Geforce GTX 970 und GTX 980 im Test - Maxwell-Höhenflug

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Ich weiss was ein Fakt ist und genau deswegen schrieb ich das auch so.
Wenn man die Karten vergleicht, sieht man auch warum es ein Fakt ist.

Die GTX 970 ist in etwa gleich schnell und kostet in etwa das gleiche wie eine R9 290/GTX 780(50€ weniger als eine 290X/100€ bei einer GTX 780ti).
Dabei verbraucht sie aber ca 100 Watt(GTX780-50Watt/GTX780ti-75Watt) weniger und ist dadurch deutlich leiser zu kühlen.

Was ist daran kein Fakt?

Das sind durchaus Fakten. Das hattest Du in dem von mir zitierten Posting aber auch nicht geschrieben. Dort hast Du eine persönliche Einschätzung als Fakt bezeichnet.
 
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... Sie sind sehr gut gut paralellisierbar, weisst du auch weshalb? Weshalb brauche ich denn Monte Carlo Berechnungen in der "Finanzmathematik" und warum eignen sich GPUs für diese besonders gut?
Womit wir wieder bei Fermi wären - also dem Namensgeber, nicht der Heizplatte :)
Stochastik lässt sich, wenn man gute Programmierer hat, wirklich gut parallelisieren und auf diesen extrem vielen, sehr einfach gehaltenen Shadern auch gut umsetzen. Ich nutze eigentlich einen synthetischen Benchmark für die Wetter-/Klimaprognose, der aber leider in der Endkonsequenz trotzdem nicht wirklich optimal ist. Deshalb diesmal SiSoft Sandra. Aber ich bekomme immerhin eine nahezu 100%-ige Auslastung, die über die Laufzeit relativ konstant ist. Was in diesem Benchmark abgeht, weiß allerdings im Detail dann kein Mensch.
 
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Schöne Karten von Nvidia die man aus P/L Sicht endlich mal wieder empfehlen kann. Nun bin ich auf AMD gespannt und da würde ich mich unteranderen über sparsame Modelle freuen+neue Treiber mit integriertem DS
 
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Womit wir wieder bei Fermi wären - also dem Namensgeber, nicht der Heizplatte :)
Stochastik lässt sich, wenn man gute Programmierer hat, wirklich gut parallelisieren und auf diesen extrem vielen, sehr einfach gehaltenen Shadern auch gut umsetzen. Ich nutze eigentlich einen synthetischen Benchmark für die Wetter-/Klimaprognose, der aber leider in der Endkonsequenz trotzdem nicht wirklich optimal ist. Deshalb diesmal SiSoft Sandra. Aber ich bekomme immerhin eine nahezu 100%-ige Auslastung, die über die Laufzeit relativ konstant ist.

Bitte sag mir doch in ein paar Sätzen, weshlab Monte Carlo Berechnungen so gut parallelisierbar sind. Du hast Monte Carlo eingeworfen und nicht ich, ich würde gerne wissen, ob du weisst wovon du sprichst. (Vergessen wir mal synthetische Benschmarks, die sind nicht umsonst synthetisch!)
 
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Das würd mich auch brennend interessieren. Wo hier fast alle auf OC scharf sind hab ich meinen PC bisher immer underclocked und undervolted so weit, bis es ging ohne Abstürtze. Meinen i7 hab ich z.B. direkt um 0,18Vcore runtersetzen können bei default clock und er läuft bestens. Ich limitiere meine Spiele immer auf 60fps und stell details auf Mittel, mache Mist wie Kantenglättung und Schatten aus ect. Mir ist ein kühler, leiser und stromsparender PC wichtig. Und dafür scheint die neue 9xx Reihe bestens geeignet zu sein.

Ganz so extrem ist das bei mir nicht, ok meine Ram 1,35V mit OC, meine CPU 1,000V kein OC möglich... Bei der Grafik bin ich schon sehr fanatisch, DS wenn geht, Maximale Detail und so wenig flimmern wie möglich bei konstaten 60fps, dann bin ich zufrieden. Aber manche CPU/GPUs brauchen bei gleichem Takt weniger Spannung und sobald meine GTX980iger da sind, wird natürlich auch getest wie weit ich mit der Spannung runter kann ohne underclocking. Wenn überhaupt möglich (bei meinen GTX680igern geht das nicht) und mit SLI ist dies eh schwieriger.
 
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Bitte sag mir doch in ein paar Sätzen, weshlab Monte Carlo Berechnungen so gut parallelisierbar sind. Du hast Monte Carlo eingeworfen und nicht ich, ich würde gerne wissen, ob du weisst wovon du sprichst. (Vergessen wir mal synthetische Benschmarks, die sind nicht umsonst synthetisch!)
Zufallszahlen :D

Anstelle seriell zu programmieren, lässt sich die ganze Berechnung auch auf die triviale Weise fein parallelisieren. Jeder Prozess startet mit einer anderen Zufallszahl, die ja eigentlich gar keine sind (Pseudozufallszahl), indem man den Startwert für den Zufallsgenerator ändert. Am Schluss wird mit/über dem/den Ausgangsprozess gemittelt. Ich war jahrelang Programmierer ;)
 
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Damit meine ich auch, daß anzweifeln der Verbrauchsmessungen.
Klingt immer so als wenn die Redakteure was falsch gemacht haben, nur weil die Karte besser abschneidet als manche sich das wünschen.

*hust* EDIT *hust*

Mittlerweile dürften wir uns aber alle darauf geeinigt haben, dass die 970 beim Spielen ~165 Watt zieht, oder? Ich hab zumindest in den letzten paar Seiten nichts gegenteiliges gesehen...

Mir ging es nur um zwei Sachen:
a) MEINER MEINUNG NACH, haut die TDP nicht so richtig hin... Ob nun wie fälschlicherweise zuerst angenommen 177 Watt oder korrekte ~165 Watt, 145Watt TDP erscheint mir persönlich einfach zu gering. Da die TDP bei der 770 scheinbar zu hoch angesetzt wurde und die bei AMD immer ganz anders aussieht, ist hier mein einziges Anliegen, das man in Diskussionen nicht auf die TDP verweist, sondern die tatsächlichen Verbrauchswerte als Grundlage verwenden sollte. Auch hier in dem Thread gab es einige die sich an der TDP von 145Watt ergötzt haben, aber das bringt einem halt nicht sonderlich viel...
b) MEINER MEINUNG NACH, ist der 28nm Prozess mit dieser sehr beeindruckenden Generation (wie oft soll ich das eigentlich noch schreiben... Komme mir hier vor wie Bart Simpson...) ausgeschöpft. Würde mich aber (ungern) eines besseren belehren lassen. ;)
 
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Zufallszahlen :D

Anstelle seriell zu programmieren, lässt sich die ganze Berechnung auch auf die triviale Weise fein parallelisieren. Jeder Prozess startet mit einer anderen Zufallszahl, die ja eigentlich gar keine sind (Pseudozufallszahl), indem man den Startwert für den Zufallsgenerator ändert. Am Schluss wird mit/über dem/den Ausgangsprozess gemittelt. Ich war jahrelang Programmierer ;)

Pfui, in solchen Anwendungsgebieten kauft man sich gefälligst Zufallszahlentabellen ein, bzw. berechnet sie aus dem Zerfall von radioaktiven Stoffen selbst... ;)

Edit: Oder war der neuste Schrei nicht irgendwas mit Laser? Ich bin da nicht mehr up-to-date ;)
 
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Äh? Das kam doch gerade von dir, als ich die (falschen) Werte von Tom's Hardware geposted hatte: "Tom's Hardware hat immer solche Ausreißer... Ich trau denen nicht mehr."

Mittlerweile dürften wir uns aber alle darauf geeinigt haben, dass die 970 beim Spielen ~165 Watt zieht, oder?

Mir ging es nur um zwei Sachen:
a) MEINER MEINUNG NACH, haut die TDP nicht so richtig hin... Ob nun wie fälschlicherweise zuerst angenommen 177 Watt oder korrekte ~165 Watt, 145Watt TDP erscheint mir persönlich einfach zu gering. Da die TDP bei der 770 scheinbar zu hoch angesetzt wurde und die bei AMD immer ganz anders aussieht, ist hier mein einziges Anliegen, das man in Diskussionen nicht auf die TDP verweist, sondern die tatsächlichen Verbrauchswerte als Grundlage verwenden sollte. Auch hier in dem Thread gab es einige die sich an der TDP von 145Watt ergötzt haben, aber das bringt einem halt nicht sonderlich viel...
b) MEINER MEINUNG NACH, ist der 28nm Prozess mit dieser sehr beeindruckenden Generation (wie oft soll ich das eigentlich noch schreiben... Komme mir hier vor wie Bart Simpson...) ausgeschöpft. Würde mich aber (ungern) eines besseren belehren lassen. ;)

Ich bin doch der Schuldige der Tom's Hardware nicht so traut... du verwechselst wieder was :D
 
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Bitte sag mir doch in ein paar Sätzen, weshlab Monte Carlo Berechnungen so gut parallelisierbar sind. Du hast Monte Carlo eingeworfen und nicht ich, ich würde gerne wissen, ob du weisst wovon du sprichst.
Bitte nimm es nicht persönlich, aber deine Wortwahl (z.B. "Bitte sag mir in ein paar Sätzen, ..., ich würde gerne wissen, ob du weißt, wovon du sprichst") klingt immer total, als würden dir die anderen Foristen hier in einer Prüfung gegenübersitzen. Auch wenn es bestimmt so gar nicht gemeint ist, erweckt das implizit den Eindruck, dass alle anderen etwas minderbemittelt wären, und du jetzt hier allen mal erzählen müsstest, wie es wirklich ist. Wie gesagt, das ist von meiner Seite jetzt überhaupt nicht böse gemeint, sondern nur ein Hinweis. Es gibt hier viele Foristen, die wahrscheinlich auf dem gleichen Wissensstand sind wie du (oder sogar darüber), die sich potentiell von solchen Formulierungen etwas angegriffen fühlen. Das kann z.B. die Ursache sein, dass manchmal Leute etwas unfreundlich auf deine Aussagen antworten, obwohl sie inhaltlich an sich richtig sind.

Ich selbst musste mich z.B. während unseren Diskussionen gestern Nacht auch manchmal etwas zurückhalten ^^ Ich bin z.B. seit einem Jahr Doktor der Chemie, und arbeite nun in der Forschung an einer Uni. In meiner Promotion habe ich unter anderem neuartige Monte-Carlo-Methoden entwickelt. Du solltest nicht davon ausgehen, dass deine Diskussionspartner per se weniger über diverse Dinge wissen.

So, das war auch schon alles, das musste ich echt mal los werden. Bitte nicht böse sein :)
 
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Wollte gerade sagen, hatte in dem anderen die TDP als Durchschnittsverbrauch bezeichnet.
 
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@Brehministrator:
Ich bin mit meinen über 50 auch kein Schülerreviewer mehr und (gesunde) Skepsis in Foren durchaus gewohnt. Ich glaube ja auch nicht alles und allen, außerdem ist PCGH ja nun kein Fachforum. Viele Dinge musste ich mir später als quer eingestiegener Programmierer wieder mühsam aneignen, weil ich bis zum Abitur eigentlich gar keine Lust auf Mathe & Co. hatte. Mein Glücksfall war ein Kollege, den wir als studierten Mathematiker zum Programmierer "umgebildet" haben. Das war am Ende dann ein gegenseitiges Geben und Nehmen :) Trotzdem bin ich mathematisch im Vergleich zu Profis ein Embryo. Aber fürs Grundverständnis reicht es allemal :D
 
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Man braucht sich nur mal den peinlichen Artikel bei Tomshardware durchzulesen ala "Wie misst man richtig" oder wie der hieß, der vor einiger Zeit da gepostet wurde, wo der "Chef-Techniker", der alle PC Messungen bei Tomshardware macht, in einer Blog-artigen Weise erzählt, wie er vor kurzem bei den Firmen der Messgeräten lernen durfte wie man richtig misst, und dass er noch viel zu lernen hat... hallo?? Normalerweise sind solche Leute "Elektrotechnik Nerds", die bereits in Kindesalter und dem Cosmos-Elektrobaukasten angefang haben sich mit dem Lötkolben die Hände zu verbrenn, mit Packetradio und dem C64 angefang haben CB-Funker zu werden, als Kinder Bomben bastelten und selber Acetonperoxid und Trinitrotoluol herstellten, ihre eigenen Tesla-Spulen im Keller hochzogen und Mutti über den Ozon-Gestank schimpfte, und auch ohne abgeschlossenes Studium mehr drauf haben, als das, was heute von den Unis abgeht und sich "Mechatroniker" schimpft . Sowas kommt dann bei raus... Das ist übrigens keine Kritik @FormatC oder sosnt wem dem ich hier auf die Füße trete, sondern nur meine eigene Meinung.
 
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@Wurstkuchen:
Ich hatte meinen ersten Zweistrahl-Oszi 1979, permanent angesengte Gardinen vor der Arbeitsplatte unterm meist offenen Fenster und eine mit Lötresten verschandelte Unterlage - so viel mal zum Klischee, das hier durchaus passt. :D

Aber - wo soll der von Dir zitierte CB-funkende Nerd eigentlich die finanziellen Mittel herbekommen, um an spezieller Technik arbeiten zu können? Baumarktware kannst Du da leider vergessen. Wie würdest Du ohne die Mithilfe der Hersteller teure Oszis koppeln, sowie Spannung und Strom ohne Phasenverschiebung messen, weil irgendwann nämlich die in den Stromzangenadaptern verbaute Elektronik anfängt, negativ ins Ergebnis mit einzufließen? Diese doch sehr speziellen Messungen sind für die meisten Leser absolutes #Neuland, sogar für die Anbieter solcher Technik. Wenn es so einfach wäre, würden es doch viel mehr Seiten schon längst machen, oder etwa nicht? Außerdem muss man, auch wenn Dir der Blog-Stil nicht gefällt, auch für die breite Masse möglichst verständlich bleiben und deshalb beim Stil das Professorale vermeiden - sonst liest nämlich keiner bis zum Ende. Das wiederum ist nötig, wenn man kein wirkliches Fachmedium ist, sondern für die breite Masse schreibt (was sogar Spaß macht und eine echte Herausforderung ist). Im Gegenteil, das ganze elitäre Gehabe so mancher Gurus ist am Ende auch nur Fassade. Dann lieber andersrum und alle mitnehmen, die Interesse haben.

Und nein, Du trittst mir nicht auf die Füße, denn über solche Befindlichkeiten bin ich lange drüber raus. Aber ich bin etwas enttäuscht, dass Du mich nicht richtig wiedergibst (was zeigt, dass Du es gar nicht richtig gelesen hast). Nicht ich habe gelernt, wie man richtig misst, sondern wir haben gemeinsam überlegt, wie wir Fehler vermeiden können. Kleiner, aber wichtiger Unterschied und am Ende haben wir dann die Oszis aufgerüstet. ;)
 
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Man braucht sich nur mal den peinlichen Artikel bei Tomshardware durchzulesen ala "Wie misst man richtig" oder wie der hieß, der vor einiger Zeit da gepostet wurde, wo der "Chef-Techniker", der alle PC Messungen bei Tomshardware macht, in einer Blog-artigen Weise erzählt, wie er vor kurzem bei den Firmen der Messgeräten lernen durfte wie man richtig misst, und dass er noch viel zu lernen hat... hallo??

Meine Meinung: Du vergleichst "Trial and Error" Bastler mit Wissenschaft. Messtechnik ist nicht simpel, und das Wissen darüber fällt nicht einfach so vom Himmel. Ich bin mit meinem Elektrotechnik Studium praktisch fertig, aber ich könnte dir solche Messergebnisse wie bei Tom's auch nicht so hinzaubern, sondern müsste mich wohl erst einmal lange damit beschäftigen. Dafür braucht es Erfahrung (als Leute, die das schon eine Weile machen!) und viel Zeit.

Ein Beispiel? Meine Bachelorarbeit handelte von Impulsbelastung in Spaltanordnungen. Dazu wurden normierte Stromstöße auf ein Testobjekt geschossen. 8µs Anstiegszeit. Da bist du schnell im MHz Bereich und so etwas misst du nicht einfach, in dem du irgendwo ein Oszi dran hängst. Die meiste Zeit der Abschlussarbeit habe ich damit zugebracht, ein Messsystem dafür zu entwickeln, dass das ganze zuverlässig und ohne Einkopplungen hinbekommt. Das konnte man vorher aber nicht wissen und leider hat's mir im Studium auch keiner beigebracht. So etwas muss man sich dann selbst erarbeiten und dafür benötigt man Vorkenntnisse (die man durchs Studium erhält) und muss diese dann erweitern und anwenden.

Nur mit dem Bastlerdran aus Schulzeiten kommt man da überhaupt nicht weiter, denn es fehlt einem einfach die Theorie, die einem sagt, woran es eventuell liegen kann, dass man nur Mist misst.

Der Tester bei Tom's hat vollkommen recht. Ich nehme ihm gerne ab, dass er noch viel dazu lernen konnte und ich finde den Test ausgesprochen gut. Endlich mal jemand, der über den "Chroma-"Rand schaut und nicht nur simple ohm'sche Lasten an die Netzteile hängt.
 
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@MarkenJodSalz:
Du hast völlig Recht, denn der Faktor Zeit ist fast noch schlimmer als das nötige Geld. Finanzielle Mittel kann man notfalls schnorren, älter wird man aber automatisch und ohne dass man es verhindern könnte. :D

Die meiste Zeit der Abschlussarbeit habe ich damit zugebracht, ein Messsystem dafür zu entwickeln, dass das ganze zuverlässig und ohne Einkopplungen hinbekommt. Das konnte man vorher aber nicht wissen und leider hat's mir im Studium auch keiner beigebracht.

Das eigentlich Problem ist immer die Frage, wo man genau hin will und ob es den materiellen und zeitlichen Aufwand wert ist. Ab einer gewissen Stufe hört es einfach auf, sich aufs bloße Verkabeln und Ablesen zu beschränken. Ich kalibriere mir jedes Mal einen Wolf und prüfe auch regelmäßig die Zangen, denn echte Nullwerte erhält man auch bei teurem Equipment nicht nur durchs simple Knöpfchendrücken. Dazu kommen Temperaturdrift und andere Faktoren, denn die ganze Sache heizt sich ja bei längeren Messungen auch ordentlich auf. Ich habe mir zudem eine ziemlich lange Check-Liste erstellt, die ich immer abarbeite, bevor ich etwas messe. Alle Ergebnisse werden zudem einem Plausibilitätstest unterworfen und im Zweifelsfall extern noch einmal nachgeprüft. Ich kann Deinen Stress mit dem Messsystem sehr gut nachvollziehen, denn es ist nichts einfacher, als Mist zu messen. :)

Vorteil für mich:
Die Entwicklungsabteilung von HAMEG für die Oszis sitzt hier nicht weit vom Labor entfernt. Synergien und so... Außerdem ist ein keine Schande zu fragen, wenn man etwas mal nicht weiß. Andersrum wär's viel schlimmer :D
 
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