Geschichte wiederholt sich, diesmal die USA

Trotzdem haben die USA ein Rassismusproblem.
Sagt meine Verwandtschaft auch und meint, alle Weissen, Schwarzen, Araber, Latinos und Asiaten raus aus Amerika...
:schief:
Und eins mit Gewalt und Schusswaffen.
Ne, sie haben ein extremes Drogenproblem die zu hoher Gewalt und logischerweise dann zu (Schuss-) waffenmissbrauch führt.
"Nur" 66% der Morde in den USA werden nicht mit der Schusswaffe verübt:
 
Sagt meine Verwandtschaft auch und meint, alle Weissen, Schwarzen, Araber, Latinos und Asiaten raus aus Amerika...
:schief:
Meinst du die Indianer/Ureinwohner? Bei denen kann ich das verstehen... denen wurde ja das Land eigentlich (gewaltsam) weggenommen.
Ne, sie haben ein extremes Drogenproblem die zu hoher Gewalt und logischerweise dann zu (Schuss-) waffenmissbrauch führt.
"Nur" 66% der Morde in den USA werden nicht mit der Schusswaffe verübt:
Und Schusswaffen nicht richtig vor Kindern schützen:

Nach Streit im Klassenzimmer: Erstklässler schießt in den USA absichtlich auf Lehrerin
 
Trotzdem haben die USA ein Rassismusproblem.
Das haben wir hier auch. Gibt überall genügend geistige Tiefflieger, die irgend etwas über xenophobes oder rassistisches Denken und Verhalten zu kompensieren versuchen.

Beim Gewaltproblem bin ich bei dir. Da hat man in USA echt zu kämpfen. Ist aber in Teilen auch in deren "Genen". Damit meine ich es aber im übertragenen Sinne und nicht biologisch. Von Anfang an mussten sich die ersten Siedler gegenüber dem natürlichen als auch dem politischen Umfeld durchbeißen. Mir scheint, als wenn sich das bis dato in Teilen erhalten hat. Das zeigt sich z.B. in der Gewalt des Staates in Form der Polizei gegenüber denen, die dem Staat misstrauen bis hin zu ihn verachten und keine Pfifferling auf die Ordnungshüter geben aber auch im Denken vieler Menschen in den Bundesstaaten, die sich solch Fatzkes wie Trump und Konsorten zugehörig fühlen, die gegen die zentrale Ordnungsmacht in Washington Stimmung machen.

Um es aber nicht unter den Teppich zu kehren: Diese Tendenzen gibt es auch hier! Vielleicht ist das eine Nebenerscheinung von zu viel Freiheit. Vielleicht aber auch einfach nur von zu viel von zu schnellem Leben. Vielleicht auch von beidem was. Die USA sind uns da auf dem gleichen Weg nur ein paar Schritte voraus...
 
Meinst du die Indianer/Ureinwohner? Bei denen kann ich das verstehen... denen wurde ja das Land eigentlich (gewaltsam) weggenommen.
Ja, klar, gefühlt mind. 50% der Jungen aus meinem Umfeld der Tsilhqot'in Nation ist stark radikalisiert.
Von Anfang an mussten sich die ersten Siedler gegenüber dem natürlichen als auch dem politischen Umfeld durchbeißen.
Nicht böse sein, aber DAS wiederum ist halt die übliche Sicht eines Europäers.
Wie in aller Welt sind die alle damals auf die bescheuerte Idee gekommen, bis an die Zähne bewaffnet sich Land anzueignen, dass jemanden anderem gehört hat?

Ich fahre doch heute auch nicht von München nach Berlin, lege alles in Schutt und Asche und bring alles um, was nur zuckt und baue da einfach dann meine Stadt neu auf, oder?

Und es waren nicht "US-Amerikaner", es waren Europäer, EURE Vorfahren, die wie die Barbaren und Jahrhunderte lang gehaust haben.
 
Zuletzt bearbeitet:
Meinst du die Indianer/Ureinwohner?
P. S.:
Wir bevorzugen "1st Nations"

Indianer mags es evtl. in Indien geben, aber nicht auf den amerikanischen Kontinenten.
Der Name kommt noch aus der Zeit, als die europäischen Seefahrer nicht einmal wussten, wo genau sie denn nun angelandet waren.
Sozusagen ein Treppenwitz der Geschichte.
 
P. S.:
Wir bevorzugen "1st Nations"
Ok! ;)
Indianer mags es evtl. in Indien geben, aber nicht auf den amerikanischen Kontinenten.
Der Name kommt noch aus der Zeit, als die europäischen Seefahrer nicht einmal wussten, wo genau sie denn nun angelandet waren.
Sozusagen ein Treppenwitz der Geschichte.
Ja, dass es damals eine Verwechslung gab ist mir bekannt. Nur das die "1st Nations" nicht "Indianer" genannt werden wollen, wusste ich nicht. Aber kann man auch verstehen.
 
Ja, dass es damals eine Verwechslung gab ist mir bekannt. Nur das die "1st Nations" nicht "Indianer" genannt werden wollen, wusste ich nicht. Aber kann man auch verstehen.
Es hat in der Wahrnehmung der Meisten in etwa die gleiche Qualität wie "Kraut"/"Hunne" für Deutsche, "Froschschenkelfresser" für Franzosen oder "Nigger" für Schwarze.

Wobei ich bei letzterem von einem guten Bekannten aus Nigeria lernen musste, dass er überhaupt nicht versteht, warum man ihn nicht als "Westafrikaner" bezeichnet, weil er ja völlig anders aussieht, wie ein Afrikaner aus Tansania oder gar einer aus Äthiopien.

Ich versuchte zu erklären, dass es gerade für einen Europäer und selbst für mich als Mischmasch extrem schwierig ist, sowohl Asiaten wie auch Afrikaner geografisch zuordnen zu können, was er nur mit Kopfschütteln quittierte.
 
Wobei ich bei letzterem von einem guten Bekannten aus Nigeria lernen musste, dass er überhaupt nicht versteht, warum man ihn nicht als "Westafrikaner" bezeichnet, weil er ja völlig anders aussieht, wie ein Afrikaner aus Tansania oder gar einer aus Äthiopien.

Ich versuchte zu erklären, dass es gerade für einen Europäer und selbst für mich als Mischmasch extrem schwierig ist, sowohl Asiaten wie auch Afrikaner geografisch zuordnen zu können, was er nur mit Kopfschütteln quittierte.
Ich frage mich, ob umgekehrt, für die asiatischen und farbigen Menschen, wir Europäer oder Weisse, auch sehr ähnlich aussehen?
Wobei man da noch zwischen Skandinaviern und Südeuropäern deutlichere Unterschiede sieht.
Aber wie ist es mit Mitteleuropäern? Osteuropäern und Russen? Kann man die optisch auseinander halten?

Ich selber sehe südländisch aus. Bin halb Deutsch und halb weiß ich nicht. Weil adoptiert. Und Nachforschungen auch nichts gebracht haben. Aber ich wurde schon für einen Italiener, Griechen, Türken oder sogar Pakistani gehalten. :ugly:
 
Nicht böse sein, aber DAS wiederum ist halt die übliche Sicht eines Europäers.
Wie in aller Welt sind die alle damals auf die bescheuerte Idee gekommen, bis an die Zähne bewaffnet sich Land anzueignen, dass jemanden anderem gehört hat?

Ich fahre doch heute auch nicht von München nach Berlin, lege alles in Schutt und Asche und bring alles um, was nur zuckt und baue da einfach dann meine Stadt neu auf, oder?

Und es waren nicht "US-Amerikaner", es waren Europäer, EURE Vorfahren, die wie die Barbaren und Jahrhunderte lang gehaust haben.
Du hast ich missverstanden. Es ging mir um die Tatsache, dass Menschen - kommend aus dem mehr oder minder gut organisierten Europa - dort hin gingen und sich gegen natürliche wie politische Herausforderungen behaupten mussten. Zu Beginn gab es noch gar keine Verdrängung der Ureinwohner. Jedenfalls nicht in dem großen Stil, wie es im 19. Jahrhundert dann ablief, als man immer weiter gen Westen vordrang.
 
Ich frage mich, ob umgekehrt, für die asiatischen und farbigen Menschen, wir Europäer oder Weisse, auch sehr ähnlich aussehen?
Wobei man da noch zwischen Skandinaviern und Südeuropäern deutlichere Unterschiede sieht.
Aber wie ist es mit Mitteleuropäern? Osteuropäern und Russen? Kann man die optisch auseinander halten?
Ich schätze ja.
Ich weiss von meinem Jugendfreund, der seit Jahrzehnten in Kuala Lumpur wohnt, dass sich Asiaten extrem schwer tun und maximal über die Haarfarbe mutmaßen.
Ich selber sehe südländisch aus. Bin halb Deutsch und halb weiß ich nicht. Weil adoptiert. Und Nachforschungen auch nichts gebracht haben. Aber ich wurde schon für einen Italiener, Griechen, Türken oder sogar Pakistani gehalten. :ugly:
Im Zweifel sag einfach "Kosmopolit".
In Kanada hat es auch einen schrecklichen Genozid an Ureinwohnern und sogar ihren Kindern gegeben:

Kanadas entwurzelte indigene Kinder

Erinnert einen an die Umerziehungslager im heutigen China. Wo Uiguren "umerzogen" und ihrer Kultur beraubt werden sollen.
Yo, mei, glaube aber nicht, das die Chinesen kleine Kinder umbringen...
 
Ich wills mal einfach nicht hoffen
Glaube ich auch nicht. Aber der "Umerziehungsgedanke" ist der selbe.
Anderen ihre Kultur und Identität zu stehlen, um sie für das eigene System gefügig zu machen.
Man muss wissen, dass unbedarft der staatlichen Anordnung Kanadas viele 1st Nation Stämme durchaus unter großem Trennungsschmerz mehr oder weniger einverstanden waren, dass ihre Kinder auf die Internate kommen.
Sie selbst hatten kaum Perspektiven aus der bitteren Armut zu entkommen:
Kein Land um Anzubauen, Holzrechte weg, Fischrechte weg, Jagdrechte weg, im Prinzip lebten die Stämme zw. ca. 1800 und ca. 1975 ausschließlich von dürftigen Sozialzuwendungen am äußersten Rand der Zivilgesellschaft.

Die Perspektive "europäisiert" zu werden, war also ein möglicher, wenn auch schmerzhafter Weg zu Arbeit und bescheidenen Wohlstand.

Aber:
Die Realität war, sehr viele indigene Kinder in den Internaten wurden dort seelisch wie körperlich auf extremste Weise missbraucht, die Meisten auch sexuell. Viele aus Fremdenhass von Priestern und Nonnen der katholischen Kirche auf barbarische Weise totgeprügelt.

Aus der Perspektive der Kanadischen 1st Nations ist es aber das Schlimmste, dass die Kinder einfach anonym verscharrt wurden.

Die Totenrituale bei kanadischen Tribes sind ungleich komplexer als z. B. in der christlichen oder muslimischen, selbst indischen Kultur.
Um ein Kind wird rituell meist zw. 1 und 3 Vollmonde getrauert (je nach Tribe).
Das Weglassen eines noch so kleinen Details verwehrt der Seele den Zugang zu dem, was unwissend europäisch-landläufig "die ewigen Jagdgründe" tituliert wird.
Wenn man so mag, eine Art "Paradies", aber ebenso ungleich komplexer strukturiert.
In den spirituellen Vorstellungen der Tribes existiert in den Wäldern nun eine ruhelose Masse von untoten Kindern...

Die radikalen Strömungen in den kanadischen Tribes fordern vehement Wiedergutmachung und Sühne.
Es kommt nicht von ungefähr, dass binnen nur 3 Jahren nach den ersten Schreckensmeldungen ca. 70-80% der katholischen Mitarbeiter/innen der Kirchen mit europäischen Wurzeln die Reservate bzw. die nähere Umgebung verlassen haben.
Sie wissen genau, warum.

Der Hass wächst mit Tag zu Tag und die Entschuldigung Trudeaus reicht Vielen nicht aus.

Ich fürchte, dass wir binnen der nächsten 5 Jahren Nachrichtenmeldungen von Morden an Weissen in Kanada zu lesen bekommen, die einen eindeutig rassistischen Hintergrund haben.

Die jetzt heranwachsende Generation hat ein neues Selbstbewußtsein entwickelt.
So wie sich einige Moslems radikalisieren und zu Themen wie dem IS geführt haben, so was ähnliches baut sich gerade langsam in Kanada ( + allgemein in Nordamerika) auf.

Eigentlich müsste die kanadische Regierung in die Präventivoffensive gehen und Themen wie Autonomie (nicht nur Selbstverwaltung), ggf. sogar einen eigenen Staat anbieten, um die Gewaltbereitschaft im Keine zu ersticken.
Macht sie aber natürlich nicht.
Die paar tausend, müde belächelten "Eingeborenen", denen ein paar Almosen und Entschuldigungen reichen müssen...
 
Weil ich es gerade selber noch mal recherchiert habe (alles habe ich ja auch nicht im Kopf), mal eine kleine Perspektive zu dem Thema Radikalisierung der 1st Nations und ein wenig Hintergründe.
Der Thread ist ja eigentlich der USA und nicht Kanada gewidmet, jedoch lässt sich das Folgende grob auch auf den südlichen Nachbarn kopieren.

Die Siedlungsgebiete der Tsilhqot'in ("Territory") sind ungefähr so:
1675163021817.png

Quelle:

Anerkanntes Reservat ist Grün.
Rot und Violett ist ist Anspruch.
Hochstrittig ist das Gebiet um den Tezan Biny, einem wichtigen See für den Fischfang.
Hier gab es vehemente Proteste gegen den Bau einer Mine für seltene Erden.
Ettappensieg in 2014, Baustopp, Rückbau der Mine, jetzt kommt die Diskussion natürlich wieder auf.
1675163378604.png

Quelle:


Mittlerweile versucht British Columbia (der Bundesstaat) mit Schildern an der Straße auf das komplexe Thema zu sensibilisieren.
1675163487019.png

Quelle:

Man beachte:
Das ursprüngliche Tribe Wappen war das:
1675163607814.png


Das heutige und selbst von der Regierung ebenso Abgebildete ist das:

1675163664422.png


Das mittlerweile gültige Wappen der Selbstverwaltung das:
1675163721018.png

Quelle:

Blau vom ersten Wappen ist bei den Tsilhqot'in die Farbe der Harmonie (wenn man so mag Frieden).
Rot die Farbe des Streites = Krieg
Schwarze Gesichter die der Trauer = die Kriegsbemalung....
1675164057338.png

(DAS ist allerdings ein "Mohawk" aus den USA)

EDIT:
Ach, Mensch, das Wichtigste vergessen.
Es wird über die Dekolonialisierung /Vertreibung aller nicht-natives geschrieben und gesprochen:
1675165251189.png

Quelle:
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich weiß nicht wo das hin soll und will nicht extra einen neuen Thread aufmachen:

Narcos Inside

Darin geht es um mexikanische Drogenkartelle. Und auch ihren Schmuggel in die USA.
Ist teilweise echt hart. Aber für die Menschen dort leider Normalität.
Der Mut der Journalisten ist erstaunlich. Die haben sogar Killer interviewt und begleitet.
Mich hat gewundert das beide Seiten da mitgemacht haben.
Die Kartell-Mitglieder haben ja eigentlich viel von sich verraten.
Aber erschreckend was Menschen für Geld alles tun.
Doch am meisten Verachtung habe ich für Menschen die sich bestechen lassen.
U.a. Grenzschützer und auch mexikanische und amerikanische Polizisten.
Ohne die vorhandene Korruption wären die Drogenkartelle nämlich nur halb so erfolgreich.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ohne die vorhandene Korruption wären die Drogenkartelle nämlich nur halb so erfolgreich.
Ohne die schräge Finanzierung und Waffenbelieferung, durch US-Geheimdienste, wie der CIA, welche deren Aufbau von Strukturen nicht unerheblich förderte, vor allen zwischen den 1960er und 1980er Jahren, auch:

Inoffiziell wurden Erlöse des Drogenhandels aber oft für die Bewaffnung von paramilitärischen Gruppen oder Armeen verwendet. Die bekanntesten Beispiele für diese Praxis sind das Vorgehen von Frankreich im Indochinakrieg (siehe GCMA) und später der USA im Vietnamkrieg. Dabei wurden verbündete Armeen finanziert, indem von diesen hergestelltes Heroin mit Hilfe von Geheimdiensten auf den Weltmarkt gebracht wurde. Eine tragende Rolle spielte dabei die von der CIA betriebene konspirative Fluglinie Air America.


 
Doch am meisten Verachtung habe ich für Menschen die sich bestechen lassen.
U.a. Grenzschützer und auch mexikanische und amerikanische Polizisten.
Ohne die vorhandene Korruption wären die Drogenkartelle nämlich nur halb so erfolgreich.
Lieber lassen die sich bestechen als sich und/oder die Familie abstechen zu lassen.
Deren Beweggründe kann bei uns wahrscheinlich keiner wirklich nachvollziehen. Natürlich wollen einige auch einfach nur absahnen.
 
Lieber lassen die sich bestechen als sich und/oder die Familie abstechen zu lassen.
Deren Beweggründe kann bei uns wahrscheinlich keiner wirklich nachvollziehen. Natürlich wollen einige auch einfach nur absahnen.
Ok, wenn sie direkt mit dem Leben bedroht werden kann man das nachvollziehen.
Aber darunter sind auch amerikanische Beamte. Ich glaube kaum, dass sie auf amerikanischen Boden, mit dem Leben bedroht werden. In der Doku haben sie auch gezeigt wie das geht.
 
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