GPU-Benchmark Äquivalent zu Cinebench

Nobody2512

PC-Selbstbauer(in)
Hallo,
ich suche einen Benchmark für GPUs, welcher wie Cinebench eine feste Arbeit bewältigt, anstatt die maximalen Frames pro Sekunde zu erzeugen.

Damit sollen zwei Laptops (jeweils Dualcore i5 6200u) verglichen werden, einer mit Intel HD iGPU (HD 520) und einer mit zusätzlicher dedizierter Grafikkarte (GTX 460m oder sowas).

Für ein Modul in meinem Studium (Elektrotechnik) versuche ich herauszufinden, ob es sich energietechnisch lohnt einen Laptop mit höherem Verbrauch (80 W anstatt 60 W) zu verwenden, wenn dieser dafür ein gutes Stück schneller fertig ist und damit seinen Verbrauch wieder auf Leerlauf senkt. Leider finde ich keine synthetische Workload, welche das abdeckt. Wenn jemand eine gute Idee hat, wie man sowas gut selbst modulieren könnte (Programm mit festem Projektfile, welches gerendert werden muss o.Ä.) wäre ich auch sehr dankbar.

Viele Grüße
 
ich suche einen Benchmark für GPUs, welcher wie Cinebench eine feste Arbeit bewältigt, anstatt die maximalen Frames pro Sekunde zu erzeugen.
Das ist für Grafikbenchmarks heutzutage nicht mehr sinnvoll, daher gibts sowas auch nicht mehr wirklich.
Früher (tm) waren die allermeisten Grafikbenchmarks so, dass eine bestimmte anzahl Frames gerendert werden sollte und die Zeit die dafür nötig war gemessen wurde (3DMark2001 und so...), heutzutage ist es aber quasi immer so, dass eine bestimmte Szene die eine festgelegte Zeit dauert gerendert wird und die Anzahl der gerenderten Frames das Maß für die Leistungsfähigkeit ist. Das ist unter anderem deswegen so, dass schnellere Grafikkarten keinen Vorteil dadurch hätten, in einem dann kürzeren Benchmark kurzzeitig höhere Boosts zu verwenden. Der gleiche Grund, warum auch der Cinebench ab CB23 (ENDLICH!!) eine Zeitvorgabe von 10 Minuten hat und nicht mehr auf drölfzig-Kern-PCs in wenigten Sekunden durch ist.

Was bei dir sinnvoll wäre ist, genau den Workload zu verwenden den du auch später hast - es hilft dir nicht synthetische Benchmarkls zu vergleichen wenn das was du im Studium machst was völlig anderes ist.

Aber um das Ergebnis vorwegzunehmen: Es ist egal bzw. kommt nur auf den Idleverbrauch an. Denn ich prophezeihe dir, dass ein Laptop den du zum Studieren eines Naturwissenschaftlichen Fachen brauchst ungefähr 99% seiner Ontime mit nichtstun verbringen wird. ;-)
Denn du wirst die allerallermeiste Zeit damit verbringen zu lesen, zu schreiben und zu üben und zu denken. Der Laptop ist dabei nur ein besserer Block+Stift. Und wenn man wirklich mal echten Workload hat wie etwa ne FEM-Sim oder sowas benutzte eh die Workstation der Uni und nicht nen Laptop.

Vielleicht bin ich da zu sehr beeinflusst worden... ich hab vor rund 10 Jahren Maschinenbau studiert und das völlig ohne einen Laptop benutzt zu haben mit Ausnahme der Abschlussarbeit (und da auch nur, weil der PC den mein Arbeitgeber mir hingestellt hat gefühlt noch mit Lochkarten lief...). Ob du erfolgreich bist im Studium hängt zum allerallergrößten Teil NICHT von deinem Equipment ab, auch wenn das viele anfangs glauben.
 
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Das ist für Grafikbenchmarks heutzutage nicht mehr sinnvoll, daher gibts sowas auch nicht mehr wirklich.
Früher (tm) waren die allermeisten Grafikbenchmarks so, dass eine bestimmte anzahl Frames gerendert werden sollte und die Zeit die dafür nötig war gemessen wurde (3DMark2001 und so...), heutzutage ist es aber quasi immer so, dass eine bestimmte Szene die eine festgelegte Zeit dauert gerendert wird und die Anzahl der gerenderten Frames das Maß für die Leistungsfähigkeit ist. Das ist unter anderem deswegen so, dass schnellere Grafikkarten keinen Vorteil dadurch hätten, in einem dann kürzeren Benchmark kurzzeitig höhere Boosts zu verwenden. Der gleiche Grund, warum auch der Cinebench ab CB23 (ENDLICH!!) eine Zeitvorgabe von 10 Minuten hat und nicht mehr auf drölfzig-Kern-PCs in wenigten Sekunden durch ist.

Was bei dir sinnvoll wäre ist, genau den Workload zu verwenden den du auch später hast - es hilft dir nicht synthetische Benchmarkls zu vergleichen wenn das was du im Studium machst was völlig anderes ist.

Aber um das Ergebnis vorwegzunehmen: Es ist egal bzw. kommt nur auf den Idleverbrauch an. Denn ich prophezeihe dir, dass ein Laptop den du zum Studieren eines Naturwissenschaftlichen Fachen brauchst ungefähr 99% seiner Ontime mit nichtstun verbringen wird. ;-)
Denn du wirst die allerallermeiste Zeit damit verbringen zu lesen, zu schreiben und zu üben und zu denken. Der Laptop ist dabei nur ein besserer Block+Stift. Und wenn man wirklich mal echten Workload hat wie etwa ne FEM-Sim oder sowas benutzte eh die Workstation der Uni und nicht nen Laptop.

Vielleicht bin ich da zu sehr beeinflusst worden... ich hab vor rund 10 Jahren Maschinenbau studiert und das völlig ohne einen Laptop benutzt zu haben mit Ausnahme der Abschlussarbeit (und da auch nur, weil der PC den mein Arbeitgeber mir hingestellt hat gefühlt noch mit Lochkarten lief...). Ob du erfolgreich bist im Studium hängt zum allerallergrößten Teil NICHT von deinem Equipment ab, auch wenn das viele anfangs glauben.
Hallo,
danke für deine Antwort.
Vielleicht habe ich mich oben etwas missverständlich ausgedrückt. Ich befinden mich im Master und beginne meine Abschlussarbeit im März, das Studium (Fächer) ist soweit durch.
Wir (ich und 3 Kommilitonen) müssen für das Projekt (Vorraussetzung für Prüfungszulassung) in einem Modul (Systemtechnik für Energieeffizienz), mit Hilfe von zwei gestellten 50€ Conrad Energieloggern, Notebooks im Homeoffice und Privatgebrauch (bzw. typische Workloads) messen und dann Energieeffizienzmaßnahmen dazu "erfinden".
Jetzt haben die beiden Kommilitonen den gleichen Prozessor, aber unterschiedliche GPUs (bzw. einer die dedizierte). Da die Prozessoren identisch sind hatte ich gehofft, dass man mit den unterschiedlichen GPUs irgendwas machen könnte und dann daraus schließen, dass es sich evtl. lohnt kurzzeitig 80 W (133% ggü. 60 W) Verbrauch zu haben, dafür nur halb so lange zu brauchen, sodass die benötigte Gesamtenergie niedriger ist.

Bei Cinebench kam raus, dass das Notebook mit i5 6300u gegenüber dem mit i5 6200u (das sind 100 MHz Boostclock) 3 Sekunden schneller ist, der Verbrauch aber im Messtoleranzbereich gleich ist. Damit können wir uns dann keine Energiesparmaßnahmen "aus den Fingern saugen".
 
Achso, das ist sozusagen Teil einer Arbeit?

Das wird schwierig... einfach weil ihr da keine echte Konsistenz reinbringen könnt. Mal als Denkanstoß:
Nur weil eine CPU gleich ist bedeutet das nicht dass ihre leistungsaufnahme identisch ist. Es gibt Serienstreuungen und Leistungsaufnahmen sind auch massiv abhängig von Temperaturen (Staublevel im Kühler...), Hintergrundprozessen, Drittkomponenten (schnellerer RAM erzeugt im Speichercontroller der in der CPU sitzt mehr Energieumsatz) und so weiter.

Den Einfluss der GPU zu messen ist dann noch extrem davon abhängig was ihr da wie berechnet bzw. ob die GPU überhaupt dafür benutzt wird - und wenn ja, wie das Leistungsbudget des Gesamtgerätes damit umgeht: Darf die GPU bei Last besonders hoch boosten (ineffizient) oder drosselt der Laptop lieber etwas vorher und lässt der CPU mehr Enegiebudget übrig?

Es gibt da noch nen Haufen anderer Parameter die da mit reinspielen und die erstens kaum mit allen Zusammenhängen aufzuführen sind und vor allem manuell auch kaum kontrollierbar sind. Klar könnt ihr einen Workload X nehmen (der möglichst lang ist um Schwankungen runterzudrücken) und dann die Wattstunden messen die jedes Einzelgerät benötigt hat zum erledigen der Aufgabe. Aber das Ergebnis wäre von derart vielen Randbedingungen abhängig (alleine die Bildschirmhelligkeit und Verschleißgrad der LEDs dahinter macht mehr aus als 200 MHz mehr oder weniger auf der CPU) dass es niemals für irgendwelche allgemeingültigen Aussagen herhalten könnte. Von der Messung selbst ganz zu schweigen (da beispielsweise wenn ihr an der Steckdose messt nicht mal klar ist welche Wirkungsgrade die Umrichter/Ladeeinheiten haben oder ob/wenn ja wie noch Energie der Batterie zugeführt oder abgeführt wird). :ka:

Das einzige was ich da sehen würde für ne Belastbare Aussage der Geräte wäre, über einen längeren Nutzungszeitraum alles messen und aufzeichnen und dokumentieren so dass man nach 2 Wochen Nutzung jedes gerätes am Ende sagen kann "Gerät A hat n kWh mehr/weniger verbraucht". Aber das würde auch keine pauschalen Aussagen zulassen, denn was genau warum wann mehr/weniger Strom frisst könnt ihr nicht mit einfachen Mittel sicher messen.
 
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Achso, das ist sozusagen Teil einer Arbeit?

Das wird schwierig... einfach weil ihr da keine echte Konsistenz reinbringen könnt. Mal als Denkanstoß:
Nur weil eine CPU gleich ist bedeutet das nicht dass ihre leistungsaufnahme identisch ist. Es gibt Serienstreuungen und Leistungsaufnahmen sind auch massiv abhängig von Temperaturen (Staublevel im Kühler...), Hintergrundprozessen, Drittkomponenten (schnellerer RAM erzeugt im Speichercontroller der in der CPU sitzt mehr Energieumsatz) und so weiter.

Den Einfluss der GPU zu messen ist dann noch extrem davon abhängig was ihr da wie berechnet bzw. ob die GPU überhaupt dafür benutzt wird - und wenn ja, wie das Leistungsbudget des Gesamtgerätes damit umgeht: Darf die GPU bei Last besonders hoch boosten (ineffizient) oder drosselt der Laptop lieber etwas vorher und lässt der CPU mehr Enegiebudget übrig?

Es gibt da noch nen Haufen anderer Parameter die da mit reinspielen und die erstens kaum mit allen Zusammenhängen aufzuführen sind und vor allem manuell auch kaum kontrollierbar sind. Klar könnt ihr einen Workload X nehmen (der möglichst lang ist um Schwankungen runterzudrücken) und dann die Wattstunden messen die jedes Einzelgerät benötigt hat zum erledigen der Aufgabe. Aber das Ergebnis wäre von derart vielen Randbedingungen abhängig (alleine die Bildschirmhelligkeit und Verschleißgrad der LEDs dahinter macht mehr aus als 200 MHz mehr oder weniger auf der CPU) dass es niemals für irgendwelche allgemeingültigen Aussagen herhalten könnte. Von der Messung selbst ganz zu schweigen (da beispielsweise wenn ihr an der Steckdose messt nicht mal klar ist welche Wirkungsgrade die Umrichter/Ladeeinheiten haben oder ob/wenn ja wie noch Energie der Batterie zugeführt oder abgeführt wird). :ka:

Das einzige was ich da sehen würde für ne Belastbare Aussage der Geräte wäre, über einen längeren Nutzungszeitraum alles messen und aufzeichnen und dokumentieren so dass man nach 2 Wochen Nutzung jedes gerätes am Ende sagen kann "Gerät A hat n kWh mehr/weniger verbraucht". Aber das würde auch keine pauschalen Aussagen zulassen, denn was genau warum wann mehr/weniger Strom frisst könnt ihr nicht mit einfachen Mittel sicher messen.

Ist Teil des Moduls und wird entsprechend benotet.

Ja, das ist alles sehr fishy. Das ganze Modul ist etwas, nunja, speziell und wir versuchen da nur irgendwie unbeschadet durchzukommen. Wir haben die Umweltbilanzen (CO2 Äquivalent über Lebensdauer, bei Neuanschaffung etc.) aufgestellt und rein von den Ressourcen lohnt es sich ja nie auf ein neueres Modell aufzurüsten, weil der Stromverbrauch immer noch in einer so geringen Größenordnung ist.
 
Wenn ihr die CO2-Rechnung von Anfang bis Ende macht ists wie ihr schon rausgefunden habt völlig egal ob das Ding 20W mehr oder weniger braucht, den minimalen CO2-Abdruck bekommste im Elektronikbereich praktisch immer nur dann, wenn du ein Gerät benutzt bis es an Altersschwäche stirbt.

Wenn ihr nen kombinierten CPU/GPU-Bench machen wollt der nicht vollsynthetisch ist (also praxisnaher) zur Effizienzmessung würde ich vorschlagen, ihr nehmt euch eine große AVC 4K-Videodatei (beispielsweise die 4. von unten von https://jell.yfish.us/) und wandelt diese mit einem passenden Tool das den NVEnc/CUDA unterstützt in eine HEVC-Datei um. Das lastet CPU und GPU einigermaßen aus und ist beliebig oft wiederholbar. Dann hättet ihr am Ende zumindest ne (fishy^^) Wh-Zahl.
 
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Erm ihr wisst aber schon, das man im Cinebench 15 und 20 auch schon die Zeit vorgeben konnte, die er kontinuierlich laufen soll?^^

Wollte ich nur mal anmerken, als ich die R23 Bemerkung mit den 10Minuten gesehen habe. ;)
 
Ja schon - aber das ist halt kein GPU-Bench :-D
Ich weiß zugegeben nicht, ob man in neuen 3DMarks in der Vollversion bei CustomRuns auch solche Optionen hat. Aber wie in der Diskussion schon rausgekommen ist löst das ja das eigentliche problem auch nicht wirklich.
 
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