Wer weiß.
Ich wills mal einfach nicht hoffen
Glaube ich auch nicht. Aber der "Umerziehungsgedanke" ist der selbe.
Anderen ihre Kultur und Identität zu stehlen, um sie für das eigene System gefügig zu machen.
Man muss wissen, dass unbedarft der staatlichen Anordnung Kanadas viele 1st Nation Stämme durchaus unter großem Trennungsschmerz mehr oder weniger einverstanden waren, dass ihre Kinder auf die Internate kommen.
Sie selbst hatten kaum Perspektiven aus der bitteren Armut zu entkommen:
Kein Land um Anzubauen, Holzrechte weg, Fischrechte weg, Jagdrechte weg, im Prinzip lebten die Stämme zw. ca. 1800 und ca. 1975 ausschließlich von dürftigen Sozialzuwendungen am äußersten Rand der Zivilgesellschaft.
Die Perspektive "europäisiert" zu werden, war also ein möglicher, wenn auch schmerzhafter Weg zu Arbeit und bescheidenen Wohlstand.
Aber:
Die Realität war, sehr viele indigene Kinder in den Internaten wurden dort seelisch wie körperlich auf extremste Weise missbraucht, die Meisten auch sexuell. Viele aus Fremdenhass von Priestern und Nonnen der katholischen Kirche auf barbarische Weise totgeprügelt.
Aus der Perspektive der Kanadischen 1st Nations ist es aber das Schlimmste, dass die Kinder einfach anonym verscharrt wurden.
Die Totenrituale bei kanadischen Tribes sind ungleich komplexer als z. B. in der christlichen oder muslimischen, selbst indischen Kultur.
Um ein Kind wird rituell meist zw. 1 und 3 Vollmonde getrauert (je nach Tribe).
Das Weglassen eines noch so kleinen Details verwehrt der Seele den Zugang zu dem, was unwissend europäisch-landläufig "die ewigen Jagdgründe" tituliert wird.
Wenn man so mag, eine Art "Paradies", aber ebenso ungleich komplexer strukturiert.
In den spirituellen Vorstellungen der Tribes existiert in den Wäldern nun eine ruhelose Masse von untoten Kindern...
Die radikalen Strömungen in den kanadischen Tribes fordern vehement Wiedergutmachung und Sühne.
Es kommt nicht von ungefähr, dass binnen nur 3 Jahren nach den ersten Schreckensmeldungen ca. 70-80% der katholischen Mitarbeiter/innen der Kirchen mit europäischen Wurzeln die Reservate bzw. die nähere Umgebung verlassen haben.
Sie wissen genau, warum.
Der Hass wächst mit Tag zu Tag und die Entschuldigung Trudeaus reicht Vielen nicht aus.
Ich fürchte, dass wir binnen der nächsten 5 Jahren Nachrichtenmeldungen von Morden an Weissen in Kanada zu lesen bekommen, die einen eindeutig rassistischen Hintergrund haben.
Die jetzt heranwachsende Generation hat ein neues Selbstbewußtsein entwickelt.
So wie sich einige Moslems radikalisieren und zu Themen wie dem IS geführt haben, so was ähnliches baut sich gerade langsam in Kanada ( + allgemein in Nordamerika) auf.
Eigentlich müsste die kanadische Regierung in die Präventivoffensive gehen und Themen wie Autonomie (nicht nur Selbstverwaltung), ggf. sogar einen eigenen Staat anbieten, um die Gewaltbereitschaft im Keine zu ersticken.
Macht sie aber natürlich nicht.
Die paar tausend, müde belächelten "Eingeborenen", denen ein paar Almosen und Entschuldigungen reichen müssen...