Wäre ja auch viel einfacher, wenn man nur Trump de-digitalisiert.Was mich am Ende ein wenig darauf hoffen lässt, dass der Mammon einen Idioten eher fallen lässt, als sich die Geschäfte ruinieren zu lassen.

Ja. Ob Venezuela letztlich besser dasteht, wird sich zeigen. Da sind ja auch eine Menge Leute ausgewandert. Trump wird aber gemäß Donroe-Doktrin die Souveränität Venezuelas einschränken. Geschäfte mit China und Russland dürften fortan wohl nicht mehr so laufen, wie bisher. Stattdessen gibt es:Militärisch sind die USA definitiv singulär auf dem Globus, aber man sollte die Aktion nicht überbewerten:
Relativ wenig venezuelanische Soldaten wurden ermordert, kaum Gerät zerstört und es gibt weiterhin eine voll funktionsfähige politische Führung. Trump hat de facto einen Anti-Demokraten und eine Zivilisten gekidnappt, thats it. Er hat nicht die Kontrolle über das Land übernommen, nicht einmal ein Bruchteil dessen erreicht (oder auch nur versucht), was Putin (trotz allem) geschafft hat oder Xi gerne schaffen würde. Und eine Bodenoffensive könnte er zwar mit recht hoher Sicherheit militärisch gewinnen, aber mit ebenso hoher Sicherheit würde er die einhergehenden Verluste auf eigener Seite innenpolitisch nicht überleben.
Ich schätze mal, dass ganze wird jetzt auf ein Angebot hinauslaufen, dass zu gut ist um es abzulehnen. Resultat: Die Männer hinter dem Paten im Weißen Haus bekommen ihr Ölgeschäft, das venezuelanische Regime tauscht eine Führungsfigur gegen einen ordentlichen Geldfluss (schon ein relativ kleiner Teil der US-Öl-Budgets dürfte mehr Geld ins Land bringen, als unter US-Sanktionen bislang mit dem Verkauf auf eigene Rechnung möglich war) und die Venezuelaner können jetzt noch effektiver mit US-Technik unterdrückt werden.
Das Müssen verursacht aber gewaltige Folgen und provoziert gewaltige Reaktionen. Die Auswüchse einer schnellen Komplettbombardierung Taiwans lassen sich schlecht kalkulieren - wobei China ziemlich gut in Mathe ist.Es zählt nicht, was "China" will, sondern was Xi will. Und der will, ähnlich wie Putin, als der große (An-)Führer in die Geschichtsbücher eingehen, der das Reich wieder zu voller Blüte geführt hat. Und ihm bleibt rein biologisch nicht mehr viel Zeit dafür. Von daher steht durchaus zu befürchten, dass er auch ein zerbombtes Taiwan als Gewinn betrachten würde. Zumal es rein wirtschaftlich auch reicht, eine Nummer 1 zu zerstören, anstatt sie zu übernehmen, wenn die Kunden irgendwas kaufen müssen.
Ja, das Trump-Regime kann nicht selber die Lichter auschalten. Da würden sicherlich auch gewisse Skrupel entgegenwirken, weil den Firmen bewusst sein dürfte, was hier ohne SWIFT oder Clouddienste los wäre. Den Abwurf einer solchen Bombe muss man auch erstmal mit sich vereinbaren, besonders, wenn man kein Soldat ist. Musk hingegen wurde von Trump groß und klein gemacht. Ein mahnendes Beispiel.An der Stelle sollte man nicht direkt aus-den-USA-Konzern und US-Regierung gleichsetzen. Besagte Konzerne machen auch gerne, oft und gute Geschäfte mit China, in Vietnam, sicherlich auch bis vor kurzem in Venezuela, etc.. Die sind nicht zwingend US-Schoßhunde, sondern globale Megakonzerne, die in vielerlei Hinsicht über Trump stehen. (Was die Sache nicht zwingend besser, aber schwerer vorhersehbar macht. )
Auch wollen die Megakonzerne stabile Entwicklungen und keine gesprengten Brücken - wäre mit sowas unvereinbar.