Frontier: AMD liefert Zen-CPUs und Radeon-GPUs für 1,5-ExaFLOPS-Supercomputer

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Das ding wird nicht nur von einer Firma genutzt und auch bei sehr großen Softwareprojekten wird wo geht auf bereits gut dokumentierte und etablierte Bibliotheken zurückgegriffen.

CUDA ist halt für die Füße weil es proprietär ist und nicht portabel. Wer schlau ist hat das noch nie genutzt. Und wer unbedingt seine Gammel-CUDA-Software auf Frontier laufen lassen will der wird vermutlich in der Lage sein das Konvertierungsprogramm zu starten.
 
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Auf jeden Fall sehr positive Nachrichten für AMD, zumal so etwas auch Tiefenwirkung auf den Desktop-Markt haben dürfte. ^^

Naja, wieviele Leute kaufen ihre Desktop Rechner aufgrund der Top Platzierung in der Top500? Vermutlich niemand oder zumindest keine relevante Anzahl von Leuten.
Oder hat hier irgendwer nen IBM Power Prozessor in seinem Desktop?

Auch bei professionellen Beschaffern für Server oder eben kleineren HPCs dürfte das ne große Rolle spielen. Es zählt da mehr der Bedarf, das Budget und die Wirtschaftlichkeit im Betrieb.
 
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Wobei auch da AMD punkten kann, weil die CPUs deutlich günstiger sind und man bis zu 64 Kerne pro Rome-Sockel bekommt.
 
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Naja, wieviele Leute kaufen ihre Desktop Rechner aufgrund der Top Platzierung in der Top500? Vermutlich niemand oder zumindest keine relevante Anzahl von Leuten.
Oder hat hier irgendwer nen IBM Power Prozessor in seinem Desktop?

Auch bei professionellen Beschaffern für Server oder eben kleineren HPCs dürfte das ne große Rolle spielen. Es zählt da mehr der Bedarf, das Budget und die Wirtschaftlichkeit im Betrieb.

Es wird darüber berichtet und ist somit kostenlose Werbung, unabhängig davon, dass AMD vermutlich ordentlich an so einem System verdient.

Zum 2. Punkt: da ist AMD ganz deutlich im Vorteil gegenüber Intel, die aktuell deutlich schlechtere Kapazitäten haben und wesentlich höhere Preise, vor allem im HPC-Bereich, wo man bei AMD rund 50% bei gleicher Leistung sparen kann. Da braucht man schon einen ziemlich bestimmten Bedarf, dass Intel vorzuziehen wäre. Aber sonst hast du sicher Recht...
 
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Wobei auch da AMD punkten kann, weil die CPUs deutlich günstiger sind und man bis zu 64 Kerne pro Rome-Sockel bekommt.

Wer weiß was die CPUs kosten, wenn man sie Palettenweise abnimmt?
und 64 Kerne sind nur dann ein Argument, wenn man so viele benötigt, daß ist ja auch im Server er eich beileibe nicht immer der Fall. Es muss immer individuell geschaut werden.
 
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Von der 200€ Konsole über den 500€ Laptop bis hin zum schnellsten Supercomputer kann AMD alles ausrüsten und davon profitiert die Marke enorm. Denn jenseits objektiver Leistung sind die Leute halt auch Markenschweine und da kann sich Intel auf 15 Jahre verlassen in denen alles gut für sie lief und AMD fehlen diese Jahre.

Je länger RTX enttäuscht, umso mehr Zeit hat AMD auch in dem Sektor zu punkten. Auch hier wieder, bei billigen Konsolenchips ist AMD vorne, bei Grafikkarten zwischen 100€ und 700€ muss sich AMD nicht verstecken (5% Erbsenzählerei zwischen Grafikkarten ist imo sinnlos) und auch im High End Bereich wie den Instinct Karten rüstet man Supercomputer aus. RTX2080Ti ist damit ja schon fast ein Nvidia Schutzbiotop.

Das zeichnet AMD im Jahr 2019 aus. Lass Intel ihre 1-2 CPUs die besser sind und lass Nvidia die eine Graka die AMD so nicht anbietet. Bei allem anderen ist AMD immer mit dabei. Da muss man sagen, stimmt die Gesamtstrategie des Unternehmens und man hat nicht diese Lücken als Anbieter wie Intel bei den GPUs und Nvidia bei den CPUs.
 
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Wer weiß was die CPUs kosten, wenn man sie Palettenweise abnimmt?
und 64 Kerne sind nur dann ein Argument, wenn man so viele benötigt, daß ist ja auch im Server er eich beileibe nicht immer der Fall. Es muss immer individuell geschaut werden.

Zumindest bei Intel weiß man es, da Intel seine Preise immer bei Abnahme von 1000 CPUs ansetzt.
 
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Zumindest bei Intel weiß man es, da Intel seine Preise immer bei Abnahme von 1000 CPUs ansetzt.

Nun, für so nen Rechner braucht man nochmal deutlich mehr. Abgesehen davon wird kaum ein Großabnehmer Katalogpreise bezahlen. Die Frage ist nur, wie hoch der Rabatt ist, den da z. B. Cray noch bekommt. Die zur Auswahl stehenden Anbieter als CPU Lieferant ist ja mit 3-4 verschiedenen groß genug um echten Wettbewerb zu erzeugen.
 
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Das ding wird nicht nur von einer Firma genutzt und auch bei sehr großen Softwareprojekten wird wo geht auf bereits gut dokumentierte und etablierte Bibliotheken zurückgegriffen.
Braucht man sich nur Hollywood ansehen - die großen Filmstudios haben doch ein recht ansehnliches Budget - trotzdem wird dort nur sehr wenig an eigener Software erfunden sondern auf die großen Anbieter zurückgegriffen.

Für Videoschnitt und CGI auf handelsüblichen Workstations und Servern gibt es eine breite Palette kommerzieller Software-Anbieter.
Für die Simulation von Kernwaffen auf Supercomputern von denen es genau ein Exemplar weltweit gibt, sollte man dagegen seine eigene Software mitbringen. Schon allein deswegen weil niemand externes Kompatibilitätstests auf so einer Anlage durchführen kann und weil diese sehr teuren Anlagen explizit für Aufgabenstellungen gebaut werden, die sich mit kleineren, bestehenden Systemen nicht hinreichend berechnen lassen. Da können schon kleine Anpassungen Rechenzeit im Werte von hunderttausenden US-Dollar einsparen.

Hochspezifische Optimierungen müssen dennoch nicht die Regel darstellen; zumindest in der nicht-militärischen Forschung fehlt es an der Schnittstelle zwischen Naturwissenschaft und Programmierung oft an Experten, die genug von beidem verstehen, um die hochkomplexen Aufgaben in hocheffizienten Code umzusetzen. Statt einem großen, effizienten Wurf basieren Klimamodelle dann auf über die Jahrzehnte gewachsenen Simulationsansätzen, geschrieben in antiken Programmiersprachen. Aber auch in solchen Fällen arbeitet niemand auf hohen, per Definition ineffizienten Abstraktionsebenen und der Quellcode steht per Definition für angepasste Rekompilierungen zur Verfügung – Supercomputer arbeiten in der Regel "close to the metal". Aktuelle Angaben habe ich nicht zur Hand, aber Japans Earth Simulator hatte meinem Wissen nach nicht einmal so etwas wie ein Betriebssystem. Stattdessen gab es ein paar Demo-/Entwicklerracks auf denen zu berechnende Aufgaben so in Systemcode eingebettet wurden, dass am Ende eine problem- und systemspezifische Firmware entstand, die direkt auf der Hardware lief. Nicht unähnlich den frühen Videospielkonsolen aus den 80ern, nur mit einer Rechenleistung die besagte Hollywood-Studios auch heute noch als ansehnlich erachten würden und einer Systemarchitektur, die Entwickler (Alb-)träumen lässt.
 
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Für Videoschnitt und CGI auf handelsüblichen Workstations und Servern gibt es eine breite Palette kommerzieller Software-Anbieter.
Für die Simulation von Kernwaffen auf Supercomputern von denen es genau ein Exemplar weltweit gibt, sollte man dagegen seine eigene Software mitbringen. Schon allein deswegen weil niemand externes Kompatibilitätstests auf so einer Anlage durchführen kann und weil diese sehr teuren Anlagen explizit für Aufgabenstellungen gebaut werden, die sich mit kleineren, bestehenden Systemen nicht hinreichend berechnen lassen. Da können schon kleine Anpassungen Rechenzeit im Werte von hunderttausenden US-Dollar einsparen.

Hochspezifische Optimierungen müssen dennoch nicht die Regel darstellen; zumindest in der nicht-militärischen Forschung fehlt es an der Schnittstelle zwischen Naturwissenschaft und Programmierung oft an Experten, die genug von beidem verstehen, um die hochkomplexen Aufgaben in hocheffizienten Code umzusetzen. Statt einem großen, effizienten Wurf basieren Klimamodelle dann auf über die Jahrzehnte gewachsenen Simulationsansätzen, geschrieben in antiken Programmiersprachen. Aber auch in solchen Fällen arbeitet niemand auf hohen, per Definition ineffizienten Abstraktionsebenen und der Quellcode steht per Definition für angepasste Rekompilierungen zur Verfügung – Supercomputer arbeiten in der Regel "close to the metal". Aktuelle Angaben habe ich nicht zur Hand, aber Japans Earth Simulator hatte meinem Wissen nach nicht einmal so etwas wie ein Betriebssystem. Stattdessen gab es ein paar Demo-/Entwicklerracks auf denen zu berechnende Aufgaben so in Systemcode eingebettet wurden, dass am Ende eine problem- und systemspezifische Firmware entstand, die direkt auf der Hardware lief. Nicht unähnlich den frühen Videospielkonsolen aus den 80ern, nur mit einer Rechenleistung die besagte Hollywood-Studios auch heute noch als ansehnlich erachten würden und einer Systemarchitektur, die Entwickler (Alb-)träumen lässt.

Klingt ja schön und gut entspricht aber nicht wirklich der Realität.
ja, es werden noch viele Altlasten an Fortran-Code uä mitgeschleppt, diese werden aber mehr und mehr neu geschrieben.
Bei Supercomputern - ja, da läuft nur ein Supervisor und normalerweise kein Program das wir als Betriebssystem bezeichnen würden - Aber:
Der Code der dort läuft ist teils sogar MatLab - effizient sieht anders aus. Ein sehr großer Teil ist auch einfach Java-code ( da kann die JRE noch viel verbessern).
Wenn die Leistung voll benötigt wird dann wird auch entsprechend viel Aufwand in eine gute Code-Struktur gesteckt - und das wiederum heisst fast immer auch das die entsprechenden Libraries und SDKs genommen werden und die schon millionen Mannstunden gesteckt wurden.

Ja, es gibt eine sehr große Auswahl an professioneller Video-Software. Und was hat der Großteil davon gemeinsam? Hardware-Beschleunigung mittels Cuda oä.
Avid Media Composer, Vegas, VDL, PowerDirector - Cuda support.
Adobe, autdesk? Cuda.
Es ist halt deutlich einfacher wenn man sich auf das Spezielle Problem konzentrieren kann und nicht jede rudimentäre Funktion neu erfinden muss. Es wäre bei mir unvorständlich alles an Software inhouse zu entwickeln ohne auf solche Libraries zurück greifen zu können. Da würde aus einem 10 mio projekt schnell mal 100 mio werden.


CUDA ist halt für die Füße weil es proprietär ist und nicht portabel. Wer schlau ist hat das noch nie genutzt. Und wer unbedingt seine Gammel-CUDA-Software auf Frontier laufen lassen will der wird vermutlich in der Lage sein das Konvertierungsprogramm zu starten.

Tja - wer keine Ahnung hat und nie auch nur in die Nähe derartiger Software kommt der kann gern groß rumheulen - falsch bleibt trotzdem falsch.
 
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Wie gesagt: Video ist eine Sache. Eine, die Hardware-Hersteller als unterstützungswürdiges Betätigungsfeld entdeckt haben aber auch eine bei der sonst niemand das Rad neu erfindet.
Von meinen Quellen im IT-fernen wissenschaftlichen Bereich höre ich dagegen wenig über CUDA. Matlab ist Standard auf studentischer Ebene und große Projekte eben oft Fortran, seltener Lisp, vereinzelt wohl sogar COBOL. Wikipedia sagt, dass (US-)Raumfahrt und Militär, die hinter vielen der Großprojekte für diese Supercomputer stecken, Ada bevorzugen. Eine Sprache, über die ich sonst gar nichts weiß, die aber scheinbar wenig mit Bibliotheken des letzten Jahrzehnts zu tun hat.
 
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Wie gesagt: Video ist eine Sache. Eine, die Hardware-Hersteller als unterstützungswürdiges Betätigungsfeld entdeckt haben aber auch eine bei der sonst niemand das Rad neu erfindet.
Von meinen Quellen im IT-fernen wissenschaftlichen Bereich höre ich dagegen wenig über CUDA. Matlab ist Standard auf studentischer Ebene und große Projekte eben oft Fortran, seltener Lisp, vereinzelt wohl sogar COBOL. Wikipedia sagt, dass (US-)Raumfahrt und Militär, die hinter vielen der Großprojekte für diese Supercomputer stecken, Ada bevorzugen. Eine Sprache, über die ich sonst gar nichts weiß, die aber scheinbar wenig mit Bibliotheken des letzten Jahrzehnts zu tun hat.


Als jemand der mit US Labs zusammenarbeitet und pro Jahr ca. 70 Millionen CPU Stunden verbraucht moechte ich hier Mal, innerhalb meiner Expertise, meine Eindruecke weitergeben. Ihr habt beide in Teilen Recht. Was ich anmerken will ist, dass man weg muss von der binaeren Sichtweise und die Grauschattierungen sehen muss.

1.) Fortran geht nicht weg. Es gibt viele hochaktuelle HPC Codes, die mit dem neuen Fortran Standard geschrieben werden. Von der NASA z.B. laufen auch noch viele Codes auf Fortran77 und die Performance laesst keine Wuensche offen.
2.) CUDA hat seine Daseinsberechtigung erfordert jedoch die Anwendungen die GPUs wirklich nutzen koennen. Manche Anwendungen koennen dies und manche koennen dies nicht. Besonders auf der HPC Seite gibt es Nutzfaelle, wo CUDA sinnfrei ist oder man mit weniger Investment an anderer Stelle Performance rausholen kann in dem man zum Beispiel Teile des Codes optimiert in Assembler schreibt.
3.) Wenn man sich den Datensheet fuer Frontier anschaut, dann kann man fest davon ausgehen, dass hier wieder ein Linux als Basis genommen wird und dann weiteroptimiert wird. Da bei dem Vertrag 100 Millionen alleine fuer die Softwareentwicklung enthalten sind, sollten jegliche Anpassungen kein Problem sein. Quelle: https://www.olcf.ornl.gov/wp-content/uploads/2019/05/frontier_specsheet_v4.pdf

Da der Trend immer mehr zu heterogenen Anwendungen geht kann ich mir auch sehr gut vorstellen, dass man klassische CPU basierte Codes laufen laesst und einzelne serielle Teile mit vortrainierten neuronalen Netzwerken, die auf den GPUs laufen, kombiniert und eventuell globale Optimierungen mit Reinforcement Learning vornimmt, welches auch auf den GPUs laufen wuerden. Solche Systeme bringen auch neue Paradigmen grosse Simulationen zu machen hervor.

Eines ist auch klar. Der Gordon Bell Preis fuer Supercomputing wird in 2022 nur ueber Frontier gehen falls er dann online ist.
 
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