Bis zu den 1980er Jahren war Flint ein blühendes Zentrum der Automobilindustrie...
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Mit dem Niedergang sanken auch die Steuereinnahmen. Eine der Sparmaßnahmen beinhaltete 2014 die Umstellung der Wasserversorgung auf eine günstigere Alternative: den lokalen Flint River. Sein Wasser war korrosiv, doch Maßnahmen, um die Rohre zu schützen, gab es nicht. So wurde Blei aus alten Leitungen freigesetzt. Die Menschen in Flint tranken es, kochten und duschten damit – monatelang, ohne zu wissen, dass ihr Wasser gefährlich kontaminiert war.
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Es dauerte eine Weile, bis die Verantwortlichen aus beiden großen Parteien in der Stadtregierung und im Bundesstaat zugaben, dass es überhaupt ein Problem gab. Statt sofort zu handeln, beschwichtigten sie die Bevölkerung und sagten, das Wasser sei sicher. Doch Aktivisten wie LeeAnne Walters machten Druck, schließlich wurden bei vielen Kindern erhöhte Bleikonzentrationen im Blut festgestellt. Eine Reihe vor allem älterer Menschen starb im Zusammenhang mit der Verunreinigung.
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Walters sagt heute, dass das Vertrauen der Menschen in Flint in die Politik dauerhaft erschüttert sei. Zwar ist das Wasser in Flint mittlerweile wieder einwandfrei, doch der Gedanke, dass die einkommensschwache Stadt für die Politik nur ein Ort zweiter Klasse ist, liegt für viele Bewohner nahe. "Ich glaube, was die Regierung tat, das lag daran, dass Flint eben Flint war und nicht mehr boomte", sagt Walters. "Sie dachten, sie würden ungestraft davonkommen, wenn sie Abstriche machten und Leute vergifteten, weil sie dachten, wir wären alle einfach nur dumm oder weil wir nur ein kleines Einkommen haben."
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Die Wahlergebnisse der vergangenen zwanzig Jahren zeigen, wie sich die Wählerinnern und Wähler in Flint und Umgebung von den Demokraten abgewandt haben. Im Wahlbezirk Genesee stimmten 2004 über 20 Prozent mehr Menschen für die Demokraten als für die Republikaner. Im Jahr 2012 waren es sogar etwa 28 Prozent.
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Nach der Wasserkrise und mit dem Erscheinen von Donald Trump auf der politischen Bühne änderte sich das: Im Bezirk lag der Republikaner 2016 nur gut zehn Prozent hinter Hillary Clinton. 2020 lag Trump nur noch gut neun Prozent hinter dem späteren Präsidenten Joe Biden.
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Experten erklären das mit Trumps großer Wirkmacht auf diejenigen, die vom immensen Reichtum der Vereinigten Staaten am wenigsten profitieren.