Gigabit-Ausbau: In Deutschland gibt's erst 2030 eine Gigabit-Gesellschaft

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Nun hat der Branchenverband VATM die dritte Gigabit-Studie vorgestellt und dabei die Prognose bekannt gegeben, dass erst im Jahr 2030 das Gigabit-Ziel der Bundesregierung erreicht werden wird.

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Da dann schon 6G, mit 0,4 bis 1 TBit kommen soll und Starlink bis dahin im Vollausbau läuft, wird das Ziel von selbst erreicht.

Man muß sich seine Ziele realistisch setzen...
 
Korrekt, der Anschluss und die ENdgeräte können.
Die Backbone, DSLAM und letzte Meile nicht.
Du sprichst hier von VDSL, seit wann sind damit Gigabit Anschlüsse möglich? Soweit mir bekannt geht mit VDSL aufgrund der letzten Meile sowieso nicht mehr als 100mbit.

Die im Artikel genannten Gigabit Anschlüsse sind ausschliesslich FTTH (Fiber to the Home) und Docsis 3.1 (per Multikabel) Anschlüsse.

Bis Mitte 2021 gibt es in ganz Deutschland etwa 29,3 Millionen stationäre Internetanschlüsse, die gigabtifähig sind. Hierbei werden sowohl die Kabelanschlüsse nach Docsis 3.1 als auch die Glasfaserkabel zusammengenommen.
 
Du sprichst hier von VDSL, seit wann sind damit Gigabit Anschlüsse möglich? Soweit mir bekannt geht mit VDSL aufgrund der letzten Meile sowieso nicht mehr als 100mbit.

Momentan 250 MBit

Mit G.fast ist dann 1GBit über 70m möglich, in Zukunft eventuell noch mehr.

EDIT: unsere englischsprachigen Freunde haben wieder mal den besseren Wikipediaartikel:

Das steht dann auch die Leistung drin und es wird ein detaillierter Ausblick auf die Zukunft gegeben. 1 TBit über DSL? Nett, aber fürs erste reichen mir die 10GBit, die sie über 500m anpeilen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Momentan 250 MBit

Mit G.fast ist dann 1GBit über 70m möglich, in Zukunft eventuell noch mehr.

EDIT: unsere englischsprachigen Freunde haben wieder mal den besseren Wikipediaartikel:

Das steht dann auch die Leistung drin und es wird ein detaillierter Ausblick auf die Zukunft gegeben. 1 TBit über DSL? Nett, aber fürs erste reichen mir die 10GBit, die sie über 500m anpeilen.
70m, da muss der per FTTC angebundene KVZ aber direkt vorm Haus stehen und es dürfen nicht zu viele Leitungen nebeneinander liegen. Ich denke da sind wir schon eher bei FTTB Anschlüssen, und wenn es da schlecht läuft (Hochhaus mit vielen Parteien) dann ist der Gigabit Anschluss auch schon wieder dahin (Übersprechen, zu lange Kupferleitungen, zu viele Zwischenverzweiger).
 
70m, da muss der per FTTC angebundene KVZ aber direkt vorm Haus stehen und es dürfen nicht zu viele Leitungen nebeneinander liegen. Ich denke da sind wir schon eher bei FTTB Anschlüssen, und wenn es da schlecht läuft (Hochhaus mit vielen Parteien) dann ist der Gigabit Anschluss auch schon wieder dahin (Übersprechen, zu lange Kupferleitungen, zu viele Zwischenverzweiger).

Steht ja in der englischen Quelle drin (hab sogar extra den Punkt gewählt). Danach wird es weniger, ich wäre auch schon mit 300 MBit ersteinmal voll zufrieden und wenn sie es in Zukunft auf die versprochenen 10 GBit bei 500m bringen, dann wäre ich einige Zeit lang versorgt. Gut, das versprochene Terabit auf 100m wäre die Krönung, damit sollte es vermutlich bis in die 2040er gehen.

DSL ist insgesamt besser als sein Ruf, heute schon sind bei sehr vielen 250 MBit möglich, die dürften bald 1 GBit haben.
 
Steht ja in der englischen Quelle drin (hab sogar extra den Punkt gewählt). Danach wird es weniger, ich wäre auch schon mit 300 MBit ersteinmal voll zufrieden und wenn sie es in Zukunft auf die versprochenen 10 GBit bei 500m bringen, dann wäre ich einige Zeit lang versorgt. Gut, das versprochene Terabit auf 100m wäre die Krönung, damit sollte es vermutlich bis in die 2040er gehen.

DSL ist insgesamt besser als sein Ruf, heute schon sind bei sehr vielen 250 MBit möglich, die dürften bald 1 GBit haben.
DSL ist uralte Technik und wird maximal ausgequetscht von der Telekom. Andere Länder verlegen fleißig FTTB / FTTH und können somit schon heute >1 Gbit Anbindungen anbieten. Am Ende wird Kupferkabel immer den kürzeren ziehen gegen Glasfaser / Multikabel.

Ich habe das Glück einer Multikabel Anbindung und könnte mir schon jetzt eine 1 Gbit Anbindung für 50€ / Monat holen. Brauch ich aktuell nicht, bin noch mit 150mbit voll zufrieden.
 
Interessant, auf einer anderen News-Seite wurde bezug nehmend auf die selbe Studie gelobt, dass ja bereits schon 2/3 in Deutschland angeblich Gigabit zur Verfügung stehe. Hier ist die Situation aber komplett umgekehrt geschildert (also NUR 2/3 verfügbarkeit).

Für mich seh ich so oder so zwei dinge: Die Leute in Ländlichen Gebieten ziehen mal wieder den kürzeren, außer ein paar wenige Gemeinden, die dann von DSL Light plötzlich auf Gigabit katapultiert wurden. Und der Fragwürde Bezeichnung der ganzen Kabel-Anschlüsse als Gigabit Anschluss.

Jeden den ich auch nur entfernt kenne, sei es im Real Life oder als Internetbekanntschaft und der jedwede Art von Kabel-Internet verfügt, beklagt sich wöchentlich/täglich, dass entweder die Verbindungsqualität zurzeit mal mies ist (ständig wechselnde Ping-Zeiten, teilweise Paketverluste) oder das nicht annähernd die versprochene Bandbreite erreicht wird (ja ein Blick ins Tarifdatenblatt zeigt dann ja ganz schnell die garantierte mindest-Bandbreite, und die ist weit weg von "Gigabit")

Man kann die Studie wohl so oder so lesen, am Ende bleiben wir ein digitales Entwicklungsland. Statt den Anbietern z.B. für Funkfrequenzen Millarden aus den Taschen zu ziehen, sollte man doch die marktteilnehmenden Unternehmen verpflichten jede noch so kleine Scheune endlich mit Glasfaser zu versorgen.
 
Zwischen 100 Mbit und 1 GBit Download ändert sich auch nicht viel. Das sind fundamental die gleichen Produkte die da vor allem konsumiert werden. 4k Netflix, 8k Future Netflix 2030, das macht das Kraut nicht fett.

Der große gesellschaftliche Unterschied wären 1GBit Upload überall. Das wäre plötzlich eine totale Dezentralisierung von Daten, die mit 40Mbit Upload jetzt nicht stattfinden. Daher sehen wir eher eine Konzentration von Daten bei großen Hyperscalern in riesigen Rechenzentren. Viele der heutigen Cloudprodukte sind ja eben so wie sie sind, weil die Ressourcen so verteilt sind wie sie das sind.

Überspitzt gesagt vermietet 1&1 keine Webauftritte mehr an seine Kunden in 10 Jahren, sondern der Webauftritt den sich der Kunde selber bastelt läuft auf der Fritzbox die 1&1 den Leuten nach Hause stellt. Entlang dieser Linien muss dann vieles neu gedacht werden, was heute als Gott gegeben einfach akzeptiert wird.
 
Interessant, auf einer anderen News-Seite wurde bezug nehmend auf die selbe Studie gelobt, dass ja bereits schon 2/3 in Deutschland angeblich Gigabit zur Verfügung stehe. Hier ist die Situation aber komplett umgekehrt geschildert (also NUR 2/3 verfügbarkeit).

Für mich seh ich so oder so zwei dinge: Die Leute in Ländlichen Gebieten ziehen mal wieder den kürzeren, außer ein paar wenige Gemeinden, die dann von DSL Light plötzlich auf Gigabit katapultiert wurden. Und der Fragwürde Bezeichnung der ganzen Kabel-Anschlüsse als Gigabit Anschluss.

Jeden den ich auch nur entfernt kenne, sei es im Real Life oder als Internetbekanntschaft und der jedwede Art von Kabel-Internet verfügt, beklagt sich wöchentlich/täglich, dass entweder die Verbindungsqualität zurzeit mal mies ist (ständig wechselnde Ping-Zeiten, teilweise Paketverluste) oder das nicht annähernd die versprochene Bandbreite erreicht wird (ja ein Blick ins Tarifdatenblatt zeigt dann ja ganz schnell die garantierte mindest-Bandbreite, und die ist weit weg von "Gigabit")

Man kann die Studie wohl so oder so lesen, am Ende bleiben wir ein digitales Entwicklungsland. Statt den Anbietern z.B. für Funkfrequenzen Millarden aus den Taschen zu ziehen, sollte man doch die marktteilnehmenden Unternehmen verpflichten jede noch so kleine Scheune endlich mit Glasfaser zu versorgen.
Ich habe seit 4 Jahren keine Probleme mit dem Multikabel hier in NRW. Konstanter Ping <30ms, je nach Server halt, und die Geschwindigkeit stimmt auch.

Gerade gemessen, zur "Primetime":

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Kommt halt auf den Anbieter und den Netzausbau am Standort an. Da kann man mit (V)DSL auch Pech haben. Wobei klar ist: das einzige was wirklich zukunftstauglich ist bleibt FTTH.

Zwischen 100 Mbit und 1 GBit Download ändert sich auch nicht viel. Das sind fundamental die gleichen Produkte die da vor allem konsumiert werden. 4k Netflix, 8k Future Netflix 2030, das macht das Kraut nicht fett.

Der große gesellschaftliche Unterschied wären 1GBit Upload überall. Das wäre plötzlich eine totale Dezentralisierung von Daten, die mit 40Mbit Upload jetzt nicht stattfinden. Daher sehen wir eher eine Konzentration von Daten bei großen Hyperscalern in riesigen Rechenzentren. Viele der heutigen Cloudprodukte sind ja eben so wie sie sind, weil die Ressourcen so verteilt sind wie sie das sind.

Überspitzt gesagt vermietet 1&1 keine Webauftritte mehr an seine Kunden in 10 Jahren, sondern der Webauftritt den sich der Kunde selber bastelt läuft auf der Fritzbox die 1&1 den Leuten nach Hause stellt. Entlang dieser Linien muss dann vieles neu gedacht werden, was heute als Gott gegeben einfach akzeptiert wird.
Was kleine Webserver angeht absolut, aber "die Cloud" ist ja noch viel mehr. Ich arbeite bei einem großen IT-Outsourcer und Systemhaus, wir verkaufen seit Jahren massiv "Desktop as a Service" Produkte. Da steckt dann eben auch Datensicherheit, Backups usw usf mit drin, das bekommt man Zuhause so nur mit viel Aufwand hin.
 
DSL ist uralte Technik und wird maximal ausgequetscht von der Telekom. Andere Länder verlegen fleißig FTTB / FTTH und können somit schon heute >1 Gbit Anbindungen anbieten. Am Ende wird Kupferkabel immer den kürzeren ziehen gegen Glasfaser / Multikabel.

Ich habe das Glück einer Multikabel Anbindung und könnte mir schon jetzt eine 1 Gbit Anbindung für 50€ / Monat holen. Brauch ich aktuell nicht, bin noch mit 150mbit voll zufrieden.

Wie hat ein weiser Philosoph so schön gesagt "wichtig ist, was hinten rauskommt". Wenn ich die Geschwindigkeit erhalte, dann ist es egal, ob die 10 GBit über Glasfaser, TV Kabel, DSL, Mobilfunk oder Satellit kommen. Bei neuen Anschlüssen sollte man natürlich Singlemode Glasfasern verlegen (Opal war ja ein Flop, gerade weil es auf Glasfasern gesetzt hat), damit sind dann auch Geschwindigkeiten jenseits des TBit möglich.
 
Jeden den ich auch nur entfernt kenne, sei es im Real Life oder als Internetbekanntschaft und der jedwede Art von Kabel-Internet verfügt, beklagt sich wöchentlich/täglich, dass entweder die Verbindungsqualität zurzeit mal mies ist (ständig wechselnde Ping-Zeiten, teilweise Paketverluste) oder das nicht annähernd die versprochene Bandbreite erreicht wird (ja ein Blick ins Tarifdatenblatt zeigt dann ja ganz schnell die garantierte mindest-Bandbreite, und die ist weit weg von "Gigabit")
Du kennst die falschen Leute :ugly:

Bin jetzt schon ein ganzes Jahrzehnt Kunde von Unitymedia und dem Nachfolger Vodafone in NRW. Seit 2 Jahren (geschätzt) nun mit Gigabit Anschluss und 50Mbit im Upload. Seit Jahr und Tag bin ich zufrieden. Im Büro nutzen wir mittlerweile auch die gleiche Leitung und du wirst es nicht glauben, aber die 100Mbit Telekom Leitung (beides Buisness Tarife) hat deutlich mehr mit Schwankungen zu kämpfen, als die Kabelverbindung.

Mein einziger bemerkter Totalausfall der Leitung war vor rund 3 Monaten, natürlich Sonntags und ich hatte schon den Kopf in den Sand gesteckt und überlegt wie ich Abends noch schnell die LTE Leitung drüber legen kann. Aber angerufen, Leitung gemessen und Technikerticket rausgeschickt. Nach nicht einmal 30 Minuten habe ich eine SMS bekommen, dass der Techniker sich meldet. Aber ab diesem Zeitpunkt funktionierte das Internet schon wieder, zwar nur mit 500Mbit, aber ganz ehrlich, das reicht auch. Am nächsten Tag kam der Techniker. Das alles bei einem nicht Buisness Tarif! Bei der Telekom zahlen wir für 8 Stunden Sopport einen ordentlichen Aufpreis, bei Vodafone, trotz aller Unkenrufe, gab es den umsonst.
 
Wie hat ein weiser Philosoph so schön gesagt "wichtig ist, was hinten rauskommt". Wenn ich die Geschwindigkeit erhalte, dann ist es egal, ob die 10 GBit über Glasfaser, TV Kabel, DSL, Mobilfunk oder Satellit kommen. Bei neuen Anschlüssen sollte man natürlich Singlemode Glasfasern verlegen (Opal war ja ein Flop, gerade weil es auf Glasfasern gesetzt hat), damit sind dann auch Geschwindigkeiten jenseits des TBit möglich.
Glasfaser / Multikabel wird immer schneller sein als DSL, somit sind diese beiden Anschlussarten deutlich zukunftstauglicher als Kupferkabel die vor 60+ Jahren verlegt wurden.

Mobilfunk könnte irgendwann tatsächlich Festanschlüsse ablösen, aber nur wenn es einen massiven Ausbau an Zellen gibt. Am Ende teilen sich immer alle Teilnehmer den Sendemast, somit ist die Bandbreite begrenzt für den einzelnen. Das ist bei Multikabel zwar auch so, lässt sich aber viel leicht ausbauen.

Satellit? Für den Downlink OK, aber für den Uplink braucht man dann wieder einen Festanschluss / Mobilfunk. Die Latenzen per Satellit sind riesig, also keine Option für Gamer.

Du kennst die falschen Leute :ugly:

Bin jetzt schon ein ganzes Jahrzehnt Kunde von Unitymedia und dem Nachfolger Vodafone in NRW. Seit 2 Jahren (geschätzt) nun mit Gigabit Anschluss und 50Mbit im Upload. Seit Jahr und Tag bin ich zufrieden. Im Büro nutzen wir mittlerweile auch die gleiche Leitung und du wirst es nicht glauben, aber die 100Mbit Telekom Leitung (beides Buisness Tarife) hat deutlich mehr mit Schwankungen zu kämpfen, als die Kabelverbindung.

Mein einziger bemerkter Totalausfall der Leitung war vor rund 3 Monaten, natürlich Sonntags und ich hatte schon den Kopf in den Sand gesteckt und überlegt wie ich Abends noch schnell die LTE Leitung drüber legen kann. Aber angerufen, Leitung gemessen und Technikerticket rausgeschickt. Nach nicht einmal 30 Minuten habe ich eine SMS bekommen, dass der Techniker sich meldet. Aber ab diesem Zeitpunkt funktionierte das Internet schon wieder, zwar nur mit 500Mbit, aber ganz ehrlich, das reicht auch. Am nächsten Tag kam der Techniker. Das alles bei einem nicht Buisness Tarif! Bei der Telekom zahlen wir für 8 Stunden Sopport einen ordentlichen Aufpreis, bei Vodafone, trotz aller Unkenrufe, gab es den umsonst.
This. Bin beim gleichen Verein Kunde. Jedes Jahr kommt hier 2 mal ein Telekom Typ vorbei und fragt mich an der Haustür ob ich auch so oft Ausfälle vom Internet hätte, bei den Nachbarn wäre das so. Den lächle ich nur an und sag ihm dass ich seit 1 1/2 Jahren im Homeoffice am PC arbeite und keinen einzigen Ausfall hatte, und frage ihn ob die Telekom mir denn auch 150+ Mbit anbieten könnte. :lol:
 
Glasfaser / Multikabel wird immer schneller sein als DSL, somit sind diese beiden Anschlussarten deutlich zukunftstauglicher als Kupferkabel die vor 60+ Jahren verlegt wurden.

Ist mir egal, wenn ich meine 10 GBit oder auch 1 TBit über DSL bekomme, dann bin ich zufrieden.

Mobilfunk könnte irgendwann tatsächlich Festanschlüsse ablösen, aber nur wenn es einen massiven Ausbau an Zellen gibt. Am Ende teilen sich immer alle Teilnehmer den Sendemast, somit ist die Bandbreite begrenzt für den einzelnen. Das ist bei Multikabel zwar auch so, lässt sich aber viel leicht ausbauen.

Auch da gilt das gleiche, wie vorher, wenn die Geschwindigkeit ausreicht, dann reicht sie aus. Die 1TBit, die bei 6G in Aussicht gestellt werden, sollten für einige Zeit reichen.

Satellit? Für den Downlink OK, aber für den Uplink braucht man dann wieder einen Festanschluss / Mobilfunk. Die Latenzen per Satellit sind riesig, also keine Option für Gamer.

Der Uplink funktioniert schon seit knapp 20 Jahren über Satellit. Die Latenzen bekommt man mit Starlink in den Griff.

Auch wenn ich so meine Zweifel habe, dass man den Datenverkehr darüber im großen Maßstab abwickeln kann (1 TBit wird wohl ein Traum bleiben) und es immer deutlich teurer bleiben wird, als DSL oder Mobilfunk, so gilt auch da: wenn es reicht, dann reicht es.
 
"Gigabit Gesellschaft" ist auch so ein blöder Kampfbegriff.

Bei Uptake-Raten deutlich unter 30 Prozent für +300 Prozent Leistung im Falle der Telekom wäre "kaum einer will Gigabit Gesellschaft" wohl die bessere Bezeichnung.


70m, da muss der per FTTC angebundene KVZ aber direkt vorm Haus stehen und es dürfen nicht zu viele Leitungen nebeneinander liegen. Ich denke da sind wir schon eher bei FTTB Anschlüssen, und wenn es da schlecht läuft (Hochhaus mit vielen Parteien) dann ist der Gigabit Anschluss auch schon wieder dahin (Übersprechen, zu lange Kupferleitungen, zu viele Zwischenverzweiger).

Normalerweise nimmt man G.Fast nur für FTTB. In-House-Verkabelung kann man schon mit 40-50 m rechnen, da Kabel ja nicht auf Luftlinie vom Einspeisepunkt zur Dose liegen, sondern mit vielen Umwegen den Wänden folgen und es ist einfacher, den Zugangspunkt in den Keller zu packen als einen Schrank vor die Tür zu stellen. Aber seinen nutzen hat es in älteren Gebäuden durchaus. In Hochhäusern hat man in der Regel Kabelschächte, wo Glasfaser leicht nachträglich gelegt werden kann, aber in älteren Bauten muss man die Wände aufhacken und das mögen weder Vermieter noch Mieter, wodurch zumindest große Verzögerungen und Planungsprobleme entstehen.


Man kann die Studie wohl so oder so lesen, am Ende bleiben wir ein digitales Entwicklungsland. Statt den Anbietern z.B. für Funkfrequenzen Millarden aus den Taschen zu ziehen, sollte man doch die marktteilnehmenden Unternehmen verpflichten jede noch so kleine Scheune endlich mit Glasfaser zu versorgen.

So ein Eingriff in das Geschäft privater Konzerne ist gemäß freier Marktwirtschaft nicht möglich. Die Auflagen für Mobilfunk gibt es auch nur, weil die Anbieter auf Teufel komm raus zusätzliche Frequenzen wollen und das Frequenzspektrum als endliche Ressource zentral verwaltet wird – da kann man die Nutzungserlaubnis an Bedingungen knüpfen, zum Beispiel dass auch eine angemessene Abdeckung geschaffen wird. Aber Kabel darf jeder so legen, wie er möchte oder eben nicht möchte. Im Vergleich zu anderen Ländern ohne staatliche Netzplanung ist Deutschland da noch vergleichsweise gut dran, in den USA würde man sich außerhalb der Städte teilweise schon über 10 MBit/s freuen.
 
Auch da gilt das gleiche, wie vorher, wenn die Geschwindigkeit ausreicht, dann reicht sie aus. Die 1TBit, die bei 6G in Aussicht gestellt werden, sollten für einige Zeit reichen.
Die 1Tbit werden sich aber etliche Teilnehmer teilen müssen!

Generell bin ich voll dabei, dass Gigabit im Privathaushalt auf Jahrzehnte hin reichen wird, ich denke es ist viel eher die Industrie, die mehr möchte. Die möchten aber wahrscheinlich nur noch mehr Daten von uns sammeln und je schneller die Leitung, je weniger interessiert es einen.

Ich würde mal schätzen, dass derzeit ca. 99% der Haushalte noch nicht einmal eine flächendeckend Gigabit InHouse haben. Ich gehe mit meiner Schätzung noch teils deutlich weiter, wenn ich sage, dass die allermeisten meiner Bekannten zu Hause einen Router haben! Der Rest funktioniert über WLAN. Das wird zwar mittlerweile alles in der Theorie schneller als 300Mbit/s sein, aber wahrscheinlich nur in der Theorie. Selbst ich, mit einem 600 EUR teuren Set von Netgear, bekomme nirgends Gigabitgeschwindigkeit per WLAN. Wenn ich Datenraten über 30MByte/s habe, bin ich am Tablet/Handy schon glücklich. Ich bin auch in meinem Bekanntenkreis der Einzige mit mehr als Gigabit zu Hause, von daher könnte ich tatsächlich mehr als Gigabit nutzen, was aber bei 99,9% (ich glaube da kann man noch ein paar Neunen hinten dran hängen) nicht der Fall sein wird. Bis da, im Haus selber mehr als Gigabit liegt, werden noch Jahrzehnte vergehen.
 
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