich schätzen das ich dieses Exemplar für mein Mini-ITX Gehäuse bekommen habe.
 
Zurück