• Wenn Ihr hier einen Thread erstellt, dann erwartet Euch im Beitragformular eine Vorlage mit notwendigen Grundinformationen, durch die Euch die Community schneller helfen kann. Mehr Informationen dazu findet ihr in diesem Thread.

Gaming-PC für ~800€

ApeShifter

Schraubenverwechsler(in)
Gaming-PC für ~800€

Hallo allerseits,

nach einer nahezu zehnjährigen Computerspiele-Abstinenz möchte ich nun wieder einmal einsteigen und mir dafür einen neuen Rechner zusammenbauen. Weil ich aber nun auch ein bisschen aus der Übung bin, was das Zusammenstellen und -bauen angeht, würde ich gerne ein paar Meinungen und vielleicht Tipps vor der Bestellung einholen und wäre deshalb für entsprechende Unterstützung sehr dankbar. Nun zum bisherigen Plan:

Für den Rechner hatte ich einen finanziellen Rahmen von rund 800€ vorgesehen, wobei ich allerdings durchaus etwas flexibel sein kann bevor der Rahmen die Leistung zu sehr einschränkt. Peripherie ist vorhanden oder wird separat gekauft und zählt somit nicht zu dem Gesamtpreis. Ich würde das Gerät gerne selbst zusammenbauen, um etwas Kohle zu sparen, aber auch weil ich das einfach spannender finde. Alte Komponenten gibt es entsprechend des Alters der Vorgängerrechners (der ungenutzt rumstand) eigentlich nicht. Das einzig nützliche dürfte vielleicht das Netzteil sein, aber dazu später mehr. Neben Spielen habe ich zurzeit keine anspruchsvollen anderen Aufgaben vorgesehen. Der Speicher muss nicht sehr umfangreich sein und eigentlich nur für die Programmdaten reichen, für alles andere steht ein Netzwerkspeicher bereit. Ich würde mich über einen eher leisen Rechner freuen mit einem unaufgeregten Äußeren. Was Übertaktung angeht, habe ich keine unmittelbaren Pläne, aber sicherlich wären Reserven in dieser Richtung nützlich, denke ich mal...


So, und jetzt der Plan so weit wie er steht:

CPU:
AMD FX-8350. Ich bin dabei nach den Passmark-Benchmarkwerten (PassMark Software - CPU Benchmark Charts) gegangen, und dieser Prozessor erscheint mir für die Leistung preislich kaum zu schlagen. Vergleichbar plazierte Intel-CPUs kosten einfach mal gute 200€ mehr. Vielleicht übersehe ich ja irgendwas ganz Wichtiges, in dem Fall sagt es mir! Die größte Einschränkung ist sicherlich der auslaufende AM3+-Sockel und der fehlende DDR4-Support. Letzteres ist natürlich nicht perfekt, ersteres schränkt die Aufrüstbarkeit ein. Aber bei der soliden Leistung der CPU dürfte die mir einige Zeit lang reichen, denke ich. Und bei dem Preisvorteil leiste ich mir dann halt, wenn es so weit ist, das entsprechend umfangreichere Upgrade. Überzeugt euch das?

Mainboard:
ASRock 970M Pro3 (ASRock 97M Pro3, Mainboard Sound G-LAN USB 3. SATA3). Keine besonderen Überlegungen an dieser Stelle außer die Unterstützung von DDR3 bis 2400.

RAM:
Crucial DIMM 16 GB DDR3-1866 Kit (Crucial DIMM 16 GB DDR3-1866 Kit, Arbeitsspeicher BLT2CP8G3D1869DT1TX, Ballistix Tactical). Den habe ich nach der Empfehlung hier (DDR3- und DDR4-RAM: Test, Kaufberatung und Bestenliste [Januar 216]) ausgewählt, auch wegen seiner getesteten Übertaktbarkeit bis 2133.

Grafikkarte:
Hier bin ich mir wahrscheinlich am unsichersten. Ich habe mich auch hier an den Passmark-Werten als umfangreichste Vergleichsdatenbank orientiert (PassMark Software - Video Card (GPU) Benchmark Charts - Video Card Model List), sowie an den beiden Titeln, die ich schon einmal ganz klar auf meiner To-Do-Liste habe: Fallout4 und Star Citizen (wobei die Anforderungen für letzteres sicherlich noch einmal hochgehen werden). Preislich habe ich ~220€ angepeilt (vielleicht ist das auch auch zu klein gedacht) und die GTX-960-Serie bzw. R9 380 liegen sowohl preislich als auch von den Benchmark-Werten ganz nah beieinander. Ist es da überhaupt noch wirklich notwendig, sich über unterschiedliche Bandbreiten der Speicheranbindung und andere Eigenschaften Gedanken zu machen? Wobei der Strombedarf der R9 ja deutlich höher ist..
https://www.alternate.de/Sapphire/A...Grafikkarte/html/product/1236654?event=search
https://www.alternate.de/XFX/AMD-Ra...Grafikkarte/html/product/1238222?event=search
https://www.alternate.de/GIGABYTE/G...Grafikkarte/html/product/1217228?event=search

SSD:
Wie schon gesagt, brauche ich keinen besonders großen Speicher. Bislang habe ich die folgenden SSDs im Blick gehabt:
https://www.alternate.de/ADATA/ASP5...State-Drive/html/product/1219268?tk=7&lk=8560
https://www.alternate.de/Mushkin/MK...State-Drive/html/product/1251763?tk=7&lk=8560
https://www.alternate.de/Crucial/CT...State-Drive/html/product/1232082?tk=7&lk=8560


Case:
Zwei Optionen hatte ich überlegt:
https://www.alternate.de/be-quiet!/SILENT-BASE-600-Tower-Gehäuse/html/product/1212838?tk=7&lk=8354
https://www.alternate.de/Aerocool/DS-200-Red-Edition-Tower-Gehäuse/html/product/1137460?event=search
Das be-Quiet!-Modell erscheint mir insgesamt am attraktivsten. Mir wäre Ruhe wichtiger als Style und das be-Quiet! bringt noch Dämpfer für die Lüfter mit.. Ich habe aber überhaupt keine Erfahrungen mit solchen Leisetretern und weiß deshalb nicht, wie viel das Case im Vergleich zu teilweise deutlich günstigeren Optionen für unter 40€ leistet..

BD-Laufwerk:
Keine besondere Auswahl, aber weil die Kombilaufwerke kaum günstiger waren als BD-Brenner habe ich dieses gewählt. https://www.alternate.de/LG/BH16NS55-Blu-ray-Brenner/html/product/1235824?tk=7&lk=8452

Netzteil:
Ich habe noch ein Levicom PolarPower 400W-ATX-Netztei mit 80%+ Effizienz zuhause. Ist zwar schon fast zehn Jahre alt aber nur wenig gelaufen. Andererseits erscheint es mir, dass zwischenzeitlich die Mainboards mehr Pins benötigen, mindestens 24+4. Der Stecker an diesem Netzteil hat allerdings nur 20+4 Pins. Ich würde dann mal annehmen, dass das nicht mehr zeitgemäß ist…? Will auch wirklich nicht am falschen Ende sparen..


So, ich hoffe, der Plan hat nicht allzu viele Löcher! :-) Falls es heiße Tipps gibt, sowohl für bessere Komponenten als auch evtl. für günstigere Alternativen, nehme ich die gerne. Ebenso Tipps für besonders zuverlässige WLAN-Sticks, denn so einen bräuchte das Gerät auch noch. Windows 10 würde ich mir über einen OEM-Schlüssel für Win7 holen, solange das Upgrade noch kostenlos möglich ist.

Vielen Dank für eure Unterstützung!
 
Zuletzt bearbeitet:
AW: Gaming-PC für ~800€

Vielleicht übersehe ich ja irgendwas ganz Wichtiges, in dem Fall sagt es mir!
Durch die niedrige Single-Core Leistung wird diese AMD-CPU in Spielen von Intel-Prozessoren abgehängt die 170€ kosten. Deshalb derzeit keine AMD-CPUs für Gaming-PCs.

Darum mein Gegenvorschlag für 780€:
Warenkorb - Hardware, Notebooks & Software von
Ich wusste nicht welches Wlan du brauchst, deshalb ist einfach mal etwas Günstiges drin.
 
Zuletzt bearbeitet:
AW: Gaming-PC für ~800€

Wow, danke, das war super hilfreich! Da habe ich anscheinend ziemlich in die falsche Richtung gedacht. Nach dem Tipp zum Prozessor habe ich das noch einmal gegoogelt und der i5 ist wirklich merklich besser für Spiele. Deinen Vorschlag finde ich super und kann mir vorstellen, den einfach so zu bestellen! Ist denn die mindfactory insgesamt vom Service her zu empfehlen? Preislich sind die ja schon einmal sehr gut dabei!

Ein paar Fragen habe ich aber leider doch noch:
- Mit dem Case bin ich sehr glücklich, das scheint alles zu leisten, was das beQuiet tut. Nur die Lüfterdämpfung ist anscheinend nicht dabei, aber ich nehme mal an, das ist zu vernachlässigen?
- Bei der SSD frage ich mich, ob es nicht auch eine der von mir vorgeschlagenen tut. Nix gegen die Samsung-SSD, aber die kostet halt gut 25% mehr.. Ist die denn deutlich zuverlässiger?

Und dann nochmal etwas allgemeiner: Gibt es irgendwelche Teile, bei denen es sinnvoll wäre, etwas mehr zu investieren um die Zukunftssicherheit deutlich zu erhöhen? In dem anderen, gerade seit gestern Abend wieder reaktivierten Thema zu einem Gaming-PC für 800€ (http://extreme.pcgameshardware.de/k...ung/425144-neuer-gaming-pc-fuer-ca-800-a.html) ist z.B. die Rede von schnellerem RAM (G.Skill RipJaws DDR4-3200) in Verbindung mit dem entsprechenden Board.. oder als Zwischenschritt der Kingston HyperX Fury. Ebenso ist die Grafikkarte im Vorschlag ja jetzt "nur" eine normale 380, keine 380X. Wären das Punkte, in die ich lieber noch investieren sollte? Und reicht eine 250GB-SSD eigentlich wirklich für Spieledaten aus? Die haben in den Jahren meiner Abstinenz ja schon deutlich an Speicherbedarf zugelegt... :-o Auch zur Grafikkarte: Wäre nicht vielleicht eine GeForce sinnvoller, wegen des geringeren Stromverbrauchs? Das könnte SLI dann auch in Verbindung mit dem aktuellen Netzteil zu einer Aufrüstoption für nächstes Jahr machen, denke ich. Wobei das ja anscheinend nicht so viel bringt wie man erst einmal erwartet...
Wie schon gesagt, die 800€ sind eine ungefähre Richtschnur, keine fixe Grenze (mein ursprüngicher Vorschlag lag ohne Netzteil auch schon drüber).

Sorry für (noch einmal) so viele Fragen! Ich weiß die Hilfe wirlich sehr zu schätzen! Nachdem ich fast zwei Wochen zu dem Rechner hin und her überlegt habe und jetzt innerhalb von wenigen Stunden so gute Tipps bekommen habe, frage ich mich ja schon, warum ich erst jetzt auf die Idee gekommen bin, hier zu fragen.
 
AW: Gaming-PC für ~800€

Ok dann mal ein wenig ausführlicher:

Gehäuse:
Ist letzten Endes Geschmackssache. Alle drei die hier bisher erwähnt wurden sind gute Gehäuse für ein halbwegs leises System. Da das Budget mit 800€ eher niedrig ist habe ich die günstige Variante gewählt. Damit bleibt mehr Geld für die leistungrelevanten Komponenten.

SSD:
Die Samsung ist mit ihrer soliden Leistung und den 5 Jahren Garantie den Aufpreis von 12€ gegenüber der billigeren Konkurrenz durchaus wert. Gerade die Crucial BX200 liefert enttäuschende Ergebnisse in Tests: Crucial BX2 im Test: Wenn die SSD von der Festplatte uberholt wird - Golem.de
Zur Größe: Wenn dir JETZT 250GB reichen würde ich nicht mehr kaufen. SSDs werden immer billiger, in 2 Jahren bekommst du 500GB für 80€. Dann kannst du immer noch aufrüsten und musst dich nicht ärgern "damals" so viel dafür bezahlt zu haben. Für mehr Speicherplatz jetzt würde ich eher eine 2TB HDD dazu nehmen.

Sonstiges:
Schnellerer RAM bringt in Games in der Regel sehr wenig. Wenn das Budget wie hier knapp ist sollte man dafür nicht mehr Geld ausgeben.
Ansonsten könntest du dir für maximale Zukunftssicherheit überlegen ob das Mainboard zusätzlich USB3.1 Typ C haben sollte. Dann kannst du in der Tat gleich zu einem Z170-Board für 120€ aufwärts greifen.
SLI ist keine Aufrüstoption. So lange es eine schnellere single-GPU gibt ergibt SLI keinen Sinn. Die Probleme und Nachteile von SLI stehen sonst in keinem Verhältnis zum Leistungszuwachs. Eine 380X könnte man natürlich auch nehmen, allerdings würde ich dann eher gleich zu einer 390 raten, wegen der deutlich höheren Leistung und den 8GB VRam. Kostenpunkt etwa 310€.

Wenn dir der Stromverbrauch ganz arg wichtig ist solltest du natürlich Nvidia nehmen, aber auch abschätzen wie hoch der Unterschied auf der Stromrechnung bei deinem Spielverhalten tatsächlich ist. Das ist meistens weniger als man denkt.

Ach ja zu Mindfactory als Händler: Oft wird hier erst bei Geizhals zusammengestellt um den Bestpreis zu bekommen. Will man dann aber die Komponenten für einen kompletten PC zusammen kaufen ist zu 99% Mindfactory der günstigste Händler. Zu ihrer Garantieabwicklung habe ich jetzt auch nicht mehr Schlechtes gehört als zu anderen Händlern. Ich würde schon sagen dass es ein seriöser Laden ist der seine Prozesse im Griff hat.
 
Zuletzt bearbeitet:
AW: Gaming-PC für ~800€

Ganz großen Dank nochmal für die fantastische Hilfe und die detaillierteren Erklärungen! Damit konnte ich mich dann endgültig für das Setup entscheiden und habe es im Grunde so übernommen wie vorgeschlagen. Lediglich zwei Dinge habe ich verändert: Einerseits habe ich den RAM gegen Hyper X Fury ausgetauscht, was allein an Verfügbarkeit gestern Abend lag, andererseits habe ich das Case durch das Silent Base 600 ersetzt aufgrund optischer Gründe und ein paar enttäuschter Kommentare zur Verarbeitung beim Nanoxia. Ich denke mal, das Gehäuse wird mich dafür auch am längsten von der ganzen Hardware begleiten. ;-)
 
Zurück