Gibt es überhaupt Langzeittests?
Ja, es gibt Studien zu sowas, wo man kontrolliert zig Akkus bei 25, 30, 35, 40, 50°C mal 200, 400, 800 Ladezyklen durchlaufen lassen hat. Ich müsste die Quelle aber auch suchen.
Aus dem Kopf wars so, dass bei optimalen Bedingungen (25°C laden) nach etlichen Hundert Zyklen nur ne Handvoll Prozent Kapazität verloren ging, schon bei 35°C wars zweistellig und über 40°C ist dann richtig ungesund/verschleißend, der Effekt ist auch überproportional, also 30 ist nicht viel schlimmer als 25, aber 45 ist viel schlimmer als 40°C. Grundsätzlich sollte man alles über 35°C beim laden bestenfalls meiden.
Es geht dabei auch erstmal nicht um Grätsche machen sondern Kapazitäts- und Performanceverlust. Wenn du immer bei 45 statt 25°C lädst haste nach ein paar Hundert Zyklen eben statt 95% nur noch 80% der Startkapazität übrig - deswegen ist der Akku aber ja nicht kaputt und da der Prozess schleichend ist bemerkt der Besitzer das womöglich gar nicht.
Das erste was einem Nutzer auffällt bei einem verschlissenen Akku ist eher die mögliche peak-Performance im Sinne von lieferbare Stromstärke und Spannungseinbruch:
Ein neuer Akku kann auch bei recht niedrigem Ladezustand noch viel Saft liefern wenn nötig, das Smartphone kann auch bei 5% Ladestand noch ein Spiel starten. Wenn der Akku platt ist kanns passieren, dass ein Handy obwohl noch 20% Rest da sind einfach ausgeht wenn größere Last kommt weil die Akkuspannung zusammenbricht.
Bekannter ist das bei den Leuten eher von alten Laptops... die haben dann nen vollen Akku, der Ladezustand sinkt kontinuierlich bis keine Ahnung 40% und dann machts auf einmal plopp, die Windows Warnmeldung "Ladestand unter 5% bitte laden" kommt und 3 Sekunden später ist das Ding aus.
