Geschichte wiederholt sich, diesmal die USA

Gehen wirs mal so an.
Ein Parlament wird angegriffen und der Präsident der Regierung weigert sich die Nationalgarde einzusetzen um wenigstens seine Parteimitglieder zu schützen.
Knackig und absolut treffend formuliert!

Der Präsident als Putschistenführer gegen die eigene Regierung.
Wenn es da nicht um die größte Atommacht der Welt ginge, wäre es kurios.

So wird ein langer Gerichtsprozeß folgen, falls da noch Reste einer westlichen Demokratie vorhanden sind.
 
Analysen der Vergleiche wie "Trump ist wie Hitler", "Trump ist wie Göring", "Trump ist wie die Backstreet Boys" führen nirgendwo hin, so lange man sich nicht einig ist, ob es um einen Detailvergleich oder eine ungefähre Tendenz und/oder lediglich einige auffällige Gemeinsamkeiten - und falls ja, um welche - geht.

Grundsätzlich sollte man sich darüber klar sein, mit welchem Hitler - um mal bei diesem Beispiel zu bleiben - man den aktuellen Trump vergleicht. Es wäre ein Fehler, den Vergleichsrahmen daran auszurichten, wann Trump Präsident und Hitler Reichskanzler wurde; Hitlers Antritt als Parteivorsitzender der NSDAP-Parteivorsitz ist meines Erachtens das bessere Fixpunkt, denn ab da hatte er offiziell politische Macht und untergrub die demokratischen Strukturen der Weimarer Republik von innen und das mündete in den erfolglosen Putschversuch des Jahres 1923.

Neben Gemeinsamkeiten gibt es allerdings auch wesentliche Unterschiede.
Hitler verstand sich als Kopf und als Soldat seiner Sache und mied die unmittelbare persönliche Beteiligung nicht, während Trump es vorzieht, die Drecksarbeit seinem Fußvolk zu überlassen und alles abstreiten zu können, wenn es schiefgeht. Auch sehe ich hinter Trumps Vorgehen eher eine impulsive Richtung (Ich kann mir vorstellen, das er manchmal tatsächlich erschrocken darüber ist, was er ausgelöst hat, jedoch aufgrund seiner narzisstischen Persönlichkeitstörung nicht einmal sich selbst gegenüber einräumen kann, einen Fehler begangen zu haben und schon gar nicht sein weiteres Handeln modifizieren kann.), während Hitler sehr berechnend vorging und von zahlreichen gleichgesinnten Vordenkern und Mitstreitern aktiv unterstützt wurde. Trump hat eher Mitläufer und wenn es Personen geben sollte, die sein Handeln bestimmen, wäre er für diese wohl eher ein nützlicher Idiot.

Der Knackpunkt ist, und darauf wollte Schwarzenegger meines Erachtens hinaus, dass es hinsichtlich der Beschädigung der US-amerikanischen Demokratie - Und ja, die meisten Amerikaner können sehr wohl zwischen Demokratie und Demokratischer Partei unterscheiden! - komplett unerheblich ist, ob Trump einige auffällige Schritte von Hitlers Werdegang nachvollziehen will oder nur zufällig-dummbräsig in dessen Spuren wandelt.
Der Schaden wäre letztlich der Selbe und wenn Trump nicht derjenige ist, der durch die Risse auf den Tyrannenthron sickert, dann eben der Nächste, der Donnies Sendungsbewusstsein mit etwas mehr planvollem Vorgehen verbindet und dessen dressierte Affen als anfängliche Sturmtruppe übernehmen kann.

"Wehret den Anfängen!" mag zwar von unterschiedlichsten Gruppen verwendet und manchmal auch zweckentfremdet worden sein, ist aber nichtsdestotrotz wahr, seit Ovid es eigentlich als Empfehlung für den Abbruch unglücklicher Liebschaften verfasste.
Die Liebe einiger Hirnentkernter zu ihrem nicht minder dämlichen Vortänzer dürfte sich auch als unglücklich erweisen, wenn sie so weiterginge.
 
Mussten eigentlich auch andere in letzter Zeit an Quo Vadis denken? PS: jedenfalls eher als an das 3. Reich

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Ich denke auch, diese Hitlervergleiche sind schwierig.
Bei ihm haben wir einen abgeschlossenen Vorgang, bei Trump einen beginnenden.
Trump Fans argumentieren immer, er hat ja nicht dies und jenes getan in Bezug auf Hitler,
Es geht aber um Ähnlichkeiten zu Beginn und diese sind zweifellos vorhanden.
Aber einen Vergleich brauchen wir eigentlich nicht. Die Fakten sind auch ohne sehr bedenklich.
Vergleiche kommen dann immer hoch, wenn es Gruppen gibt die Probleme beim Verständnis haben bzw nicht weiterdenken können.
Bei der Zerstörung der Presseausrüstung die auf einem Haufen lagen kam mir schon die Bücherverbrennung in den Sinn. Auch wenn man nicht 1:1 Parallelen ziehen kann.
Das Ziel dieser Menge ist trotzdem genau diese Richtung die mit der Bücherverbrennung eingeschlagen wurde.
Sieht man daran, Pressevertreter werden ungeachtet ihrer Schreibe oder Vorlieben angegriffen. Da gibt es keine Differenzierung mehr. Es gilt nur noch das Wort des Diktators der an die Macht gehoben werden soll.
Solche Vorgehensweisen gab es schon, aber in diesem Falle für uns und die Welt besonders brisant.
Eine Relativierung kann es nicht geben.
Auch die "Versöhnung" ist kritisch zu betrachten. Konsens finden? Also nur halber Rassismus?
Es gibt Dinge die man generell nicht zu einem Konsens zulassen sollte, sie liegen außerhalb des Denkbaren.
Mussten eigentlich auch andere in letzter Zeit an Quo Vadis denken? PS: jedenfalls eher als an das 3. Reich

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Eigentlich nicht, aber gut, es gibt Ähnlichkeiten.
Die Putschisten sollen ja Linke/Antifa gewesen sein. Im Film gibt es ja die gleiche Vorgehensweise.
Und Brandstifter? Ja, so kann man das problemlos bezeichnen.
 
Mussten eigentlich auch andere in letzter Zeit an Quo Vadis denken?
An Ardonos "Aspekte des neuen Rechtsradikalismus". Auch wenn von 1967, auch weiterhin aktuell:
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Seine Bemerkungen ab 54:35 beschreiben sehr gut dass, was man heutzutage als "Fake News" bezeichnet.
 
Zuletzt bearbeitet:
In Amerika geht mit Geld eben viel. Vor allem beim Thema Schulabschlüsse und Diplome. Er hat (zumindest laut Wiki) die Hauptschule in Graz besucht, nach seinem Umzug in die USA einige Kurse BWL belegt und nach 6(!) Jahren einen Bachelor of Arts erworben.
Quasi ein Genius erster Güte (wie eben auch sein Vergleich zeigt).
Und der Bildungsgrad Schwarzeneggers ist in wie fern jetzt relevant?
 
Na ja.. das man auch ohne Bildung , unter Drogen und Behinderungen rechter Propaganda widerstehen kann / muss.

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Zusammengefasst...

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Warnungen vor dem nächsten Bürgerkrieg

War der Angriff auf das US-Parlament eine einmalige Aktion – oder Auftakt für Schlimmeres? Viele Trump-Anhänger sehen sich als Erben der Konföderierten. Historiker fürchten eine Eskalation der Unruhen.
 
Auf jeden Fall wird er in die Geschichte eingehen.
Nur nicht so wie er dachte.
Es wird viele Bücher über ihn geben, es werden wohl auch noch weitere unangenehme Dinge aufgedeckt und die USA werden sich mit dem Vorwurf keine gesicherte Demokratie und Rechtsstaat zu sein abfinden müssen.
Jeder auf der Welt kann sich im ein oder anderen Fall auf den Präsidenten oder die US Demokratie beziehen.
Trump und Kollegen haben jedem Gegner der USA eigentlich beste Dienste geleistet. Bemerkt haben es viele scheinbar noch nicht.
Wenn Biden den Job übernimmt, nun ja, mutig. Wie man gesehen hat passt Trump doch etwas besser zu dieser Gesellschaft. Daher kann man von Biden nicht zuviel erwarten.
Rassismus, Waffen, Gewalt, Korruption, soziale Misere sind so tief verwurzelt, er wird es sehr schwer haben.
Bis in die 60er Jahre gab es Apartheit in diesem Land. Daher ist der Satz: "Älteste Demokratie bzw Rechtsstaat..." sicher fehl am Platze.
Die Verfassung wurde und wird nicht unbedingt berücksichtigt. Trump hat das in besonderer Weise verdeutlicht.
Geschadet hat es ihm bei seinen Anhängern kaum, auch das ist ein bedenklicher Vorgang.
Ich befürchte, die erwartete Ruhe wird nicht einkehren, zumindest nicht in größerem Umfang.
Die Gegensätze sind zu groß und könnten größer werden. Auch wenn Biden gute Arbeit leisten sollte, er hat sehr viele Gegner die an seinem Scheitern arbeiten.
Zumindest hat er eine größere Chance als Obama durch die knappe Mehrheit in beiden Häusern.

Warnungen vor dem nächsten Bürgerkrieg

War der Angriff auf das US-Parlament eine einmalige Aktion – oder Auftakt für Schlimmeres? Viele Trump-Anhänger sehen sich als Erben der Konföderierten. Historiker fürchten eine Eskalation der Unruhen.
Wissen kann das natürlich keiner, aber die Gefahr war nie so groß. Kommt aber auch nicht überraschend. Gerade Deutsche sind ganz gut informiert über die US Gesellschaft und die US Politik. Vieles liegt da im Argen auch wenn es nach außen anders aussieht. Die Fassade ist am bröckeln.
 
Zuletzt bearbeitet:
Es gibt keine abgesicherte Demokratie. Ein offenes System ist per Design anfällig für Versuche es zu unterminieren.
 
Wie der Polizist Eugene Goodman beim Sturm auf das US-Kapitol zum Helden wurde

Dafür braucht man Mut und Nerven. Als farbiger Polizist sich alleine einen rechten Mob gegenüber zu stellen.

Colin Powell verlässt die Republikaner

Noch einer der die Schnauze voll hat.
Kommt leider sehr Spät.
Es gab genügend Leute, andere Staaten die gegensteuern konnten aber aus Feigheit zusahen.
Man kann nicht andere Staaten kritisieren und selbst zuschauen wie eine Demokratie beschädigt wird.
Aber es gibt ja auch noch andere Kritikpunkte. Rassismus, Frauen, Minderheiten, Krankenversicherung usw.
Kaum einer stand auf und sagte, moment, so gehts denn doch nicht.
Auch die EU hat eher kleinlaut reagiert, also kein Grund sich nun zu empören.
Die wenigen die recht hatten haben davon nichts. Sie bleiben die Querulanten. Wie es immer so ist.
Denn warnende Stimmen die auch Belege lieferten gab es.
Die Republikaner sind genau so mit in der Haftung wie Trump. Man hat den Lügner unterstützt und sich mit seinen Reden solidarisiert.
Das muß im Gedächtnis bleiben.
Siehe z. B. die Gas-Leitung, Erpressung von EU Firmen, Gerichtshof Den Haag usw. Hier hätte man Rückgrat zeigen können. Daher bedenklich wie man auf den Führer der freien Welt reagiert hat obwohl er Freiheit und Rechtsstaatlichkeit mit Füßen getreten hat.
Die Bevölkerungen vieler Länder war da schon weiter in der Analyse und Reaktion. Nur die Regierungen übten sich in falscher Solidarität. Angst scheint da mitgespielt zu haben.
Biden wird wohl einen Mittelweg versuchen, der wäre für uns auch nicht besonders angenehm.
 
Kapitol Sturm war wohl für ihm Angemessen :P
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mal gucken ob die ihr geld kriegen
 
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