[Gelöst] PC friert im Alltag regelmäßig ein -> HW-Defekt vermutet, Hilfe erbeten

anothertal3

Kabelverknoter(in)
7.7.2023 Aktuelle Erkenntnis: Abschaltung der VeraCrypt-Systemverschlüsselung scheint das Problem zu lösen. Ob es an VeraCrypt, einem Windows-Problem, einem Defekt der SSD oder einer Kombination liegt, ist noch nicht klar.
8.7.2023 Die Vermutung hat sich soweit bestätigt und ich werde Alternativen zu VeraCrypt erproben.

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Ende 2016/Anfang 2017 konnte ich mir dank der freundlichen Hilfe hier im Forum einen Eigenbau-PC zusammenstellen, der mir bis heute eigentlich ordentliche Dienste leistet.

Leider scheint sich vor längerer Zeit ein (HW?-)Defekt eingeschlichen zu haben, der den Rechner im Betrieb einfrieren lässt. Anfangs trat dieser eher selten auf und ich konnte mich damit arrangieren. Inzwischen ereignen sich diese Abstürze bis zu mehrmals täglich und ich kann nicht sagen, ob es an verändertem Nutzerverhalten oder dem Rechner liegt.

Ich bin mit meinem Latein am Ende und wäre für jede Hilfe äußerst dankbar, damit ich die defekte Komponente finden und tauschen kann.

PC-Komponenten:
  • CPU: Intel Core i7-6700K
  • Mainboard: ASRock Z170 Extreme4
  • RAM: Corsair Vengeance LPX DIMM Kit 16GB (je 8GB in Slots 2 und 4), DDR4-3000, CL15-17-17-35
  • Grafikkarte: Gainward GeForce GTX 1060, 6GB GDDR5
  • Versorgung: be quiet! Straight Power 10 400W ATX 2.4
  • SSDs:
    • Crucial MX300 750GB (beinhaltet Windows)
    • Crucial MX100 512 GB
  • CD/Brenner: LG GH24NSD1
  • Lüfter: Alpenföhn Brocken 2 PCGH-Edition
  • Gehäuse: Nanoxia Deep Silence 3
Hinweis: Es wurde nie Overclocking betrieben.

Informationen zur verwendeten SW:
  • BIOS: 7.50
  • Windows 10 Pro, 22H2 (10.0.19045)
  • NVIDIA Geforce Game Ready Driver 536.40
Hinweis: Das gesamte System (Systempartition plus Daten) ist mit VeraCrypt verschlüsselt.

Fehlerbild:
  • Es scheint zwei Varianten zu geben:
    • Das System friert sofort ein
    • Es friert verzögert ein:
      • Die Maus bewegt sich noch, aber Programme reagieren nicht mehr
      • Zugriff auf Taskmanager (Ctrl+Shift+Esc) oder Taskleiste frieren das System anscheinend sofort ein
      • Nach 5-20s friert dann auch noch die Maus ein
  • Im eingefrorenen Zustand gilt:
    • Keinerlei Interaktion scheint möglich
    • RDP-Verbindungen sind nicht möglich
    • Externe Hardware wird nicht mehr versorgt (?):
      • Ein zu dem Zeitpunkt ausgeschalteter Monitor zeigt kein Bild nach dem Einschalten
      • Eine über den Monitor angeschlossene USB-Tastatur leuchtet im selben Szenario ebenfalls nicht auf
  • Ein Neustart ist nur durch Stromabschaltung möglich
Beobachtungen:
  • Es gibt keine Bluescreens oder automatische Neustarts
  • Es gibt keine Einträge in der Ereignisanzeige, die mir aufgefallen wären. Einzig Hinweise im Sinne von „Unerwartet Heruntergefahren“ (Fehler 6008 und 41) sind zu finden.
  • Die Grafiklast scheint nicht ausschlaggebend zu sein
  • Weder CPU- noch GPU-Temperatur scheinen das Problem zu sein. Der Fehler tritt auch auf, wenn die Temperaturen sich im unteren Bereich (z.B. bei 60°C) befinden
  • Das Einfrieren scheint etwas öfter aufzutreten, wenn der PC ausgelastet ist. Es gibt jedoch auch viele Fälle, in denen schon simples Scrollen im Browser dazu führt.
  • Der Fehler scheint nicht von einer bestimmten Anwendung abhängig zu sein. Er trat u.a. während Lightroom auf, während einer RDP-Sitzung, während dem Browsen, während Videoschnitt, während Word und im Idle-Betrieb während der Rechner gesperrt war.
  • Der Fehler ist im Alltag schwer gezielt zu provozieren.
    • Einzig mit "Prime95" kann ich ein Problem mit ähnlichem Fehlerbild reproduzieren (dazu später mehr).
Bisher durchgeführte Schritte:
  • Treiber:
    • Aktuelle Treiber installiert
    • GPU-Treiber mit DDU deinstalliert und sauber neu installiert
  • Windows-Bordmittel:
    • Updates durchgeführt
    • "Problembehandlungen"
    • Dism und sfc Kommandos ausgeführt
    • chkdsk auf Windows- und sonstige Platten durchgeführt
  • Hardware:
    • Die beiden RAM-Riegel wurden untereinander getauscht
    • Das System wurde jeweils mit nur einem der Riegel gestartet
    • Alle Steckverbindungen nachgedrückt
  • Stress-Tools mit erfolgreichem Ergebnis:
    • Intel Processor Diagnostic Tool 64 Bit 4.1.7.39
    • MemTest86 (sowohl mit beiden Modulen, als auch jeweils einzeln)
    • OCCT 12.0.10: Alle verfügbaren Tests waren über 30 Minuten erfolgreich, d.h. CPU, Linpack, Memory, 3D Standard, VRAM und Power
  • Stress-Tools mit Auffälligkeiten:
    • Prime95
      • Friert innerhalb von Sekunden bis Minuten im „Torture Tests“ ein -> vielleicht der gesuchte Fehler?
      • Geschieht auch im „Abgesicherten Modus“ und bei deinstalliertem Grafiktreiber
      • Folgende Optionen ändern nichts: Ohne AVX, Ohne Hyperthreading, „Large Test“
Anbei noch einige Screenshots zu HW-Konfigurationen und ähnlichem, die vielleicht hilfreich sein könnten.

Ich fände es wirklich schade, den Rechner komplett entsorgen zu müssen, nur weil eine undefinierbare Komponente alles stört und würde viel lieber in Richtung "upgrades" denken.

Vielen Dank für eure Hilfe.

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Änderungen:
  • 7.7.2023: Information über VeraCrypt hinzugefügt
 

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Erstmal, Gratulation zur Präsentation deines Anliegens, ich kann mich spontan nicht entsinnen wann ich das letzte Mal einen so detaillierten und strukturierten Aufbau gesehen habe :daumen:
Nicht wenige rotzen ein spärliches und schlecht formuliertes Hilfeersuchen hin, wo man ihnen jede Information einzeln aus der Nase ziehen muss.

Für mich riecht es nach einem Hardwareseitigen Stabilitätsproblem, primär wegen dem Prime95-Fehlerbild.

Da das System schon etwas älter ist und auch Hardware verschleißen kann, Stichwort Elektromigration, versuche testweise die Volt der CPU zu erhöhen, sagen wir um 0,05 bis 0.07v.

Deaktiviere testweise das XMP-Profil, oder senke zumindest den Takt vom RAM.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich würde auch mal Testweise alle andere Hardware die nicht relevant ist abklemmen.Somit könnten diese als Fehlerquelle ausgeschlossen werden oder als eines der abgeklememten Hardware als ursache gefunden werden.
Also nur Windows Datenträger mit Ram,alles andere abklemmen.Hab sogar ...wenn ich mich noch recht entsinne bei dem einen Fall !Das ein fehlerhafte (DVD-Blueray)Laufwerk das System zum abstürtz geführt hatte.Deswegen mal nur die relevanten Hardware mal testen und das alles in Standard UEFI Settings.
 
Erstmal, Gratulation zur Präsentation deines Anliegens, ich kann mich spontan nicht entsinnen wann ich das letzte Mal einen so detaillierten und strukturierten Aufbau gesehen habe :daumen:
Nicht wenige rotzen ein spärliches und schlecht formuliertes Hilfeersuchen hin, wo man ihnen jede Information einzeln aus der Nase ziehen muss.
Vielen Dank. Den Aufwand spendiere ich gerne, wenn es nur hilft :-)

Da das System schon etwas älter ist und auch Hardware verschleißen kann, Stichwort Elektromigration, versuche testweise die Volt der CPU zu erhöhen, sagen wir um 0,05 bis 0.07v.

Deaktiviere testweise das XMP-Profil, oder senke zumindest den Takt vom RAM.
Das UEFI/BIOS von ASRock hat echt viele Stellschrauben :confused:. Ich habe die Änderungen, so wie ich sie verstanden habe, erstmal nur theoretisch durchgeführt, abfotografiert und beigefügt.

Wäre das so richtig?
Ich würde auch mal Testweise alle andere Hardware die nicht relevant ist abklemmen.Somit könnten diese als Fehlerquelle ausgeschlossen werden oder als eines der abgeklememten Hardware als ursache gefunden werden.
Also nur Windows Datenträger mit Ram,alles andere abklemmen.Hab sogar ...wenn ich mich noch recht entsinne bei dem einen Fall !Das ein fehlerhafte (DVD-Blueray)Laufwerk das System zum abstürtz geführt hatte.Deswegen mal nur die relevanten Hardware mal testen und das alles in Standard UEFI Settings.
In Ordnung, danke. Das werde ich Richtung Abend auch noch probieren und dann Bescheid geben.

Die UEFI-Einstellungen sind aktuell alle auf Standard zurückgesetzt, wobei ich den Vorschlag von ΔΣΛ noch umsetzen werde.
 

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Ja, probiere mal ein positives Offset von 50mv, bedeutet das er 50mv oben drauf schlägt.
 
Ich habe die vorgeschlagenen Offsets ausprobiert, d.h. 50mV, 60mV und 70mv.

Leider friert der Rechner zumindest bei Prime95 dennoch weiter ein. Ich habe hier zwei Fotos von den HW-Infos beigefügt, die zu dem Zeitpunkt sichtbar waren (einmal für 60 und einmal für 70mV).

Im Regelbetrieb habe ich den PC nach der Änderung noch zu kurz in Benutzung, um eine Aussage treffen zu können.

Ich habe den Wert für den Moment auf 50mV belassen.

Als nächstes würde ich nun vermutlich die Taktfrequenz des DRAM reduzieren, richtig?
(XMP-Profile scheint es bei mir nur eins zu geben, welches aber dem Aufdruck des Riegels zu entsprechen scheint. "Auto" scheint dasselbe einzustellen. Daher würde ich manuell die Frequenz z.B. auf 2133 Mhz ziehen.)
 

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Ich habe die vorgeschlagenen Offsets ausprobiert, d.h. 50mV, 60mV und 70mv.

Leider friert der Rechner zumindest bei Prime95 dennoch weiter ein. Ich habe hier zwei Fotos von den HW-Infos beigefügt, die zu dem Zeitpunkt sichtbar waren (einmal für 60 und einmal für 70mV).
Nächste Möglichkeit wäre mal den Turbo Boost der CPU im Bios zu deaktivieren.
Als nächstes würde ich nun vermutlich die Taktfrequenz des DRAM reduzieren, richtig?
(XMP-Profile scheint es bei mir nur eins zu geben, welches aber dem Aufdruck des Riegels zu entsprechen scheint. "Auto" scheint dasselbe einzustellen. Daher würde ich manuell die Frequenz z.B. auf 2133 Mhz ziehen.)
Das hast du bereits durch das hin und hertauschen der Riegel getan.
In deinem HWInfo Screenshot siehst du bereits, dass 2133 Mhz anliegen.

Mit einzelnen Riegeln das gleiche Fehlerbild in Prime?

Hast du noch ne leere Festplatte rumfliegen um vielleicht mal ein frisches Windows zu testen?
(Auch wenn ich denke, dass es sich hier um ein Hardwareproblem handelt hätten wir damit dann Windows raus.)
 
Danke für die Tipps. Also:
  • Den "Intel Turbo Boost" habe ich via BIOS deaktiviert -> leider kein Unterschied, Prime95 friert das System ein
  • 2133 Mhz habe ich für den RAM auch nochmal direkt eingestellt -> Fehler bleibt
  • Mit einem Riegel hatte ich schon früher mal ausprobiert -> selber Fehler
Eine leere Festplatte hätte ich sogar zufällig da, allerdings muss ich mich erst schlau machen, wie ich da ein frisches Windows installiert kriege. Wahrscheinlich mit dem "Media Creation Tool", oder? Dann von USB booten, auf zweiter Platte installieren und beim Start diese auswählen?
 
Wahrscheinlich mit dem "Media Creation Tool", oder? Dann von USB booten, auf zweiter Platte installieren und beim Start diese auswählen?
Exakt, es kann aber zu Problemen kommen, wenn das Media Creation Tool auf einem uralten PC ausgeführt wird.
Dann einfach Windows ISO von Winfuture laden und mit dem Tool Rufus den Stick erstellen.

Weitere Ideen die ich noch spontan habe:
Festplatten Firmware checken , da gibts von Crucial n Tool.
Und hast du mal die Grafikkarte ausgebaut? Der i7 hat ja ne iGPU...
Schaden kann es nicht.

Wenn du dann (mit dem neuen Windows) immer noch Probleme hast, tippe ich auf Board oder Netzteil.
Aber bisher haben wir leider keinen konkreten Anhaltspunkt.
 
Windows: Gut, kriege ich hin.

Crucial : Ich habe ein Tool "Crucial Storage Executive" gefunden. Das dürfte es sein und es zeigt prinzipiell auch Firmware-Updates an. Bin bissle besorgt wegen potentiellem Datenverlust... muss vielleicht erstmal das Risiko sichten (Backup-Umfänge und so).

Graka: Habe ich noch nicht ausgebaut. Hatte die eigentlich auch nicht mehr ernsthaft im Verdacht, nachdem der Fehler auch ohne Treiber und im abgesicherten Modus auftrat. Kann ich aber auch noch versuchen.
 
Crucial : Ich habe ein Tool "Crucial Storage Executive" gefunden. Das dürfte es sein und es zeigt prinzipiell auch Firmware-Updates an. Bin bissle besorgt wegen potentiellem Datenverlust... muss vielleicht erstmal das Risiko sichten (Backup-Umfänge und so).
Da ist was dran, gerade wenn der Rechner nicht stabil läuft.
Sehr guter Einwand.

Ich hab mit dem Ding bereits 6 SSDs geupdated (mehrere MX500 und P5 Plus) bisher hatte ich keine Probleme.
Aber wenn der Rechner nicht stabil ist, dann würde ich es auch nicht riskieren (wenn wichtige Daten auf der Platte liegen.)

Graka: Habe ich noch nicht ausgebaut. Hatte die eigentlich auch nicht mehr ernsthaft im Verdacht, nachdem der Fehler auch ohne Treiber und im abgesicherten Modus auftrat. Kann ich aber auch noch versuchen.
Ich denke auch nicht, dass es daran liegt. Du hast ja aber schon einiges durch. Man weiß ja nie.
Hatte das mal bei nem Kollegen mit nem HannsG Monitor und Sapphire RX580, Rechner ging auch immer ohne Bluescreen aus.
Am Ende hat der 10 Jahre alte Monitor über DVI die Grafikkarte zum Abstürzen gebracht.
Passt natürlich nicht zu der Prime 95 Geschichte, aber Sachen gibt es...
 
Wie alt ist den das Netzteil bei dir?Das Be quiet STRAIGHT POWER 10 gibt es seit 2014 wurde damals auf der Computex in Juni vorgestellt und einige Monate später auf dem Markt erschienen.Sollte das gleiche fehlerbild mit einem anderem Datenträger mit neuem Windows immer noch sein?Dann würde ein anderes Netzteil mal versuchen.
Da ist mir von damals noch im Hinterkopf was geblieben und hab mich gefragt ob das eventuell eine ursache bei dir sein könnte.Siehe hier,


Was für ein CPU-Kühler ist bei dir im Einsatz...ok habs gelesen einen Alpenföhn Brocken 2 PCGH-Edition.Haste mal versucht den Kühler etwas zu lösen ,so das es nicht mehr volle pulle angezogen ist?Vielleicht hat das einen einfluss eventuell auf die Funktion deines PC,s???
 
Also gut, jetzt wird's spannend. Aber der Reihe nach die neuen Schritte:
  1. Mit "Crucial Storage Executive" habe ich die "langen" Festplatten-Eigendiagnose-Tests gestartet
    1. Angeblich keine Probleme gefunden (siehe Screenshots anbei)
  2. Netzwerkkabel, CD-ROM und sekundäre SSD abgezogen (Danke für den Gedanken, @Brexzidian7794):
    1. Fehler tritt in Prime95 weiter auf
  3. HDD eingebaut, CD-ROM wieder eingesteckt, alle SSDs abgezogen:
    1. Windows 10 Pro komplett neu installiert
    2. Sofort nach dem ersten Start Prime95 heruntergeladen und ausgeführt
      1. Kein Fehler während ~5-10 Minuten
    3. Alle Windows-Updates, sowie die aktuellen NVIDIA-Treiber installiert
      1. Danach kein Fehler während ~45 Minuten
    4. VeraCrypt (*) installiert und Systempartition verschlüsselt
      1. Danach kein Fehler während ~60 Minuten
  4. Gegentest: HDD wieder abgeklemmt, primäre SSD angeschlossen und "altes" Windows gestartet
    1. Fehler tritt auf, schneller Freeze während der ersten 5 Minuten
(*) Ich hatte diesen Aspekt im Eingangspost vergessen und bin erst jetzt beim Suchen nach Unterschieden zwischen Alt-System und Neu-System wieder darauf gekommen: Bei mir ist das System mit VeraCrypt verschlüsselt.

Wenn ich das richtig verstehe, gehen die Gründe nun in eine der folgenden Richtungen:
  • Ein SW-Problem liegt vor
  • Die SSD hat einen Schaden
Bei der SSD gäbe es noch den Gedanken "Firmware". Ich suche gerade ein Changelog, fand aber bisher nur die Änderungen zur letzten Version gefunden:
Das Update schließt eine potenzielle Sicherheitslücke. Spezifische Einzelheiten und Anweisungen finden Sie oben.

Puh und beim Gedanken an einen SW-Fehler graut es mir :-D Schließlich taucht das ja sogar im abgesicherten Modus auf.

Wie alt ist den das Netzteil bei dir?Das Be quiet STRAIGHT POWER 10 gibt es seit 2014 wurde damals auf der Computex in Juni vorgestellt und einige Monate später auf dem Markt erschienen.Sollte das gleiche fehlerbild mit einem anderem Datenträger mit neuem Windows immer noch sein?Dann würde ein anderes Netzteil mal versuchen.
Da ist mir von damals noch im Hinterkopf was geblieben und hab mich gefragt ob das eventuell eine ursache bei dir sein könnte.Siehe hier,


Was für ein CPU-Kühler ist bei dir im Einsatz...ok habs gelesen einen Alpenföhn Brocken 2 PCGH-Edition.Haste mal versucht den Kühler etwas zu lösen ,so das es nicht mehr volle pulle angezogen ist?Vielleicht hat das einen einfluss eventuell auf die Funktion deines PC,s???
Danke für deine Hinweise. Alle Komponenten im PC wurden zur selben Zeit gekauft, d.h. es ist ebenfalls von Ende 2016, Anfang 2017. Da es im frischen Windows aber funktioniert, ist es wahrscheinlich nicht das Problem?

Die CPU habe ich bisher noch nicht angefasst. Hab gehört, dass es bei älteren Aufbauten manchmal schwierig sein kann, CPU und Kühler zu trennen. Wollte hier keine schlafenden Hunde wecken und mir noch mehr Kummer durch Ungeschicklichkeit einsammeln :-P

Hm, laut deinem Link sollte der Alpenföhn aber eigentlich ok sein (toi toi toi).
 

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Verstehe ich jetzt richtig mit der HDD Festplatte mit neuem Windows lief alles fehlerfrei oder gabs da auch probleme?Und haste es ohne Vera Crypt Schlüsselung mal versucht?
 
Nein, das neue System machte nie Probleme.

Meine genauen Schritte waren wie folgt:
  1. Das neue Windows habe ich auf eine (ältere) HDD gespielt und die SSDs abgesteckt.
  2. Erste Tests waren i.O.
  3. Anschließend die System-Partition verkleinert (damit die Verschlüsselung nicht so lange dauert) und dann mit VeraCrypt verschlüsselt. Verwendet wurde dieselbe aktuelle Version, die auch beim Hauptsystem zum Einsatz kommt.
  4. Anschließende Tests waren i.O.
Obwohl das eigentlich nicht auf VeraCrypt hindeutete, wollte ich nun die Verschlüsselung als mögliche Ursache ausschließen. Ich habe daher vorhin mein Hauptsystem entschlüsselt und erneut getestet.

Und jetzt bin ich fassungslos: Der Prime95-Test läuft im Moment seit 40 Minuten fehlerfrei. Ich werde nun weitere Konstellationen testen, ein paar Mal neustarten und versuchen im Alltag Stress aufzubauen.

Aber wenn sich VeraCrypt (bzw. möglicherweise eine Kombination aus VeraCrypt und der speziellen SSD?) tatsächlich als Übeltäter entpuppt, komme ich vom Glauben ab. Ich setze das (und TrueCrypt zuvor) bereits seit Urzeiten ein. Zuvor war z.B. die MX100 (SSD) auf die Weise verschlüsselte OS-Basis.
 
Ich bin fast sicher, dass es in dem Fall ein Software/Windows problem ist.

Es ist nicht so unüblich, das man sich da mal was zerschiesst. Oder Windows es in automatischen Updates sogar selbst zerschiesst.

Bei problemen solcher Art, ist bei mir immer das erste. Windows clean neu installieren.

Dies ist natürlich mit "Datenverlust" behaftet. Weil dabei das "C" formatiert wird (zumindest wenn mans ganz sauber haben will).
Aber du bist ja in det glücklichen Situation, dass dein System noch (halb) läuft.
Also sichere erstmal noch alle wichtigen Daten.

Und installiere dann Windows clean neu.
 
Naja, die allerwichtigsten Anwendungsdaten werden bei mir regelmäßig gesichert, bzw. befinden sich ohnehin auf einer anderen Partition. Aber im Laufe der Zeit sind garantiert ein paar nötige Verrenkungen im System passiert, an die ich mich nicht mehr erinnere. Dann noch der übliche Wahnsinn wie Lizenzen ab- und wieder anmelden, Codecs heraussuchen, etc... am allerliebsten würde ich frühestens mit einem neuen PC oder nennenswert neuen HW-Komponenten an eine neue Windows-Installation denken :-D

(Wobei ich gar nicht weiß, ob sich bei dem PC noch ein Aufrüsten lohnt. Aber die Frage stelle ich dann im entsprechenden Forum, wenn der hiesige Fehler sicher erkannt und die HW von jeder Schuld befreit ist.)

Wobei es bei Windows ja seit Win 8 die Funktion "Windows zurücksetzen" gibt. Meines Wissens hatte sie anfangs aber keinen besonders guten Ruf. Ist das heute vielleicht eine Alternative zum kompletten Neuaufsetzen?
 
Nicht schlecht, wie das zustande kommt - keine Ahnung...
Aber da muss ja nur mal n Windows Update was zerschießen und du hast den Salat...

Das klingt tatsächlich so, als wenn du mit nem frischen Windows auf der vorhandenen SSD erstmal keine Probleme mehr haben solltest.
Wobei es bei Windows ja seit Win 8 die Funktion "Windows zurücksetzen" gibt. Meines Wissens hatte sie anfangs aber keinen besonders guten Ruf. Ist das heute vielleicht eine Alternative zum kompletten Neuaufsetzen?
In so einem Fehlerfall würde ich davon abraten, nachher setzt du den sonst 2x neu auf.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich habe im Laufe des Tages nun noch einige Dinge versucht. Darunter waren solche, bei denen ich in der Vergangenheit ebenfalls immer wieder Schwierigkeiten hatte. Und siehe da: Ich habe bisher keinen Freeze mehr erlebt.

-> VeraCrypt scheint nun also tatsächlich das Problem oder zumindest ein entscheidender Faktor im Zusammenspiel gewesen zu sein.

In dem Kontext habe ich aber immer noch den Hinweis von dir, @eXquisite, mit der Firmware im Hinterkopf. Mir ist es nun gelungen, das gesamte Changelog aus verschiedenen Blog-Einträgen zu rekonstruieren und ich staune, dass selbst Festplatten heutzutage offenbar regelmäßige Updates brauchen, um ihre Leistung zu bringen:
M0CR011 (Meine aktuelle Version)
M0CR040 (Ende 2016)
  • Improved large block SEQ read performance on 2TB drives
  • Fixed potential command timeout when Thermal Throttling is active
  • Improved drive error handling
  • General stability improvements
M0CR050 (Mai 2017)
  • Improved drive error handling
  • Minor Bug fixes
  • Improved general reliability and stability
M0CR060 (September 2017)
  • SMART Attribute 198 was not reset at start of each background scan
  • Improved compatibility with Micron JMB394 RAID controller
  • Improved drive error handling
  • Disable APM
  • General stability improvements
  • Second source enablement
M0CR070 (Dezember 2018)
  • Update to address potential security vulnerability. Specific details and instructions available above.
Was mir sofort auffällt: "Stabilität verbessert" lese ich für meinen Geschmack viel zu oft und ich frage mich, ob es vielleicht auch ein Kompatibilitätsproblem mit der Platte gibt (wie gesagt: Die MX100 hatte solche Probleme nicht).

Ich denke, ich werde bis einschließlich morgen weiter abwarten und die Stabilität des Systems beobachten. Sollte alles i.O. sein, was ich vorsichtig hoffe, gehe ich wie folgt vor:
  1. Sichern der nötigsten Daten
  2. Firmware der Platte erneuern
  3. Anschließend erneut mit VeraCrypt verschlüsseln
  4. Test mit Prime95 und im Alltag:
    1. Falls alles ok: Flasche öffnen, glücklich sein und ggf. über HW-Updates nachdenken :-)
    2. Falls nicht ok: VeraCrypt abschalten und über Alternativen (Bitlocker, Neuinstallation, neue Platte, ...) nachdenken
Sofern sich die SSD nun nicht doch noch als defekt entpuppt, scheint es interessanterweise kein HW-Problem gewesen zu sein. Hätte ich echt nicht gedacht.

Ich werde weitere Ergebnisse hier noch zur Dokumentation posten, möchte mich aber bereits jetzt ganz herzlich bei allen bedanken, die mir so schnell und fachkundig geholfen haben!

Es ist keine Übertreibung zu sagen, dass mich das Problem seit langem wahnsinnig gemacht hat und ich stand tatsächlich kurz davor, den kompletten PC frustriert zu ersetzen.
 
Das einzige was ich bisher mit Crucial und Kingston SSDs hatte war, das das ganze System ca. 5 Sekunden eingefroren ist.
Dort haben dann Firmwareupdates geholfen.
Und da gabs schon so einige Geschichten, wo SSDs mit vermurkster Firmware ausgeliefert wurden.

Trotzdem würde ich mir da keine großen Gedanken machen. Meine älteste SSD ist ne OCZ Vertex 4 aus 2012 mit 256GB, selbst die läuft heute noch einwandfrei.
 
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