Graka-Defekt was tun?

MrSnap

Schraubenverwechsler(in)
Hallo Leute,
seit heute morgen gibt meine R9 390 Nitro keinen Mucks mehr von sich. Seltsamerweise hat sich zeitgleich auch mein Zweitmonitor verabschiedet und bringt kein Bild mehr (schon am Laptop getestet). Ich hatte kurz BF3 gestartet und war vielleicht 2min im Spiel als alles aus ging und der Rechner neu startete. Monitore blieben schwarz - über den onboard Anschluss ging es wieder.

1.) Wo hakt es
Neue Grafikkarte oder komplett neues System? Bzw. eine ältere/günstige Graka zum Überbrücken bis zur neuen Generation?
Der PC ist nunmal schon fast 7 Jahre alt. Deshalb wird ja zur neuen Graka mal mindestens noch ein neues NT kommen müssen?

2.) PC-Hardware
i5 6600k auf 4,3GHz mit Dark Rock Pro 3
32GB (2x 16384MB) Corsair Vengeance LPX schwarz DDR4-3200 (nachgekauft < 1 Jahr)
Asus Z170 Pro Gaming
Netzteil Straight power 10-CM 500W

3.) Monitor

LG UltraGear 27GP850-B
Zweitmonitor in WQHD kommt noch

4.) Anwendungszweck

Gaming

5.) Budget

kompletter Neukauf max. 1500

6.) Kaufzeitpunkt

Das ist nun die Frage

7.) sonstige benötigte Komponenten und Wünsche

-

8.) Zusammenbau

geht selbst

9.) Speicherplatz

genug vorhanden

Wie seht ihr das? Bin über Ratschläge dankbar

Gruß
 

Incredible Alk

Moderator
Teammitglied
Kommt halt drauf an was du willst/eusgeben kannst.

Ein 6600K ist selbstverständlich heute keine Granate mehr, reicht aber wenn deine Ansprüche an fps nicht zu hoch sind durchaus noch für neue Spiele aus wenn du eine brauchbare Grafikkarte einsetzt.

Du hast strategisch gesehen zwei Optionen:

1.) Eine möglichst günstige GPU einbauen und mit der Kiste noch ne Zeitlang rumkommen wenn der Plan ist danach alles zu erneuern. Beispielsweise ne (evtl gebrauchte) 2060er oder sowas in der Kante.

2.) Eine stärkere GPU einsetzen die zwar von einem 6600er oft nicht ausgelastet werden kann aber in das (dann in kürze geplante) neue System übernommen werden kann. Da könnte man ggf. über eine RTX3060Ti oder 3070 oder RX6700(XT) nachdenken (größer geht auch aber ab RTX3080/RX6800 müsstest du das Netzteil durch ein stärkeres ersetzen).
 
TE
TE
M

MrSnap

Schraubenverwechsler(in)
Dein Vorschlag sieht ja ganz gut aus, ich würde aber die SSD, RAM und Gehäuse vom aktuellen Rechner übernehmen. Damit könnte dann CPU oder GPU stärker ausfallen?
 

Incredible Alk

Moderator
Teammitglied
Wenn du mehr Budget hast kannste selbstverständlich in RyzAs Konfig einen 12700 statt 12600er einbauen oder eine 6800XT statt 6750. Wenn du bei der Grafikkarte aber in Richtung RX6800 oder RTX3080 aufwärts gehst würde ich beim Netzteil auch 20€ mehr investieren und die 750W statt 550W Variante nehmen. Für solche Oberklasse-GPUs sind 550W heutzutage (leider) arg knapp.

Nur als Hinweis: Dein alter 3200er DDR4-RAM wird eine neue Alderlake CPU wie nen 12700(K) etwas bremsen. Ist aber natürlich vom P/L her immer noch weit besser als nur geringfügig schnelleren 3600er neu zu kaufen.
 

RyzA

PCGH-Community-Veteran(in)
Im Gaming würde ein 12700(K) nicht wirklich viel mehr bringen.
Aber eine RX 6800 XT könnte man nehmen oder RTX 3070/3080.
Dann aber auch ein größeres NT wie @Incredible Alk es schon geschrieben hat. ;)
 

dimi0815

Software-Overclocker(in)
Allgemein ist es immer noch so, dass die E-Cores von Intel im Großteil aller Games gar nichts bringen, nur in einem minimalen Teil ein bisschen die Min. FPS stärken, dafür in einem ebenfalls minimalen Teil für Ruckler udn Probleme sorgen.

Es lässt sich also ein bisschen was sparen, wenn man schlicht drauf verzichtet.
Der normale 12600(F) oder auch ein 12400(F) wären in Sachen P/L also vorzuziehen.

Den RAM würde ich auf alle Fälle übernehmen.

Nur als Hinweis: Dein alter 3200er DDR4-RAM wird eine neue Alderlake CPU wie nen 12700(K) etwas bremsen. Ist aber natürlich vom P/L her immer noch weit besser als nur geringfügig schnelleren 3600er neu zu kaufen.

Da wir weder vom vorhandenen 3200er, noch vom empfohlenen 3600er die Timings kennen, kann man da genausogut Leistung VERLIEREN. Entsprechend würde ich nicht drauf los raten (lassen) und pauschal sagen, die CPU wird gebremst. Noch dazu wirkt so eine "Bremse" ja sowieso nur im CPU-Limit, welches man in den meisten Fällen gar nicht hat.
 

Shinna

BIOS-Overclocker(in)
3200MT/s mit 16-18-18(wie die LPX vom TE) sind quasi identisch in der Leistung wie ein 3600MT/s 18-22-22 Kit. Die CAS ist eh mehr oder weniger Bums. Wichtiger sind die anderen Primary und Subtimings. Und da läuft es im vorgenannten Fall auf eine Nullnummer zwischen höherem Takt und deutlich besseren Timings hinaus.
 

Incredible Alk

Moderator
Teammitglied
Da wir weder vom vorhandenen 3200er, noch vom empfohlenen 3600er die Timings kennen
Der vorhandene ist entweder cl16 und der empfhohlene ist cl18. Das ist praktisch vernachlässigbar. Die effektive Zugriffszeit der beiden dürfte nahezu gleich sein, der 3600wr bringt halt etwas mehr Durchsatz.

Aber selbst wenn mans nicht kennen würde ist das nicht geraten weil Latenzen in Zeiten immer größer werdender CPU Caches fast bedeutungslos werden (oder anders gesagt Bandbreite ist viel, VIEL wichtiger als Latenz).


Das Argument "gilt ja nur im CPU Limit" ist keins, denn bei Nutzungszeiten wie hier Richtung 10 Jahre (wenn ich mal unterstelle dass das System ähnlich lange wie der 6600k laufen soll) kommste da sowieso unweigerlich irgendwann an.
 

dimi0815

Software-Overclocker(in)
Der vorhandene ist entweder cl16 und der empfhohlene ist cl18. Das ist praktisch vernachlässigbar. Die effektive Zugriffszeit der beiden dürfte nahezu gleich sein, der 3600wr bringt halt etwas mehr Durchsatz.

Aber selbst wenn mans nicht kennen würde ist das nicht geraten weil Latenzen in Zeiten immer größer werdender CPU Caches fast bedeutungslos werden (oder anders gesagt Bandbreite ist viel, VIEL wichtiger als Latenz).
Es gibt bisher eine einzige CPU, bei der der Cache soweit ausreicht, dass fast alles andere vernachlässigbar ist.

In den OC-Threads zum RAM (und in diversen Tests) sind die Latenzen durchegehend entscheidender für Erfolg vs. Misserfolg bzw. Zugewinne oder Verluste bei den FPS.

Ist ja nicht umsonst so, dass viele DDR5-Kits noch immer leistungsmäßig hinten anstehen oder maximal gleich gut sind wie die sehr ordentlichen DDR4-Kits (zB 3200 CL14).

Das Argument "gilt ja nur im CPU Limit" ist keins, denn bei Nutzungszeiten wie hier Richtung 10 Jahre (wenn ich mal unterstelle dass das System ähnlich lange wie der 6600k laufen soll) kommste da sowieso unweigerlich irgendwann an.

In 10 Jahren retten weder der Durchsatz, noch die Latenz von zB 3200 CL16 vs 3600 CL18, den Nutzer davor, dass die CPU zum alten Eisen gehört. Wir sprechen hier nicht über 20% Zugewinne in Sachen FPS, sondern von einem kleinen Push, der sich häufig im Bereich von 1-2% oder in absoluten Zahlen oftmals in 3-10 FPS ausdrückt.

Ist die CPU bis dahin an sich mit etwas überfordert bzw. erscheint ein Game unspielbar, reißt man da auch mit dem schnelleren RAM rein GAR NICHTS mehr raus.
 
Zuletzt bearbeitet:

Incredible Alk

Moderator
Teammitglied
Ist ja nicht umsonst so, dass viele DDR5-Kits noch immer leistungsmäßig hinten anstehen oder maximal gleich gut sind wie die sehr ordentlichen DDR4-Kits (zB 3200 CL14).
Das ist eine schon lange veraltete Legende aus den ersten 4 Wochen DDR5.
Screenshot_20220718-131644~2.png

Sehr CPU lastiges Spiel bzw high fps gaming.
Highend ddr4 mit Cl14 plus Optimierung (1T) schafft es knapp vor popligem Jedec 4800er CL40 DDR5 ab Werk zu liegen.

Was auch erkennbar ist: insgesamt sind die Unterschiede einfach fast vernachlässigbar klein. Für einen Normalanwender spielt das alles einfach kaum eine Rolle.

Und: manche Kombinationen laufen einfach immer noch sehr schlecht (6000er Adada ist bei gleicher CL langsamer als 4800er Patriot beispielsweise...). Ich will nicht wissen wie viele Leute da draußen sauteuren DDR5 jenseits der 6000 betreiben und gar nicht wissen bzw. bemerken dass sie für den Geldeinsatz viel zu lahm unterwegs sind. Aber das führt zu weit vom Thema weg - wie gesagt wenn der 3200er DDR4 schon vorhanden ist ists natürlich Unsinn neu zu kaufen.
 
TE
TE
M

MrSnap

Schraubenverwechsler(in)
Danke für die ganzen Antworten.
Ich werde mir nun doch erstmal nur eine neue Graka holen, da ja auch noch ein Monitor dazukommt. CPU aufrüsten dann gegen Ende des Jahres, wenn die neuen Ryzen draußen sind.
Der Ram aktuell ist DDR4-3200 DIMM CL16-18-18-36 Dual Kit - wenn sichs lohnt würde ich den dann auch gleich austauschen.
Aber für die Aktion melde ich mich nochmal in paar Monaten :daumen:
 
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