Man möchte sich fast wünschen, dass auch noch alle übrigen Wahlmännerstimmen an Biden gehen, damit die Demütigung perfekt wird
Was man beim US-Amerikanischen Wahlsystem, bzw. deren Verfassung, zumindest hinterfragen könnte, ist die Begrenzung von 2 Legislaturperioden hintereinander.
Obama und seine Regierung haben ja für die USA insgesamt eine gute und vorteilhafte Politik gemacht, und er persönlich hatte auch großen Rückhalt in der Bevölkerung. (Positiv noch beeinflußt durch seine Frau)
Aber dann musste er nach 8 Jahren halt einfach gehen, fertig, aus...
Auch frühere Präsidenten, egal aus welchem Lager, hätten länger regieren können, da sie erfolgreich waren. Aber nein, nach 8 Jahren ist quasi Schluss...
Und da es in den USA mehr um eine Personen-Wahl als um eine Parteien-Wahl geht, kann man nicht davon ausgehen, dass nach einem
guten Präsidenten, der entsprechend blaue/rote Nachfolger gute Chancen hat...
Ganz speziell spielt da aber auch der
extreme Föderalismus rein. Die Politik im Bundesstaat oder gar im "county" ist viel wichtiger, als die Politik auf Nationaler Ebene.
Wieder ein Punkt, den man so überhaupt nicht mit unserem politischen System vergleichen kann.
Ich weiß z.B. überhaupt nicht, wer in meinem Wahlkreis aktiv ist, ich schaue eigentlich ausschließlich auf die Bundespolitik, in gewissen Fällen zumindest noch auf die Landespolitik (Hamburg in meinem Fall).
Aber was hier 3 Straßen weiter passiert...

PS:
Das weiße Haus ist ja auch erst mal auch nur ein Statussymbol.
Joe Biden könnte auch von einer 1 1/2 Zimmer-Hütte irgendwo in Alaska oder aus einem Flugzeug heraus regieren, hauptsache er ist gewählt
