Keiner nimmt es mit den USA auf, das ist das Problem.
Das ist ein Problem und gleichzeitg auch keines, bzw. eines über das man "froh sein kann / sollte", das man es nicht hat.
Das die USA soviel Einfluss haben und sich ihre ausufernden Schuldenhaushalte leisten können liegt auch an ihrer Wirtschaftsleistung, bzw. inzwischen hauptsächlich ihrer wirtschaftlichen Bedeutung und dadurch am Ende an der Stärke des Dollar, welcher weltweit, in nahezu jeden Land (selbst Nordkorea, deren eigene Landeswährung international kaum einen Wert hat), als zahlbare Währung anerkannt wird.
Der Dollar ist seit Jahrzehnten eine relativ verlässliche, da eben wertstabiles Zahlungsmittel und dadurch faktisch die "englische Sprache" unter den Währungen und in gewisser Weise so auch die "genormte Maßeinheit", welche angibt wieviel Gewicht genau 1kg sind. Sehr bildlich ausgedrückt.
Wäre dies plötzlich nicht mehr der Fall und alles müsste wieder für jede Transaktion in den jeweiligen nationalen Währungen erfolgen, internationaler Handel würde deutlich umständlicher werden und Preise deutlich häufiger und heftigeren Schwankungen unterliegen.
Es gab aber durchaus in der "jüngeren" Vergangeneheit schon Währungen, die grundsätzlich das Potenzial gehabt hätten, dem Dollar auch Konkurenz zu machen, z.B. beim Euro.
Die Finanzmärkte kamen kurzzeitig durchaus mal etwas ins "schwitzen", als Länder wie u.a. China plötzlich einen Teil ihrer Geldreserven von Dollar in Euro umtauschten / anlegten.
Aber das Thema mit dem Euro hatte sich mehr oder weniger bereits schon wieder mit der Bankenkrise 2008 erledigt und jetzt für nicht absehbare Zeit erst erst recht, mit dem Krieg in der Ukraine und der damit einhergehenden "drohenden" Energiekrise in der EU, welche die Stabilität des Euro erneut stark angegriffen hat und seine Wertstabilität in Frage stellt.
Ansonsten hat auch China selbst bereits vor Jahren mal den Versuch unternommen, die Position des Dollars mit eigener Währung anzugreifen, indem sie für gewisse Transaktionen versucht haben nur noch ihre eigene Währung zu akzeptieren, aber übermäßig erfolgreich waren sie damit bis dato auch nicht.
Dadrum, solange die USA den Dollar als ihre wichtigste Machtbasis haben, werden sie international immer von Bedeutung sein und immer militärisch eine Hausnummer!
Wer daher die USA wirklich zu Fall bringen wollen würde, würde und sollte das nicht auf militärischen Weg versuchen, weil das ist regelrecht absurd, da man finanziell kaum auf einem militärischen Weg gegen die USA konkurieren kann, wenn man wirtscharftlich und finanzmarkttechnisch nicht auf dem gleichen Level ist.
Im Grunde hat die Sowjetunion, welche am Ende 40% ihres gesamten Haushaltes nur "konkurenzfähiges" Militär ausgeben hat mit ihrem Untergang genau das gezeigt.
Jemand der die USA stürzen will müsste die Bedeutung des Dollar als internationale Währung angreifen, weil wenn die USA das verlieren, ist ihre Wirtschaft und ihr Haushalt auf Pump, sprichwörtlich gef*ickt und somit auch direkt ihr übersprießender Militärhaushalt mit.
Und dadrum auch, Putin ist sprichwörtlich dumm und hat nichts aus der Geschichte gelernt, wenn er meint er könnte mit einem "starken Militär" um die Bedeutung auf der internationalen Bühne und Einflusssphären auf der Welt, mit den USA konkurieren.
China ist sich diesen Dingen hingegen ziemlich sicher genau bewusst und dadrum wird China sehr wahrscheinlich auf absehbare Zeit auch keinen direkten Konflikt mit den USA anfangen, ganz egal ob sie ihn militärisch "gewinnen" könnten, oder nicht.
Aus wirtschaftlicher und finanztechnischer Sicht wäre er für China aktuell, da sie genauso vom Dollar abhängig sind, eine völlige Katastrophe.
China versucht die USA daher auf wirtschaftlicher Ebene herrauszufordern und zu schlagen, u.a. mit solchen Dingen wie dem "neue Seidenstraße" Projekt, wo neben Afrika unzählige chinessische Milliarden hinfließen. Milliarden die Chinas Währung gegenüber dem Dollar langfristig stärken (könnten).
Und um damit am Ende wieder beim Eingangszitat zurück zu kommen, China nimmt es mit den USA auf, aber das ist ein "Kampf" der nicht in Jahren "gewonnen" werden kann, sondern ehr Jahrzehnten und ob man möchte das China ihm am Ende auch gewinnt, bleibt dann doch fraglich.