Gibt es keinen Platz für Demokratie in dieser Welt?

Dann ist der ach so geliebte freie Markt des Kapitalismus ein Markt, der auf ewiges Wachstum basiert. Ewiges Wachstum auf einer endlichen Erde funktioniert nicht.
Ist klar. Hatte ich ja auch geschrieben. Die Ressourcen sind endlich.

Das streben nach ewigen Wachstum kann mal auch als "Gier des Wirtschaftssystems" bezeichnen.
Man muss das System durchbrechen und einen weltweiten Mindestlohn einführen.
Aber einheitlich kann der nicht sein. Weil in jeden Land die Lebenshaltungskosten anders sind.
 
Der Wohlstand der westlichen Demokratien ist in erster Linie auf Pump und Ausbeutung aufgebaut.
Sämtliche westliche Länder sind zum Teil hoch verschuldet. Dazu werden die armen Länder durch sie ausgebeutet und unterdrückt.
Dann ist der ach so geliebte freie Markt des Kapitalismus ein Markt, der auf ewiges Wachstum basiert. Ewiges Wachstum auf einer endlichen Erde funktioniert nicht.
Man muss das System durchbrechen und einen weltweiten Mindestlohn einführen. Ärmere Länder brauchen Zugang zu freien Märkten, gleichzeitig muss die inländische Produktion vor subventionierten Produkten aus den reichen Ländern geschützt werden.
Und natürlich muss Nachhaltigkeit gefördert werden.
So würde das Ideal aussehen, aber was wäre dann mit unserem Wachstum wenn wir beginnen zu teilen ? Keine Industrienation der Erde würde freiwillig auch nur ein zehntel eines Prozentes seines jährlichen Wachstums dafür ausgeben, um damit zB die Lebensbedinungen im Kongo zu verbessern.

In Polen wollte man eine Bankensteuer einführen bei 0,01% pro Transaktion ab 1 Mio Euro so weit ich mich erinnere, natürlich um möglichst ausländische Banken zu schwächen und die eigenen zu stärken, aber immerhin oder ? Die Reaktion aus Brüssel und den USA erfolgte promt und Kommentare machten die Runde dass polnische Piraten es auf den westlichen Kapitalismus abgesehen haben lol. Ich wäre dafür dass man nicht nur Banken sondern auch Konzerne, Verkaufsketten und große Marken ebenfalls zur mehr Kasse bittet. Und diese Kohle sollte man dann den geben die wegen uns leiden. Aber wir sind ja keine Piraten..
 
In Polen wollte man eine Bankensteuer einführen bei 0,01% pro Transaktion ab 1 Mio Euro so weit ich mich erinnere, natürlich um möglichst ausländische Banken zu schwächen und die eigenen zu stärken, aber immerhin oder ? Die Reaktion aus Brüssel und den USA erfolgte promt und Kommentare machten die Runde dass polnische Piraten es auf den westlichen Kapitalismus abgesehen haben lol.
Keiner nimmt es mit den USA auf, das ist das Problem. Das fängt ja schon damit an, dass die großen Rating Agenturen in den USA hocken und die entscheiden, welches Land welche Bonität hat.
Solange man nicht in der Lage ist, den Finanzmarkt in den USA auszuhebeln, wird sich gar nichts ändern.
 
Keiner nimmt es mit den USA auf, das ist das Problem.

Das ist ein Problem und gleichzeitg auch keines, bzw. eines über das man "froh sein kann / sollte", das man es nicht hat.

Das die USA soviel Einfluss haben und sich ihre ausufernden Schuldenhaushalte leisten können liegt auch an ihrer Wirtschaftsleistung, bzw. inzwischen hauptsächlich ihrer wirtschaftlichen Bedeutung und dadurch am Ende an der Stärke des Dollar, welcher weltweit, in nahezu jeden Land (selbst Nordkorea, deren eigene Landeswährung international kaum einen Wert hat), als zahlbare Währung anerkannt wird.

Der Dollar ist seit Jahrzehnten eine relativ verlässliche, da eben wertstabiles Zahlungsmittel und dadurch faktisch die "englische Sprache" unter den Währungen und in gewisser Weise so auch die "genormte Maßeinheit", welche angibt wieviel Gewicht genau 1kg sind. Sehr bildlich ausgedrückt. ;)

Wäre dies plötzlich nicht mehr der Fall und alles müsste wieder für jede Transaktion in den jeweiligen nationalen Währungen erfolgen, internationaler Handel würde deutlich umständlicher werden und Preise deutlich häufiger und heftigeren Schwankungen unterliegen.

Es gab aber durchaus in der "jüngeren" Vergangeneheit schon Währungen, die grundsätzlich das Potenzial gehabt hätten, dem Dollar auch Konkurenz zu machen, z.B. beim Euro.
Die Finanzmärkte kamen kurzzeitig durchaus mal etwas ins "schwitzen", als Länder wie u.a. China plötzlich einen Teil ihrer Geldreserven von Dollar in Euro umtauschten / anlegten.

Aber das Thema mit dem Euro hatte sich mehr oder weniger bereits schon wieder mit der Bankenkrise 2008 erledigt und jetzt für nicht absehbare Zeit erst erst recht, mit dem Krieg in der Ukraine und der damit einhergehenden "drohenden" Energiekrise in der EU, welche die Stabilität des Euro erneut stark angegriffen hat und seine Wertstabilität in Frage stellt.

Ansonsten hat auch China selbst bereits vor Jahren mal den Versuch unternommen, die Position des Dollars mit eigener Währung anzugreifen, indem sie für gewisse Transaktionen versucht haben nur noch ihre eigene Währung zu akzeptieren, aber übermäßig erfolgreich waren sie damit bis dato auch nicht.

Dadrum, solange die USA den Dollar als ihre wichtigste Machtbasis haben, werden sie international immer von Bedeutung sein und immer militärisch eine Hausnummer!

Wer daher die USA wirklich zu Fall bringen wollen würde, würde und sollte das nicht auf militärischen Weg versuchen, weil das ist regelrecht absurd, da man finanziell kaum auf einem militärischen Weg gegen die USA konkurieren kann, wenn man wirtscharftlich und finanzmarkttechnisch nicht auf dem gleichen Level ist.
Im Grunde hat die Sowjetunion, welche am Ende 40% ihres gesamten Haushaltes nur "konkurenzfähiges" Militär ausgeben hat mit ihrem Untergang genau das gezeigt.

Jemand der die USA stürzen will müsste die Bedeutung des Dollar als internationale Währung angreifen, weil wenn die USA das verlieren, ist ihre Wirtschaft und ihr Haushalt auf Pump, sprichwörtlich gef*ickt und somit auch direkt ihr übersprießender Militärhaushalt mit.

Und dadrum auch, Putin ist sprichwörtlich dumm und hat nichts aus der Geschichte gelernt, wenn er meint er könnte mit einem "starken Militär" um die Bedeutung auf der internationalen Bühne und Einflusssphären auf der Welt, mit den USA konkurieren.

China ist sich diesen Dingen hingegen ziemlich sicher genau bewusst und dadrum wird China sehr wahrscheinlich auf absehbare Zeit auch keinen direkten Konflikt mit den USA anfangen, ganz egal ob sie ihn militärisch "gewinnen" könnten, oder nicht.
Aus wirtschaftlicher und finanztechnischer Sicht wäre er für China aktuell, da sie genauso vom Dollar abhängig sind, eine völlige Katastrophe.

China versucht die USA daher auf wirtschaftlicher Ebene herrauszufordern und zu schlagen, u.a. mit solchen Dingen wie dem "neue Seidenstraße" Projekt, wo neben Afrika unzählige chinessische Milliarden hinfließen. Milliarden die Chinas Währung gegenüber dem Dollar langfristig stärken (könnten).

Und um damit am Ende wieder beim Eingangszitat zurück zu kommen, China nimmt es mit den USA auf, aber das ist ein "Kampf" der nicht in Jahren "gewonnen" werden kann, sondern ehr Jahrzehnten und ob man möchte das China ihm am Ende auch gewinnt, bleibt dann doch fraglich.
 
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China ist sich diesen Dingen hingegen ziemlich sicher genau bewusst und dadrum wird China sehr wahrscheinlich auf absehbare Zeit auch keinen direkten Konflikt mit den USA anfangen, ganz egal ob sie ihn militärisch "gewinnen" könnten, oder nicht.
Aus wirtschaftlicher und finanztechnischer Sicht wäre er für China aktuell, da sie genauso vom Dollar abhängig sind, eine völlige Katastrophe.

China versucht die USA daher auf wirtschaftlicher Ebene herrauszufordern und zu schlagen, u.a. mit solchen Dingen wie dem "neue Seidenstraße" Projekt, wo neben Afrika unzählige chinessische Milliarden hinfließen. Milliarden die Chinas Währung gegenüber dem Dollar langfristig stärken (könnten).

Und um damit am Ende wieder beim Eingangszitat zurück zu kommen, China nimmt es mit den USA auf, aber das ist ein "Kampf" der nicht in Jahren "gewonnen" werden kann, sondern ehr Jahrzehnten und ob man möchte das China ihm am Ende auch gewinnt, bleibt dann doch fraglich.
Irgendwann, wenn sie sich stark genug fühlen, holen sie sich Taiwan zurück.
Außerdem darf man nicht vergessen das es immer noch eine Diktatur ist.
Dort werden Minderheiten unterdrückt, Bürger überwacht und gemaßregelt und die meisten Todesstrafen von allen Ländern verhängt. Weit vor den USA. Wenn die ausser mit der Wirtschaft noch irgendwann militärisch expandieren, dann gute Nacht.
 
Irgendwann, wenn sie sich stark genug fühlen, holen sie sich Taiwan zurück.
Sicherlich, aber nicht auf absehbare Zeit und vor dem wie es in der Ukraine für Russland läuft.

Außerdem darf man nicht vergessen das es immer noch eine Diktatur ist.
Dort werden Minderheiten unterdrückt, Bürger überwacht und gemaßregelt und die meisten Todesstrafen von allen Ländern verhängt.
Auch Diktaturen begehen nicht automatisch wirtschaftlichen / militärischen Selbstmord, nur weil sie Diktaturen sind.
Die UDSSR war im Grunde auch eine Diktatur und Franco-Spanien auch.
Heißt aber wie gesagt nicht automatisch, dass sie wie Putin die Haftung zu Realitäten verlieren und entsprechend, China ist eine Diktatur, aber man weiß auch, die Macht der Kommunistischen Partei dort ist auch eng an den wirtschaftlichen Wohlstand geknüpft.

Es ist einfach an der Macht zu bleiben wenn man von "Null" kommt, was die Annehmlichkeiten der Bevölkerung angeht.
Es ist wesentlich schwieriger an der Macht zu bleiben wenn eine Bevölkerung sich an ein gewisses Maß an Annehmlichkeiten gewöhnt hat.
Daran ändert auch die chinesische Totalüberwachung nur bedingt was und dadrum, auch Putin wird das noch zu spüren bekommen, wenn die Sanktionen ertsmal so richtig bis in allen Schichten der Bevölkerung ankommen. ;)

Sowas wird die kommunistische Partei Chinas ziemlich sicher nicht leichtfertig in kauf nehmen.

Weit vor den USA. Wenn die ausser mit der Wirtschaft noch irgendwann militärisch expandieren, dann gute Nacht.

Sie konukrieren doch schon militärisch zunehmend mit den USA.
Müssen sie rein logisch auch, weil alleine mit Wirtschaft kann man Einfluss nicht abstecken.
Man muss auch immer militärisch sein Revier markieren können, war im Kalten Krieg auch nicht anders.
Daher wirtschaftlicher "Wettbewerb" geht da Hand in Hand mit militärischen "Wettbewerb"
 
Demokratie ist aus den grundlegensten Bedürfnissen der Menschen entstanden. ;)
Nein, Demokratie ist aus den Gegebenheiten der griechischen Polis entstanden, hier eine kurze Erläuterung dazu:

Demokratie ist m. M. nach kein grundlegendes Bedürfnis, sondern ein mögliches politisches System für ein Mehrheitsentscheid in einer Gesellschaft.
Nicht zwingend ist dann der Mehrheitsentscheid dann auch die richtige Entscheidung.
Meist ist es ein Kompromiss, manchmal auch eine falsche Entscheidung.

Das heisst nicht, dass ich Demokratie ablehne oder so, nur eine halbwegs neutrale Betrachtungsweise.
 
Aber die moderne Demokratie wurde u.a. von Thomas Jefferson in den USA begründet.

Und da spielt der "Freiheitsgedanke" eine große Rolle.

Ich meine auch das sich griechische Philosophen schon mit den "Werten einer Demokratie" beschäftigt haben.
Also nicht einfach nur ein Mehrheitsentscheid der Bevölkerung.
 
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Irgendwann, wenn sie sich stark genug fühlen, holen sie sich Taiwan zurück.
Außerdem darf man nicht vergessen das es immer noch eine Diktatur ist.
Dort werden Minderheiten unterdrückt, Bürger überwacht und gemaßregelt und die meisten Todesstrafen von allen Ländern verhängt. Weit vor den USA. Wenn die ausser mit der Wirtschaft noch irgendwann militärisch expandieren, dann gute Nacht.
Und dennoch, haben wir eine Wirtschaftsmacht No1 die keine Demokratie als Staatsform hat. Der Kapitalismus funtzt dort anscheinend auch ohne ganz gut.

Taiwan einzunehmen ist übrigens ein Himmelsfahrtkommando. Es wäre unglaublich schwierig und äußerst verlustreich dort überhaupt die Truppen an Land zu bringen, vermutlich garnicht möglich ohne das halbe Land vorher aus der Luft dem Erdboden gleich zu machen. Blöd dass Taiwan ne ganz ansehliche Luftwaffe und Abwehr besitzt. Diese Insel ist eine Festung schlecht hin. Ausserdem, nachdem Peking erstarrt dabei zu sah wie eine Hand voll Waffen made in USA eine ganze Streitmacht in der Ukraine aufgehalten haben, dürfte ihnen der Apetit auf Saures vergangen sein lol
Aber nur wenn du weiß bist. Alle anderen hatten schlechte Karten.
Diese Tugend war ein Import aus Europa, nach reichlicher Erfahrung mit Kolonialisirung in der Welt. Beim Wort Gründerväter muss man dann immer schmuntzeln.
 
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Das streben nach ewigen Wachstum kann mal auch als "Gier des Wirtschaftssystems" bezeichnen.
Da kann ich dieses Buch empfehlen:
Aber die moderne Demokratie wurde u.a. von Thomas Jefferson in den USA begründet.

Und da spielt der "Freiheitsgedanke" eine große Rolle.
Die grosse Freiheit war, dass sie an Grossbritanien keine Steuern mehr zahlen mussten :ka:
 
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Diese Werteordnung hat im Grunde geregelt, das man nicht mit seinem Militär in andere Länder einfällt um diese, oder Teile davon, zu anektieren / anzuschließen und man kann von den USA sagen und halten was man will, aber sie haben sowas halt nie gemacht.
Was falsch ist, siehe Vietnam, Irak, Libyen, Afghanistan. Nur ist das auch das ein oder andere mal halt fehlgeschlagen und sie haben es akzeptiert.
Auch ein real gelebter Kommunismus nach Marx und Engels wäre durchaus zufriedenstellend.
Völlig falsch, denn er basiert auf Gleichheit, was aber gerade bei Menschen nicht existiert.
 
Was falsch ist, siehe Vietnam, Irak, Libyen, Afghanistan. Nur ist das auch das ein oder andere mal halt fehlgeschlagen und sie haben es akzeptiert.

Völlig falsch, denn er basiert auf Gleichheit, was aber gerade bei Menschen nicht existiert.
Genau wie schon bei Tschetan, erzähl mir mehr, wo die USA dort Land anektiert haben (erobert haben und dann als Teil der USA angeschlossen).
Wirklich wie kann man es nicht schaffen, schon nur sowas simples, auch zu verstehen, was man liest.
 
England hat früher als Kolonialmacht (neben anderen europäischen Ländern) viel Land anektiert. Aber von den USA ist mir bisher nichts bekannt.
 
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