Geschichte wiederholt sich, diesmal die USA

Grundsätzlich sollte man allen Quellen gegenüber offen sein.

Ich sehe ab und zu auch NIUS, Bild TV, nur ganz selten direkte Streams der AFD, aber auch dass.

Deshalb kam ich selbst vor Monaten zum Ergebnis, dass Trump eine echte Chance hat zu gewinnen.

Wenn ich nur öffentlich rechtliche Medien genutzt hätte, wäre ich auch zu einem anderen Ergebnis gekommen. ^^
 
Vor 3 Stunden war ich noch bei mir im Supermarkt, habe hinten an der Lagertür geraucht, und ein Transporter der Tafel kam angefahren. Fast die Hälfte der Tafeln hat einen Aufnahmestopp, seit Jahren. Und die wenigen Lebensmittel aus unserem Markt, sind wie ein Tropfen auf einen heißen Stein.

Jeder 5. Kunde bei mir an der Kasse bezahlt mit Pfandflaschenbons, nicht mit Geld, weil viele Kunden dass gar nicht haben für Lebensmittel.

Die AFD wird sehr stark abschneiden bei der nächsten Bundestagswahl. Dafür brauche ich auch keine Glaskugel. Die Bevölkerung bei uns im Osten ist wütend, zurecht.....
Es ist so, dass Lohnerhöhungen mehr den Besserverdienern helfen, während billige Energie und Lebensmittel eher den armen Menschen helfen.
 
Es ist so, dass Lohnerhöhungen mehr den Besserverdienern helfen...
Ist doch auch nicht schwer zu verstehen warum das so ist.
Wenn ich 3000 Euro Brutto verdiene und 7% mehr Lohn bekomme, sind das 210 Euro mehr.
Verdiene ich nur 1800 Euro Brutto und bekomme 7% mehr Lohn, sind das nur 126 Euro mehr.

Effektiv hat jemand der bereits einen höheren Basislohn verdient am Ende auch bei einer prozentuallen Lohnerhöhung grundsätzlich effektiv mehr raus und kann so auch effektiv mehr ausgeben, als derjenige welcher nur über einen niedrigen Basislohn verfügt.

während billige Energie und Lebensmittel eher den armen Menschen helfen.
Günstige Energie und Lebensmittel kommen tendenziell sowohl hohen als auch niedrigen Einkommen zugute, aber zumindest sind dabei eben Geringverdiener auch weniger benachteiligt, als bei einer reinen Lohnerhöhung, da Strom und Lebensmittel bei einem Geringverdiener üblicherweise mit die höchsten Ausgabenanteile, vom Lohn, darstellen (neben der Miete)

Immerhin sind 200 Euro für Lebensmittel bei 1800 Euro etwa 11,1% des des Gesamtlohns, während es bei 3000 Euro nur etwa 6,6% vom Lohn ausmacht. ;)
 
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Ist doch auch nicht schwer zu verstehen warum das so ist.
Wenn ich 3000 Euro Brutto verdiene und 7% mehr Lohn bekomme, sind das 210 Euro mehr.
Verdiene ich nur 1800 Euro Brutto und bekomme 7% mehr Lohn, sind das nur 126 Euro mehr.

Effektiv hat jemand der bereits einen höheren Basislohn verdient am Ende auch bei einer prozentuallen Lohnerhöhung grundsätzlich effektiv mehr raus und kann so auch effektiv mehr ausgeben, als derjenige welcher nur über einen niedrigen Basislohn verfügt.
Deswegen werden ja höhere Einkommen auch mehr besteuert. Zumindest bei uns.

Aber auch Geringverdiener profitieren von Lohnerhöhungen. Sie haben dadurch eine höhere Kaufkraft.
Gerade in den USA sind ja die vor allem die Lebensmittelpreise sehr hoch. Und die Menschen können sich immer weniger leisten.
Ich bin mal gespannt was die Trump Regierung dagegen machen will.
 
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Deswegen werden ja höhere Einkommen auch mehr besteuert. Zumindest bei uns.
Das ändert doch aber am Ende auch nicht dadran das du mit 3000 Euro mehr in der Tasche hast als mit 1800 Euro, weil die Lebenshaltungskosten, unabhängig vom Einkommen, grundsätzlich ähnlich bleiben und i.d.R. den größten unabänderbaren Ausgabenposten darstellen (solange man sowas wie die Tafeln ausklammert).

Wenn du im Monat 200 Euro für Lebensmittel ausgibst sind das, bei Mindestlohn 1375 Euro Netto, etwa 14,5% des Gesamtlohns, während es bei 2069 Euro Netto Verdienst, von 3000 Euro, eben nur etwa 9,6% sind, also fast 5% mehr vom verfügbaren Gesamtlohn und somit 5% weniger Kaufkraft (für irgend etwas anderes), die jemand mit geringen Einkommen im Monat zur Verfügung hat.

Jemand mit geringen Einkommen wird entsprechend also effektiv immer weniger Netto vom Brutto haben, auch bei einer Lohnerhöhung, da ist es völlig egal ob er grundsätzlich weniger Steuern zahlen muss.

Die geringeren Steuern sorgen nur dafür das du von Mindestlohn überhaupt leben kannst und dich nicht grundsätzlich entscheiden musst ob du was zwischen die Kauleiste bekommen willst, oder ein Dach über dem Kopf haben möchtest, aber dafür hungerst.
 
Das ändert doch aber am Ende auch nicht dadran das du mit 3000 Euro mehr in der Tasche hast als mit 1800 Euro, weil die Lebenshaltungskosten, unabhängig vom Einkommen, grundsätzlich ähnlich bleiben und i.d.R. den größten unabänderbaren Ausgabenposten darstellen (solange man sowas wie die Tafeln ausklammert).

Wenn du im Monat 200 Euro für Lebensmittel ausgibst sind das, bei Mindestlohn 1375 Euro Netto, etwa 14,5% des Gesamtlohns, während es bei 2069 Euro Netto Verdienst, von 3000 Euro, eben nur etwa 9,6% sind, also fast 5% mehr vom verfügbaren Gesamtlohn und somit 5% weniger Kaufkraft (für irgend etwas anderes), die jemand mit geringen Einkommen im Monat zur Verfügung hat.

Jemand mit geringen Einkommen wird entsprechend also effektiv immer weniger Netto vom Brutto haben, auch bei einer Lohnerhöhung, da ist es völlig egal ob er grundsätzlich weniger Steuern zahlen muss.

Die geringeren Steuern sorgen nur dafür das du von Mindestlohn überhaupt leben kannst und dich nicht grundsätzlich entscheiden musst ob du was zwischen die Kauleiste bekommen willst, oder ein Dach über dem Kopf haben möchtest, aber dafür hungerst.
Ok das stimmt wohl leider.

Gibt es in den USA überhaupt sowas wie den Mindestlohn?
 
Gibt es in den USA überhaupt sowas wie den Mindestlohn?
Ja, der ist aber in macnhen Staaten so winzig dass er mittlerweile praktisch keine Relevanz mehr hat. Umgerechnet 6€ die Stunde oder sowas.

EDIT:

Zwischen 5 und 17 Dollar/Stunde.
 
Ok danke für die Infos. Dann sind die USA ja doch noch sozialer als ich vermutet habe.
Dennoch gibt es dort auch große Armut.
Bin echt mal gespannt was die Regierung Trump gegen die hohen Lebensmittelpreise macht.
Das mit den Strafzöllen wird allerdings auch ein Problem für uns.
 
Ok danke für die Infos. Dann sind die USA ja doch noch sozialer als ich vermutet habe.
Dennoch gibt es dort auch große Armut.
Wie man es sehen möchte.
Dabei geht es eigentlich ausschließlich dadrum kurzzeitige Arbeitslosigkeit und Krankheitsbedingte Ausfälle abzufedern, da Arbeitslosengeld üblicherweise maximal 26 Wochen bezahlt wird und Sozialhilfe maximal 5 Jahre, davon allerdings normalerweise maximal 2 Jahre am Stück möglich.

Abgesichert wird dadurch z.B. nicht solltest du dauerhaft berufsunfähig werden und nicht mehr arbeitsfähig sein / werden.
Da brauchst du dann eine gute private Versicherung, oder ein dickes Sparbuch, sonst rutscht du halt nach auslaufen von Arbeitslosengeld und Sozialhilfe in die allertiefste Armut ab.

Allgemein wird in den USA ja sehr viel über private Versicherungen geregelt und die sind i.d.R. richtig teuer, weshalb sich viele Amerikaner das nicht leisten können.

Man kann viel über das deutsche System meckern, in vielen Punkten sicher auch berechtigt, aber ich persönlich würde es trotzdem sehr sicher nicht mit dem amerikanischen tauschen wollen (solange ich selbst nicht mindestens Millionär wäre).
 
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Man kann viel über das deutsche System meckern, in vielen Punkten sicher auch berechtigt, aber ich persönlich würde es trotzdem sehr sicher nicht mit dem amerikanischen tauschen wollen (solange ich selbst nicht mindestens Millionär wäre).
Ich ziehe auch Deutschland vor. Nur mit dem Rentensystem bekommen wir irgendwann Probleme.
Und nicht jeder kann sich privat versichern.
 
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Ok danke für die Infos. Dann sind die USA ja doch noch sozialer als ich vermutet habe.
Dennoch gibt es dort auch große Armut.
Bin echt mal gespannt was die Regierung Trump gegen die hohen Lebensmittelpreise macht.
Das mit den Strafzöllen wird allerdings auch ein Problem für uns.
Das Sozialstem der USA ist privat. Du musst dich selbst versichern, dann kriegst du auch was.
Der Staat selbst gibt Essensmarken aus. Die hat Trump während seiner ersten Amtszeit schon gekürzt.
Und Kennedy wird jetzt echt Gesundheitsminister. :wall:


 
Das Sozialstem der USA ist privat. Du musst dich selbst versichern, dann kriegst du auch was.
Der Staat selbst gibt Essensmarken aus. Die hat Trump während seiner ersten Amtszeit schon gekürzt.
Jetzt bin ich etwas verwirrt.:stupid:

Bekommen diejenigen Essensmarken, bei denen das Arbeitslosengeld oder Sozialhilfe abgelaufen ist? Und noch keinen neuen Job gefunden haben? Weil Nightslaver oben weiter ja geschrieben hat, dass es sowas in den USA gibt.:ka:
 
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Bekommen diejenigen Essensmarken, bei denen das Arbeitslosengeld oder Sozialhilfe abgelaufen ist? Und noch keinen neuen Job gefunden haben? Weil Nightslaver oben weiter ja geschrieben hat, dass es sowas in den USA gibt.:ka:
Das machen die Bundesstaaten selbst. wie auch beim Mindestlohn.
Washington kürzt die Anzahl der Essensmarken und der Bundesstaat muss mit geringeren Mengen auskommen oder selbst welche bereitstellen.
Bei der medizinische Versorgung ist das ähnlich. Washington kürzt die Mittel. Der Bundesstaat muss dann selbst zuschießen oder er lässt es.
Ich hatte mich mal damit beschäftigt als Trump Präsident wurde, das ist aber auch schon 8 Jahre her. Keine Ahnung, was Biden daran geändert hat, Es gibt auch keine Webseite, die das gut aufzeigt. Aber Musk ist ja nicht nur dazu da, die Leute zu feuern, er wird auch den Sozialstaat kürzen.
Die Armen werden unter Trump ärmer werden. Wie trump die Preise absenken will, weiß ich nicht. Der Protektionismus wird die eher ansteigen lassen.
 
Ich hatte mich mal damit beschäftigt als Trump Präsident wurde, das ist aber auch schon 8 Jahre her. Keine Ahnung, was Biden daran geändert hat, Es gibt auch keine Webseite, die das gut aufzeigt. Aber Musk ist ja nicht nur dazu da, die Leute zu feuern, er wird auch den Sozialstaat kürzen.
Die Armen werden unter Trump ärmer werden. Wie trump die Preise absenken will, weiß ich nicht. Der Protektionismus wird die eher ansteigen lassen.
Als Gründe für Trumps Sieg, wurde immer wieder gesagt, die Demokraten hätten nicht genau für die Armen getan. Und auch nichts gegen die hohen Preise. Aber wenn man das andere so alles liest, dann wird es für die Ärmsten wohl noch schlimmer. Ich würde auch mal gerne wissen wieviele davon Trump gewählt haben? Und wieviele die Demokraten?
 
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