Geschichte wiederholt sich, diesmal die USA

Das Land ist eine Migrationsland von seiner Staatsgründung an. Das ist die Quintessenz dessen, was die USA aus- und groß macht. Der American Dream ist ein Migration Dream!
Wie immer bei dem Thema wird nur wieder einmal ausgeblendet das "früher" auch viel äußerst schwach bis gar nicht besiedeltes Land gab das man illegal von seinen native Bewohnern enteignen und verteilen konnte und für das man Arbeitskraft benötigt hat, die es entwickelt, die Bodenschätze erschließt und es bewirtschaftet.

Die Zeiten sind weitestgehend vorbei, das Land ist durchverteilt und entwickelt, die Bodenschätze erschlossen.

Die USA sind inzwischen auch an dem Punkt wo Europa lange schon war und weshalb soviele Europäer lange in die USA ausgewandert sind, weil es mit dem bestehenden System verteilten und zementierten Reichtums nicht mehr diesen großen Bedarf an Menschen gibt und nicht mehr die Zahl an Chancen aufzusteigen und somit auch nicht mehr den gleichen Bedarf an Zuwanderern.

Nicht falsch verstehen, es gibt einen Bedarf an Arbeitskraft und damit Zuwanderung, aber nicht diesen Bedarf, der von sich aus in die USA einwandern möchte, auf der Suche nach einer USA (Chancen) die es schon seit vielen Jahrzehnten nicht mehr gibt.

Daraus hat man in den letzten 50 Jahren ein American Nightmare gemacht. Der alt und/oder reich und satt gewordene Teil der Gesellschaft zieht sich immer mehr aus der Verantwortung...
Nein, das war von Beginn an nicht anders, aber früher konnte man halt ein geldgeiler alter Sack sein und trotzdem hatten andere, durch die schiere Größe und Weite des Landes, Chancen aufzusteigen und Wohlstand aufzubauen.
Heute ist alles aufgeteilt, erschlossen, besiedelt, abgebaut, genau wie in Europa.

Ob du als Mensch mit 0815 Fähgikeiten und Bildung heute in Europa lebst, oder den USA, deine Chancen es zu Wohlstand zu bringen dürften im Verhältnis vergleichbar übersichtlich sein.

Früher (1880) konntest du als 0815 "Europäer" mit 6 Jahren Volksschulbildung in den USA noch innerhalb von 10 Jahren zum z.B. vergleichsweise wohlhabenden Farmer bringen, oder dir einen gut laufenden Laden aufbauen, quasi vom "Tellerwäscher zum Millionär", wie man immer so schön sagt und das war nicht unrealistisch.

Heute kannst du das im Grunde vergessen und ist die realistischste Chance noch irgendwo als Arbeitskraft mit US-Mindestlohn zu enden.

Die Leute müssen sich endlich mal von diesem lange überholten Bild verabschieden, das die USA immer noch das "Land der Möglichkeiten" wären, das sind sie schon lange nicht mehr.

Heute sind sie auch nur ein weiterer durcherschlossener und durchentwickelter Staat, der seiner Bevölkerung durch die zementierten Besitz- und Vermögensverhältnisse nur noch überschaubare Chancen auf Aufstieg und Wohlstand bieten kann und das konstant abnehmend, im Verhältnis zum mangelnden Grad an eigener Bildung, Inovationsfähigkeit und vorhandenen Eigenkapital.
 
Zuletzt bearbeitet:
Du hast es nicht gecheckt, oder? Zwischen "ich meine, dass es ein Problem ist" und "es ist ein Problem" klaffen Welten.
Es ist ein Problem. Das sehen auch die gemäßigten Lefties in den USA so - selbst, wenn sie das wegen dem radikaleren Flügel in der Partei nicht sonderlich stark kommunizieren. Die Deporation Illegaler in Bidens Amtszeit sind nicht umsonst mit den Deportationen in Trumps Amtszeit vergleichbar. Auch bei uns ist es ein Problem. Oder hat man hier die Probleme vergessen, die gerade die Mittelmeerstaaten - allen voran Italien - mit illegaler Immigration haben?
Das Land ist eine Migrationsland von seiner Staatsgründung an. Das ist die Quintessenz dessen, was die USA aus- und groß macht. Der American Dream ist ein Migration Dream!
Wie @Nightslaver schon geschrieben hat, haben sich die Zeiten deutlich gewandelt. Auch die Bedeutung von "Migrationsland" ist ein völlig anderes. Als Migrationsland versteht man heutzutage ausschließlich Länder wie bspw. Australien, Kanada oder die USA, die nur wertvolles Humankapital ins Land lassen.
Wohlgemerkt für Weiße aus Europa! Für Afrikaner und Natives war das Projekt USA seit Day One ein Alptraum, und in genau der Lesart verwundert mich überhaupt nicht die stets rassistisch-angehauchten Debatten über Migration in weißen Gesellschaften, wie dort und ja, wie hier auch.
Die Debatte über Migration, Xenophobie und Rassismus ist keine exklusiv "weiße". Was meinst du, warum Disney in Lokalisierungen für den chinesischen Markt Schwarze zensiert? Warum gilt Japan als xenophobes Land? Ich möchte meinen, dass es ähnliche Neigungen auch in vornehmlich "schwarzen" Ländern in Afrika gibt.
Ja, das mit den Natives, dem Kolonialismus und der Sklaverei sind noch mal so ein ganz anderes, übles Ding. Bei den Migranten an der mexikanischen Grenze handelt es sich heute aber um Hispanics, also primär Weiße.
Hispanics sind jetzt also Weiße? :lol:
Ich fürchte die Lösung ist "wir müssen zurückstecken und aufhören die Menschen dort auszubeuten". Das zieht aber weniger Wohlstand nach sich und lässt sich im Wahlkampf nicht verkaufen.

"Wir schmeißen die bösen Migranten raus und machen die Schotten dicht" klingt da schon cooler und erscheint wie eine einfache Lösung.
Ich will dir nichts unterstellen, aber normalerweise kommen solche Argumente meist von Leuten aus der upper middle class und upper class, die ihrerseits keine Probleme haben und sich daher auf "luxury problems" für ihr eigenes Seelenheil versteifen und auch sonst nicht selbst Verzicht üben würden (Prime Example aus den USA sind immer die upper middle class women, die "defund the police" schreien, sich sonst aber nicht aus ihrer gated community trauen). Real-Life-Example: Einer meiner Vorgesetzten hat auch die Ukraine-Flagge in seiner Signatur (und die Pride Flag zum Corporate Pandering Month). Das hält ihn aber nicht davon ab, gegen den Bau eines Flüchtlingsheims im eigenen Nobel-Viertel zu klagen oder Kunden aus China oder Nahost anzunehmen, in denen "Pride" unter Todesstrafe steht.

Das Problem ist, dass Verzicht vornehmlich von den unteren Bevölkerungsschichten verlangt wird, die ihrerseits schon gar nicht mehr die Möglichkeit auf noch mehr Verzicht haben. Würde wohl einer der wohlhabenderen Foristen hier auf sein Haus zugunsten einer Flüchtlingsfamilie verzichten? Ich möchte es stark bezweifeln. Auch die Diskussion über den Neokolonialismus ist mit Doppelmoral durchsetzt. Ich möchte nicht bestreiten, dass es Neokolonialismus gibt. Ich sehe das ebenfalls kritisch. Würde ich aber auf meine Hardware verzichten wollen, deren Silizium durch (Kinder-) Sklaven gewonnen wurde? Nenn' mich gern ein Ar***loch, aber: Die Antwort ist ein klares "Nein".
 
Wie immer bei dem Thema wird nur wieder einmal ausgeblendet das "früher" auch viel äußerst schwach bis gar nicht besiedeltes Land gab das man illegal von seinen native Bewohnern enteignen und verteilen konnte und für das man Arbeitskraft benötigt hat, die es entwickelt, die Bodenschätze erschließt und es bewirtschaftet.
Ich rede nicht von Wild West Zeiten. Damit ist der Rest der Ausführungen Makulatur.

Es gab Zeiten, nach der großen Verteilung des Westens, in denen das Land erst industrialisiert und in dessen Folge wirtschaftlich auch groß wurde. Dann kam die Delle Ende der 1920er Jahre und ab Mitte der 1930er Jahre wieder der Aufschwung, was nach WWII zu globalen wirtschaftlichen Dominanz führte. Das waren alles entweder noch Migranten oder später die ersten Generationen danach. Da waren bereits alle Claims abgesteckt, alles Land verteilt und auch der Wohlstand schon größtenteils aufgeteilt - nur gerechter. Dann kamen ab Anfang der 1980er Jahre die Neoliberalen mit dem Credo "Weniger Steuern für Reiche = mehr Wohlstand für alle" an die Macht. Seitdem geht es hüben wie drüben mit der Mittelschicht dem Ende entgegen. Was die wie wir brauchen ist etwas, was diesen Unsinn beendet. Aber das ist keine Migrationssache.

MAGA will den Spirit von früher wiederholen, ist dabei aber nicht in der Lage zu verstehen, dass dieser Spirit eine Folge der Offenheit gegenüber (Armuts-) Migration war.


Hispanics sind jetzt also Weiße?
Jopp. Oder sind Mexikaner keine Weißen für dich? Haben wir hier etwa wen mit Arierdenken?

Würde ich aber auf meine Hardware verzichten wollen, deren Silizium durch (Kinder-) Sklaven gewonnen wurde? Nenn' mich gern ein Ar***loch, aber: Die Antwort ist ein klares "Nein".
Ich schon, Ar***loch. ;)
 
Jopp. Oder sind Mexikaner keine Weißen für dich? Haben wir hier etwa wen mit Arierdenken?
Wenn Hispanics idR als eigenständige Ethnie neben "Caucasian" geführt werden, dann wohl eher nicht... Aber die Diskussion ist ohnehin cringe. Für die Linksradikalen sind ja auch Asiaten "white adjacent". Muss man dann bei Afroamerikanern aufpassen, dass sie auch "schwarz genug" sind, damit sie als schwarz durchgehen? Aber gut, da du hier direkt mit einem ad hominem kommst, ist dir wohl nicht an einer vernünftigen Diskussion gelegen.
Ich schon, Ar***loch. ;)
Top. Dann einmal bitte die gesamte Technik abgeben - hätte allerdings den Effekt, dass du dann hier nicht mehr schreiben darfst, aber das willst du ja scheinbar...
 
Wenn Hispanics idR als eigenständige Ethnie neben "Caucasian" geführt werden, dann wohl eher nicht...

Die Hispanics sind eine Ethnie in den Vereinigten Staaten, die alle Einwohner mit hispanoamerikanischer oder spanischer Herkunft umfasst. Der Begriff wurde in den 1970er Jahren von der amerikanischen Regierung geprägt. Aufgrund der Vermischung verschiedener Ethnien der Vereinigten Staaten während der letzten 400 Jahre ist dieser Begriff nicht besonders scharf. Im Wesentlichen beruht die Zugehörigkeit zu den Hispanics auf der Selbsteinschätzung, welche die Amerikaner alle zehn Jahre in einer Volkszählung per Fragebogen vornehmen. Für 2014 waren nach Angaben der Volkszählungsbehörde der Vereinigten Staaten 17,4 % der amerikanischen Bürger Hispanics. Sie gelten als die größte Minderheit in den Vereinigten Staaten.

Bei der Zuordnung zu dieser demographischen Ethnie spielt die Hautfarbe keine Rolle.
Noch Fragen?
 
Dann einmal bitte die gesamte Technik abgeben
Würde nichts mehr ändern, weil das Leid bereits geschehen ist. Aber für die nahe Zukunft, ja, da mache ich mir schon so meine Gedanken, inwieweit ich meinen persönlichen Impact deutlich minimieren kann. :/

Du als Weißer maßt dir jetzt also an, eine Gruppe von Menschen, die sich als eigene Ethnie ansieht und ihre eigene Kultur hat, als Weiße zu bezeichnen?
Ich stecke niemanden in Schubladen. Du offensichtlich sehr gerne.
 
Ich rede nicht von Wild West Zeiten. Damit ist der Rest der Ausführungen Makulatur.

Es gab Zeiten, nach der großen Verteilung des Westens, in denen das Land erst industrialisiert und in dessen Folge wirtschaftlich auch groß wurde. Dann kam die Delle Ende der 1920er Jahre und ab Mitte der 1930er Jahre wieder der Aufschwung, was nach WWII zu globalen wirtschaftlichen Dominanz führte. Das waren alles entweder noch Migranten oder später die ersten Generationen danach.
Ähm, einfach nur nein?

Einwanderung in die USA:
Einwanderung_in_die_usa_Zeittafel.png



Sieht man mal davon ab das der Zusammenbruch des Ostblock 1990 /91 noch einmal für einen drastischen Außreißer in der Einwanderung führte, war die Migration eben zu der von mir angesprochenen Zeit mit großen Abstand am stärksten, zwischen 1880 und 1920, also die Zeit in der die USA den mittleren Westen besiedelt haben und die Industriealisierung ihren Höhepunkt erreichte. Entsprechend sind meine Ausführungen auch nicht "Makulatur".

Im Anschluss, mit der Weltwirtschaftskrise und Zweiten Weltkrieg hat die Migration einen Tiefpunkt erreicht, stieg dann ab den 1950er Jahren wieder an, was vor allen die ersten Jahrzehnte Nachwirkungen der Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg waren, sowie aus dem durch die UDSSR besetzten Osteuropa.

Zwischen 1950 bis etwa Anfang der 1970er Jahre gab es auch nochmal einen neuen Schub beim Bedarf an Arbeitskräften in den USA, was daher ruhte das mit dem Kalten Krieg und der Blockbildung, sich das Gefüge der Weltwirtschaft fundamental verschob und alte Marktanteile neu verteilt wurden, sowie neue, durch technischen Fortschritt und allgemein steigenden Wohlstand (Verbreitung des PKW, Kühlschränke, Waschmaschinen, Fernseher, ect. pp.) entstand. Ab spätestens den 1980er Jahren aber war der Bearf im Grunde weitestgehend gedeckt, der Markt gesättigt, neue Märkte nicht (durch die Blockbildung) erschließbar und zunehmende Automtisierung (Fertigungsroboter und aufkommende Computertechnik) fing an den Bedarf an menschlicher Arbeitskraft in der Fertigung und Dienstleistung kontinuierlich zu senken, während der Dienstleistungssektor sich immer mehr weg vom kleinen Einzelhandel und Einzelanbietern hin zu Konzernstrukturen entwickelte.

Das äußerste sich nicht zuletzt auch dadrin das die Märkte im Westen zwischen 1980 und 1989 anfingen zunehmend zu stagnieren und drohten in eine Rezession zu rutschen (was den Neo-Liberalen überhaupt erst zu Gehör verhalf).

Der Zusammenbruch des Ostblock war da das Beste was der Wirtschaft im Westen passieren konnte, war dadurch plötzlich ein neuer Markt mit mehreren mehreren hundert Millionen Kunden da, sowie der Zugang zu deutlich billigeren aber sehr qualifizierten Arbeitskräften.

Das führte dann auch nach 1990 zunehmend dazu das die Industrie ostwärts wanderte.
Ersetzt wurden diese wegfallenden Stellen aber oft nur durch schlechter bezahlte Arbeit im Dienstleistungsbereich und nur in wesentlich geringen Maße durch gut bezahlte Arbeit in hochqualifizierten Arbeitsbereichen (wie der Computer- / Softwareindustrie, ect.).

Ab den 1970er Jahren kommt dann noch hinzu das sich die Einwanderungsgruppe sich veränderte (sieht man wie gesagt vom Ausreißer um 1990 ab).

Waren es vorher vor allen Europäer die in die USA einwanderten, waren es ab da zunehmend Migranten aus Mittel- und Lateinamerikanischen Ländern, meist aus solchen wo schwache Wirtschaft (oft weil nur Rohstoffexporteure und nicht mehr relevant, z.B. weil die Nachfrage nach Schwefel nachhaltig sank, oder unter zunehmenden Konkurenzdruck in der Landwirtschaft) und zunehmender Einfluss von Drogenkartellen und anderen Kriminellen die wirtschaftlichen Perspektiven drückten und man daher sein heil im "American Dream" suchte.

Seitdem geht es hüben wie drüben mit der Mittelschicht dem Ende entgegen. Was die wie wir brauchen ist etwas, was diesen Unsinn beendet.
Die US-Mittelschicht ging im Grunde ab dem Moment ihrem Ende entgegen ab dem ihre Industrie-Arbeitsplätze aus den USA abgewandert sind und sie vom relativ gut bezahlten Industriearbeiter zum schlecht bezahlten Arbeiter im Dienstleistungssektor wurde, weil sie schon immer auf viel zu großen Fuß / Pump lebte.
Also im Grunde geht die US-Mittelschicht spätestens seit 1989 zugrunde, seit der Ostblock zusammengebrochen ist.

Aber das ist keine Migrationssache.
Es ist auch eine Migrationssache, aber eben nicht nur.
Es ist weder nur das eine, noch nur das andere.
Wie bei allen komplexen Problemen ist es eben fast immer eine Kombination aus mehreren ineinandergreifenden Faktoren und du wirst sie weder gelöst bekommen indem du völlig paranoid jedweilige Migration komplett blockieren willst (was sowieso nicht geht), noch indem du US-Fahne schwenkend rufst, "absolutly everybody is welcome".

Das Problem ist unser die letzten Jahrzehnte geprägtes Verständnis von Wohlstand und kapitalistisher Wirtschaft, was zu lösen ist, weil das beruht auf einem Verständnis was nicht mehr (für eine breitere Masse) funktioniert und vielleicht auch nur einige Jahrzehnte deshalb funktioniert hat weil es den Ostblock überhaupt gegeben hat und somit eine faktische wirtschaftliche Zweiteilung der Welt und Absatzmärkte.

Wir müssen weg von dem Gedanken das nur Dividenden von mindestens 10% aufwärts erstrebenswert sind, wir müssen endlich weg davon das es das Ideal ist ein Multimillionenvermögen zu besitzen und dieses nur noch passiv für große Erträge arbeiten zu lassen und wir müssen weg davon das solche Dinge wie schlecht reparierbare Produkte (wie Elektronik, ect), die dann alle Nase lang gegen neuen Schrott getauscht wird sinnvoll sind.

Das heißt nicht das wir den Kapitalismus und die Gewinne abschaffen müssen, aber wir müssen mindestens kapitalistisch nachhaltiger werden, Firmen also lernen mit ihren Gewinnen länger auszukommen, weil Produkte länger halten und seltener gekauft werden müssen.

Und vor allen müssen wir uns Gedanken dadrüber machen das es bei seit Jahrzehnten immer stärker zunehmender Automatisierung nicht die Lösung sein kann wegfallende Jobs durch schlechter bezahlte Jobs zu ersetzen, sowie wie man menschliche Arbeitskraft, die durch automatisierte Arbeitskraft ersetzt wird gerecht besteuert.

Seit Jahrzehnten steigern Firmen inzwischen ihre Umsätze und Gewinne durch Automatisierung und damit einhergehender Rationalisierung der Arbeitskosten, ohne das ihre Gewinne aber entsprechend besteuert worden wären.

Und vieles mehr...

Kurz um, es gibt im Grunde unfassbar viele Punkte die dringend angegangen werden müssten, aber niemand will da rangehen, auch weil eben sehr oft in den USA die an den Schalthebeln der Macht sitzen die vom bestehenden System die letzten Jahrzehnte gut gelebt haben und so lange wie nur irgend möglich weiter den Status Quo beibehalten möchten.

Also wird soviel wie nötig angestoßen und so wenig wie nur irgend möglich und die Schuld für das was nicht angegangen wird, oder wo es brennt und niemand wirklich löschen möchte, dem politischen Gegner in die Schuhe geschoben.

Am Ende aber zündeln beide politischen Enden aber im selben Maß, nur die einen direkt radikaler, die anderen mit etwas mehr oberflächlicher "Menschlichkeit".
 
Zuletzt bearbeitet:
Ähm, einfach nur nein?

Einwanderung in die USA:
Einwanderung_in_die_usa_Zeittafel.png
Einfach nur ja, denn wie deine Grafik so schön zeigt, kamen zwischen 1900 und dem WWI Millionen von Einwanderern ins Land. Diese Menschen und ihre direkten Nachfahren haben ihren Anteil am Aufschwung gehabt.

Das äußerste sich nicht zuletzt auch dadrin das die Märkte im Westen zwischen 1980 und 1989 anfingen zunehmend zu stagnieren und drohten in eine Rezession zu rutschen (was den Neo-Liberalen überhaupt erst zu Gehör verhalf).
Was sich im Verlauf des BIP eigentlich überhaupt nicht andeutete.

Der Zusammenbruch des Ostblock war da das Beste was der Wirtschaft im Westen passieren konnte, war dadurch plötzlich ein neuer Markt mit mehreren mehreren hundert Millionen Kunden da, sowie der Zugang zu deutlich billigeren aber sehr qualifizierten Arbeitskräften.
Ein verarmter Markt mit für den eigenen Bedarf nicht wirklich tauglichen Arbeitskräften. Der Aufbau dieser Märkte und dem damit verbundenen, steigenden Bedarf von Produktionsmitteln als auch Konsumgütern, die waren Gold wert. Aber im Gegenzug musste man Billionen an Förderungen und Stützungsmaßnamen ausgeben.

Das führte dann auch nach 1990 zunehmend dazu das die Industrie ostwärts wanderte.
Ab den 2000er Jahren ging man nach Fernost, ja. Osteuropa, angefangen mit der DDR, waren und sind bis auf wenige Dinge keine lohnenden Ziele für lukrative Investitionen. Frag dich doch mal selber, warum Polen im Jahre 2024 netto das von der EU als Förderung bekommt, was wir in D als Nettobetrag einzahlen.

Ersetzt wurden diese wegfallenden Stellen aber oft nur durch schlechter bezahlte Arbeit im Dienstleistungsbereich und nur in wesentlich geringen Maße durch gut bezahlte Arbeit in hochqualifizierten Arbeitsbereichen (wie der Computer- / Softwareindustrie, ect.).

[...]

Die US-Mittelschicht ging im Grunde ab dem Moment ihrem Ende entgegen ab dem ihre Industrie-Arbeitsplätze aus den USA abgewandert sind und sie vom relativ gut bezahlten Industriearbeiter zum schlecht bezahlten Arbeiter im Dienstleistungssektor wurde, weil sie schon immer auf viel zu großen Fuß / Pump lebte.
Also im Grunde geht die US-Mittelschicht spätestens seit 1989 zugrunde, seit der Ostblock zusammengebrochen ist.
Das mag ja sein, aber diese Entwicklung ist ja etwas, was man auch hier sehen kann.

Paart man das mit so etwas wie unserem kapitalistischen Pyramidenspiel, dann wird Arbeitskraft immer weniger wert, weil Geld an der Spitze der Pyramide sich immer mehr ansammelt. Das ist aber keine Folge von Migration, sondern wie man Politik macht und wie man den Wert von Arbeit definiert.


Wie bei allen komplexen Problemen ist es eben fast immer eine Kombination aus mehreren ineinandergreifenden Faktoren und du wirst sie weder gelöst bekommen indem du völlig paranoid jedweilige Migration komplett blockieren willst (was sowieso nicht geht), noch indem du US-Fahne schwenkend rufst, "absolutly everybody is welcome".
Ich unterstelle jedem Menschen grundsätzlich das Bedürfnis nach Leben, Lieben, sich vermehren und in Frieden und dabei nicht in Armut zu sterben. Gleichzeitig unterstelle ich dabei jedem Menschen, dass er dazu bereit ist etwas zu tun und ein "funktionierender" Teil der Gesellschaft zu sein.

Wenn als jemand sich über tausende von Kilometern auf den Weg mach, um die Pyramide nach oben zu klettern, dann habe ich es nach meiner Vorstellung mit einem Menschen zu tun, der etwas erreichen und sich dazu einbringen will. Er zeigt mir damit, dass er mehr will als das, was in seinem Land möglich zu sein scheint.

Treffen solche Menschen dann in einer überalternden, in wenigen Jahren schrumpfenden Gesellschaft ein, es wäre in meinen Augen dumm, wenn man dieses Potenzial verschenken würde!

Du hast natürlich recht, wenn man sich wünscht, dass da eine gewisse Struktur, eine Einwanderung nach bestimmten Regeln erfolgt. Dass dies aber nur Wunschdenken ist, sollte jedem dabei doch klar sein. Wenn Migranten an deiner Tür stehen, dann kannst du noch so hohe Zäune bauen, noch so tolle Regeln wie z.B. Dublin II schaffen, am Ende ist das etwas, dem du dich nur ergeben kannst oder aber die Migranten mit Waffengewalt von ihrem Bestreben abbringen.

Du kannst an Grenzen nicht selektieren. Du kannst auch nicht bei Migranten, die bereits vor Ort sind, sagen, du ja und du nein, wenn bei den abgelehnten keine Chance besteht, sie in ihr Ursprungsland zurückzubringen. Da muss man irgendwann die eigene Borniertheit aufgeben und endlich beginnen, die Ursachen zu bekämpfen und mit den bis dahin aufgetretenen Symptomen möglichst so umzugehen, dass Migranten und man selber den größtmöglichen Vorteil davon haben.

Das Problem ist unser die letzten Jahrzehnte geprägtes Verständnis von Wohlstand und kapitalistisher Wirtschaft

[...]

Wir müssen weg von dem Gedanken das nur Dividenden von mindestens 10% aufwärts erstrebenswert sind, wir müssen endlich weg davon das es das Ideal ist ein Multimillionenvermögen zu besitzen und dieses nur noch passiv für große Erträge arbeiten zu lassen
Das geht gar nicht mehr. Aber da triffst du mit den Menschen ab 60 Jahren auf sehr viele Leute, die dir totales Unverständnis dafür entgegenbringen. Für die ist das, was du zu Recht kritisierst, der Kern ihres Wesens, ihres inneren Motors.

und wir müssen weg davon das solche Dinge wie schlecht reparierbare Produkte (wie Elektronik, ect), die dann alle Nase lang gegen neuen Schrott getauscht wird sinnvoll sind.
Ja, bin ich bei dir. Ich habe mal einen Job gelernt, wo man am Ende ein Mensch war, der Unterhaltungsgeräte reparieren konnte. So richtig mit Schaltplänen, Signalmessungen, Bauteile verlöten, Mechaniken reparieren. Das gibt es heutzutage immer noch, nur sind passende Geräte nicht bei MM und Co. für nen Appel und nen Ei zu bekommen.

Das heißt nicht das wir den Kapitalismus und die Gewinne abschaffen müssen, aber wir müssen mindestens kapitalistisch nachhaltiger werden, Firmen also lernen mit ihren Gewinnen länger auszukommen, weil Produkte länger halten und seltener gekauft werden müssen.

Und vor allen müssen wir uns Gedanken dadrüber machen das es bei seit Jahrzehnten immer stärker zunehmender Automatisierung nicht die Lösung sein kann wegfallende Jobs durch schlechter bezahlte Jobs zu ersetzen, sowie wie man menschliche Arbeitskraft, die durch automatisierte Arbeitskraft ersetzt wird gerecht besteuert.
Ich bin voll bei Dir!

Seit Jahrzehnten steigern Firmen inzwischen ihre Umsätze und Gewinne durch Automatisierung und damit einhergehender Rationalisierung der Arbeitskosten, ohne das ihre Gewinne aber entsprechend besteuert worden wären.
Einfache Lösung bei uns: Für Roboter werden Sozialbeiträge entrichtet.

Also wird soviel wie nötig angestoßen und so wenig wie nur irgend möglich und die Schuld für das was nicht angegangen wird, oder wo es brennt und niemand wirklich löschen möchte, dem politischen Gegner in die Schuhe geschoben.

[...]

Am Ende aber zündeln beide politischen Enden aber im selben Maß, nur die einen direkt radikaler, die anderen mit etwas mehr oberflächlicher "Menschlichkeit".
Politik ist definitionsgemäß opportunistischer Natur. Man will als strahlend und nicht als Miesepeter wahrgenommen werden. In der Folge macht man mehr oder weniger eine Politik nach Meinungsbildern - egal ob sinnvoll oder nicht. Je opportunistischer Politik dabei gemacht wird, umso schlimmer sind die Folgen auf lange Sicht gesehen.
 

Kamala Harris hat ihr erstes TV Interview gegeben. Und will illegale Migration sowie Drogen - und Menschenhandel bekämpfen. Trump hatte den Demokraten ja immer wieder vorgeworfen das sie da nichts machen würden.
 
Kamala Harris hat ihr erstes TV Interview gegeben. Und will illegale Migration sowie Drogen - und Menschenhandel bekämpfen. Trump hatte den Demokraten ja immer wieder vorgeworfen das sie da nichts machen würden.
Wollen und machen sind in der Politik immer 2 paar Stiefel. Aktuell ist Wahlkampf, da kommt vor allem eines: Viel Blabla und Versprechen.
 
Mal was "skuriles" und witziges für zwischendurch.
Als die Natur Hirn verteilt hat ist diese Frau scheinbar nicht gut bei weggekommen. :ugly:

Britin tätwortiert sich "Trump" auf Stirn und bereut es wieder (Anm.: nach 4 Wochen) / t-online
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Dauer: 1min 55sek
 
Ich hab mir die TV Debatte der beiden angeguckt.
Video gibt es keins, da nur ABC die Rechte besitzt.

Meine Fresse, hat Trump wieder gelogen, dass sich die Balken biegen und gut war es, dass die Moderation selbst einen Faktencheck gemacht haben und als sie Trump mit seinen Lügen konfrontiert haben, hat er sich wieder in eine Opferrolle begeben.
Mir echt ein Rätsel, wie man den Selbstdarsteller überhaupt gut finden kann. :ka:
 
Ich hab mir die TV Debatte der beiden angeguckt.
Video gibt es keins, da nur ABC die Rechte besitzt.

Meine Fresse, hat Trump wieder gelogen, dass sich die Balken biegen und gut war es, dass die Moderation selbst einen Faktencheck gemacht haben und als sie Trump mit seinen Lügen konfrontiert haben, hat er sich wieder in eine Opferrolle begeben.
Mir echt ein Rätsel, wie man den Selbstdarsteller überhaupt gut finden kann. :ka:
Hehe, ich hab es mir auch angeschaut und wir sind völlig d'accord!
Aber ich habe noch das hier gerade gefunden, worüber wir beide und die Öffentlichkeit schon eine Weile spekuliert haben ist jetzt offiziell!

Ich wünsch dann Trump mal viel Spass gegen die Swifties!
 
Hehe, ich hab es mir auch angeschaut und wir sind völlig d'accord!
Aber ich habe noch das hier gerade gefunden, worüber wir beide und die Öffentlichkeit schon eine Weile spekuliert haben ist jetzt offiziell!

Ich wünsch dann Trump mal viel Spass gegen die Swifties!
Es ist gut wenn Prominente mit großer Reichweite für Harris und die Demokraten einstehen. Das mobilisiert Wähler!
 
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