Nvidia kann niemandem vorschreiben welchen Preis er zu verlangen hat, aber Nvidia kann sich aussuchen wer in Zukunft von ihnen beliefert wird.
Wer sein Kontingent gleich direkt an Miner verkauft und nicht an die Zielgruppe von Endkunden für die Nvidia gutes Marketing-Geld ausgibt um sie mit Spieleunterstützung und Softwarefeatures zu bewerben (neben reiner Werbung), der fliegt raus.
Wer mit immer neuen Modellen alte Lieferrückstände umgeht auszuliefern und stattdessen immer neue und immer teurere Versionen auflegt, der fliegt raus. Auch so eine Feigenblatt-Aktion bei der es UVP für eine Sekunde gibt und dann nie mehr wird ein PR Desaster, das die Kundschaft weiter aufspaltet in Draufzahler und Abwender.
Wer nicht eine Mindestquote zum UVP anbietet wird ebenfalls nicht mehr beliefert. Ellenbogen raus und durchsetzen was man auf dem Markt durchsetzen will, muss die Devise für Nvidia lauten.
Der Spielemarkt hat einen hohen Grad an Emotionalität und ist sehr Imageabhängig. Fehltritte können da locker Nachwirkungen von 5 Jahren und länger haben. Sony mit der PS3 Preisgestaltung, Microsoft mit Zwangs-Kinect und TV Gelaber, das waren Fehler die haben eine Generation lang nachgewirkt, obwohl sie augenscheinlich viel schneller korrigiert waren. Nvidia hat den Imageschaden schon bei einem guten Teil der Leute die für 500€+ Grafikkarten kaufen. Man kann es sich nicht leisten den gleichen Schaden im Segment 200€ - 400€ zu erleiden. Stand heute kann sich Jensen in keinen Livestream stellen und vor dem Backofen zu seiner Gaming-Kundschaft sprechen. Der würde gnadenlos weggelacht werden.
In ein paar Jahren fragt niemand mehr wer schuld ist, oder ob das die Marktwirtschaft war. Nvidia? Das sind doch die überteuerten? Ich kauf die anderen. So funktionieren Märkte auch und das darf Nvidia nicht zulassen.