Geschichte wiederholt sich, diesmal die USA

Trump kann die Nato nicht auflösen. :lol:
Er kann höchstens aus der Nato austreten, aber dann müsste er sich gegen seine eigene Partei stellen.
Das macht er natürlich nicht.
Glaube ich auch.
Die Idee einer europäischen Armee gibt es seit den 50er. Mit von der Leyen hat das gar nichts zu tun.
Allerdings müssten die Mitgliedstaaten auf ihre militärische Souveränität verzichten und das macht keiner.
Ergo kompletter Unsinn.
Die Europäer sind nicht geschlossen genug und sich in vielen Dingen uneinig.
Da ist eine europäische Armee leider Utopie.
 
Und? Kam eine Antwort? :ugly:
Das war in den 70er oder so.
Bis heute betreibt die EU keine gemeinsame Außenpolitik, weil die Mitglieder eben keine Souveränität aufgeben will. Daher wird die EU nie mit einer Stimme sprechen und daher wird die EU immer von den USA abhängig sein, wenns um Sicherheit und Nato geht.
 
Ist halt nur schlecht, wenn den USA die Sicherheit Europas mal egal ist. Leider scheint man Druck zu brauchen um etwas selber auf die Reihe zu kriegen und dieser Druck ist Trump.
 
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Eminem hat Verstand im Kopf.
 
Hort euch das an, die Jungs scheinen nicht nur politisch krank, bei diesen "Fantasien".

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Moin. Mal etwas Positives, das der Wahlkampf hervorgebracht hat. :ugly:

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Die haben ja so ein komisches Wahlsystem.
Tja, älteste bis heute existente Demokratie der Welt.
Kommt eben noch aus der traditionellen Methodik aus dem 18. Jahrhundert, dass die einzelnen Siedlungen ihre Wahlmänner bestimmten und diese dann in Washington DC die Hand hoben.
Komisch ist daran nix.
Problematisch ist die extreme Polarisierung der beiden Parteien in fast jeglicher Hinsicht.

Funfacts nebenher:
Die Demokraten waren mal die konservativere Partei und die Demokraten sind inhaltlich in etwa mit einer Mischung der unsrigen CDU/FDP zu vergleichen.
Reps. sind mittlerweile eine wilde Mischung aus CDU/Werteunion/FDP und in bestimmten Punkten rechter, aber nicht AfD zu vergleichen, eher vielleicht Orban + Fides-Partei - schwierig, passende Vergleiche zu finden.
 
Reps. sind mittlerweile eine wilde Mischung aus CDU/Werteunion/FDP und in bestimmten Punkten rechter, aber nicht AfD zu vergleichen, eher vielleicht Orban + Fides-Partei - schwierig, passende Vergleiche zu finden.
Die Republikaner von Donald Trump sind rechtsextrem. Da muss man nicht beschönigen.
Mit der Tea Party Bewegung fing das an.
Heute werden normale Republikaner schikaniert und Trump versucht sie mit Gefolgsleuten zu ersetzen.
Und ich sehe auch nicht, dass sich das nach Trump wieder ändern wird.
 
Tja, älteste bis heute existente Demokratie der Welt.
Kommt eben noch aus der traditionellen Methodik aus dem 18. Jahrhundert, dass die einzelnen Siedlungen ihre Wahlmänner bestimmten und diese dann in Washington DC die Hand hoben.
Komisch ist daran nix.
Problematisch ist die extreme Polarisierung der beiden Parteien in fast jeglicher Hinsicht.
Es kann aber nicht sein, dass die Wahlmännerstimmen gewichtiger sind als die absoluten Stimmen.
 
Tja, älteste bis heute existente Demokratie der Welt.
Kommt eben noch aus der traditionellen Methodik aus dem 18. Jahrhundert, dass die einzelnen Siedlungen ihre Wahlmänner bestimmten und diese dann in Washington DC die Hand hoben.
Komisch ist daran nix.

Das staatenweise "the winner takes it all", dass für dieses extreme Ungleichgewicht verantwortlich ist, ist keine grundsätzlichen Eigenschaft eines deligierten Systems und war in den USA afaik auch nicht von Anfang an gegeben. Und Gerrymandering wurde definitiv erst viel später üblich.


Es kann aber nicht sein, dass die Wahlmännerstimmen gewichtiger sind als die absoluten Stimmen.

Abseits des krassen Mehrheitswahl sollten eigentlich eine sinnvolle Bemessung der Wahlkreise und Zuordnung der Wahlmänner dafür sorgen, dass die Unterschiede nicht zu groß werden. Aber auch da haben die USA afaik ein massives Umsetzungsdefizit. Wie es aktuell ist, weiß ich nicht, aber bei Bush vs. Gore entfielen iirc auf Wählerstimmen aus einigen Staaten dreimal so viele Wahlmannstimmen wie auf Wählerstimmen aus anderen Kreisen. Das ist dann natürlich in etwa so demokratisch wie ein Ständewahlrecht.
 
Wie es aktuell ist, weiß ich nicht, aber bei Bush vs. Gore entfielen iirc auf Wählerstimmen aus einigen Staaten dreimal so viele Wahlmannstimmen wie auf Wählerstimmen aus anderen Kreisen. Das ist dann natürlich in etwa so demokratisch wie ein Ständewahlrecht.
Die Republikaner sorgen vor allem dafür, dass es in Wohngebieten von Minderheiten weniger Wahllokale gibt, sodass es praktisch unmöglich ist, rechtzeitig seine Stimme abgeben zu können.
 
Mal ein Beispiel dafür warum Trump und die Schwäche der Demokraten auch ein gutes Stück weit ein durch die US-Politik und das System selbst verursachtes Problem sind:

Bis zu den 1980er Jahren war Flint ein blühendes Zentrum der Automobilindustrie...
...
Mit dem Niedergang sanken auch die Steuereinnahmen. Eine der Sparmaßnahmen beinhaltete 2014 die Umstellung der Wasserversorgung auf eine günstigere Alternative: den lokalen Flint River. Sein Wasser war korrosiv, doch Maßnahmen, um die Rohre zu schützen, gab es nicht. So wurde Blei aus alten Leitungen freigesetzt. Die Menschen in Flint tranken es, kochten und duschten damit – monatelang, ohne zu wissen, dass ihr Wasser gefährlich kontaminiert war.
...
Es dauerte eine Weile, bis die Verantwortlichen aus beiden großen Parteien in der Stadtregierung und im Bundesstaat zugaben, dass es überhaupt ein Problem gab. Statt sofort zu handeln, beschwichtigten sie die Bevölkerung und sagten, das Wasser sei sicher. Doch Aktivisten wie LeeAnne Walters machten Druck, schließlich wurden bei vielen Kindern erhöhte Bleikonzentrationen im Blut festgestellt. Eine Reihe vor allem älterer Menschen starb im Zusammenhang mit der Verunreinigung.
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Walters sagt heute, dass das Vertrauen der Menschen in Flint in die Politik dauerhaft erschüttert sei. Zwar ist das Wasser in Flint mittlerweile wieder einwandfrei, doch der Gedanke, dass die einkommensschwache Stadt für die Politik nur ein Ort zweiter Klasse ist, liegt für viele Bewohner nahe. "Ich glaube, was die Regierung tat, das lag daran, dass Flint eben Flint war und nicht mehr boomte", sagt Walters. "Sie dachten, sie würden ungestraft davonkommen, wenn sie Abstriche machten und Leute vergifteten, weil sie dachten, wir wären alle einfach nur dumm oder weil wir nur ein kleines Einkommen haben."
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Die Wahlergebnisse der vergangenen zwanzig Jahren zeigen, wie sich die Wählerinnern und Wähler in Flint und Umgebung von den Demokraten abgewandt haben. Im Wahlbezirk Genesee stimmten 2004 über 20 Prozent mehr Menschen für die Demokraten als für die Republikaner. Im Jahr 2012 waren es sogar etwa 28 Prozent.
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Nach der Wasserkrise und mit dem Erscheinen von Donald Trump auf der politischen Bühne änderte sich das: Im Bezirk lag der Republikaner 2016 nur gut zehn Prozent hinter Hillary Clinton. 2020 lag Trump nur noch gut neun Prozent hinter dem späteren Präsidenten Joe Biden.
...
Experten erklären das mit Trumps großer Wirkmacht auf diejenigen, die vom immensen Reichtum der Vereinigten Staaten am wenigsten profitieren.
Natürlich wird Trump nichts dadran ändern, weil er Teil des Problems ist, aber wann und wo wählen und handeln frustrierte Menschen schon rational, besonders bei einem Wahl-System wie in den USA, wo du bei einer Wahl als Kandidat nur dann realistische Chancen hast, wenn du die gerade die Großspender auf deiner Seite hast, die im Grunde Teil des Problems sind.

 
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