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Lese mich seit einigen Tagen in das Thema "Qualität bon DDR5 Chips" und "Übertaktungspotential" ein und wollte mein angesammeltes Halbwissen mal etwas verifizieren lassen.
Ist es richtig, dass es grundsätzlich nicht wesentlich drauf an kommt, dass der RAM Hersteller, z.B. GSkill das Kit mit DDR5-6000 anpreist, sondern es mehr auf die Qualität des verbauten Chips ankommt und die 6000 in diesem Beispiel nur das sind, was der Hersteller min. verspricht/einhält?
Sprich, egal ob ich RAM mit Hynix A-Die mit 5600 oder 7200 habe, plus/minus gewisse Abweichungen hat es dasselbe OC-Potential?
Ist es richtig, dass es grundsätzlich nicht wesentlich drauf an kommt, dass der RAM Hersteller, z.B. GSkill das Kit mit DDR5-6000 anpreist, sondern es mehr auf die Qualität des verbauten Chips ankommt und die 6000 in diesem Beispiel nur das sind, was der Hersteller min. verspricht/einhält?
Also, wie hoch das grundsätzliche OC-Potential ist hängt im wesentlichen davon ab, welche ICs verbaut sind, sprich wie du schon sagst obs Hynix(-A) oder Samsung oder Micron oder sonstwas ist.
Aber nur mal angenommen ein Hersteller bietet eine DDR5-Serie mit verschiedenen Geschwindigkeiten aber gleichen ICs an - das funktioniert so, dass er alle ICs durchtestet und selektiert und die besonders taktfreudigen sammelt und daraus beispielsweise DDR5-8000er RAMs baut. Die, die das nicht schaffen werden 7200er, die die das nicht schaffen 6400er als Beispiel.
Nun ist es aber so, dass es beispielsweise bei Hynix-A ICs praktisch nur ganz selten einen so schlechten gibt, der die 6400 nicht stabil schafft. Dennoch verlangt der Markt nach 5600er Riegeln und darunter. Deswegen ist es sehr sehr wahrscheinlich, dass ein 5600er Kit mit Hynix-A ICs drauf aus dem Stand problemlos die 6400 (und oftmals auch mehr) kann - nur eben nicht vom hersteller garantiert.
Wenn du so "niedrige" Riegel kaufst und damit recht hoch hinaus willst (beispielweise deine 5600 auf 7200) musste also weiterhin etwas Glück haben dass das stabil läuft. Denn bedenke, wenn von den 8 Chips auf einem Riegel nur ein einziger die 7200 nicht kann kann der ganze Riegel (bzw. das ganze Kit) nicht mit 7200 stabil laufen. Genau um das ab Werk zu garantieren gibts die Selektion des Herstellers. Das ist praktisch die Garantie dafür, dass bei einem 7200er Kit garantiert keiner der 16 verbauten ICs eine "Niete" ist.
Danke für die ausführliche Erklärung!
Heißt also, dass die SK Hynix Riegel mit angegebenen 6000 MHz und CL 30 (siehe Bild) möglicherweise auch deutlich schneller laufen. Wieviel Potential sie wirklich haben aber keiner sagen kann, da das auf den schlechtesten verbauten IC ankommt.
Heißt also, dass die SK Hynix Riegel mit angegebenen 6000 MHz und CL 30 (siehe Bild) möglicherweise auch deutlich schneller laufen. Wieviel Potential sie wirklich haben aber keiner sagen kann, da das auf den schlechtesten verbauten IC ankommt.
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Du kannst also versuchen, 6000-CL30 auf 7200-CL40 beispielsweise zu betreiben (oder gleich 7200-CL40 kaufen...) was in den allermeisten Situationen deutlich schneller ist.
Die niedrigen CLs sind nur dann (grenzwertig) vertretbar, wenn man ein Ryzen-System bauen will das wegen des Speichercontrollers keine so hohen Taktraten synchron kann (also 7200 nicht sinnvoll geht) und man dann eben noch über die Latenzen ein bisschen was rausquetschen kann. Oder halt wenn der Preis der gleiche ist, klar.
Bei Kits mit einem Spd Bin bis zu 6200MT/s kann man auch Samsung ICs bekommen. Hynix A/M DIE ist da nicht garantiert verbaut. Vor allem bei Corsair wird gern Samsung DRAM verwendet.
Soweit mir bekannt ist verbaut Kingston bei seinen DDR5 +6000MT/s Kits nur SK Hyynix ICs. Bei den Kits mit bis zu 5600MT/s kann man da aber auch Micron ICs erwischen. Samsung wird IMO von Kingston bei DDR5 nicht verwendet.
Neben den Memory ICs hast Du aber noch2 weitere Variablen. Das ist zum einen der IMC der betreffenden CPU und zum anderen auch dann das Mainboard und sein BIOS. Nur weil man Hynix A/M-DIE ICs auf den Sticks hat heißt das nicht, dass man damit automatisch "Höhenflüge" erzielen kann. Das kann man gut mit Samsung B-DIE für DDR4 vergleichen. Am Ende ist es ein Zeitaufwand den man eingehen muss. Da ist viel "Try&Error" dabei. Ein Board was einen zuverlässigen "Safeboot" besitzt erspart einem viel Zeit dabei.
Bei AM5 wirst Du mit sehr sehr hoher Wahrscheinlichkeit stabil nicht jenseits von 6400MT/s kommen. Der IMC der Ryzen7000 CPUs steckt da im Vergleich zu Intel 13th Gen noch in den Kinderschuhen. Auf einen wirklich funktionierenden "Safeboot" muss man da idR auch verzichten. AMD hat dies zwar als Teil der AGESA implementiert. Wirklich gut funktioniert dies aber nicht. Und eine "externe Lösung" der Mainboardhersteller über deren BIOS ist AFAIK meist auch nicht sauber implementiert und versagt den Dienst öfter als es tatsächlich funktioniert.
Durch "Safeboot" kann man den Rechner ins BIOS booten ohne dabei seine vorgenommenen Einstellungen zu verlieren. Die Settings werden beim POST nur einfach ignoriert und man kann diese dann entsprechend ändern/anpassen. Ohne Safeboot bleibt einem dann idR nur "Clear CMOS" und laden eines BIOS Profils mit den entsprechenden Einstellungen. Auch sollte man sich für Memory OC ein Board mit einer echten Debug LED anschaffen und sich mit den entsprechenden Error Codes vertraut machen. So kann man während des POST erkennen wo es ggf. hakt. Scheitert schon das Memory Training an sich oder machen die Settings im weiteren Verlauf Probleme.
Ebenfalls sollte man schauen welche Timing Parameter ggf. zwar im BIOS sichtbar/verändernbar aber u.U. keine Relevanz haben. Sowohl der IMC bei Intel als auch bei AMD verwendet nicht alle Timing Parameter die es für DDR5 generell gibt. Da gibt es bei Buildzoid Material in Videoform zu.
Und am Ende macht man das alles aus Spaß an der Freude. Für den höheren Score in einem synthetischen Benchmark. Im Alltag bei einem "Spiele PC" hat dies quasi keinerlei Auswirkungen. Da werden viele nicht mal einen Unterschied zwischen einem 0815 DDR5 4800MT/s Kit und einem Highend +7000MT/s Kit feststellen. Wir reden hier von ein paar Prozent im CPU Limit bei ansonsten Highend Hardware. Und das verwendete Game spielt dann auch noch eine Rolle. Nicht jedes Spiel nutz die höhere Bandbreite durch Memory OC dann tatsächlich voll aus.
Für AM5 hat Hardware Unboxed gerade frisch dazu was veröffentlicht.
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Neben dem YT Channel von Buildzoind würde ich dir noch den von Luumi ans Herz legen. Luumi ist einer der "Inhouse Overclocker" von EVGA. Auf seinem Channel gibt es div. gute Memory OC Videos.